CH148487A - Verfahren zur quantitativen Trennung von 2,3-Dihalogen- und 2,5-Dihalogen-4-amino-1-methylbenzol. - Google Patents

Verfahren zur quantitativen Trennung von 2,3-Dihalogen- und 2,5-Dihalogen-4-amino-1-methylbenzol.

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CH148487A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur     quantitativen    Trennung von     2,3-Dihalogen-    und     2,1i-Dihalogen-          4-amino-l-methylbenzol.       Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren zur     quantitativen    Trennung  eines Gemisches von     2-Halogen-3-chlor-    und       2-Halogen-5-chlor-4-amino-l-methylbenzolen     der folgenden allgemeinen Formeln:  
EMI0001.0008     
    worin X für ein Chlor- oder ein Bromatom  steht.  



  Wenn man     2-Halogen-4-acylamirio-l-alkyl-          benzole    in wässeriger, neutraler, schwach  alkalischer oder saurer Suspension mit oder  ohne Zusatz von organischen Lösungsmitteln  oder auch in organischen Lösungsmitteln  allein mit Chlor oder chlorabgebenden Mitteln  behandelt und die entstehenden Verbindungen    verseift, so erhält man ein Gemisch von       2-Halogen-3-chlor-    und     2-Halogen-5-chlor-4-          amino-l-methylbenzolen,    dessen quantitative  Trennung mit den gewöhnlichen allgemein  bekannten Mitteln nicht durchführbar ist.  



  Es wurde nun gefunden, dass die     2-Halogen-          5-chlor-4-amino-l-methylbenzole    in keiner  Weise mit Schwefelsäure     sulfiert    werden  können, während die     2-Halogen-3-chlor-4-          amino-l-methylbenzole    sich leicht     sulfieren     lassen und je nach den     Versuchsbedingungen     die eine oder die andere der beiden mög  lichen     Sulfosäuren    bilden.

   So entstehen bei  spielsweise die     2-Halogen-3-chlor-4-amino-l-          methylbenzol-5-sulfosäuren,    wenn man die 2  Halogen-3-chlor-4-amino-l-methylbenzole mit  konzentrierter Schwefelsäure bei einer Tem  peratur von etwa 170-200   C behandelt, oder  wenn man auf eine Lösung dieser Verbin  dungen in konzentrierter Schwefelsäure rau  chende Schwefelsäure mit einem solchen      Gehalt an     Schwefelsäureanhydrid        einwirken     lässt, dass das     Anhydrid    in molekularem Ver  hältnis zu der     sulfierenden    Verbindung sich  befindet.  



  Wir haben weiter gefunden, dass aus  den     2-Halogen-3-chlor-4-amino-l-inethyl-beri-          zol-5-sulfosäuren    die     Sulfogruppe    durch Er  hitzen mit mässig verdünnter Schwefelsäure  nach den üblichen Methoden leicht wieder  abgespalten werden kann.  



  Die quantitative Trennung des oben be  zeichneten Gemisches von     2-Halogen-3-ohlor-          4-amino-l-methylbenzol    und     2-Halogen-5-          chlor-4-amino-l-niethylbenzol    lässt sich nun  so vornehmen, dass man auf ein Gemisch  der beiden     isomeren    Basen konzentrierte  Schwefelsäure einwirken lässt, den     unsulfier-          ten    Anteil, nämlich das     2-Halogen-5-chlor-          4-amino-l-methylbenzolsulfat    in die freie Base  überführt,

   diese von der gebildeten     2-Halogen-          3-chlor    - 4 -     amino-1-methylbenzol-5-s        ulfosäure     trennt und dann die     Sulfogruppe    aus dieser  letzteren Verbindung wieder abspaltet.  



       Beispiele     1. 176 Gewichtsteile eines Gemisches von       2,3-Dichlor-4-amino-l-methylbenzol    und 2,5  Dichlor-4-amino-l-methylbenzol werden mit  300 Gewichtsteilen Monohydrat 2 Stunden  auf 170-200   C erhitzt. Nach dem Abkühlen  giesst man das     Reaktionsgernisch,    welches       2,5-Dichlor-4-amino-l-methylbenzolsulfat    und  die     2,3-Dichlor-4-amino-l-methylbenzol-5-sul-          fosäure    enthält, in 1000 Gewichtsteile Wasser,  um die Verbindungen abzuscheiden.

   Die Ab  scheidung des schwefelsauren     2,5-Dichlor-4-          aniino-l-methylbenzols    und der     2,3-Dichlor-4-          amino-l-methylberizol-5-sulfosäure    wird durch  Zugabe von Kochsalz vervollständigt. Dann  saugt man die so ausgefällten Verbindungen  ab und treibt aus dem Gemisch nach Zugabe  von 150 Gewichtsteilen Soda das unver  änderte     2,5-Dichlor-4-amino-l-methylbenzol     mit überhitztem Wasserdampf ab.

   Das im  Rückstand verbliebene     Natriumsalz    der     2,3-          Dichlor-4-amino-1-methylbenzol-    5     -sulfosäure     saugt man ab, trägt es in 400 Gewichtsteile  etwa 80      /oiger    Schwefelsäure ein und erhitzt    zwecks Abspaltung der     Sulfogruppe    4 Stunden  auf 160-180 o C. Nach dein     Erkalten    giesst  man diese Mischung in 1200 Gewichtsteile Eis  wasser und salzt das schwefelsaure Salz des       2,3-Dichlor-4-arnino-l-niethylberizols    aus. Aus  diesem Salz macht man die Base     finit    Alkali  frei und destilliert sie zur Reinigung im Va  kuum.

   Das     2,3-Dichlor-4-amirio-l-methylberizol     schmilzt nach dein     Reinigen    bei 55-58   C.  



  2. 220,5 Gewichtsteile eines Gemisches  von     2-Brom-3-chlor-4-amino-l-inetliylbenzol     und     2-Brom-5-clilor-4-amino-l-niethylbenzol     werden in 400 bis 500 Gewichtsteilen Mono  hydrat mit 80 bis 100 Gewichtsteilen     rau-          chender        Schwefelsäure        von        65%        Anhydrid-          gehält    2 Stunden auf 1Ö0-120 o C erhitzt.  Nach dem Abkühlen giesst man das Gemisch  in 1200 bis 1500 Gewichtsteile Wasser.

   Es  scheiden sich schwefelsaures     2-Brom-5-chlor-          4-amiriobenzol    und     2-Brom-3-chlor-4-amino-          1-methylbenzol-5-sulfosäui-e    aus. Man saugt  ab, rührt den     Presskuchen    mit 1900 bis 1500  G     ewichtsteilenWasser    an, erhitzt auf 80-90   C  und gibt soviel Ammoniak und gebrannte  Magnesia zu, bis eben noch     lakmussaure     Reaktion bestehen bleibt. Dann setzt man  ungefähr 800 Gewichtsteile eines organischen  Lösungsmittels, zum Beispiel Chlorbenzol,       Dichlorbenzol,        Tetrachloräthan    oder andere  zu.

   Das     2-Brom-5-chlor-4-amino-l-rnethyl-          benzol    wird vom organischen Lösungsmittel  aufgenommen, während die     2-Brom-3-chlor-          4-amino-l-methylberizol-5-sulfosäure    als Am  monium- oder     Magnesiumsalz    in der wässe  rigen Lösung bleibt. Man trennt die beiden  Schichten heiss im Scheidetrichter und destil  liert zur Gewinnung des     2-Brom-5-chloi--4-          amino-l-methylbenzols    aus dem einen Teil  das organische Lösungsmittel ab.

   Den andern  Teil, die wässerige     Lösung    des     2-Brom-3-          chlor-    4-     amino        -1-methylberizol-5-sulfosauren     Ammoniums oder Magnesiums versetzt man  mit 100 bis 150 Gewichtsteilen Schwefelsäure  66       B6    und erhitzt, ohne die Fällung abzu  saugen, zur Abspaltung der     Sulfogruppe    im  verbleiten     Autoklaven    ungefähr 6 Stunden  auf 160-170 o C. Nach Beendigung der Ab  spaltung klärt man die noch heisse Lösung      und bringt das schwefelsaure     2-Brom-3-chlor-          4-anrino-l-rnethylbenzol    durch Abkühlung zur  Kristallisation.

   Aus diesem Sulfat wird die  Base mit Alkali frei gemacht und zur Rei  nigung im Vakuum destilliert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur quantitativen Trennung von 2-Halogen-3-chlor- und 2-Halogen-5-chlor-4- amino-l-methylbenzol, dadurch gekennzeich net, dass man auf ein Gemisch dieser beiden Basen konzentrierte Schwefelsäure einwirken lässt, den nicht sulfierten Anteil, das 2,5- Dihalogen-4-amino-l-methylbenzolsulfat in die freie Base überführt, diese von der gebildeten 2,
    3-Di h alogen-4-ami no-l-methyl b errzol-5-s u1 fo- säure trennt und aus dieser letzteren durch Abspaltung der Sulfogruppe das 2,3-Dihalo- gen-4-amino-l-methylbenzol gewinnt.
CH148487D 1928-09-07 1929-09-04 Verfahren zur quantitativen Trennung von 2,3-Dihalogen- und 2,5-Dihalogen-4-amino-1-methylbenzol. CH148487A (de)

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