CH148488A - Verfahren zur Trennung aromatischer Amine. - Google Patents

Verfahren zur Trennung aromatischer Amine.

Info

Publication number
CH148488A
CH148488A CH148488DA CH148488A CH 148488 A CH148488 A CH 148488A CH 148488D A CH148488D A CH 148488DA CH 148488 A CH148488 A CH 148488A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
base
separated
xylidine
hydrochloric acid
separation
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellsc Farbenindustrie
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Publication of CH148488A publication Critical patent/CH148488A/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Trennung aromatischer Amine.         Gegenstand        vorliegender        Erfindung    ist  ein Verfahren zur Trennung von Gemischen,  aromatischer     Amin.overbndungen,        dadurch     gekennzeichnet, dass man diese Besen  gemische mit trockenem     HaJogenwasserstoff-          ga,s    solange behandelt, bis sich das Salz der       stärksten    Base ausgeschieden hat, vom Nie  derschlag trennt und das zurückbleibende Be  sengemisch     weiter    mit trockenem     Halogen-          wasserstGffgas    behandelt,

   bis die     Basen.    der       Reihe    nach entsprechend ihrer     Basizität    als       halogenwass.erstoffsaure    Salze     getrennt    und  abgeschieden sind und die abgetrennten Ba  sensalze durch     Behandlung    mit einem alkali  schen Mittel in die Basen     zurückverwandelt.     



  Unter     aromatischen        Aminoverbindungen     sind     söwohl    Amine als auch deren Kern  und     Stickstoffsubstitutionsprodukte    zu ver  stehen.     Gegebenenfalls    arbeitet man zweck  mässig     in    einem indifferenten     Lösungsmittel,          wie    Benzol,     Toluol,    Chlorbenzol,     Dichlorben-          zol,        Tetralnn,    Benzin,

       etc.            Bei.    der     Umsetzung        isomerer        aromatischer          Amine    mit trockenem     Salzsäuregas    kann  auch die folgende     Art    Umwandlung vor sich  gehen:

       Verrührt        man    längere Zeit feine  trockene     Kristalle    von salzsaurem     p-Xylidin     mit einer Lösung von     m-Xylidinba.se    (etwas  im     Überschuss)    in Benzol und     nutscht    dar  auf die     KristaNe    gut ab, so findet man bei  deren Untersuchung, dass die abgetrennten  Kristalle aus salzsaurem     m-Xylidin    beste  hen:

   Es hat     demnach    eine Umsetzung des       salzsauren        p-Xylidins    mit der     m-Xylidinbase     stattgefunden. Ähnlich ist es auch bei an  dern     isomeren    Aminen.

           Beispiel       Man löst 250     gr        Rohxylidin    (mit einem       Gehallt    von zirka     56A        meta)    in zirka 750  bis 1000 cm' Benzol und leitet in diese Lö  sung unter Rühren und     Kühlen        (Temperatur     zirka 20  ) einen     langsamen    Strom von     trok-          kenem        SaJzsäuregas,    wie es zum     Beispiel    bei      der     Chlo.rierung    von Benzol direkt anfällt,

    und zwar etwas mehr     Salzsäuregas    als     zur          Absättigung    des darin enthaltenen     m-Xyli-          dins    nötig ist. Die entstandenen Kristalle  werden     abgenutscht,    mit Benzol etwas: ge  deckt und getrocknet. Die Base wird frei  gemacht und der Gehalt an     m-Xylidin    be  stimmt.

   Es werden nach dieser     Arbeitsweise     erhalten: Aus 2:50     gr        Rohaylidin-Einsatz     von zirka<B>56%</B>     Meta-Gehalt,    zirka 130     gr          m-Xylidin    mit einem Gehalt von 95 bis  <B>98%</B>     m-Xylidin    = 88 bis<B>90%</B> der Theorie.  



  Die weitere     Ausfällung    mit     Salzsäuregas     gibt ein     Meta-Salz    von etwas niedrigerem       Meta-Gehalt    (80 bis     90%        meta),    das der  Kristallisation der nächsten Rohpartie zu  gesetzt wird. Die     Abtrennung    von     m-Xylidin     rein über das salzsaure Salz lässt sich da  durch technisch verhältnismässig einfach und       mit    wenig Kosten ausführen.

   Die in den  Mutterlaugen noch enthaltenen o- und     p-          Xylidine    werden in gleicher Weise durch  weitere Behandlung mit     Salzsäureigas@        als     salzsaure Salze abgeschieden und durch Um  kristallisation auf bekannte     Art    und Weise       gereinigt,    worauf man sie in die freien Ba  sen     zurückverwandelt.       <I>Beispiel 2:</I>    Man löst 250     gr    einer künstlichen Mi  schung von gleichen Teilen asymmetrischem       m-Xylidin        (l.    :

  3     Dimethyl-4-aminobenzol)     und     vicinalem        m-Xylidin    (1 : 3     Dimethyl-2-          aminobenzol)    in 750 cm' Benzol und leitet  in diese Lösung unter Rühren und Kühlen  einen langsamen Strom von trockenem     Sailz-          säuregas    ein. Die entstandenen Kristalle wer  den abgesaugt, mit     Bernzoll    etwas gedeckt.,  getrocknet, und die Base frei gemacht.

   Sie  enthält<B>96%</B> asymmetrisches     m-Xylidin.     Zirka<B>86%</B> der     eingesetzten        asymmetrischen          m-Xylidinba.se    werden demnach als salz  saures Salz in einer     Operation    abgeschieden.    <I>Beispiel 3:</I>    Man löst 250     gr        o-Xylidin    roh (aus o-  Xylol rein dargestellt) in 1000     em3    Benzol    und leitet in diese Lösung unter Rühren und  Kühlen einen langsamen Strom von Salz  säuregas ein. Die entstandenen Kristalle  werden abgesaugt, mit Benzol etwas gedeckt  und getrocknet,     und.    die Base frei gemacht.

    Sie enthält etwa<B>90%</B> asymmetrisches     o-Xy-          lidin    (1 :2     Dimethyl-4=aminobenzol).    Das  in den     Mutterlaugen    enthaltene 1 :     2-Dime-          thyl=3-aminobenzol    wird durch weiteres Ein  leiten von     Salzsäuregas    in gleicher Weise  abgeschieden und in die freie Base     zurück-          verwand,elt.       <I>Beispiel .</I>  



  Man löst 250     gr        Rohtoluidin    in 1000 cm'       o-Dichlorbenzol    und leitet in diese Lösung       unter    Rühren und Kühlen einen langsamen  Strom von     Salzsäuregas    ein. Die entstan  denen Kristalle werden abgesaugt, mit Ben  zol etwas gedeckt und getrocknet, und die  Base freigemacht. Sie enthält<B>95%</B>     p-Tollui-          din.    Durch weiteres Einleiten von     Saalz-          säure@gas    wird eine     p-reiche    Zwischenfrak  tion gefällt, die der nächsten     Rohpartie    zu  gesetzt werden kann.

   Der Rest besteht aus       a-Toluidin,    das als Base auf bekannte     Art     und Weise     isoliert    werden kann.  



  Die in den obigen Beispielen angegebenen  Temperaturen und     Lösungsmittelkonzentra-          tionen    können in weiten Grenzen     variiert     werden.  



  Das Verfahren kann     aueh    mit andern       Trennungs-    und Reinigungsverfahren sinn  gemäss     kombiniert    werden.  



  Es können nach .diesem Verfahren nicht  nur     isamere    Amine, sondern auch Gemische  aromatischer     Aminoverbindungen    verschie  dener Herkunft, zum Beispiel     Auilin    von       Toluidin        etc.,    mit Erfolg getrennt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Trennung von Gemischen aromatischer Aminoverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man diese Basengemische mit trockenem Ha,logenwasserstoffgas solange behandelt, bis sich das Salz der stärksten Base ausgeschieden hat, vom Niederschlag trennt und das zurückbleibende Basenge- misch weiter mit trockenem Halogenwassier- sioffgas behandelt, bis die einzelnen Basen der Reihe nach entsprechend ihrer Basizität als halogenwasserstoffsaure Salze getrennt und abgeschieden sind,
    und,die abgetrennten Basenslalze durch Behandlung mit einem al kalischen Mittel in die entsprechenden Basen zurückverwandelt.
CH148488D 1928-12-17 1929-12-10 Verfahren zur Trennung aromatischer Amine. CH148488A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE148488X 1928-12-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH148488A true CH148488A (de) 1931-07-31

Family

ID=5672733

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH148488D CH148488A (de) 1928-12-17 1929-12-10 Verfahren zur Trennung aromatischer Amine.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH148488A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH148488A (de) Verfahren zur Trennung aromatischer Amine.
DE2258484A1 (de) Verfahren zum reinigen von rohem 2-mercaptobenzthiazol
DE2050927A1 (de) Verfahren zur Reinigung von p Ammo phenol
DE917972C (de) Verfahren zur Herstellung von cyclischen Urethanen
DE547986C (de) Verfahren zur Trennung von Gemischen aromatischer Amine
DE960010C (de) Verfahren zur Herstellung einer neuen o-Aminophenolverbindung
DE467728C (de) Verfahren zur Gewinnung von Kondensationsprodukten aus Phenolen und hydroaromatischen Ringketonen
DE500323C (de) Verfahren zur Darstellung von orangen Kuepenfarbstoffen
DE523603C (de) Verfahren zur Trennung von Gemischen sekundaerer und tertiaerer Amine
DE492885C (de) Verfahren zur Darstellung von schwefelhaltigen Verbindungen der Naphthalin- und Anthracenreihe
DE505321C (de) Verfahren zur Herstellung von im Kern monochlorierten Naphthostyrilen
DE884047C (de) Verfahren zur Herstellung von p-Aminobenzolsulfimiden
DE607539C (de) Verfahren zur Herstellung von Aminoanthrachinonen
DE288464C (de)
DE740696C (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Anthrachinonen und den entsprechenden Aroylbenzoesaeuren
DE875201C (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Arylvinylsulfonen
DE488605C (de) Verfahren zur Darstellung von Tetranitrodianthron
DE485308C (de) Verfahren zur Herstellung von symmetrischen Diarylthioharnstoffen
DE941373C (de) Verfahren zur Herstellung von 6-Acyl-2-oxy-naphthalinen
DE565041C (de) Verfahren zur Darstellung von 1-Amino-2, 4-dichloranthrachinon
DE448946C (de) Verfahren zur Darstellung von Isatinen der Naphthalinreihe
AT216671B (de) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen verschiedener Penicilline mit Sulfonamiden
DE495976C (de) Verfahren zur Darstellung von Kondensationsprodukten der Thionaphthenreihe
DE498976C (de) Verfahren zur Herstellung von Bariumnitrat
DE199318C (de)