CH148537A - Verfahren zur Herstellung von Aluminium und Aluminiumlegierungen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Aluminium und Aluminiumlegierungen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Aluminium und Aluminiumlegierungen. Es ist bereits verschiedentlich vorgeschla gen worden, Aluminium durch Raffinierung von Aluminiumvorlegierungen herzustellen. So zum Beispiel ist ein Verfahren bekannt, bei welchem zunächst eine Kupfer-Silizium- Aluminiumlegierung hergestellt und diese zur Gewinnung des Aluminiums einer schmelz elektrolytischen Behandlung unterworfen wird.
Auch die vorliegende Erfindung betrifft ein solches Verfahren; sie unterscheidet sich aber von den bekannten Vorschlägen dadurch, dass als Vorlegierung eine Aluminiumlegierung verwendet wird, die Wolfram enthält.
Die verwendete Wolfram-Aluminitimvor- legierung kann durch mechanische oder elek trolytische Methoden auf Aluminium bezie hungsweise eine hochprozentige Aluminium legierung unter Entfernung des Wolframs verarbeitet werden.
Die Einführung von Wolfram als Legie rungskomponente führt zum Beispiel bei der Herstellung durch einen elektrothermischen Prozess zu einem viel ruhigeren Ofengang und zu besseren Reduktionsverhältnissen als bis her üblich. Es ist eine bekannte Tatsache, dass der Prozess der elektrothermischen Her stellung von Aluminium und seinen Legie rungen in erster Linie dadurch gefährdet ist, dass die erzeugten Produkte infolge ihres geringen spezifischen Gewichtes allzulange in der Reduktionszone verbleiben, wo sie unter der Einwirkung des elektrischen Licht bogens und der Reduktionskohle Metallkarbide bilden, welche unter anderem den Ofen ver stopfen.
Die Anwesenheit des Wolframs beseitigt diese Nachteile und Schwierigkeiten. Die Vorlegierung hat ein viel höheres spezifisches Gewicht als wie bekannte Vorlegierungen des Aluminiums bei gleichem Aluminiumge halt; es ermöglicht ferner das Arbeiten mit Schlacke, welche einen ruhigeren Gang des Reduktionsprozesses sichert.
Auch die Raffinierung der erzeugten Vor legiernngen beziehungsweise die Beseitigung des Wolframs bietet keine Schwierigkeiten, im Gegensatz zum Beispiel zum Kupfer; denn es gelingt beispielsweise durch einen ein fachen Saigerungsvorgang das Wolfram, aus der Legierung abzuscheiden. Diese Saigerung kann so geführt werden, dass das ganze Wolf ram oder auch nur ein Teil desselben ent fernt wird.
Saigerungsversuche, die mit ungefähr 800 Wolfram enthaltenden Aluminium-Wolfram- legierungen durchgeführt worden sind, haben zu einem Aluminiummetall geführt; dessen Wolframgehalt nur ungefähr 0,07 % beträgt. Die Möglichkeit, durch ein so einfaches Ver fahren die Raffination der Vorlegierung durch zuführen, ist ein wesentlicher Fortschritt.
Die Herstellung der Vorlegierung kann in der Weise erfolgen, dass Aluminiumoxyd enthaltende Materialien, insbesondere also Bauxite unter Zusatz von wolframhaltigern Material reduzierend im elektrischen Ofen heruntergeschmolzen werden. Die Wolfram enthaltenden Materialien können das Wolfram als Metall, als Legierung oder als Verbin dung enthalten. Es empfiehlt sich, die Ver wendung oxydischen W olframerzes. Natürlich können auch Wolframschlacken verwendet werden.
Die erzeugte Wolframlegierung kann, anstatt sie direkt zu raffinieren, auch zur Bildung weiterer Vorlegierungen in den Pro zess zurückgeführt werden.
Die Reduktion wird vorzugsweise soweit geführt, dass eine Alumiriium-Wolframlegie- rung erzeugt wird, die zwischen 50 und 9000 Aluminium enthält.
Der Wolframgehalt der Vorlegierung kann von wenigen Prozent bis 500o variieren, je doch hat sich herausgestellt, dass eine Wolf- ramlegierung von 10--30 % die besten Bear- beitungsmöglichkeiten bietet.
Als Aluminiumoxyd enthaltendes Material kommt in erster Linie Bauxit in Betracht. Da nun die Bauxite meistenteils Eisen ent halten und dieses Metall in der Vorlegierung ein unerwünschter Bestandteil ist weil es zur Bildung von Eisenalurninid (FeAls) führt, ein Produkt, das viel Aluminium enthält, und spezifisch leicht ist, so empfiehlt es sich, einen Bauxit zu verwenden, der vorher vom Eisen beziehungsweise andern Unreinigkeiten befreit wörden ist. Eine Befreiung vom Kiesel säuregehalt des Bauxit ist nicht erforderlich; im Gegenteil empfiehlt es sich, Silizium in der Vorlegierung zu haben.
Wie bereits erwähnt, erfolgt die Bearbei tung der Vorlegierung vorzugsweise durch Saigerung. Demzufolge wird die Legierung eine gewisse Zeit bei einer Temperatur er halten, bei welcher die Aluminium-Wolfram- legierung erstarrt, während die von Wolfram befreite Mutterlauge, die ein ziemlich reines Aluminium oder eine hochprozentige Alumi niumlegierung darstellt, flüssig bleibt.
Das hohe spezifische Gewicht der sich ausscheidenden Wolfram-Aluminiumlegierung erleichtert natürlich die Trennung in hohem Masse. Die Abscheidung der Aluminium-Wolf- ramkristalle kann in verschiedener Weise erfolgen, zum Beispiel durch Zentrifugieren, Abpressen etc.
Die Raffinierung der Vorlegierung kann aber auch elektrolytisch erfolgen.
Diese elektrolytische Raffination wird vor zugsweise bei Temperaturen ausgeführt, die unterhalb des Schmelzpunktes des Aluminium metalles beziehungsweise der Metallegierung liegen, und zwar unter Anwendung fester Anoden und Kathoden. Sie kann aber auch bei höheren Temperaturen ausgeführt werden.
Ein weiteres Verfahren der Raffination besteht darin, dass die Vorlegierung im Va kuum zu einer Temperatur erhitzt wird, bei welcher das Aluminium abdestilliert.
Es kann auch die von der Wolframab- scheidung erhaltene wolframarme Legierung einer Nachraffinierung durch Elektrolyse oder Destillation im Vakuum unterworfen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Aluminium und Aluminiumlegierungen, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Wolfram enthaltende Vor- legi'erung hergestellt und aus dieser Vorle- gierung des Aluminiums beziehungsweise die hochprozentige Aluminiumlegierung durch Ab, scheidung des Wolframs gewonnen wird. UNTERANSPRü CHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorlegierung durch reduzierende Schmelzung im elektrischen Ofen aus Tonerde enthaltenden Materialien und Wolfram enthaltenden Zuschlägen her gestellt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Wolframzuschlag in einer solchen Menge erfolgt, dass die Vorlegierung zwischen 10 uhd 30 % Wolf- ram enthält. 3.Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Herstellung einer ausser Wolfram Silizium enthaltenden Vorlegie- ruDg. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Aluminiumgehalt der Vorlegierung mindestens 50% ist. 5.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorlegierung einem Saigerungsverfahren unterworfen wird, wo- bei die zur Erstarrung gelangenden Wolf ramkristalle durch Abpressen von der Mut terlauge getrennt werden, die Aluminium oder eine hochprozentige wolframfreie Alu miniumlegierung darstellt. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlung der Vorlegierung durch einen elektrolytischen Raffinationsprozess erfolgt, und zwar bei einerTemperatur, die unterhalb des Schmelz punktes des Aluminiums liegt. 7.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Raffination der Vorlegierung durch Abdestillation des Alu miniums im Vakuum erfolgt. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die mit Wolfram an gereicherte Legierung zur Herstellung weiterer Vorlegierungen in den Prozess zurückgeführt wird.
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