CH148551A - Verfahren zur Erhöhung der Korrosionsfestigkeit von Werkstücken aus Legierungen des Magnesiums mit Mangan. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Korrosionsfestigkeit von Werkstücken aus Legierungen des Magnesiums mit Mangan.

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CH148551A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Erhöhung der Korrosionsfestigkeit von Werkstücken  aus Legierungen des     111 < agnesiums    mit Mangan.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf ein Verfahren zur Erhöhung der Korro  sionsfestigkeit von Werkstücken aus Legie  rungen des Magnesiums, die etwa 0,5 bis zu       etwa        2,5        %        Mangan        enthalten.        Derartige     Legierungen sind insbesondere für die Her  stellung von Blechen geeignet.

   Während die  rohen     Gussblöcke    aus diesen Legierungen im  allgemeinen eine überraschend gute Korro  sionsfestigkeit aufweisen, gehen diese Eigen  schaften bei der Warmverformung der     Guss-          blöcke    zu Werkstücken, z. B. beim Auswal  zen zu Blechen, zum grossen Teil wieder ver  loren.  



  Es wurde nun gefunden, dass der ursprüng  liche Grad der Korrosionsfestigkeit bei den  Werkstücken weitgehend wieder hergestellt  werden kann, wenn gemäss dem vorliegenden  Verfahren die Legierung einer Glühbehand  lung unterzogen wird, deren Mindesttempe-         ratur    bei 4000 liegt. Bei grösserer     illaterial-          stärke    kann dieser     Glühbehandlung    zweck  mässig auch noch ein Abschrecken folgen.  Die     Temperatur    der Glühbehandlung richtet  sich zweckmässig nach dem     Mangangehalt    der  Legierung, in dem Sinne, dass die untere  Grenztemperatur der Glühbehandlung umso  höher liegt, je höher der     Mangangehalt    ist.

    So ist zum Beispiel bei einer etwa 1;5     "!/o     Mangan enthaltenden Legierung eine     Glühung     bei mindestens     41011    erforderlich,     um    den  beabsichtigten Effekt zu erzielen. Die besten  Ergebnisse wurden im allgemeinen bei einer  Glühtemperatur von etwa     470-500'    C er  halten. Die Zeitdauer der     Glübung    richtet  sich zweckmässig nach der Force und Grösse  der zu behandelnden Stücke.

   Die Wirkung  der     Glühung    ist an sich umso besser, je  länger sie andauert, wobei jedoch, im Hin  blick auf das hierbei gleichzeitig eintretende      Kornwachstum, die Rücksicht auf die     mecha.          nischen    Eigenschaften des Materials eine  Grenze setzt.  



  Die Glühbehandlung kann nach der Warm  verformung der     Gussblöcke    zu Werkstücken  erfolgen. Sie kann aber auch gleichzeitig mit  dieser Verformung vorgenommen werden,  wobei dann die Verarbeitung der Legierung  bei höheren Temperaturen als für die Warm  verformung üblich vorgenommen wird, näm  lich bei solchen, die innerhalb des Tempera  turfeldes liegen, in dem der vorstehend ge  schilderte     Effekt    erzielt wird.  



  Hat nach einer Warmverformung eine  Glühbehandlung gemäss dem vorliegenden  Verfahren stattgefunden, so ist bei -einer auf  diese     Glühung    folgenden nochmaligen Warm  verarbeitung bei Temperaturen unterhalb der  für die Glühbehandlung vorgesehenen Min  destgrenze, beispielsweise zum Zwecke der  endgültigen Formgebung, eine nochmalige       Glühung    innerhalb des oben gekennzeichneten  Bereichs erforderlich, um die Korrosionsfestig  keit der Werkstücke wieder herzustellen.

   In  diesem Falle kann dann die Glühdauer we  sentlich verkürzt werden ; es genügt zur  Wiederherstellung der Korrosionsfestigkeit  eine     Glühung    während etwa zweier Stunden  <I>Beispiel:</I>  Ein     Gussblock    aus einer     Magnesiumlegie-          rung,    die neben den üblichen Verunreinigun  gen 1,4     0%    Mangan enthielt, zeigte selbst  nach sechswöchentlichem Lagern in See  wasser praktisch keinen Angriff.

   Wurde der  Block jedoch bei etwa 350 0 C auf Bleche  von 1,2     mni    Stärke     verwalzt,    so wiesen die  letzteren bereits nach einwöchentlicher Be  rührung mit Seewasser     Angriffsstellen    auf und  waren nach etwa 4 Wochen an einigen Stel  len vollkommen durchgefressen.  



  Ein aus dem gleichen Arbeitsgang stam  mendes Blech wurde nun in einem     Muffel-          ofen    während 48 Stunden bei etwa 500 0<B>0</B>    geglüht und alsdann an der Luft erkalten  gelassen, worauf es sich in bezug auf Kor  rosionsfestigkeit nicht wesentlich anders ver  hielt als der     Gussblock,    aus dem es herge  stellt war; selbst nach sechswöchentlicher  Berührung mit Seewasser wies es keinen  merklichen Angriff auf.  



  Das geglühte Blech wurde nun einer etwa  eine Stunde dauernden Biegebearbeitung bei  <B>3500</B> C unterworfen, worauf die Korrosions  festigkeit wieder soweit zurückging, dass es  nach sechswöchentlichem Lagern in Seewas  ser bereits stark durchfressen war. Wurde  das gleiche Blech nach der Warmverarbeitung  bei<B>350"</B> C nochmals während 2 Stunden bei  500 0 C geglüht, so war die Korrosionsfestig  keit soweit wieder hergestellt, dass nach  sechswöchentlichem Lagern in Seewasser  noch kein     Angriff    zu bemerken war.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erhöhung der Korrosions festigkeit von Werkstücken aus Legierungen des Alagriesiums mit etwa 0,5 bis etwa 2,5 % Mangan, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierung einer Glühungsbehandlung bei einer Temperatur unterworfen wird, deren Mindesthöhe bei gegen 4000 liegt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühbehandlung nach der Warmverformung der Legierung zu Werkstücken erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühbehandlung während der Warmverformung der Legie rung zu Werkstücken erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Glühbehandlung ein Abschrecken folgt.
CH148551D 1929-08-23 1930-07-10 Verfahren zur Erhöhung der Korrosionsfestigkeit von Werkstücken aus Legierungen des Magnesiums mit Mangan. CH148551A (de)

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