CH148282A - Elektrische Entladungsröhre. - Google Patents

Elektrische Entladungsröhre.

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CH148282A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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      Elektrisehe    Entladungsröhre.    Die Erfindung betrifft eine elektrische  Entladungsröhre, in der eine Legierung       bezw.    Mischung aus Metallen enthalten ist.       Bekannt    sind zum Beispiel Entladungsröh  ren, in denen ein Amalgam, zum Beispiel       Cadmiumamalgam,    untergebracht ist. Dies  geschieht zum     Zweck,    dem von der Entla  dung     erzeugten    Licht das     Spektrum    eines       Metalles    zu geben, das, wenn es allein in  der Entladungsröhre untergebracht wäre,  Schwierigkeiten bereiten würde.

   Enthält  eine Entladungsröhre zum Beispiel Cadmium  oder Natrium an und für sich, so ist die  Gefahr vorhanden, dass die Röhre beim Fest  werden des im Betrieb flüssigen     Metalles    oder  beim erneuten     Inbetriebsetzen    der Röhre zer  springt.  



  Führt man eine geeignete Legierung       bezw.    Mischung aus Metallen, etwa ein  Amalgam, in die Röhre ein, so kann viel  fach der erwähnte Nachteil des     Zersprin-          genS    der Röhre     vermieden    werden. Dem Ge  brauch solcher Röhren steht jedoch der Nach-    teil entgegen, dass das Licht der Entladung  hauptsächlich das     Spektrum    des in der Mi  schung vorhandenen, flüchtigsten     Metalles     aufweist, beim Gebrauch eines Amalgams  folglich das Spektrum des Quecksilbers.

   Aus  diesem Grunde hat man schon     vorgeschlagen,     einen Kondensationsraum mit der Entla  dungsröhre zu verbinden. und diesem Raum  solche Ausmasse zu geben, dass das flüch  tigste Metall, etwa das Quecksilber, das sich  im Betrieb aus     der    Legierung     bezw.    Mi  schung heraus verflüchtigt und in diesem  Raum kondensiert, diesen Raum gerade ganz  füllt. Einige Zeit nachdem eine solche mit  einem Kondensationsgefäss verbundene Ent  ladungsröhre in Betrieb gesetzt. worden ist,  erfolgt die Entladung der     Hauptsache    nach  im Dampf des am wenigsten flüchtigen Me  taller, so dass das ausgesandte Licht haupt  sächlich das     Spektrum    dieses Metalldampfes  aufweist.

   Nachdem die Entladung     unter-          broChen    worden ist, muss das Metall, das sich  im     Kondensationsraum    angesammelt hat.      wieder mit dem weniger flüchtigen Metall  vermischt werden, was durch Kippen der  Entladungsröhre vorgenommen werden kann.  Wenn diese Vermischung nicht erfolgen  würde, könnte die Röhre zerspringen.  



  Es ist nun gefunden worden, dass eine  hinreichende -Vermischung nicht in allen  Fällen erfolgt, so dass in gewissen Fällen  Bruch der Röhre eintreten kann. Ferner ist  beim Gebrauch solcher Entladungsröhren  scharf     .daarauf    zu achten, dass im Falle der  Unterbrechung der Entladung. das im Kon  densationsgefäss angesammelte Metall tat  sächlich mit dem andern Metall der Legie  rung in     Berühaung    gebracht wird. Will man  dies auf selbsttätigem Wege erfolgen las  sen, so wird die zu diesem Zweck     erforder-          liche    Vorrichtung die Einrichtung     wesen@t-          lieh    erschweren.  



  Es ist nun gefunden würden, dass die  beschriebene     Entladungsröhre    verbessert wer  den kann und es hat sich auch als möglich       erwiesen,    das gesonderte, mit der Entla  dungsröhre verbundene     Kondensationsgefäss     fortzulassen.  



  Eine     elektrische    Entladungsröhre nach  der Erfindung enthält eine Legierung     bezw.     Mischung aus Metallen, die zweckmässig eine  Elektrode der Röhre bildet. Diese     Legierung          bezw.    Mischung kann zum Beispiel aus einem  Amalgam, etwa     Cadmiumamalgam,    bestehen.  Die     Röhre    enthält ferner einen vom Ent  laderaum getrennten Kanal, der eine Ver  bindung zwischen einem Röhrenteil, in dem  sich während des Betriebes     kondensiertes     Metall,     etwa.    Quecksilber, ansammelt und  den Röhrenteil bildet, der die     Legierung          bezw.    Mischung enthält.

   Das kondensierte       Metall    wird durch den Kanal nach dem zu  letzt genannten Teil zurückgeführt, wobei  das kondensierte Metall ausserhalb des     E.nt-          laderaumes    bleibt. Es hat sich gezeigt, dass  das bei . einer solchen Entladungsröhre von  der Entladung ausgesandte Licht in der  Hauptsache das Spektrum des am wenigsten  flüchtigen     Metalles    aufweist.  



  Man     wird    zweckmässig die Einrichtung  so     treffen,    dass der Kanal unterhalb der    Oberfläche der Legierung     bezw.    Mischung  mündet, so dass ganz vermieden wird, dass  das     zurückgeführte    Metall mit der Entladung  in Berührung kommt.     Vorteilhaft    kann der  Kanal auf einen Teil seiner Länge innerhalb  der Legierung     bezw.    Mischung liegen, so  dass dieser Teil die Temperatur dem im Röh  renbetrieb meist in flüssigem Zustände be  findlichen Mischung annimmt, und infolge  dessen vermieden wird, dass sich der Kanal  durch festgewordenes Metall verstopft.  



  Manchmal besteht die Gefahr, dass die  Entladung zwischen den Elektroden durch  den Kanal ihren Weg nehmen wird, der das  kondensierte Metall zurückführt. Diese Ge  fahr kann dadurch abgewendet werden, dass       der    Querschnitt des Kanals im Verhältnis  zum Querschnitt des     Entladeraumes    klein  gestaltet oder dem Kanal eine gebogene Form  gegeben wird.  



  Die     Entladungsröhre    kann     vorteilhaft    die  Form eines umgekehrten<B>U</B> aufweisen, bei       dem,    in einem der Schenkel eine Legierung       bezw.    Mischung aus Metallen enthalten ist,  und das Ende dieses Schenkels durch einen  Kanal mit dem andern Schenkel des     U-för-          migen:    Rohres in Verbindung steht, in das  der Kanal in geringer Entfernung oberhalb  einer in diesem Schenkel enthaltenen Elek  trode mündet.  



  Auch ist es möglich, der Röhre einen  erweiterten Teil zu geben, in dem eine Glüh  kathode angeordnet sein kann und der durch  einen Kanal mit dem Röhrenteil in Verbin  dung steht, in dem die Legierung     bezw.    Mi  schung enthalten ist.  



  In manchen Fällen kann es zweckmässig  sein, die     Stromzuführungsdrähte    der Elek  troden: nur an einem Ende der Röhre nach  aussen zu führen, wobei ein     Stromzufüh-          rungsdraht    teilweise durch den Kanal ge  führt werden kann, der das     kondensierte     Metall zurückführt.  



  Die Zeichnung     vera.nschaulieht    beispiels  weise einige Ausführungsformen der Ent  ladungsröhre nach der Erfindung.  



  Die in     Fig.    1 dargestellte Entladungs  röhre 1 hat die Form eines umgekehrten<B>U.</B>      Der Schenkel 2 enthält eine Legierung     bezw.     Mischung 3 aus Metallen, die aus einem  Amalgam,     etwa        Cadmiumamalgam,    oder auch  aus einer Legierung aus Wismut und Queck  silber bestehen kann. Gute Ergebnisse     sind     zum Beispiel mit einem     Cadmiumamalgam     erzielt worden, das 20% Cadmium enthielt.  Diese Legierung 3 bildet eine Elektrode der  Entladungsröhre und steht mit einem     Stro.m-          zuführungsdraht    4 in Verbindung, der durch  die Röhrenwandung hindurchgeführt ist.

   Der  Schenkel 5 der Entladungsröhre enthält eine  Elektrode, die zum Beispiel aus einer     Queck-          silbermenge    6, besteht, die mit dem Strom  zuführungsdraht 7 in Verbindung steht. Es  ist selbstredend auch möglich, diese Elek  trode aus einem festen Stoff oder aus der  selben     Legierung    wie die Elektrode 3 herzu  stellen. Es kann vorteilhaft sein, die Enden  der Röhrenschenkel kugelförmig zu erwei  tern.

   In geringer Entfernung oberhalb der  Elektrode 6     mündet    ein enges Rohr 8     in        die          Entladungsröhre.    Dieses Rohr 8 hat eine ge  bogene Form,     zum    Beispiel     eine    Zickzack  form, und ist mit seinem andern Ende an  das untere Ende des Schenkels 2     angeschmol-          zen.     



  Beim     Inbetriebsetzen    der     dargestellten     Entladungsröhre ist es nötig, die Entladung  mit Hilfe besonderer Einrichtungen zu zün  den. Dies kann zum Beispiel in der Weise  erfolgen, dass die Röhre nach     Anlegen    einer  Spannung an die Elektroden gekippt wird.  Dabei ist darauf zu achten, dass das Rohr 8       ,in    einer solchen Stelle in den Schenkel 5  mündet, dass beim     Kippen    kein Elektroden  stoff in das Rohr hineinströmen kann. Auch  kann die Zündung     mittelst    einer sehr hohen  Spannung vorgenommen werden. Bisweilen  kann es     erwünscht    sein, das Amalgam 3 von  aussen her zu erhitzen.  



  Wird das     Amalgam    3 zur Anode und die  Elektrode 6 zur Kathode gewählt, so ver  flüchtigt sich, nachdem die Bogenentladung  gezündet worden ist, hauptsächlich das im  Amalgam 3 enthaltene Quecksilber. Neben  dem Spektrum des Cadmiums weist das von    -der Entladung erzeugte Licht somit viele       Quecksilberlinien    auf. Das verflüchtigte  Quecksilber kondensiert im obern Teil des  Schenkels 5.

   Sobald der     Meniskus    der Elek  trode 6- die Mündung des Rohres 8 erreicht,  wird das kondensierte Quecksilber durch die  ses Rohr in den untern Teil des Schenkels  2     zurückgeführt.    Es zeigt sich; dass wenn  die Röhre einige Zeit im Betrieb ist, sich an  der Oberfläche der Elektrode 3 hauptsächlich  Cadmium befindet, so dass die Entladung  hauptsächlich in     Cadmiumdampf    unter  hohem Druck erfolgt. Das von dieser Ent  ladung erzeugte Licht enthält viele ultra  violette Strahlen, die durch die Röhrenwan  dung hindurch nach aussen treten, wenn diese  Wandung aus einem für solche Strahlen  durchlässigen Stoff, etwa Quarz besteht.

   Die  beschriebene Röhre kann somit mit grossem       Vorteil    zum Erzeugen von ultravioletten       Strahlen,    zum Beispiel als Höhensonne., ver  wendet werden. Auch für     Sterilisations-          zwecke    ist die Röhre verwendbar. Es zeigt  sich, dass die Quecksilbermenge, die sich  während des weiteren     Röhrenbetriebes    aus  der Anode heraus verflüchtigt, gering ist und  das Spektrum des ausgesandten Lichtes nicht  ungünstig beeinflusst. Die Gefahr, dass die  Röhre beim     Ausserbetriebsetzen    oder beim  erneuten     Inbetriebsetzen    zerspringt, ist nur  sehr gering.  



  Die in     Fig.    2 dargestellte Entladungs  röhre weist einen geraden zylindrischen Teil  9 auf, in dessen kugelförmig erweitertem  Ende eine     Legierung        bezw.    Mischung aus  Metallen,     etwa.        Cadmiumamaluam    oder eine  <B>1</B>     Misellunc    aus Quecksilber, Cadmium und  Wismut 10, enthalten ist, die mit dem     Strom-          zuführungsdraht    11 in leitender Verbindung  steht. An das obere Ende des Teils 9 ist  ein weiterer Teil 12     anb    schmolzen.

   In die  sem -Teil ist der Röhrenfuss 13 enthalten, der  die Glühkathode 14 trägt,     deren        Stromzu-          führungsdrähte    15 und 16 durch den Fuss  nach aussen geführt sind. Das obere Ende  der Röhre 9 reicht um ein geringes Mass in  den erweiterten Teil 12, so dass ein     rinnen-          förmiger    Raum 17 entsteht. In diesen Raum      mündet der Kanal 18, der mit seinem andern  Ende in den untern Teil der Entladungs  röhre reicht und möglichst weit     unterhalb     der Oberfläche der Elektrode 10 mündet.  



  Wie die     Figur    zeigt, liegt ein Teil des  Kanals 18     in    der Legierung 10, so dass die  ser Teil des Kanals dieselbe     Tempeiatur    wie  die Legierung annimmt. Verstopfung des  Kanals durch festgewordenes Metall wird  dadurch vermieden.  



  Die Röhre kann eine geeignete Gasfül  lung enthalten, die zum Beispiel aus einem  Edelgas besteht, was die Zündung der Ent  ladung erleichtert. Während des Betriebes       kondensiert    das     Quecksilber    oder, allgemei  ner, das flüchtigste Metall im erweiterten  Teil 12 und wird im     rinnenförmigen    Raum  17 angesammelt, von wo es durch den Ka  nal 18 in den     untern    Teil der Entladungs  röhre zurückgeführt     wird.    Da sich auch in  dieser Entladungsröhre das Cadmium haupt  sächlich an der Oberfläche der Elektrode 10  ansammelt, erfolgt die Entladung hauptsäch  lich in     Cadmiumdampf.     



  Die in     Fig.    3 dargestellte Entladungs  röhre weicht darin von der in     Fig.    2 ver  anschaulichten Röhre ab. dass die     Stromzu-          führungsdrä.hte    der Elektroden nur an einem  Röhrenende nach aussen geführt sind. Hier  durch kann in vielen Fällen eine einfache  Anordnung der Entladungsröhre, zum Bei  spiel einer     Höhensonnenanlage    oder in einer  Anlage zum Bestrahlen von Flüssigkeiten  mit ultraviolettem Licht, erzielt werden.  



  Wie     Fig.    3 zeigt, ist der     Stromzufüh-          rungsdraht    19 für die im untern Ende der  Röhre enthaltene Elektrode durch den Röh  renfuss nach aussen geführt, an dem die     Glüh-          kathode        befestigt    ist. Dieser     Stromzufüh-          rungsdraht    19 ist durch den Kanal geführt,  der das kondensierte Quecksilber zurück  führt, und ist teilweise von einem isolieren  den Rohr 20 umgeben, das verhindert. dass  die Entladung am     Stromzuführunasdraht    19  ansetzt.

   Es ist einleuchtend, dass der Kanal,  der das kondensierte Quecksilber zurück  führt und der bei den in den verschiedenen    Figuren veranschaulichten Entladungsröhren  ausserhalb des eigentlichen     Entladeraumes     untergebracht ist, auch innerhalb dieses     Ent-          laderaumes    enthalten sein kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Entladungsröhre, die eine Legierung bezw. Mischung aus Metallen enthält, dadurch gekennzeichnet, dass die Röhre einen vom Entladeraum getrennten Kanal enthält, der eine Verbindung zwischen einem Röhrenteil, in dem sich während des Betriebes kondensiertes Metall ansamme=lt und den Röhrenteil bildet, der die Legierung bezw. Mischung enthält. UNTERANSPRÜCHE: 1. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung bezw. Mischung eine Elektrode der Röhre bildet. 2.
    Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung bezw. Mischung aus einem. Amalgam besteht. 3. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch und Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass das Amalgam Cadmiumamalgam ist. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das kondensierte Metall Quecksilber ist. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal unterhalb der Oberfläche der Legierung bezw. Mischung mündet. 6. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass- der Kanal auf einen Teil seiner Länge innerhalb der Legierung bezw. Mischung liegt. 7.
    Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Kanals im Ver hältnis zum Querschnitt des Entlade raumes klein ist. B. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal eine gebogene Form auf weist. 9. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Röhre im wesentlichen die Form eines umgekehrten<B>U</B> aufweist, bei dem einer der Schenkel eine Legierung bezw. Mischung aus Metallen enthält und das Ende dieses Schenkels durch einen Ka nal mit dem andern Schenkel des U-för migen Rohres in Verbindung steht, in das der Kanal in geringer Entfernung oberhalb einer in diesem Schenkel ent haltenen Elektrode mündet. 10.
    Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Röhrei- einen erweiterten Teil besitzt, in dem eine Glühkathode ange ordnet ist, und der durch einen Kanal mit dem Röhrenteil in Verbindung steht, in dem die Legierung oder Mischung enthalten ist. 11. Elektrische Entladungsröhre nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromzuführungsdrähte der Elektroden nur an einem Ende der Röhre nach aussen geführt sind, und ein Strom zuführungsdraht teilweise durch den genannten Kanal geführt ist.
CH148282D 1929-06-08 1930-06-06 Elektrische Entladungsröhre. CH148282A (de)

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