CH148605A - Steuereinrichtung mit Umschaltrelaisanordnung. - Google Patents

Steuereinrichtung mit Umschaltrelaisanordnung.

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CH148605A
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relay
switch
coil
switching
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Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
Original Assignee
Siemens Ag
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  Steuereinrichtung mit     Umsehaltrelaisanordnung.       Gegenstand der Erfindung ist eine  Steuereinrichtung mit     Umschaltrelaisanord-          nung.    Gemäss der Erfindung besteht die       Umschaltrelaisanordnung    aus zwei Relais,  deren bewegliche Systeme auch nach Auf  hören des den     Schaltlagenwechsel    hervor  rufenden Vorganges in jeder ihrer beiden       Schaltstellungen    von selbst     verharren    und die  so     zusammengeschaltet    sind,

   dass in der 'einen  Stellung des Steuerschalters das erste Relais  über     Kontakte    des zweiten     Relais    so     erregt     wird, dass es dieselbe (oder entgegengesetzte)  Schaltlage einnimmt     wie    das zweite Relais,  und dass in der andern Stellung des Steuer  schalters das zweite Relais über Kontakte  des ersten so erregt     wird,    dass es     die    ent  gegengesetzte (oder gleiche) Schaltlage ein  nimmt     wie    das erste Relais.  



  Für die     Umschaltrelaisanordnung    können  Kipprelais     verwendet    werden, die durch Je  eine Ein- und Ausschaltspule gesteuert wer  den und bei kurzzeitiger Erregung einer die-         ser    Spulen in die dieser Spule zugeordnete  Schaltlage fallen, in welcher sie auch nach  Aufhören der Erregung verharren. bis die  andere Spule erregt wird.  



  Es können auch Klapprelais verwendet  werden, die ausser der Erregerwicklung (An  zugswicklung) noch eine Halte- und eine  Gegenwicklung tragen und sich dann wie  Relais mit     Kippcharakteristik        verhalten.    Die  Haltewicklung liegt dauernd an Spannung  und ist so     bemessen,    dass sie das einmal an  gezogene Relais festhält, das abgefallene  aber nicht wieder anziehen kann. Die Ge  genwicklung ist so bemessen, dass sie den  Einfluss der Haltewicklung kompensiert.  



  Es     können    ferner auch Klapprelais ver  wendet werden, denen eine     Kippcharakte-          ristik    dadurch aufgezwungen wird, dass sie  über einen Widerstand dauernd an Span  nung liegen. Der Widerstand ist so bemes  sen, dass der Erregerstrom der Schaltspule  gerade so gross ist, um das einmal angezogene      Relais festzuhalten, das abgefallene aber  nicht wieder anzuziehen. Das Anziehen der  Relais geschieht durch Kurzschliessen der  Widerstände, das Abfallen durch Kurz  schliessen der Schaltspulen.  



  In     Abb.    1 ist ein Ausführungsbeispiel  der Erfindung dargestellt. 120 und     130    sind       Kipprelais,    welche durch einen Druckknopf  schalter 170 gesteuert werden. Die Kipp  relais besitzen Einschaltspulen -121 und 131,  und Ausschaltspulen 122 und 132. Das eine  Ende aller Ein- und Ausschaltspulen ist an  die Zuführungsleitung 13.6 zur Spannungs  quelle angeschlossen. Die andere Zufüh  rungsleitung 137 zur Spannungsquelle wird  durch     Überbrückung    des Ruhekontaktes 171  des Druckknopfschalters 170 mit der Leitung  135, durch     Überbrückung    des Arbeitskon  taktes 172 mit der Leitung 125 verbunden.

    Das zweite Ende der Einschaltspule 121 des  Relais 120 wird über Kontakte 134 bei ab  gefallenem Relais 130 an die Leitung 135  angeschlossen. Das zweite Ende der Aus  schaltspule 122 des, Relais 120 wird über  Kontakte     1'33    bei angezogenem Relais     13'0     mit der Leitung 135 verbunden. Das zweite  Ende der Einschaltspule 131 des Relais 130  wird bei. angezogenem Relais 120 durch die  Kontakte 123 mit der Leitung 125 verbun  den. Das zweite Ende der Ausschaltspule  132 des Relais 130 wird bei abgefallenem  Relais 120 durch Kontakte 124 mit der Lei  tung 125 verbunden.  



  Die Schaltung ist in dem Ausführungs  beispiel so getroffen, dass in der Ruhestel  lung des Druckknopfschalters die beiden  Relais die entgegengesetzte Schaltlage, in der  Arbeitsstellung die gleiche Schaltlage ein  nehmen. Sind zum Beispiel beide Relais ab  gefallen, wie in der Abbildung dargestellt,  und steht der Druckknopfschalter 7.70 in der  Ruhestellung, so wird die Einschaltspule 121  des Relais 120 über die Kontakte 171, Lei  tung<B>135</B> und Kontakte 134 erregt und das  Relais 120 wird angezogen. Wird der Schal  ter jetzt niedergedrückt, so wird die Ein  schaltspule<B>131</B> des Relais 130 über die Kon-         takte    172 und 123 erregt, so dass das Relais  130 angezogen wird.

   Wird der Schalter wie  der in seine Ruhestellung gebracht, so wird  über die Kontakte 171 und     133    die Aus  schaltspule 122 des Relais 120 erregt, so dass  dieses abfällt. Beim nochmaligen Drücken  des Schalters wird in ähnlicher Weise das  Relais     1'30    zum Abfallen gebracht. Es er  folgt also bei jeder Betätigung des Druck  knopfschalters nur     ein        Schaltlagenwechsel     der Relais 120 und 130, wobei beim Nieder  drücken des Druckknopfes das Relais 130  und beim     Wiederloslassen    das Relais 12,0  seinen     Schaltlagenwechsel    vollzieht.  



  In der     Abb.    2 ist die     Umschaltrelaisan-          ordnung    unter     Verwendung    von Klapprelais  mit     Vorschaltwiderständen    dargestellt. 2 und  3 sind die Klapprelais mit den Einschalt  spulen 22 und 32. Die     Einschaltspulen    lie  gen über     Vorschaltwiderstände    21 und 31  an Spannung. Die     Vorschaltwiderstände     sind -so bemessen, dass der Erregerstrom in  den Einschaltspulen gerade so gross ist, dass  er das einmal angezogene Relais festhalten,  das abgefallene Relais aber nicht wieder an  ziehen kann.

   Die Erregerspule 22 des Relais  2 wird, wenn das Relais 3 abgefallen ist und  der Druckknopfschalter 170 in der Ruhestel  lung steht, über die Ruhekontakte 171 und       Kontakte    34 des Relais 3 kurzgeschlossen.  Die Einschaltspule 32 des Relais 3 wird bei  angezogenem Relais 2 über die Kontakte 23  und 172 kurzgeschlossen, wenn der Druck  knopfschalter 170 niedergedrückt ist. Bei an  gezogenem Relais 3 wird der Widerstand  21 des Relais 2, wenn der Druckknopfschal  ter in der Ruhestellung steht, über die Kon  takte 171 und     :33    kurzgeschlossen, während  der Widerstand 31 des Relais 3 bei niederge  drücktem Druckknopfschalter und abgefal  lenem Relais 2 über die Kontakte 24 und 172  kurzgeschlossen wird.  



  Die Anordnung ist bei diesem Ausfüh  rungsbeispiel so getroffen, dass in der Ruhe  stellung des     Druckknopfschalters    beide Re  lais die gleiche- Schaltlage einnehmen. Ist  zum Beispiel das Relais 3 abgefallen, so     wird     die Erregerspule 22 des Relais 2 über die      Ruhekontakte 171 des     Druckknopfschalters     170 und die Kontakte 34 des Relais 3 kurz  geschlossen, so dass das Relais 2 abfällt. Ist  dagegen das Relais 3 angezogen, so wird  durch die Kontakte 171 und 33 der Vor  schaltwiderstand 21 des Relais 2 kurz  geschlossen, so dass auch das Relais 2 an  gezogen sein muss'. Umgekehrt wird beim  Niederdrücken des Druckknopfschalters das       Relais   <B>3</B> in die entgegengesetzte Lage ge  steuert wie 2.

   Sind zum Beispiel,     wie    in- der  Abbildung dargestellt, beide Relais abgefal  len, und wird der Druckknopfschalter nieder  gedrückt, so wird der     Vorschaltwiderstand     31 des Relais 3 über die Kontakte 172 und  24 kurzgeschlossen, so dass das Relais 3 an  gezogen wird. Wird der Ruhekontakt des  Druckknopfschalters wieder geschlossen, so  folgt das Relais 2 dem     Schaltlagenwechsel          des    Relais 3     wie    schon beschrieben nach.  Beim nochmaligen     1#'iederdrücken    des Druck  knopfschalters wird die Erregerspule 32 des  Relais 3 über die     Kontakte    172 und 23  kurzgeschlossen so dass das Relais 3 abfällt.  



  Eine Betätigung des Druckknopfschalters  hat immer nur einen     Schaltlagenwechsel    der  Relais 2 und 3 zur Folge, wobei beim Nie  derdrücken des Druckknopfschalters stets das  Relais 3 seine Schaltlage wechselt und in der  Ruhestellung des Druckknopfschalters das  Relais 2 dem Relais 3 in seiner Schaltlage  nachfolgt. .  



  Die Anordnung kann auch so getroffen  werden, dass in der Ruhestellung des Schal  ters das Relais 2 die entgegengesetzte Lage  einnimmt wie 3.    Bei Verwendung von Klapprelais für die       Umschaltrelaisanordnung,    die ausser der An  zugswicklung noch eine Halte- und Gegen  wicklung tragen, ist die     Schaltung    ähnlich       wie    bei Verwendung der Kipprelais in       Abb.    1. Die Haltewicklung liegt dauernd an  Spannung.

   Die Schaltung der Anzugs-     bezw.     Gegenwicklungen der     Klapprelais.für@    die Um  schaltrelaisanordnung entspricht der Schal  tung der Ein-     bezw.    Ausschaltspulen der  Kipprelais für die     Umschaltrelaisanordnung.       Die     Umschaltrelaisanordnung    lässt sich  bei allen Steuerungen verwenden; bei denen  durch Drücken und     Wiederloslassen    eines  Druckknopfes jedesmal nur ein Schaltschritt  hervorgerufen werden soll. Sie kann auch  von verschiedenen Stellen aus mittelst Druck  knopfschalter gesteuert werden, wobei die  Ruhekontakte der Druckknopfschalter hin  tereinander, die Arbeitskontakte parallel ge  schaltet sind.  



  Die     Umschaltrelaisanordnung    lässt sich  auch bei allen Steuerungen verwenden, wo  einzelne Schalter (Schütze) mit einer     be-          stimmten        Zeitverzögerung    nacheinander ge  schaltet werden. Die     Umschaltrelaisanord-          nung    wird dann zweckmässig durch einen       Selbstunterbrecher        (Selbstkurzschliesser)    zum  periodischen     Schaltlagenwechsel    angeregt,  wobei der     Selbstunterbrecher    ähnlich wie der  Druckknopfschalter einen Ruhe- und einen  Arbeitskontakt besitzt.  



  In     Abb.    3 ist eine Steuereinrichtung dar  gestellt, bei der das Ein- und Ausschalten  einzelner Kippschütze durch zwei Druck  knopfschalter 170 und 180 unter Verwen  dung der in     Abb.    2 dargestellten Umschalt  relaisanordnung erfolgt. An der     Sammellei-          tung    11 liegt das eine Ende der     Einscbalt..     spulen 41 und 61 der Kippschütze 4 und 6  und das eine Ende der Ausschaltspule 52  des Kippschützes 5. An der Sammelleitung  10 liegt das eine Ende der Einschaltspule  51 des     Kippschützes    5 und das eine Ende  der Ausschaltspulen 42 und 6? der     Kipp-          schütze    4 und 6.

   An der     Ein-Steuerleitung     14 liegen über     Verriegelungskontakte    (43,  53) des in der Einschaltfolge vorhergehen  den Schützes die zweiten Enden der Ein  schaltspulen sämtlicher Schütze. An der       Aus-Steuerleitung    15 liegen über     Verriege-          lungskontakte    (56, 66) des in der Ausschalt  folge vorhergehenden Schützes die zweiten  Endender Ausschaltspulen     sämtlicherSchütze.     Die Schütze besitzen noch     Kontakte        .14,    54,  64, durch deren Überbrückung die Einschalt  spulen (141, 151,<B>161)</B> und Kontakte 45, 55,  65, durch deren Überbrückung die Ausschalt  spulen 142, 152, 162 der Stufenschalter 140,

        150, 160 eingeschaltet werden. Die Stufen  schalter 140, 150 und 160 besitzen     Selbst-          unterbreehungskontakte    143, 153 und 163  für ihre Einschaltspulen und     Selbstunterbre-          chungskontakte    144, 154, 164 für ihre Aus  schaltspulen.  



  Die     Umschaltrelaisanordnung        besteht    aus  den beiden     Klappreläis    2 und 3 mit den Vor  schaltwiderständen 21 und 31. Die Relais  sind, wie schon früher beschrieben, geschal  tet. Die Bezeichnungen stimmen mit den Be  zeichnungen in     Abb.    2 überein. Das Relais  3 besitzt ausserdem noch zwei Kontaktpaare  35 und 36. Durch Überbrückung des Kon  taktpaares 35 wird die Sammelleitung 10,  durch Überbrückung des Kontaktpaares 36  wird die Sammelleitung 11 an Spannung ge  legt. Die Druckknopfschalter 170 und 180  besitzen Ruhekontakte 171 und 181 und Ar  beitskontakte 172, 173 und 182, 183.

   Die  Ruhekontakte sind hintereinander geschaltet  und bewirken, dass bei ihrer Überbrückung  das Relais 2     die    gleiche Schaltlage einnimmt  wie das Relais 3. Durch Schliessen der Ar  beitskontakte 172 des     Druckknopfschalters     170 oder der Arbeitskontakte 182 des Druck  knopfschalters 180 wird bei abgefallenem  Relais 2 der     Vorschaltwiderstand    des     Relais     3 kurzgeschlossen, so dass dieses Relais an  gezogen wird. Durch Überbrückung der Ar  beitskontakte 1,72 des Druckknopfschalters  170 oder der Arbeitskontakte 182 des Druck  knopfschalters 180 wird bei angezogenem  Relais 2 die Erregerspule 32 des Umschalt  relais 3 kurzgeschlossen, so dass dieses ab  fällt.

   Der     Druckknopfschalter    170 legt beim  Niederdrücken durch Überbrückung der Ar  beitskontakte 173 die     Ein-Steuerleitung    14,  der     Druckknopfschalter    180 legt beim Nie  derdrücken durch Überbrückung der Arbeits  kontakte 183 die     Aus-Steuerleitung    15 an  Spannung. Um am Ende eines Regulier  bereiches, wenn alle Schütze eingeschaltet  sind, zu verhindern, dass durch nochmaliges  Niederdrücken des Druckknopfschalters 170  die Zuordnung zwischen der Schaltlage des  Relais 3 und den einzelnen Stufen verloren  geht, sind     Endverriegelungskontakte    63 am    Schütz 6 vorgesehen.

   In entsprechender  Weise sind für das Relais 180     Endverriege-          lungskontakte    46 am Schütz 4 vorgesehen.  In dem Ausführungsbeispiel ist ferner noch  ein Relais 110 vorgesehen, das beim An  sprechen die Erregerspule 114 des Relais 1.13  an Spannung legt. Das Relais 113 legt nach  dem Einschalten durch Überbrückung der  Kontakte 115 die beiden     Sammelleitungen     und durch Überbrückung der Kontakte  116 die     Ein-Steuerleitung    an- Spannung,  so dass die Schütze ohne Zeitverzöge  rung eingeschaltet werden.     Gl'eiehzeitig     unterbricht es durch die Kontakte 117 die  Verbindung der Einschaltspulen der Um  schaltrelais 2 und 3 mit der Spannungsquelle  15, so dass diese beiden Relais abfallen.  



  Die Wirkungsweise der     Einrichtung    ist  folgende:  Sind, wie im Schaltbild dargestellt, sämt  liche Schütze eingeschaltet und die Relais 2  und 3 angezogen, so wird beim     Niederdrük-          ken    des Druckknopfes 170 die     Ein-Steuer-          leitung    14 an Spannung gelegt und die Er  regerspule 32 des Relais 3 über die Kon  takte 172, 63 und 23 kurzgeschlossen, so dass  das Relais 3 abfällt und die     Sammelleitung     11 an Spannung legt.

   Dadurch wird ein  Stromkreis für die Einschaltspule 41 des  Schützes 4 von der     Batterie    118 über die  Arbeitskontakte 173 des Druckknopfschal  ters 170,     Ein-Steuerleätung    14, Spule 41,  Sammelleitung 11 und Kontakte 3.6 des Re  lais 3 zurück zur     Batterie    geschlossen. Das  Schütz 3 zieht an und legt durch Über  brückung der     Verriegelungskontakte    43 das  zweite Ende der Einschaltspule 51 des       Schützes    5 an die     Ein-Steuerleitung    14.  Gleichzeitig legt das Schütz 4 durch Über  brückung der Kontakte 44 die Einschalt  spule 141 des Stufenschalters 140 an Span  nung.

   Der Schalter' 140 wird eingeschaltet  und öffnet durch die     Selbstunterbrechungs-          kontakte    143 den Stromkreis seiner Ein  schaltspule. Wird jetzt der Druckknopfschal  ter     wieder    losgelassen, so wird durch Über  brückung der Ruhekontakte 171 die Ein  schaltspule 22 des Relais 2 über die Kon-      takte 34     und   <B>171</B> kurzgeschlossen und das  Relais 2 fällt ab. Wird der Druckknopf  schalter 170 nochmals niedergedrückt, so       wird    der     Vorschaltwiderstand    31 des Relais  3 über die Kontakte 172, 63 und 24 kurz  geschlossen, so dass das Relais 3 angezogen  wird und die     Sammelleitung    10 an Span  nung legt.

   Dadurch wird das Schütz 5 und  Schalter 150 eingeschaltet. Durch noch  maliges Drücken des Druckknopfschalters  wird in ähnlicher Weise Schütz 6 und Schal  ter 160 eingeschaltet. Sind alle drei Schütze  eingeschaltet, so wird durch nochmaliges  Niederdrücken des Druckknopfschalters 170  das Relais 3 nicht mehr zum Schaltlagen  wechsel angeregt, da nach dem Anziehen des  letzten Kippschützes 6 dieses die     Endver-          riegelungskontakte    63 unterbrochen hat, so  dass die Leitung, welche vom Knotenpunkt  zwischen den     Vorsebaltwiderstand    31 und  der Erregerspule 32 des Relais 3 ausgeht und  über die Kontakte 63 des Schützes 6. zum  Arbeitskontakt 172 des     Druckknopfschalters     170 führt, unterbrochen ist.

   Das Ausschal  ten der Schütze erfolgt in ähnlicher -Weise  durch Betätigung des Druckknopfschalters  180. Sind alle Schütze ausgeschaltet, so ist  ein nochmaliges Niederdrücken des Druck  knopfschalters 180 wirkungslos, da durch die       Endverriegelungskontakte    46 die Leitung  welche vom Arbeitskontakt 182 zum Knoten  punkt zwischen dem     Vorschaltwiderstand    31  und Einschaltspule 32 führt, unterbrochen  ist.  



  An Stelle der     Kippschütze    können     äuch     Klappschütze mit einer zusätzlichen     Halte-          und    Gegenwicklung     verwendet    werden. Die  Steuereinrichtung kann auch so getroffen  werden, dass die Schalter unmittelbar ge  steuert werden.  



  In     Abb.    4 ist dieselbe Steuereinrich  tung wie in     Abb.    3 dargestellt, nur mit dem  Unterschied, dass das Einschalten aller  Schütze nicht von Hand, sondern in Ab  hängigkeit von einer zu überwachenden elek  trischen Grösse erfolgt: Zu diesem Zweck ist  ein Steuerrelais 12 vorgesehen, das von der  zu überwachenden elektrischen Grösse ge-    steuert wird. Das Steuerrelais legt bei Än  derung der     elektrischen    Grösse in dem  einen Sinne die Einschaltspule 71 des Ein  schaltrelais 7, bei Änderung der elek  trischen Grösse in dem andern Sinne die  Einschaltspule 81 des Ausschaltrelais 8 an  Spannung.

   Die bei der selbsttätigen     Reb    i  lierung zur Vermeidung von Überregulie  rungen erforderliche     Zeitverzögerung    zwi  schen den einzelnen Schaltschritten wird  durch einen     Selbstkurzschliesser    9 geregelt,  dessen Erregerkreis über eine Drossel 97  und einen Widerstand 98 vom Einschalt  relais 7     bezw.    vom Ausschaltrelais 8 über  die Kontakte 72'     bezw.    82 an Spannung ge  legt werden kann. Der     Selbstkurzschliesser     besitzt Kontakte 93 und 94, welche dieselben  Funktionen erfüllen, wie die Ruhekontakte  171, 181 und die Arbeitskontakte 172, 182  der Druckknopfschalter 170 und 180 der       Abb.    3.

   Wird der     Selbstkurzschliesser    er  regt, so wird er nach einer gewissen Zeit an  gezogen und schliesst durch Überbrückung  der Kontakte 95 seine Erregerspule über die  Drossel 97 kurz, so dass er nach einer ge  wissen Zeit wieder abfällt und das Spiel von  neuem beginnt. Die Periodendauer des       Selbstkurzschliessers    kann durch eine Kurz  schlusswicklung 92 vergrössert werden.  Zweckmässig wird die     Kurzschlusswicklung     über einen veränderlichen Widerstand ge  schlossen, um die Periodendauer einzustellen.  Durch eine Vorrichtung, welche eine Ände  rung des Luftspaltes des     Selbstkurzschliessers     bei angezogenem Anker gestattet, kann auch  die Periodendauer eingestellt werden.

   Die  Periodendauer kann ferner durch eine Dros  sel 97 im Erregerkreis erhöht werden, deren  Luftspalt zur Änderung der Periodendauer  zweckmässig durch eine Vorrichtung einstell  bar gemacht wird. Es kann aber auch auf  der Drossel eine     Sekundärwicklung    aufge  bracht sein, die über einen veränderlichen  Widerstand geschlossen ist. Die Zeitverzöge  rung ist bei dieser Einrichtung gleich der  Periodendauer des     Selbstkurzschliessers.    An  Stelle des in dem Ausführungsbeispiel vor  gesehenen     Selbstkurzschliessers    kann auch ein           Selbstunterbrecher    verwendet werden.

   Das  Relais 3 besitzt ähnlich,     wie    früher beschrie  ben, zwei     Kontaktpaare    35 und 36, durch  deren     Überbrückung    die     Sammelleitung    10       bezw.    11 an     Spannung    gelegt wird.

   Das Ein  schalten der     Ein-Steuerleitung    14     erfolgt     durch das Einschaltrelais 7 durch     Über-          brückung    der     Arbeitskontakte    73, das Ein  schalten der     Aus-Steuerleitung    15 erfolgt  durch das Ausschaltrelais 8 durch     Über-          brückung    der Arbeitskontakte 83.  



  In der Zuleitung zum Netz ist in dem       Ausführungsbeispiel    ein Zeitrelais in     Selbst-          anterbrecherschaltung,    zum Beispiel ein ther  <U>mis</U>ches Relais 111 vorgesehen, das bei  längerer Erregung einer Schaltspule diese       .Leitung    öffnet     und    eine Alarmvorrichtung  112 auslöst.  



  Das     erste    Schütz besitzt     Endverriege-          lungskontakte    46, die beim Abfallen des  Schützes den     Stromkreis    der Erregerspule        & 1    des Ausschaltrelais 8 unterbrechen. Eben  so besitzt das Schütz 6     Endverriegelungs-          kontakte    63, durch welche beim Anziehen  dieses Schützes der Stromkreis der Einschalt  spule 71 des Einschaltrelais 7 unterbrochen  wird.

   Die     Endverriegelungskontakte    46 und  63 werden durch Kontakte 96 des Selbst  kurzschliessers     periodisch    überbrückt, um am  Ende eines jeden Regulierbereiches zu ver  hindern, dass ein periodisches Anspringen  und     Wiederloslassen    des jeweils letzten  Schützes erfolgt.  



  Ferner ist in -dem Ausführungsbeispiel  noch ein Relais 110 vorgesehen, das beim  Ansprechen die Einschaltspule 114 des Re  lais 11'3 an     Spannung    legt. Dieses Relais  legt durch Überbrückung der Kontakte 115  die beiden     Sammelleitungen    und durch Über  brückung der Kontakte 116 die     Ein-Steuer-          leitung    14 an Spannung und unterbricht  gleichzeitig durch Öffnen der Kontakte 117  die Zuleitung des Steuerrelais 12 zur Span  nungsquelle.  



  Die Wirkungsweise der Steuereinrich  tung ist ähnlich wie die .der vorher beschrie  benen Steuereinrichtung mit Druckknopf  betä     tigung.       In     Abb.    5 ist eine Steuereinrichtung dar  gestellt unter     Verwendung    von Klapp  schützen 40, 50, 60. Jedes Klappschütz be  sitzt einen     Vorschaltwiderstand    247, 257,  267,     welcher    so bemessen ist, dass der Strom  in der Anzugswicklung 241, 251, 261 so  gross ist, dass er das einmal angezogene  Schütz festhalten, das abgefallene aber nicht.  wieder anziehen kann. Feier besitzt jedes  Schütz noch eine Gegenwicklung 242, 252,  262. Die Anzugswicklungen 241, 251, 261  und die Gegenwicklungen 242, 252, 262 lie  gen mit einem Ende am einen Pol der Span  nungsquelle.

   An der einen     Ein-Schaltleitung     211 liegt das zweite Ende der Anzugswick  lung 241 des Schützes 40 und über     Verriege-          lungskontakte    253 des Schützes 50 das  zweite Ende der Anzugswicklung 261 des  Schützes 60. Das zweite Ende der Anzugs  wicklung 251 des Schützes 50 liegt über     Ver-          riegelungskontakte    243 des Schützes 40 an  der andern     Ein-Schaltleitung    210.

   An der  einen     Aus-Schaltleitung    214 liegt das zweite  Ende .der     Gegenwicklung    262 des     Schützes     60 und über     Verriegelungskontakte    256 des  Schützes 50 das zweite Ende der Gegenwick  lung 242 des Schützes 40. An der andern       Aus-Schaltleitung    2'15 liegt über     Verriege-          lungskontakte    266 das zweite Ende der       Gegenwicklung    252 des Schützes 50. Die  Schütze können ähnlich, wie in     Abb.    3 und  4 beschrieben, Stufenschalter steuern:  Die     Umschaltrelaisanordnung    ist der der       Abb.    2 entsprechend.

   Das Relais 3 besitzt  Kontaktpaare 35 und 36 für die Einschalt  leitungen 210 und 2:11 und Kontaktpaare 37  und 38 für die     Aus-Schaltleitungen    214 und  215. Durch Überbrückung der Kontakte 35       wird    die     Ein-Schaltleitung    210 mit der Lei  tung 212, durch Überbrückung der Kon  takte 36 wird die     Ein-Schaltleitung    211 mit  der Leitung 212 verbunden. Durch Über  brückung der Kontakte 37 wird die Aus  Schaltleitung 2,14, durch     Überbrückung    der  Kontakte 38 wird die     Aus-SchaRleitung     215 an die     Leitung   <B>9,13</B> angeschlos  sen.

   Der Druckknopfschalter 170 be  sitzt Ruhekontakte 171, der Druckknopf-           schalter    180 besitzt Ruhekontakte 181, durch  deren     Überbrückung    das     Relais    2 zum       Schaltlagenwechsel    angeregt wird. Durch die  Arbeitskontakte 1'72 wird über die     Endver-.          riegelungskontakte    268 und durch die Ar  beitskontakte 182 wird über die     Endverrie-          gelungskontakte    246 das Relais 3 zum       Schaltlagenwechsel    angeregt.

   Durch die Ar  beitskontakte 173 des Druckknopfschalters  170 wird die Leitung 2,12, durch     die     Arbeitskontakte     h83    des Druckknopfschalters  180 wird die     Leitung    213 an Spannung ge  legt. Die Wirkungsweise der Steuereinrich  tung .ist ähnlich der Wirkungsweise der  Steuereinrichtungen, die in     Abb.    4 und 5 be  schrieben sind.  



  Die beschriebenen Steuereinrichtungen  können zur stufenweisen Regelung elektri  scher Maschinen, Apparate oder Fernlei  tungen Anwendung finden. Das Einschalten  der einzelnen Schaltstufen der Steuereinrich  tungen kann, wie beschrieben, entweder von  Hand oder in Abhängigkeit von einer zu  überwachenden elektrischen Grösse selbst  tätig erfolgen. Es können bei den Steuerein  richtungen aber auch beide Steuerungsmög  lichkeiten gleichzeitig vorgesehen sein, wo  bei dann     durch    einen Umschalter auf     Hand-          oder    selbsttätige Steuerung umgeschaltet  werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Steuereinrichtung mit Umschaltrelaisan- ordnung, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Relais, deren bewegliche Systeme auch nach Aufhören des den Schaltlagenwechsel her vorrufenden Vorganges in jeder ihrer beiden Schaltstellungen verharren, so miteinander verbunden sind, dass in der einen .Stellung ihres Steuerschalters das erste Relais über Kontakte des zweiten so beeinflusst wird, dass es dieselbe (oder entgegengesetzte) Schalt lage einnimmt wie das zweite Relais, und dass in der andern Stellung des Steuerschal ters das zweite Relais über Kontakte des ersten so beeinflusst wird, dass es die ent gegengesetzte (oder gleiche)
    Schaltlage ein nimmt wie das erste. UNTERANSPRÜCHE: 1. Steuereinrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung von Kipprelais mit je einer Ein- und einer Ausschaltspule, das heisst Relais, die so eingerichtet sind, dass ihr beweg liches System nach der durch die Erre gung einer Spule hervorgerufenen Be wegung eine labile Gleichgewichtslage erreicht, nach deren Überschreiten es von selbst in die neue Schaltstellung fällt, in welcher es verharrt, bis die andere Spule erregt ist. 2.
    Steuereinrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der einen Stellung eines Steuerschalters bei abgefallenem zweiten Kipprelais die Einschaltspule (oder Ausschaltspule) des ersten Kipprelais über Kontakte des zweiten Kipprelais erregt wird, und dass bei angezogenem zweiten Relais die Aus schaltspule (oder Einschaltspule) des ersten Kipprelais über Kontakte des zweiten Kipprelais erregt wird, und dass in der andern Stellung desselben Steuer schalters bei abgefallenem ersten Kipp relais die Ausschaltspule (oder Ein schaltspule) des zweiten Relais über Kontakte des ersten erregt wird, und dass bei angezogenem ersten Kipprelais die Einschaltspule (oder Ausschaltspule) des zweiten Kipprelais über Kontakte des ersten Kipprelais erregt wird.
    3. Steuereinrichtung nach Patentanspruch. gekennzeichnet durch die Verwendung von Klapprelais, die mit Vorschaltwider- ständen versehen sind, welche so bemes sen sind, dass der Erregerstrom der Schaltspule genügt, um das einmal an gezogene Relais festzuhalten, und dass das Anziehen der Relais durch Kurz schliessen der Vorschaltwiderstände, das Abfallen durch Kurzschliessen der Er regerspulen geschieht. 4.
    Steuereinrichtung nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass in der einen Stellung des Steuerschalters die Ein schaltspule (oder der Vorschalt.wider- stand) des ersten Relais bei abgefallenem zweiten Relais über Kontakte des zwei ten Relais kurzgeschlossen wird, und dass bei angezogenem zweiten Relais der Vor schaltwiderstand (oder die Einschalt spule des ersten Relais) über Kontakte des zweiten Relais kurzgeschlossen wird, und dass in der andern Stellung des Steuerschalters der Vorschaltwiderstand (oder die -Einschaltspule des zweiten Re lais) bei abgefallenem ersten Relais über Kontakte des ersten Relais kurzgeschlos sen wird,
    und dass bei angezogenem ersten Relais die Einschaltspule (oder der Vorschaltwiderstand) des zweiten Relais über Kontakte des ersten Relais kurzgeschlossen wird. Steuereinrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch die Verwendung von Klapprelais, die mit einer zusätz lichen Halte- und Gegenwicklung ver sehen sind, wobei die Haltewicklung dauernd an Spannung liegt und so be messen ist, dass sie das einmal angezo gene Relais in seiner Schaltlage festhält, das abgefallene aber nicht wieder an ziehen-kann. 6.
    Steuereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das eine der beiden Relais der Umschaltrelaisanord- nung abwechselnd eine von zwei Sam- melleitungen an Spannung legt, an wel che abwechselnd die Schaltspulen von in der Schaltfolge aufeinanderfolgender Kippschalter (Kippschütze) angeschlos sen sind..
    7. Steuereinrichtung nach. Patentanspruch zum Ein- und Ausschalten einer Reihe von Klappschützen mit Gegenwicklung und Vorschaltwiderständen, die so bemes sen sind, dass der Strom in der Anzugs wicklung so gross ist, dass er das ange zogene Schütz festhält, das abgefallene aber nicht wieder anziehen kann, da durch gekennzeichnet, dass' das eine Re lais der Umschaltrelaisanordnung ab wechselnd je eine von zwei Ein- und zwei Ausschaltleitungen einschaltet, wo- bei an den Einschaltleitungen abwech selnd die Anzugswicklungen, an den Ausschaltleitungen abwechselnd die Ge genwicklungen in der Schaltfolge auf einanderfolgender Schütze angeschlos sen sind.
    B. Steuereinrichtung nach Patentanspruch zur Ein- und Ausschaltung einzelner Schütze in einer bestimmten Reihenfolge, dadurch gekennzeichnet, dass zum Ein- und Ausschalten der Schütze je ein Druckknopfschalter vorgesehen ist, wo bei die Druckknopfschalter in der Ruhe stellung das eine und in der Arbeitsstel lung das andere Relais der Umschalt- relaisanordnung zum Schaltlagenwechsel anregen. 9.
    Steuereinrichtung nach Patentanspruch zum Ein- und Ausschalten einzelner Schütze in einer bestimmten Reihenfolge, dadurch gekennzeichnet, dass das Ein- und Ausschalten der Schütze durch ein von einer elektrischen Grösse gesteuertes Relais erfolgt, und dass dieses Relais bei einem Ein- oder Ausschaltkommando einen Selbstkurzschliesser (Selbstunt'er- brecher) an Spannung legt, welcher einen Arbeitskontakt und einen Ruhekontakt besitzt, durch deren Überbrückung die Umschaltrelaisanordnung zum Schalt lagenwechsel angeregt wird. 10.
    Steuereinrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Selbst kurzschliesser (Selbstunterbrecher) eine Kurzschlusswicklung besitzt, die über einen einstellbaren Widerstand geschlos sen ist. 11: Steuereinrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Selbst kurzschliesser (Selbstunterbrecher) eine Vorrichtung zum Einstellen des Luft spaltes bei angezogenem Anker besitzt. 12. Steuereinrichtung nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe mit der Erregerwicklung des Selbstkurz schliessers (Selbstunterbrechers) eine Drosselspule mit zweckmässig einstell barem Luftspalt liegt.
    7.3. Steuereinrichtung nach Unteranspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Drossel eine Sekundärwicklung besitzt, die über einen veränderlichen Wider stand geschlossen ist. 14. Steuereinrichtung nach Unteranspruch 9, gekennzeichnet durch-einen Hilfsunter- brechungskontakt, der periodisch die Endverriegelungskontakte des ersten und letzten Schalters (Schützes) überbrückt.
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