Websehützen aus Holz. Die meisten in der Weberei verwendeten Webschützen werden aus Holz hergestellt; es eignen sich hierzu nur wenige bestimmte Holzarten, die aber auch nicht alle Bedin gungen in bezug auf Widerstandsfähigkeit, Gewicht usw. restlos erfüllen. So ist man z. B. in vielen Fällen gezwungen, Blei ein zulegen, um das Gewicht auf die gewünschte Höhe zu bringen.
Es wurde nun die bemerkenswerte Beob achtung gemacht, dass man Webschützen erhalten kann, die den bisherigen überlegen sind, wenn man als Werkstoff Holz verwen det, das mit indifferenten, festen chlorierten Kohlenwasserstoffen mit nicht zu hohem Schmelzpunkt imprägniert ist. Stoffe, deren Schmelzpunkt höher liegt als die Temperatur, bei der die verwendete Holzart geschädigt wird, lassen sich für den vorliegenden Zweck ebenfalls verwenden, wenn sie durch niedriger schmelzende Zusätze, wie z. B. Paraffin oder Montanwachs, oder andere niedrig schmelzende chlorierte Kohlenwasserstoffe bei Tempera turen verflüssigt werden können, bei der das Holz noch nicht leidet.
Insbesondere haben sich als geeignet erwiesen höher chlorierte Kohlenwasserstoff e, wie z. B. ehlorierte Naph- taline mit einem Chlorgehalt von etwa 45 bis 60 % und chlorierte Diphenyle, die bei ge- wöhnlicher Temperatur fest sind.
Die Herstellung der Webschützen kann in der Weise erfolgen, dass Blöcke von geeig neter Grösse imprägniert und dann mit den üblichen blaschinen zu Webschützen verar beitet werden ; es können aber auch die Webschützen in verschiedenen Stadien ihrer Herstellung der Behandlung unterworfen werden.
<I>Beispiel 1:</I> Ein Block aus Eschenholz wird in einem eisernen Behälter 1 Stunde bei 120' unter Vakuum getrocknet, dann mit geschmolzenem Chlornaphtalin mit etwa 50 % Chlorgehalt - @üher.schichtet und 1/2 Stunde unter einem Drue -:
vo@z - Atmosphären bei 120-125o C -erwärmt. Nach Entfernw.g des äusserlich an haftenden Chlornaphtalins kann der Bloch in gewöhnlicher Weise auf Webschützen ver arbeitet werden. Die daraus hergestellten Webschützen zeichnen sich durch erhöhte Festigkeit, sehr glatte Oberfläche, Unem pfindlichkeit gegen Feuchtigkeit und hohes Gewicht aus. Das Gewicht ist in diesem Falle annähernd doppelt so hoch, als bei einem gleich grossen Webschützen aus unbe handeltem Holz.
Beispiel <I>2:</I> Ein Block aus Weissbuche wird nach dem in Beispiel 1 angegebenen Verfahren mit einem Wachs imprägniert, das durch Zusam menschmelzen von 100 Gewichtsteilen Tetra- ehlornaphtalin unter Rühren mit 10 Gewichts teilen Ceresin und 4 bis 5 Gewichtsteilen Magnesiumogyd erhalten wurde.
Auch die hieraus gefertigten Webschützen bieten die oben erwähnten Vorteile, sie zeigen neben einer Bruchfesfigkeitserhöhung von 30 % eine Gewichtszunahme von 50 bis 100 %.
Ein aus dem sehr dichten Persimonbolz hergestellter Webschütze wird durch die Im- prägnierung ebenfalls noch verbessert. So wird z. B. eine Gewichtszunahme von etwa 30-35 % erzielt.
<I>Beispiel</I> 3.- 1000 Gewichtsteile chloriertes Diphellyl mit einem Chlorgehalt von etwa 60 % wer- den in einem Autoklaven auf 110-120 0 er hitzt.
In die geschmolzene Masse werden 500 Gewichtsteile zugeschnittene Stücke von Rotbuchenholz in einem Traggestell einge führt, der Autoklav verschlossen und 11/2 Stunden bei 120 0 evakuiert. Nach Aufhebung des Vakuums wird geöffnet und das Gestell mit dem Holz in der Wärme herausgenom men. In der üblichen Weise werden daraus Webschützen hergestellt.
Web hats made of wood. Most of the shuttle frames used in weaving are made of wood; only a few specific types of wood are suitable for this purpose, but they also do not completely meet all the conditions in terms of resistance, weight, etc. So one is z. B. in many cases forced to put in lead to bring the weight to the desired height.
The remarkable observation has now been made that one can obtain weaving shuttles that are superior to the previous ones if the material used is wood that is impregnated with inert, solid chlorinated hydrocarbons with a melting point that is not too high. Substances whose melting point is higher than the temperature at which the type of wood used is damaged can also be used for the present purpose if they are replaced by additives with a lower melting point, such as. B. paraffin or montan wax, or other low-melting chlorinated hydrocarbons can be liquefied at temperatures at which the wood does not suffer.
In particular, higher chlorinated hydrocarbons have proven to be suitable, such as. B. chlorinated naphthalenes with a chlorine content of around 45 to 60% and chlorinated diphenyls, which are solid at normal temperature.
The weaving shuttles can be manufactured in such a way that blocks of suitable size are impregnated and then processed into weaving shuttles with the usual blow machines; however, the shuttle can also be subjected to the treatment in various stages of their manufacture.
<I> Example 1: </I> A block of ash wood is dried in an iron container for 1 hour at 120 'under vacuum, then layered with molten chloronaphthalene with about 50% chlorine content and 1/2 hour under a drue -:
vo @ z - atmospheres heated at 120-125o C. After removing the externally adhering chloronaphthalene, the Bloch can be processed in the usual way on web shooters. The arrows made from it are characterized by increased strength, a very smooth surface, insensitivity to moisture and high weight. In this case, the weight is almost twice as high as that of a shuttle of the same size made of untreated wood.
Example <I> 2: </I> A block of hornbeam is impregnated according to the method given in Example 1 with a wax which is obtained by melting together 100 parts by weight of tetra- ehlornaphthalene with stirring with 10 parts by weight of ceresin and 4 to 5 parts by weight of magnesium oxide was obtained.
The weaving shuttles made from this also offer the advantages mentioned above; in addition to an increase in breaking strength of 30%, they show an increase in weight of 50 to 100%.
A web shuttle made from the very dense persimmon wood is also improved by the impregnation. So z. B. achieved a weight gain of about 30-35%.
<I> Example </I> 3.- 1000 parts by weight of chlorinated diphellyl with a chlorine content of about 60% are heated to 110-120 ° in an autoclave.
500 parts by weight of cut pieces of red beech wood are introduced into the molten mass in a support frame, the autoclave is closed and evacuated at 120 ° for 11/2 hours. After releasing the vacuum it is opened and the frame with the wood is taken out in the warmth. In the usual way, weaving shutters are made from them.