CH148290A - Verfahren zur Verhütung der Entwicklung von Mikroorganismen. - Google Patents

Verfahren zur Verhütung der Entwicklung von Mikroorganismen.

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CH148290A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Verhütung der Entwicklung von     Nikroorganismen.       Es ist bekannt,     dass    viele- organische Sub  stanzen, wie Klebstoffe, zum Beispiel Stärke  kleister, Lösungen von Gummi     arabieum,          Dextrin,        Kosmetica,    ferner Blut, Eiter,  Schweiss     usw.-    durch Einwirkung von Mikro  organismen, wie Bakterien,     Sebimmelpilzen          usw.    leicht der Zersetzung     anheimfallen.     Zur Vermeidung des erwähnten Übelstandes  wurden bisher diese Substanzen mit Phenol  oder seinen     Substitutionsprodukten,

      wie     Kre-          solen,        Thymol,        Chlorphenolen    oder     anorga-          niselien    Metallgiften,     zum    Beispiel     Queck-          sitberverbindungen    versetzt. Fast alle der  artigen Mittel haben den     Nacliteil,        dass    sie  entweder stark riechen oder für höhere Lebe  wesen schädlich sind.  



  Es wurde gefunden,     dass    eine     Oxypoly-          arylinethanverbindung,    welche mindestens  einen einwertigen     Ilalogenphenolrest,    das  heisst einen     Monooxyhalogenarylrest    enthält,  in hervorragendem Masse geeignet ist, die ge  nannten Stoffe vor der Zersetzung zu schüt-         zen;    gleichzeitig besitzt sie den Vorzug, ge  ruchlos und in den erforderlichen Mengen  für den Menschen unschädlich zu sein.  



  <I>Beispiel<B>1:</B></I>       Stärkeldeister    wird mit einer schwach  alkalischen Lösung des Kondensationspro  duktes, das aus Formaldehyd mit 2     Mol.          p-Chlorphenol    in Gegenwart von Schwefel  säure erhalten wird,     ve#rsetzt,    so     dass    die fer  tige Mischung     '/",   <B>%</B> dieses Stoffes enthält.  Diese Mischung hält sieh unbegrenzt     schim-          mel-    und bakterienfrei, während nicht be  handelter Kleister nach kurzer Zeit verdor  ben ist.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Eiweisshaltige Flüssigkeiten, zum Bei  spiel Blut oder Eiter, welche     '/""   <B>%</B>     Methy-          len-    bis     2,4-dichlorphenol    enthalten, bleiben  dauernd     unzersetzt.    Ebenso nehmen Ver  bandstoffe, Damenbinden und ähnliche Tex-           tilien,    welche mit dem Schutzmittel in wäs  seriger Lösung oder in organischen Lösungs  mitteln imprägniert sind, nach der     Durch-          tränkung    mit Blut, Eiter oder Schleim nicht  den unangenehmen Geruch an, der sonst in  folge Fäulnis auftritt.  



  Ebenso wie die genannten Mittel     wirkeu     auch zum Beispiel die Kondensationspro  dukte aus Formaldehyd und 2     Mol.        m-Chlor-          phenol,        6-Chlor-3-kresol,        6-Chlor-2-kresol,     ferner die Kondensationsprodukte aus     p-          Chlor   <B>-</B>     benzaIdeliycl    oder<B>p -</B>     Diäthylamino-          benzaldehyd   <B>+<I>9,</I></B>     Mol.        p-Chlorphenol,

      ferner  das durch     Tetrabromierung    des Kondensa  tionsproduktes aus     Cyclohexanon    und 2     Mol.     Phenol erhaltene Produkt, ferner die Konden  sationsprodukte aus     p-Chlorbenzylchlorid    und  <B>1</B>     Mol.        p-Chlorphenol    oder aus 2.     6-Dime-          thylol-4-chlorphenol    und 2     Mol.        p-Clilor-          phenol.     



  <I>Beispiel<B>3:</B></I>  Mit Steinbrand behafteter Saatweizen  wird mit einer Mischung von 12<B>%</B> des in  Beispiel<B>1</B> erwähnten Kondensationsproduk  tes und<B>88 %</B> Talkum geschüttelt. Das aus  diesem so behandelten Saatgut gewonnene    Getreide erwies sich bei der Ernte als     stein-          brandfrei.     



  Auch anderes Saatgut oder Pflanzen<B>kön-</B>  nen mit diesen Substanzen in     troekener    Form  oder in Lösung zur Bekämpfung von Pflan  zenschädlingen behandelt werden. Ebenso  wird die Entwicklung von Stockflecken und  ähnlichen Schädigungen auf Leder, Tex  tilien, Tapeten,     usw.    durch     V & rbehandlung     mit den erwähnten Körpern verhindert.  



  Auch für die Imprägnierung und für den  Anstrich von Holz zur Verhütung und Be  kämpfung der Infektion mit     liolzzerstören-          den    Pilzen     usw.    sind die Substanzen in her  vorragendem Masse geeignet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPR-9011: Verfahren zur Verhütung der Entwick lung von Mikroorganismen, wie zum Beispiel Bakterien, Schimmelpilzen und andern, da durch gekennzeichnet, dass man die zu sel-iüt- zenden Materialien mit einem solchen Oxy- polyarylmethan behandelt, welches minde stens einen Xonooxyhalogena-rylrest enthält.
CH148290D 1929-03-05 1930-02-21 Verfahren zur Verhütung der Entwicklung von Mikroorganismen. CH148290A (de)

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