CH148153A - Tennisschläger mit Flüssigkeitsbehälter. - Google Patents
Tennisschläger mit Flüssigkeitsbehälter.Info
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Description
Tennisschläger mit Flüssigkeitsbehälter. Der wichtigste und wertvollste Bestand teil eines Tennisschlägers ist bekanntlich die Bespannung. Sie besteht aus einem animali schen Produkt, der Darmsaite.
So erstaunliche Widerstandsfähigkeit die Darmsaite einerseits bei dieser Verwendung zeigt, so empfindlich ist sie anderseits gegen gewisse äussere Einflüsse. Ihr grösster Feind ist die Feuchtigkeit. Ein Regentropfen ge nügt, um eine Darmsaite zii zerstören. Doch bedarf es hierzu noch nicht einmal der direk ten Einwirkung des Wassers. Selbst feuchte Atmosphäre, wie sie an trüben Tagen, sowie Hauptsächlich in den Frühjahrs- und Herbst- nionaten herrscht, bildet häufig die Ursache, dass die ganze Bespannung eines Tennis schlägers plötzlich zerreisst.
Es liegt in der Natur der Sache, dass die Darmsaitenindustrie es sich angelegen sein liess, auf Mittel zu sinnen, wie diesem Übel abzuhelfen ist. Zunächst wurden Versuche angestellt, die darin gipfelten, die Darmsaiten durch eine besondere Präparierung wasserfest herzustellen. Die Hoffnungen, die man hieran knüpfte, haben sich jedoch leider nicht er füllt, da sich erwies, dass die nach diesem Verfahren hergestellten Darmsaiten mit ihrer Wasserempfindlichkeit zugleich auch ihre Elastizität verlieren. Die Elastizität der Saiten muss jedoch unter allen Umständen erhalten werden, da nur sie dem Spieler eine Berech nung seiner Schläge erlaubt.
Hingegen war es möglich, dem Problem in anderer Weise näherzukommen. Es gelang nämlich, eine Flüssigkeit herzustellen, die auf die Darmsaitenbespannung des Tennis schlägers aufgetragen - die Eigenschaft be sitzt, dieselbe vor dem Verderben durch die Feuchtigkeit zu schützen, beziehungsweise die Saite geschmeidig zu erhalten, ohne dass die Elastizität derselben irgendwie beeinträch tigt würde.
Seit dem Bestehen dieses Präparates haben die Reichsverbände der Tennsischlägerindustrie und des Sporthandels versucht, durch Fach literatur, Abgabe von Broschüren über die Pflege von Tennisschlägern usw. belehrend auf das tennisspielende Publikum einzuwirken und dasselbe zur sachgemässen Pflege seines wertvollen Sportgerätes anzuhalten.
Das In teresse der genannten Wirtschaftsgruppe an diesem Problem ist nämlich umso grösser, als bedauerlicherweise immer noch die Un sitte besteht, dass zahlreiche Spieler, deren Schlägerbespannung infolge schlechter Pflege und somit durch eigenes Verschulden unbrauch bar geworden ist, den Schläger kurzerhand an den Lieferanten, bezw. Fabrikanten zurück geben und mit der Begründung, die Darmsaite sei minderwertig, Ersatzansprüche stellen.
Leider hat das Vorgehen der genannten Berufsverbände bis heute noch nicht den ge wünschten Erfolg gezeitigt. Die Ursache hier für liegt weniger in der Unkenntnis, als viel mehr an einer gewissen Gleichgültigkeit des tennisspielenden Publikums. Das Behandeln der Tennissaiten mit einer bestimmten Flüssig keit, was entsprechend der Pflegevorschriften nach beendetem Spiel erfolgen soll, unterbleibt meistens, weil sich diese Flüssigkeit im ge gebenen Zeitpunkt entweder zu Hause oder anderwärts befindet. Bei der Heimkehr ist dann die Angelegenheit in Vergessenheit geraten und der Schläger bleibt unbehandelt.
Nicht unerwähnt sollen die zahllosen Fälle bleiben, in denen die Schläger überhaupt nicht die Plätze verlassen, sondern über Nacht in den Garderobekabinen der Klubhäuser, welch erstere sich meist in den feuchten Dusch- und Baderäumen befinden, aufbewahrt werden und dann am nächsten Tage Defekte zeigen.
Diesem Übel still vorliegende Erfindung abhelfen. Ein Behälter aus Aluminium oder sonst geeignetem Leichtmetall zur Aufbe wahrung der Flüssigkeit und des Pinsels gut verschlossen und in den Stiel des Tennis schlägers eingearbeitet - ermöglicht es dein Tennisspieler, seinen Tennisschläger zu. jeder Zeit und an jedem Ort der Vorschrift ent sprechend zu behandeln. Durch -die Einlage des Flüssigkeitsbehälters in den Griff wird das Gewicht des Schlägers nicht beeinträch tigt, da der Behälter aus Leichtmetall be steht.
Ausserdem verlangt die Mehrzahl der Tennisspieler Schläger mit sogenanntem G riff- gewicht. Um dieses zu erreichen, war es ohnedies üblich, in den Griff des Schlägers Eisenplomben einzulegen.
Der grosse Vorteil dieser Erfindung steht ausser Zweifel. Nicht allein dadurch, dass dem Tennisschläger eine bedeutend längere Lebensdauer beschieden ist, sondern man muss berücksichtigen, dass es bei der fortsehrei- tenden Popularität des Tennissportes heute zum Beispiel in Deutschland zirka 200,000 Tennisspieler gibt und anderseits, dass der grössere Teil dieser Spieler alljährlich infolge mangelhafter Behandlung -der Schläger im Durchschnitt je drei Neubespannungen zum Preise von je 1VIk. 25.
- benötigt, welche Summen infolge hauptsächlichen Verbrauches englischer und indischer Saiten zum grössten Teil in das Ausland abfliessen, so ist nicht zu leugnen, dass die durch vorliegende Erfin dung gewährleistete bedeutende Ersparung von Volksvermögen als ein Faktor von volk,- wirtschaftlicher Bedeutung zu betrachten ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel des Tennisschlägers dargestellt.
Fig. 1 zeigt den Schläger in Ansicht mit teilweiselrt Schnitt durch den Stiel.
Fig. 2 zeigt das Stielende mit herausge zogenem Pinsel.
Der Schlägerstiel- a besitzt einen Hohl raum b, welcher mit einem aus Aluminium oder sonst geeignetem Leichtmetall herge stellten Behälter o versehen ist, der zur Auf nahme der Flüssigkeit und des einen Borsten teil f und einen Grif<I>f</I> e aufweisenden Pinsels d dient.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Tennisschläger mit Flüssigkeitsbehälter, dadurch gekennzeichnet, dass der Schläger stiel<I>(a)</I> einen Hohlraum<I>(b)</I> besitzt, in wel chem sich ein aus Leichtmetall hergestellter Behälter (o) befindet zur Aufnahme von Flüssigkeit und Pinsel (d), wodurch ermög licht wird, dass der Tennisspieler seinen Schläger zu jeder- Zeit und an jedem Ort mit der im Behälter befindlichen Flüssigkeit behandeln kann-.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE371256X | 1929-10-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH148153A true CH148153A (de) | 1931-07-15 |
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ID=41151962
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH148153D CH148153A (de) | 1929-10-08 | 1930-06-06 | Tennisschläger mit Flüssigkeitsbehälter. |
Country Status (2)
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1930
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- 1930-06-19 BE BE371256A patent/BE371256A/fr unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE371256A (fr) | 1930-07-31 |
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