CH148538A - Verfahren zur Herstellung von eisen- und siliziumhaltigen Kupferlegierungen vermittelst einer Härtelegierung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von eisen- und siliziumhaltigen Kupferlegierungen vermittelst einer Härtelegierung.

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CH148538A
CH148538A CH148538DA CH148538A CH 148538 A CH148538 A CH 148538A CH 148538D A CH148538D A CH 148538DA CH 148538 A CH148538 A CH 148538A
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  Verfahren zur Herstellung von eisen- und     siliziamhaltigen        Itupferlegierungen     vermittelst einer Härtelegierung.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren zur Herstellung von     eisen-          und        siliziumhaltigen    Kupferlegierungen ver  mittelst einer Härtelegierung, wobei die  Härtelegierung, welche .zu Kupfer oder zu  einer Kupferlegierung zugesetzt wird, 5 bis  <B>70%</B> Eisen, 20 bis,<B>85%</B> Kupfer und 10  bis<B>65%</B> Silizium enthält.  



  Im folgenden soll das Verfahren und das  erhaltene Endprodukt anhand von Beispielen  näher erläutert werden.  



  Man stellt zunächst eine Härtelegierung  dar, die je nach den gewünschten Eigenschaf  ten, die der     End-Kupferlegierung    gegeben  werden sollen, verschieden sein kann, deren  Eisen-, Kupfer- und     Siliziumgehalte    jedoch  innerhalb der angegebenen Grenzen liegen.  Die Härtelegierung kann ausserdem 0,1 bis       10%    Phosphor enthalten, und zum Beispiel  aus je vier Teilen Kupfer und Silizium, zwei  Teilen Eisen und ungefähr 1 % Phosphor zu  sammengesetzt sein.    Das Eisen oder die Eisenlegierung, die  bei der Herstellung des Härtemittels Ver  wendung findet, kann ohne Schaden für die  Endlegierung Bestandteile besitzen, die als  Verunreinigungen im handelsüblichen Eisen  oder in den Eisenlegierungen vorkommen.  Es kann auch Gusseisen verwendet werden.

    Das Kupfer kann solche Bestandteile enthal  ten, wie sie für gewöhnlich den handels  üblichen Kupferlegierungen beigesellt sind.  



  Die Verwendung des Härtemittels zur  Herstellung von .gebräuchlichen Kupferlegie  rungen, wie zum Beispiel Bronzen und der  gleichen, kann auf bekannte Weise erfol  gen. Die Härtelegierung kann     beispielsweise     mit Kupfer oder einer Kupferlegierung zu  sammen verschmolzen werden, oder sie wird  erst zugegeben; wenn das Kupfer oder die       Kupferlegierung    geschmolzen ist.  



  Die oben beschriebene Härtelegierung  kann bei der Herstellung von Kupferlegierun  gen in verschiedenen Prozentsätzen zugesetzt      werden. Zum Beispiel kann bei einer Aus  führungsform des Verfahrens der Zinngehalt  in     sogenannter        Admiralitäts-Bronze    von der  ungefähren Zusammensetzung<B>88%</B> Kupfer,       10%    Zinn und     2/'0    Zink ersetzt werden  durch eine Härtelegierung mit der oben be  schriebenen Zusammensetzung.  



  Beispielsweise kann das Zinn in der oben  erwähnten Bronze ersetzt werden, durch eine  gleiche Menge einer Härtelegierung von fol  gender Zusammensetzung  
EMI0002.0005     
  
    Eisen <SEP> 19
<tb>  Silizium <SEP> 41%
<tb>  Kupfer <SEP> 39
<tb>  Phosphor <SEP> 1       Diese Härtelegierung hat mit dem Kupfer  ungefähr gleichen Schmelzpunkt. Die Le  gierung vollzieht sich darum leicht und es  kann jegliches Überhitzen von Kupfer ver  mieden werden.. Die Kupferlegierung, wie  auch die Härtelegierung und die     Endlegie-          rung    können in ,jedem metallurgischen Tie  gel oder Ofen, welche man für Kupfer- oder  Kupferschmelzen verwendet, erschmolzen  werden.  



  Eine     Endkupferlegierung,    die aus dieser  Härtelegierung mit Handelskupfer in einem  Verhältnis von 10 % der Härtelegierung zu  88% bis 90% Kupfer legiert wurde, ergab  folgende Eigenschaften:  
EMI0002.0009     
  
    Gewalztes <SEP> Gepresst
<tb>  Gegossen <SEP> Geschmiedet <SEP> 32 <SEP> mm
<tb>  Blech <SEP> Bar
<tb>  Streckgrenze <SEP> kg/mm= <SEP> 15.7/20.5 <SEP> 28.9/56.7 <SEP> 41.7 <SEP> 47.7
<tb>  Zugfestigkeit <SEP> 28.3/40.9 <SEP> 50.4/66.1 <SEP> 72.4 <SEP> 64.0
<tb>  Dehnung <SEP> 9-18o/0 <SEP> 17-52% <SEP> <B>26-/o</B> <SEP> 220/"
<tb>  Brinellhärte <SEP> 107-121 <SEP> 143-149 <SEP> 200 <SEP> 150
<tb>  Dichte <SEP> 8.45 <SEP> 8.44 <SEP> 8.46 <SEP> 8.46       Es liegt auf der Hand, dass die Eigen  schaften der Endlegierung auch verändert  werden könne, durch Änderung der Zusatz  menge der Härtelegierung.

   Zum Beispiel gibt    die folgende Tabelle die Versuchsresultate,  für die Anwendung der oben beschriebenen  Härtelegierung in Mengen von 6 % bis 16  zu Kupfer.  
EMI0002.0010     
  
    Menge <SEP> der <SEP> zugesetzten <SEP> Härtelegierung <SEP> 6 <SEP> % <SEP> 8% <SEP> 10% <SEP> 12% <SEP> 14% <SEP> 16 <SEP> %
<tb>  Streckgrenze <SEP> kg/mm' <SEP> 15.1 <SEP> 15.7 <SEP> 18.9 <SEP> 23.9 <SEP> 25.2 <SEP> 33.3
<tb>  Zugfestigkeit <SEP> 33.9 <SEP> 35.2 <SEP> 34.6 <SEP> 38.2 <SEP> 40.2 <SEP> 33.3
<tb>  Dehnung <SEP> 410% <SEP> 27% <SEP> 15% <SEP> 11% <SEP> 6% <SEP> -       Ausserdem kann es empfehlenswert sein,  die Zusammensetzung der Härtelegierung  gemäss den     gewünschten    Eigenschaften der       Endlegierupg    zu ändern.  



  Wenn es erwünscht ist, diese     Härtelegie-          rung    zur Herstellung einer Kupferlegierung  zu gebrauchen, die als Zusatz noch andere  Elemente, als die in der oben beschriebenen       Härtelegierung        vorhadenen,    enthält, so kön  nen diese Zusatzelemente     entweder    für sieh    in die Endlegierung eingebracht werden, oder  sie können auch der Härtelegierung einver  leibt werden. Zum Beispiel bei der Ersatz  legierung für     Admiralitäts-Bronze,    wie sie  oben beschrieben ist, kann das Zink oder ein  Teil des Zinkes der Härtelegierung einver  leibt werden.  



  Ferner ist es zum Beispiel möglich, Le  gierungen herzustellen, welche vorwiegend  aus Kupfer bestehen, und die Zusätze Eisen      und Silizium in stark verschiedenen Mengen  entsprechend der Menge und der Zusammen  setzung der     verwandten    Härtelegierungen,  enthalten.     Eine    solche Kupferlegierung, die  Silizium bis zu 5 % und Eisen bis zu 12  enthält, besitzt     wertvolle    Eigenschaften, ähn  lich denen der Bronze oder anderer hoch  wertigen     Kupferlegierungen.     



  Beispiele von solchen nach dem Verfahren  hergestellten     Endlegierungen    sind durch die  beigehefteten Schaubilder erläutert.  



       Fig.    1 zeigt die vorteilhafte Zusammen  setzung der     Endlegierungen;          Fig.    2, 3 und 4 sind     Diagramme,    -welche  die Dehnungen und     Zugfestigkeit    von Legie  rungen zeigen.  



  In     Fig.    1 sind die     Siliziumgehalte    als  Ordinate und die Eisengehalte als;     Abzissen          eingetragen.        .Jeder    Punkt des Schaubildes  stellt .eine     Legierung    mit     bestimmtem    Sili  zium- und Eisengehalt dar, der Rest ist dann       Kupfer.    Die Legierungen innerhalb des  schattierten Bereiches der     Umgrenzungslinie     <I>A, B, C, D, E, F</I> bilden eins     Legierungs-          gruppe,    deren Eigenschaften bisher noch  nicht bestimmt worden sind, und die nun als  bemerkenswert gleichmässig ermittelt wurden.

    Diese Legierungen haben ;gute giesstechnische  Eigenschaften und besitzen im gegossenen  Zustand sehr regelmässige und gute mechani  sche Eigenschaften mit zum Beispiel folgen..  den Daten:  
EMI0003.0022     
  
    Streckgrenze <SEP> 12,8 <SEP> - <SEP> 11,6 <SEP> <B>kg/mm,</B>
<tb>  Zugfestigkeit <SEP> 32 <SEP> - <SEP> 35,2 <SEP> kg/mmz
<tb>  Dehnung <SEP> (50 <SEP> mm) <SEP> 40 <SEP> - <SEP> 20       Die Eigenschaften von     Kupferlegierungen,     welche Eisen und     Silizium    enthalten, ändern  sich stark beim Überschreiten der     Umgren-          zungslinie   <I>A, B, C, D, E, F,</I> in     Fig.    1, wie  folgende Beispiele zeigen.  



  1. Wenn die Eisen- und     Siliziumgehalte     über die     Konzentration    der C, D,     E-Linie     erhöht werden, dann fällt die Dehnung auf  niedrige Werte, meistens mit' plötzlichem  Abfall der     Zugfestigkeit.    In     Fig.    2, 3 und  4 sind die Dehnungen (untere Kurve) und       Zugfestigk        eiten    (obere Kurve) der Legierun-    gen mit 2 % Eisen,     bezw.    6 % Eisen und  <B>3</B>% Silizium wiedergegeben. In jeder Le  gierungsreihe sieht man wie die Dehnung  bei oder in der Nähe der<I>C, D,</I>     E-Linie     kleiner wird und die Zugfestigkeit deutlich       stark    abfällt.

    



  2.     Z,#renn    der Eisengehalt hoch ist und  der     Siliziumgehalt        tief,    wie zum Beispiel  bei     den:        Legierungen        ausserhalb    des schattiert  umrissenen Gebietes in der Nähe des Punk  tes E in Schaubild 1, so mischen sich Eisen  und Kupfer nicht genügend. Man erhält keine  homogene Legierungen und keine     zufrieden-          stellenden    Güsse.  



  B. Wenn der Eisengehalt hoch und der       Siliziumgehalt    tief ist, wie bei den Legierun  gen unterhalb der Linie E, F, so sind die  Giesseigenschaften schlecht. Es ist schwer,  gute Güsse zu erhalten. Die Legierungen  haben minderwertige Eigenschaften.  



  4. Wenn der     Siliziumgehalt    hoch. aber  der Eisengehalt     tief    ist, wie beispielsweise  bei Legierungen ausserhalb des schattierten  Bereiches     zwischen    der Linie B C und der       Diagrammordinate,    dann sind die Giesseigen  schaften schlecht und die erhaltenen Legie  rungen haben minderwertige mechanische Ei  genschaften,  5.

   Wenn Eisen und Silizium beide nie  drig sind, zum Beispiel bei den Legierungen       ausserhalb    des schattierten Bereiches zwischen  der Linie B, A, F, und der Ordinate, so     be-          s        *tzen    die     Leuierungen    niedrigere     Streck-          ,1   <B>C</B>  grenzen, und     Zugfestigkeiten.    Sie können je  doch noch praktischen Handelswert haben,  als Legierungen,     welch)    geschmiedet, ge  walzt, ,gezogen oder sonst-wie     verknetet    wer  den, wie zum Beispiel bei der Fabrikation  von Knüppel, Rohren. Drähten, Profilstangen  und ähnlichem.  



  Dass die durch die Linie<I>A. B, C, D,</I>  E, F, in     Fig.    1 umfassten Legierungen fast.  gleichbleibende mechanische Eigenschaften  haben, konnte auf Grund der bekannten  Eigenschaften, sowohl der     Kupfer-Silizium,     wie auch der     Kupfer-Eisenlegierungen,     noch aus den Eigenschaften irgendwelcher  vorher bekannter Kupferlegierunen mit Ei  n      sen und Kupfer vorausgesehen werden. Diese  Legierungen sind leichter zu giessen als     Kup-          fer-Silizium    oder     Kupfer-Eisenlegierungen.     



  Infolge ihrer guten     Gusseigenschaften    und  mechanischen Eigenschaften können sie vor=  teilhaft für die     verschiedensten    Zwecke ver  wendet werden für die früher andere Kup  ferlegierungen wie Messing und Bronze be  nutzt wurden.   Die     Legierungen    können .ebenfalls normal  verarbeitet werden.  



  Für gewisse Zwecke empfiehlt sich ein  kleiner Zusatz von Phosphor, jedoch nicht  über 1%, hierdurch verbessern sich die Giess  eigenschaften etwas. So empfiehlt sich ein  Phosphorzusatz von ungefähr 0,1 % für     Guss-          legierungen,    welche für Ventile, Pumpen  usw. verwendet werden. Die mechanischen  Eigenschaften werden hierdurch etwas ver  bessert, grössere Mengen können bei Lager  güssen zugesetzt werden; hierdurch werden  Härte und Festigkeit erhöht.  



  Eine vorzügliche Legierung     wird    erhal  ten durch Verschmelzen von 90 Teilen Kup  fer mit -10 Teilen Härtelegierung,     bestehend     aus 19 % Eisen,- 41 % Silizium, 39 % Kupfer  und 1 % Phosphor.  



  Die so hergestellte Endlegierung hat aus  gezeichnete Giesseigenschaften und kann zur  Herstellung von hochwertigem     Kupferguss     dienen, zum Beispiel von Güssen, welche  hohem     Flüssigkeitsdruck        wiederstehen    müs  sen, wie Pumpen, Ventile und dergleichen,  oder für     Kokillenguss    und für hochbean  spruchte     Lager.     



  Die Legierung ist sehr beständig. Sie  oxydiert nicht leicht bei hohen Temperatu  ren, bei     Überhitzung    und dergleichen; sie ist       widerstandsfähig    gegen     Korrosion    und  Säureangriff und eignet sich besonders, für       Schiffahrtszwecke.    Sie kann     fernem    leicht  geschmiedet, gewalzt,     gepresst,    gezogen, ge  stanzt oder     sonstwie    verarbeitet werden.    Hierbei tritt eine Verbesserung der Eigen  schaften, ein. Sie kann     verschiedenartigst     verwendet werden, wie zum Beispiel für  starke Kupferstäbe, Schrauben und Muttern,  Profile, Rohre.

   Bleche,     Schmiedstücke,        Stanz-          stücke,    Turbinenschaufeln und ähnlichem.  



  Diese Legierungen lassen sich in jeder  Weise leicht schweissen, sowohl elektrisch  wie mit     Azetylenschweissung.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von eisen- und siliziumhaltigen Kupferlegierungen vermit telst einer Härtelegierung, welche zu Kupfer oder zu einer Kupferlegierung gegeben wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Härtelegie rung 5 bis 70% Eisen, 20 bis 85% Kupfer und 10 bis<B>65%</B> Silizium enthält. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Härtelegierung neben: Eisen, Kupfer und Silizium 0,1 bis 10% Phosphor enthält. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Härtelegierung je 4 Teile Kupfer und Silizium, 2 Teile Eisen und unge fähr 1 % Phosphor enthält. PATENTANSPRUCH EI- Kupferlegierung, hergestellt- nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie bis 5 % Silizium und bis 12A Eisen enthält. UNTERANSPRUCH: 3. Legierung nach Patentansprueh II, da durch gekennzeichnet, dass sie ausser Kup fer, Eisen und Silizium bis zu 1 % Phos phor enthält.
CH148538D 1929-12-12 1930-03-13 Verfahren zur Herstellung von eisen- und siliziumhaltigen Kupferlegierungen vermittelst einer Härtelegierung. CH148538A (de)

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