CH148207A - Verfahren zum Erzeugen der Profile von Gewindebohrern durch Schleifen. - Google Patents

Verfahren zum Erzeugen der Profile von Gewindebohrern durch Schleifen.

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CH148207A
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Lindner Herbert
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  • Grinding And Polishing Of Tertiary Curved Surfaces And Surfaces With Complex Shapes (AREA)

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  Verfahren zum Erzeugen der Profile von     Gewindebohrern    durch Schleifen.    Beim Erzeugen der Profile von Gewinde  bohrern durch Schleifen zeigt sich,     dass    der       Schleifvorgang    unwirtschaftlich     ist-,    da das  Abrichten der keine     verbreiterten    Profilringe  aufweisenden Schleifscheibe .Schwierigkeiten  bietet, da das Material derselben sehr fein  körnig und hart sein     muss,    um die notwen  dige Widerstandsfähigkeit des Scheibenpro  fils beim Schleifen zu haben.  



  Infolge der Härte dieser Schleifscheiben  hat man bereits versucht, an Stelle einer mit  Diamanten arbeitenden     Abrichtvorrichtung     eine Schleifscheibe entsprechenden Profils  zum Abrichten der das Werkstück bearbei  tenden Schleifscheibe zu verwenden. Hier  bei hat sich aber     wederum    der     Nachteil     gezeigt, dass die Schnittfähigkeit einer auf  diese Weise abgerichteten Schleifscheibe re  lativ gering ist.  



  Dies ist darauf zurückzuführen, dass die  abrichtende Schleifscheibe das Korn der ab  zurichtenden Scheibe nicht wie die mit Dia  manten arbeitenden     Abrichtvorrichtungen     ausbricht, sondern abschleift, wodurch die    Schleifkristalle ihre die eigentliche Schleif  arbeit leistenden Kanten     bezw.    Ecken ver  lieren.  



  Auch die Anwendung von Formdiaman  ten zum Abrichten der erwähnten Schleif  scheiben ist praktisch unvorteilhaft, weil  diese entsprechend dem abzurichtenden Profil  geschliffen werden müssen, dadurch geben  über Rohdiamanten sehr an Härte verlie  ren und deshalb als     Abrichtwerkzeug    einem  hohen Verschleiss unterworfen sind.  



  Sehr ungünstig gestalten sich die Ver  hältnisse, wenn Schleifscheiben verwendet.  werden, bei denen mehrere Profilringe, die  nicht verbreitert sind, nebeneinander auf  dem     Schleifscheibenumfang    angeordnet sind.  Hier war man gezwungen, umlaufende     Ab-          richtwerkzeuge,    sogenannte     Rollkörper    zu  verwenden, mit denen jedoch feine Profile  auch nicht einwandfrei abgerichtet werden  können, da durch den Druck des Rollkör  pers häufig das ganze beinahe fertige Profil  der abzurichtenden Scheibe ausgebrochen  wird.      Ersichtlich werden diese Schwierigkeiten  durch die keine verbreiterten Profilringe auf  weisende Schleifscheibe bedingt.  



  Gegenstand vorliegender Erfindung bil  det ein Verfahren zum Erzeugen der Profile  von Gewindebohrern durch Schleifen und  eine Schleifscheibe zur Durchführung des  Verfahrens.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung soll  die angeführten Nachteile vermindern da  durch, dass eine Schleifscheibe verwendet  wird, die mindestens einen um die Ganghöhe  des zu erzeugenden Gewindes verbreiterten  Profilring aufweist.  



  Die     Zeichnung    stellt Ausführungsbei  spiele der erfindungsgemässen Schleifscheibe,  mit denselben hergestellten Bohrer und be  kannte Schleifscheiben dar.  



       Fig.    1 zeigt oben einen Teil einer einen  Profilring aufweisenden bekannten Schleif  scheibe und     unten    einen Teil eines einen  Profilring aufweisenden Ausführungsbei  spiels;       Fig.    2 zeigt oben einen Teil einer meh  rere Profilringe aufweisenden bekannten  Schleifscheibe und unten einen Teil eines  mehrere     Profilringe    aufweisenden Ausfüh  rungsbeispiels;       Fig.    3 ist ein Querschnitt eines Gewinde  bohrers mit ungerader     Spannutenanzahl,    und       Fig.    4 das Schema der Zahnleisten des  Gewindebohrers nach     Fig.    3;

         Fig.    5 ist ein     Querschnitt    eines     Gewin-          del.ohrers    mit gerader     Spannutenanzahl,    und       Fig.    6 das Schema der Zahnleisten des  Gewindebohrers nach     Fig.    5;       Fig.    7 zeigt einen Teil einer Schleif  scheibe mit mehreren Profilringen, wovon  eine Anzahl normal und eine Anzahl ver  breitert sind, und       Fig.    8 zeigt einen Gewindebohrer, wel  cher mit der Scheibe gemäss     Fig.    7 herge  stellt ist;       Fig.    9 ist ein Querschnitt dieses Bohrers.

    Aus     Fig.    1 ersieht man, dass die freiste  hende Spitze d der bekannten Scheibe bei  dem in dieser Figur dargestellten Ausfüh-         rungsbeispiel    fehlt, da. der Profilring dersel  ben um die Ganghöhe des zu erzeugenden       Gewindes    verbreitert ist.  



  Auch bei dem in     Fig.    2 unten dargestell  ten Ausführungsbeispiel, das mehrere Profil  ringe aufweist, sind die Profilringe je um  die Ganghöhe des zu erzeugenden Gewindes  verbreitert, so dass die Anzahl der Profil  ringe d gegenüber der in     Eig.        \2    oben ersicht  lichen bekannten Schleifscheibe um die  Hälfte vermindert ist.  



  Mit den zwei so profilierten Scheiben  gestaltet sich das Verfahren zur Herstellung  der Profile von Gewindebohrern durch  Schleifen beispielsweise wie folgt:  Bei Verwendung der einen Profilring  aufweisenden Scheibe     (Fig.    1 unten) bear  beitet diese mit ihrem Profilring zunächst  die linke Flanke des Zahnes 1 der Zahnleiste  a, dann die gleiche Flanke des Zahnes  3 der Zahnleiste e, wobei-     die    Fläche  e des Profilringes den neben dem Zahn lie  genden Werkstoff bis auf den Kerndurch  messer des Bohrers fortnimmt.

   Nach Beendi  gung des Schleifens der Flanke des Zahnes  1 muss unter     Beibehaltung    oder Beschleu  nigung des normalen Drehvorschubes der in       Fig.    3: ersichtliche Bohrer mit ungerader       Spannutenzahl    von der     Schleifscheibe    ent  fernt werden, bis die Zahnleiste c sich zur  Schleifscheibe entsprechend gedreht hat, das  heisst bis der Bohrer sich um 240   gedreht  hat, worauf dann das Werkstück wieder in  die Schleiflage gebracht wird.

   Nach Been  digung dieses Schliffes erfolgt wieder ein  Abrücken des Werkstückes von dem Werk  zeuge oder umgekehrt, bis die Zahnleiste b  sich zur Schleifscheibe entsprechend gedreht  hat, das heisst bis sich. der Bohrer wiederum  um 240   gedreht hat, worauf dann nach Ein  stellen des     Werkstückes    die linke Flanke des  Zahnes 2 und der entsprechende Teil des       Bohrerkernes    geschliffen wird. Dann wer  den die Flanken der Zähne 1 und 4 der Zahn  leiste a, der Zähne 3 und 6 der Zahnleiste c  und der Zähne 2 und 5 der Zahnleiste b ge  schliffen     usf.,    bis das ganze Gewinde erzeugt      ist. Es wird also mit immer eine Zahnleiste  überspringender Schleiffolge geschliffen,       wenn    der Bohrer eine ungerade Spannuten  anzahl aufweist.  



  Die Zahnleisten haben dann das in     Fig.    4  dargestellte Aussehen, und zwar fehlt zwi  schen zwei Zähnen jeder Zahnleiste je ein  Zahn. Trotzdem arbeitet der Bohrer wie ein  normaler Gewindebohrer, da einer Zahnlücke  der einen Zahnleiste im Gewindegang ein  Zahn der andern folgt, nur     muss    jeder Zahn  grössere     Verspanungsarbeit    leisten, was prak  tisch sch gut bewährt hat.  



  Beim Schleifen     mittelst    der mehrere Pro  filringe aufweisenden Schleifscheibe nach       F'.    2 bei der alle Profilringe um die Gang  höhe des zu erzeugenden Gewindes verbrei  tert sind, werden sämtliche Zähne 1, 4,<B>7,...</B>  der Zahnleiste a des Bohrers in     Fig.    3 gleich  zeitig geschliffen, wobei dann. der Bohrer  wiederum von dem Werkstück     entfernt    wird,       bis    die Zahnleiste c vor die Schleifscheibe  zu liegen kommt, nach einer Drehung des  Bohrers um 240', worauf das Werkstück  wieder an die Schleifscheibe herangebracht  wird, die dann die Zahnleiste c bearbeitet,       wodurch    die Zähne 3, 6, 9... entstehen.

    Hierauf folgt nach     Entfernen    des     Werkstük-          ke.s    vom Werkzeug und Drehung     desselben     um 240   das Schleifen der Zähne 2, 5; 8<B>...</B>  der Zahnleiste b.  



  Selbstverständlich kann man die Winkel  geschwindigkeit des Drehvorschubes des  Werkstückes dann erhöhen, wenn die Schleif  scheibe mit dem Werkstück nicht in Berüh  rung kommt, so     dass    der Leerlauf schneller  beendet wird, wodurch die Schleifdauer we  sentlich verkürzt werden kann.  



  Beim Schleifen von     Gewindebohrern    mit  gerader     Spannutenanzahl,    zum Beispiel vier  nutigen gemäss     Fig.    5, wird bei konstantem  normalen Drehvorschub des     Werkstückes    zu  nächst die Zahnleiste a und dann die Zahn  leiste c geschliffen. Hierauf erfährt das  Werkstück eine zusätzliche     achsiale    Verschie  bung, relativ zum Werkzeug, um die Grösse  der Ganghöhe des Gewindes und werden dann  die     Zahnleisten    b und d bei normalem Dreh-         vorschub    des Werkstückes geschliffen, wo  durch sich das in     Fig.    6 dargestellte Schema  ergibt.  



  Man kann auch bei normalem Drehvor  schub des Werkstückes zuerst die Zahnleiste  a schleifen-, dann das Werkstück um eine  Ganghöhe     bezw.    Steigung des Gewindes zu  sätzlich     achsial    verschieben und die     Zahn-          leiste    b schleifen.

   Hierauf folgt wiederum  bei normalem Drehvorschub, nachdem die  gleiche     achsiale    Rückbewegung des Bohrers  vorgenommen wurde, die Bearbeitung der  Zahnleiste c und nach     achsialer    Bewegung  des     Werksitückes,    um eine Ganghöhe die Be  arbeitung der Zahnleiste d, dann folgt wie  derum nach     achsialer    Bewegung des     Werk-          stückes    die Bearbeitung der Zahnleiste a     usf.,     sofern man mit der in     Fig.    1 unten     darge-          stellten    einen     Profilrinaufweisenden     Schleifscheibe arbeitet.

   Bei "der der mehrere Pro  filringe aufweisenden     Schleifscheibe        (Fig.    2  unten), bei der die Anzahl der     Profilringe     der Anzahl der zu schleifenden Gewinde  gänge entspricht, werden sämtliche Zähne  einer     Zahnleiste    gleichzeitig geschliffen und  können die Bohrer gegebenenfalls auch mit  Fein- und Hinterschliff in einem Arbeits  gange     fertiggestellt    werden.

   Beim Bearbei  ten von     Bohrern    mit gerader     Spannutenzahl     werden .also die Zähne unter zusätzlicher       achsialer        Relativverschiebunb-    von Werkstück  und Werkzeug um eine     Ganghöhe    des Ge  windes geschliffen.  



  Man kann auch so vorgehen,     dass    zunächst.  nur von der Serie der Werkstücke sämtliche  Zahnleisten a und c bearbeitet und dann der  Bohrer jeweils ausgespannt wird. Nachdem  sämtliche Bohrer mit     Zahnleisten    a und     e     versehen wurden, werden nach zusätzlicher       achsialer        Verstellung    des     Werkstücksuppor-          tes    um eine Ganghöhe die Zahnleisten b und       d    geschliffen.  



  Die Vorteile dieses beschriebenen Schleif  verfahrens liegen darin,     dass    die Schleif  scheibe infolge der     verbreiterten    Profilringe  und des Fehlens von freistehenden Profil  spitzen mit einem profilierten Rollkörper ab-      gerichtet werden kann, ohne befürchten zu       müssen,    dass einzelne Profilringe ausbrechen.  



  Ferner ist es auf diese Weise möglich,  selbst Feingewinde mit ganz geringer Stei  gung zu Schleifen.  



  Bei der in     Fig.    2 unten dargestellten  Schleifscheibe ist es     vorteilhaft,        @    die     Quer-          schnitte    der Profilringe     derart    zu verzerren,  dass trotz der parallelen Lage von Werkstück  und Werkzeugdrehachse Gewindezähne von       normalem    Querschnitt erzeugt werden. Dies  kann jedoch angenähert auch dadurch er  reicht werden, dass die mehrere Profilringe  aufweisende Schleifscheibe im Durchmesser  so klein     gehalten    wird, dass die normalen  Profilringe trotz paralleler Lage von Werk  stück- und Werkzeugachse praktisch keine  Verzerrungen der     Gewindezahnquerschnitte     bedingen.

    



  Die in der     Fig.    7 dargestellte Schleif  scheibe unterscheidet sich von. der in     Fig.    2  unten     dargestellten    dadurch, dass nur ein  Teil der Profilringe um eine Ganghöhe ver  breitert ist, wogegen die andern Profilringe  zur Erzeugung des     Anschnittgewindes    dem  zu erzeugenden Gewinde entsprechen, also  nur eine Ganghöhe breit sind. Eine solche  Ausbildung der Schleifscheibe bietet den  Vorteil, dass ein Gewindebohrer im An  schnitteile     f        (Fig.    8) keine Zahnlücken auf  weist, wie in dem verbleibenden Teile des  Gewindebohrers g.

   Solche Bohrer schneiden  infolge der grösseren Anzahl Zähne im An  schnitteil leichter an, als Bohrer mit geringer  Zähnezahl, die unter Umständen das Loch  aufreiben und die Sauberkeit des Gewindes  ungünstig beeinflussen.  



  Bei der Herstellung des Gewindebohrers  wird gleich verfahren, wie mit den in den       Fig.    1 und 2 unten dargestellten Schleif  scheiben.  



  Die in der     Fig.    7 dargestellte Schleif  scheibe könnte auch zweiteilig sein, wobei der  eine Teil die verbreiterten und der andere  die nicht verbreiterten Profilringe aufweisen  könnte.  



       Zweckmässig    wird man in diesem Falle  die     zweiteilige    Schleifscheibe mit einem ein-         zigen    Rollkörper von entsprechender Profi  lierung gleichzeitig bearbeiten.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE:</B> I. Verfahren zum Erzeugen der Profile von Gewindebohrern durch Schleifen, da durch gekennzeichnet, dass eine Schleif scheibe verwendet wird, die meistens einen um die Ganghöhe des zu erzeu genden Gewindes verbreiterten Profil ring aufweist. II. Schleifscheibe zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dieselbe min destens einen um die Ganghöhe des zu erzeugenden Gewindes verbreiterten Pro filring aufweist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dä.ss beim Her stellen der Profile von Gewindebohrern mit ungerader Spannutenzahl die Zähne mit immer eine Zahnleiste überspringen der Schleiffolge geschliffen werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, da.ss beim Her stellen der Profile von Gewindebohrern mit gerader Spannutenzahl die Zähne unter zusätzlicher achsialer Relativver schiebung von Werkstück und Werkzeug um eine Ganghöhe des Gewindes<U>ge-</U> schliffen werden.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch ,gekennzeichnet, dass eine Schleif scheibe verwendet wird, die auch Pro filringe aufweist, die nicht verbreitert sind und die zur Erzeugung des An schnittgewindes dienen. 4. Schleifscheibe nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Quer schnitte der verbreiterten Profilringe der selben derart verzerrt sind, dass bei pa ralleler Lage von Werkstück- und Werk zeugdrehachse Gewindezähne von nor malem Querschnitt erzeugt werden. 5. Schleifscheibe nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie eintei lig ist. 6.
    Schleifscheibe nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei- teilig ist und dass der eine Teil verbrei terte und der andere nicht verbreiterte Profilringe aufweist.
CH148207D 1929-09-09 1929-09-09 Verfahren zum Erzeugen der Profile von Gewindebohrern durch Schleifen. CH148207A (de)

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