Steuereinrichtung mit Umsehaltrelaisanordnung. Gegenstand der Erfindung ist eine Steuereinrichtung mit Umschaltrelaisanord- nung. Gemäss der Erfindung besteht die Umschaltrelaisanordnung aus zwei Relais, deren bewegliche Systeme auch nach Auf hören des den Schaltlagenwechsel hervor rufenden Vorganges in jeder ihrer beiden Schaltstellungen von selbst verharren und die so zusammengeschaltet sind,
dass in der 'einen Stellung des Steuerschalters das erste Relais über Kontakte des zweiten Relais so erregt wird, dass es dieselbe (oder entgegengesetzte) Schaltlage einnimmt wie das zweite Relais, und dass in der andern Stellung des Steuer schalters das zweite Relais über Kontakte des ersten so erregt wird, dass es die ent gegengesetzte (oder gleiche) Schaltlage ein nimmt wie das erste Relais.
Für die Umschaltrelaisanordnung können Kipprelais verwendet werden, die durch Je eine Ein- und Ausschaltspule gesteuert wer den und bei kurzzeitiger Erregung einer die- ser Spulen in die dieser Spule zugeordnete Schaltlage fallen, in welcher sie auch nach Aufhören der Erregung verharren. bis die andere Spule erregt wird.
Es können auch Klapprelais verwendet werden, die ausser der Erregerwicklung (An zugswicklung) noch eine Halte- und eine Gegenwicklung tragen und sich dann wie Relais mit Kippcharakteristik verhalten. Die Haltewicklung liegt dauernd an Spannung und ist so bemessen, dass sie das einmal an gezogene Relais festhält, das abgefallene aber nicht wieder anziehen kann. Die Ge genwicklung ist so bemessen, dass sie den Einfluss der Haltewicklung kompensiert.
Es können ferner auch Klapprelais ver wendet werden, denen eine Kippcharakte- ristik dadurch aufgezwungen wird, dass sie über einen Widerstand dauernd an Span nung liegen. Der Widerstand ist so bemes sen, dass der Erregerstrom der Schaltspule gerade so gross ist, um das einmal angezogene Relais festzuhalten, das abgefallene aber nicht wieder anzuziehen. Das Anziehen der Relais geschieht durch Kurzschliessen der Widerstände, das Abfallen durch Kurz schliessen der Schaltspulen.
In Abb. 1 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. 120 und 130 sind Kipprelais, welche durch einen Druckknopf schalter 170 gesteuert werden. Die Kipp relais besitzen Einschaltspulen -121 und 131, und Ausschaltspulen 122 und 132. Das eine Ende aller Ein- und Ausschaltspulen ist an die Zuführungsleitung 13.6 zur Spannungs quelle angeschlossen. Die andere Zufüh rungsleitung 137 zur Spannungsquelle wird durch Überbrückung des Ruhekontaktes 171 des Druckknopfschalters 170 mit der Leitung 135, durch Überbrückung des Arbeitskon taktes 172 mit der Leitung 125 verbunden.
Das zweite Ende der Einschaltspule 121 des Relais 120 wird über Kontakte 134 bei ab gefallenem Relais 130 an die Leitung 135 angeschlossen. Das zweite Ende der Aus schaltspule 122 des, Relais 120 wird über Kontakte 1'33 bei angezogenem Relais 13'0 mit der Leitung 135 verbunden. Das zweite Ende der Einschaltspule 131 des Relais 130 wird bei. angezogenem Relais 120 durch die Kontakte 123 mit der Leitung 125 verbun den. Das zweite Ende der Ausschaltspule 132 des Relais 130 wird bei abgefallenem Relais 120 durch Kontakte 124 mit der Lei tung 125 verbunden.
Die Schaltung ist in dem Ausführungs beispiel so getroffen, dass in der Ruhestel lung des Druckknopfschalters die beiden Relais die entgegengesetzte Schaltlage, in der Arbeitsstellung die gleiche Schaltlage ein nehmen. Sind zum Beispiel beide Relais ab gefallen, wie in der Abbildung dargestellt, und steht der Druckknopfschalter 7.70 in der Ruhestellung, so wird die Einschaltspule 121 des Relais 120 über die Kontakte 171, Lei tung<B>135</B> und Kontakte 134 erregt und das Relais 120 wird angezogen. Wird der Schal ter jetzt niedergedrückt, so wird die Ein schaltspule<B>131</B> des Relais 130 über die Kon- takte 172 und 123 erregt, so dass das Relais 130 angezogen wird.
Wird der Schalter wie der in seine Ruhestellung gebracht, so wird über die Kontakte 171 und 133 die Aus schaltspule 122 des Relais 120 erregt, so dass dieses abfällt. Beim nochmaligen Drücken des Schalters wird in ähnlicher Weise das Relais 1'30 zum Abfallen gebracht. Es er folgt also bei jeder Betätigung des Druck knopfschalters nur ein Schaltlagenwechsel der Relais 120 und 130, wobei beim Nieder drücken des Druckknopfes das Relais 130 und beim Wiederloslassen das Relais 12,0 seinen Schaltlagenwechsel vollzieht.
In der Abb. 2 ist die Umschaltrelaisan- ordnung unter Verwendung von Klapprelais mit Vorschaltwiderständen dargestellt. 2 und 3 sind die Klapprelais mit den Einschalt spulen 22 und 32. Die Einschaltspulen lie gen über Vorschaltwiderstände 21 und 31 an Spannung. Die Vorschaltwiderstände sind -so bemessen, dass der Erregerstrom in den Einschaltspulen gerade so gross ist, dass er das einmal angezogene Relais festhalten, das abgefallene Relais aber nicht wieder an ziehen kann.
Die Erregerspule 22 des Relais 2 wird, wenn das Relais 3 abgefallen ist und der Druckknopfschalter 170 in der Ruhestel lung steht, über die Ruhekontakte 171 und Kontakte 34 des Relais 3 kurzgeschlossen. Die Einschaltspule 32 des Relais 3 wird bei angezogenem Relais 2 über die Kontakte 23 und 172 kurzgeschlossen, wenn der Druck knopfschalter 170 niedergedrückt ist. Bei an gezogenem Relais 3 wird der Widerstand 21 des Relais 2, wenn der Druckknopfschal ter in der Ruhestellung steht, über die Kon takte 171 und :33 kurzgeschlossen, während der Widerstand 31 des Relais 3 bei niederge drücktem Druckknopfschalter und abgefal lenem Relais 2 über die Kontakte 24 und 172 kurzgeschlossen wird.
Die Anordnung ist bei diesem Ausfüh rungsbeispiel so getroffen, dass in der Ruhe stellung des Druckknopfschalters beide Re lais die gleiche- Schaltlage einnehmen. Ist zum Beispiel das Relais 3 abgefallen, so wird die Erregerspule 22 des Relais 2 über die Ruhekontakte 171 des Druckknopfschalters 170 und die Kontakte 34 des Relais 3 kurz geschlossen, so dass das Relais 2 abfällt. Ist dagegen das Relais 3 angezogen, so wird durch die Kontakte 171 und 33 der Vor schaltwiderstand 21 des Relais 2 kurz geschlossen, so dass auch das Relais 2 an gezogen sein muss'. Umgekehrt wird beim Niederdrücken des Druckknopfschalters das Relais <B>3</B> in die entgegengesetzte Lage ge steuert wie 2.
Sind zum Beispiel, wie in- der Abbildung dargestellt, beide Relais abgefal len, und wird der Druckknopfschalter nieder gedrückt, so wird der Vorschaltwiderstand 31 des Relais 3 über die Kontakte 172 und 24 kurzgeschlossen, so dass das Relais 3 an gezogen wird. Wird der Ruhekontakt des Druckknopfschalters wieder geschlossen, so folgt das Relais 2 dem Schaltlagenwechsel des Relais 3 wie schon beschrieben nach. Beim nochmaligen 1#'iederdrücken des Druck knopfschalters wird die Erregerspule 32 des Relais 3 über die Kontakte 172 und 23 kurzgeschlossen so dass das Relais 3 abfällt.
Eine Betätigung des Druckknopfschalters hat immer nur einen Schaltlagenwechsel der Relais 2 und 3 zur Folge, wobei beim Nie derdrücken des Druckknopfschalters stets das Relais 3 seine Schaltlage wechselt und in der Ruhestellung des Druckknopfschalters das Relais 2 dem Relais 3 in seiner Schaltlage nachfolgt. .
Die Anordnung kann auch so getroffen werden, dass in der Ruhestellung des Schal ters das Relais 2 die entgegengesetzte Lage einnimmt wie 3. Bei Verwendung von Klapprelais für die Umschaltrelaisanordnung, die ausser der An zugswicklung noch eine Halte- und Gegen wicklung tragen, ist die Schaltung ähnlich wie bei Verwendung der Kipprelais in Abb. 1. Die Haltewicklung liegt dauernd an Spannung.
Die Schaltung der Anzugs- bezw. Gegenwicklungen der Klapprelais.für@ die Um schaltrelaisanordnung entspricht der Schal tung der Ein- bezw. Ausschaltspulen der Kipprelais für die Umschaltrelaisanordnung. Die Umschaltrelaisanordnung lässt sich bei allen Steuerungen verwenden; bei denen durch Drücken und Wiederloslassen eines Druckknopfes jedesmal nur ein Schaltschritt hervorgerufen werden soll. Sie kann auch von verschiedenen Stellen aus mittelst Druck knopfschalter gesteuert werden, wobei die Ruhekontakte der Druckknopfschalter hin tereinander, die Arbeitskontakte parallel ge schaltet sind.
Die Umschaltrelaisanordnung lässt sich auch bei allen Steuerungen verwenden, wo einzelne Schalter (Schütze) mit einer be- stimmten Zeitverzögerung nacheinander ge schaltet werden. Die Umschaltrelaisanord- nung wird dann zweckmässig durch einen Selbstunterbrecher (Selbstkurzschliesser) zum periodischen Schaltlagenwechsel angeregt, wobei der Selbstunterbrecher ähnlich wie der Druckknopfschalter einen Ruhe- und einen Arbeitskontakt besitzt.
In Abb. 3 ist eine Steuereinrichtung dar gestellt, bei der das Ein- und Ausschalten einzelner Kippschütze durch zwei Druck knopfschalter 170 und 180 unter Verwen dung der in Abb. 2 dargestellten Umschalt relaisanordnung erfolgt. An der Sammellei- tung 11 liegt das eine Ende der Einscbalt.. spulen 41 und 61 der Kippschütze 4 und 6 und das eine Ende der Ausschaltspule 52 des Kippschützes 5. An der Sammelleitung 10 liegt das eine Ende der Einschaltspule 51 des Kippschützes 5 und das eine Ende der Ausschaltspulen 42 und 6? der Kipp- schütze 4 und 6.
An der Ein-Steuerleitung 14 liegen über Verriegelungskontakte (43, 53) des in der Einschaltfolge vorhergehen den Schützes die zweiten Enden der Ein schaltspulen sämtlicher Schütze. An der Aus-Steuerleitung 15 liegen über Verriege- lungskontakte (56, 66) des in der Ausschalt folge vorhergehenden Schützes die zweiten Endender Ausschaltspulen sämtlicherSchütze. Die Schütze besitzen noch Kontakte .14, 54, 64, durch deren Überbrückung die Einschalt spulen (141, 151,<B>161)</B> und Kontakte 45, 55, 65, durch deren Überbrückung die Ausschalt spulen 142, 152, 162 der Stufenschalter 140,
150, 160 eingeschaltet werden. Die Stufen schalter 140, 150 und 160 besitzen Selbst- unterbreehungskontakte 143, 153 und 163 für ihre Einschaltspulen und Selbstunterbre- chungskontakte 144, 154, 164 für ihre Aus schaltspulen.
Die Umschaltrelaisanordnung besteht aus den beiden Klappreläis 2 und 3 mit den Vor schaltwiderständen 21 und 31. Die Relais sind, wie schon früher beschrieben, geschal tet. Die Bezeichnungen stimmen mit den Be zeichnungen in Abb. 2 überein. Das Relais 3 besitzt ausserdem noch zwei Kontaktpaare 35 und 36. Durch Überbrückung des Kon taktpaares 35 wird die Sammelleitung 10, durch Überbrückung des Kontaktpaares 36 wird die Sammelleitung 11 an Spannung ge legt. Die Druckknopfschalter 170 und 180 besitzen Ruhekontakte 171 und 181 und Ar beitskontakte 172, 173 und 182, 183.
Die Ruhekontakte sind hintereinander geschaltet und bewirken, dass bei ihrer Überbrückung das Relais 2 die gleiche Schaltlage einnimmt wie das Relais 3. Durch Schliessen der Ar beitskontakte 172 des Druckknopfschalters 170 oder der Arbeitskontakte 182 des Druck knopfschalters 180 wird bei abgefallenem Relais 2 der Vorschaltwiderstand des Relais 3 kurzgeschlossen, so dass dieses Relais an gezogen wird. Durch Überbrückung der Ar beitskontakte 1,72 des Druckknopfschalters 170 oder der Arbeitskontakte 182 des Druck knopfschalters 180 wird bei angezogenem Relais 2 die Erregerspule 32 des Umschalt relais 3 kurzgeschlossen, so dass dieses ab fällt.
Der Druckknopfschalter 170 legt beim Niederdrücken durch Überbrückung der Ar beitskontakte 173 die Ein-Steuerleitung 14, der Druckknopfschalter 180 legt beim Nie derdrücken durch Überbrückung der Arbeits kontakte 183 die Aus-Steuerleitung 15 an Spannung. Um am Ende eines Regulier bereiches, wenn alle Schütze eingeschaltet sind, zu verhindern, dass durch nochmaliges Niederdrücken des Druckknopfschalters 170 die Zuordnung zwischen der Schaltlage des Relais 3 und den einzelnen Stufen verloren geht, sind Endverriegelungskontakte 63 am Schütz 6 vorgesehen.
In entsprechender Weise sind für das Relais 180 Endverriege- lungskontakte 46 am Schütz 4 vorgesehen. In dem Ausführungsbeispiel ist ferner noch ein Relais 110 vorgesehen, das beim An sprechen die Erregerspule 114 des Relais 1.13 an Spannung legt. Das Relais 113 legt nach dem Einschalten durch Überbrückung der Kontakte 115 die beiden Sammelleitungen und durch Überbrückung der Kontakte 116 die Ein-Steuerleitung an- Spannung, so dass die Schütze ohne Zeitverzöge rung eingeschaltet werden. Gl'eiehzeitig unterbricht es durch die Kontakte 117 die Verbindung der Einschaltspulen der Um schaltrelais 2 und 3 mit der Spannungsquelle 15, so dass diese beiden Relais abfallen.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Sind, wie im Schaltbild dargestellt, sämt liche Schütze eingeschaltet und die Relais 2 und 3 angezogen, so wird beim Niederdrük- ken des Druckknopfes 170 die Ein-Steuer- leitung 14 an Spannung gelegt und die Er regerspule 32 des Relais 3 über die Kon takte 172, 63 und 23 kurzgeschlossen, so dass das Relais 3 abfällt und die Sammelleitung 11 an Spannung legt.
Dadurch wird ein Stromkreis für die Einschaltspule 41 des Schützes 4 von der Batterie 118 über die Arbeitskontakte 173 des Druckknopfschal ters 170, Ein-Steuerleätung 14, Spule 41, Sammelleitung 11 und Kontakte 3.6 des Re lais 3 zurück zur Batterie geschlossen. Das Schütz 3 zieht an und legt durch Über brückung der Verriegelungskontakte 43 das zweite Ende der Einschaltspule 51 des Schützes 5 an die Ein-Steuerleitung 14. Gleichzeitig legt das Schütz 4 durch Über brückung der Kontakte 44 die Einschalt spule 141 des Stufenschalters 140 an Span nung.
Der Schalter' 140 wird eingeschaltet und öffnet durch die Selbstunterbrechungs- kontakte 143 den Stromkreis seiner Ein schaltspule. Wird jetzt der Druckknopfschal ter wieder losgelassen, so wird durch Über brückung der Ruhekontakte 171 die Ein schaltspule 22 des Relais 2 über die Kon- takte 34 und <B>171</B> kurzgeschlossen und das Relais 2 fällt ab. Wird der Druckknopf schalter 170 nochmals niedergedrückt, so wird der Vorschaltwiderstand 31 des Relais 3 über die Kontakte 172, 63 und 24 kurz geschlossen, so dass das Relais 3 angezogen wird und die Sammelleitung 10 an Span nung legt.
Dadurch wird das Schütz 5 und Schalter 150 eingeschaltet. Durch noch maliges Drücken des Druckknopfschalters wird in ähnlicher Weise Schütz 6 und Schal ter 160 eingeschaltet. Sind alle drei Schütze eingeschaltet, so wird durch nochmaliges Niederdrücken des Druckknopfschalters 170 das Relais 3 nicht mehr zum Schaltlagen wechsel angeregt, da nach dem Anziehen des letzten Kippschützes 6 dieses die Endver- riegelungskontakte 63 unterbrochen hat, so dass die Leitung, welche vom Knotenpunkt zwischen den Vorsebaltwiderstand 31 und der Erregerspule 32 des Relais 3 ausgeht und über die Kontakte 63 des Schützes 6. zum Arbeitskontakt 172 des Druckknopfschalters 170 führt, unterbrochen ist.
Das Ausschal ten der Schütze erfolgt in ähnlicher -Weise durch Betätigung des Druckknopfschalters 180. Sind alle Schütze ausgeschaltet, so ist ein nochmaliges Niederdrücken des Druck knopfschalters 180 wirkungslos, da durch die Endverriegelungskontakte 46 die Leitung welche vom Arbeitskontakt 182 zum Knoten punkt zwischen dem Vorschaltwiderstand 31 und Einschaltspule 32 führt, unterbrochen ist.
An Stelle der Kippschütze können äuch Klappschütze mit einer zusätzlichen Halte- und Gegenwicklung verwendet werden. Die Steuereinrichtung kann auch so getroffen werden, dass die Schalter unmittelbar ge steuert werden.
In Abb. 4 ist dieselbe Steuereinrich tung wie in Abb. 3 dargestellt, nur mit dem Unterschied, dass das Einschalten aller Schütze nicht von Hand, sondern in Ab hängigkeit von einer zu überwachenden elek trischen Grösse erfolgt: Zu diesem Zweck ist ein Steuerrelais 12 vorgesehen, das von der zu überwachenden elektrischen Grösse ge- steuert wird. Das Steuerrelais legt bei Än derung der elektrischen Grösse in dem einen Sinne die Einschaltspule 71 des Ein schaltrelais 7, bei Änderung der elek trischen Grösse in dem andern Sinne die Einschaltspule 81 des Ausschaltrelais 8 an Spannung.
Die bei der selbsttätigen Reb i lierung zur Vermeidung von Überregulie rungen erforderliche Zeitverzögerung zwi schen den einzelnen Schaltschritten wird durch einen Selbstkurzschliesser 9 geregelt, dessen Erregerkreis über eine Drossel 97 und einen Widerstand 98 vom Einschalt relais 7 bezw. vom Ausschaltrelais 8 über die Kontakte 72' bezw. 82 an Spannung ge legt werden kann. Der Selbstkurzschliesser besitzt Kontakte 93 und 94, welche dieselben Funktionen erfüllen, wie die Ruhekontakte 171, 181 und die Arbeitskontakte 172, 182 der Druckknopfschalter 170 und 180 der Abb. 3.
Wird der Selbstkurzschliesser er regt, so wird er nach einer gewissen Zeit an gezogen und schliesst durch Überbrückung der Kontakte 95 seine Erregerspule über die Drossel 97 kurz, so dass er nach einer ge wissen Zeit wieder abfällt und das Spiel von neuem beginnt. Die Periodendauer des Selbstkurzschliessers kann durch eine Kurz schlusswicklung 92 vergrössert werden. Zweckmässig wird die Kurzschlusswicklung über einen veränderlichen Widerstand ge schlossen, um die Periodendauer einzustellen. Durch eine Vorrichtung, welche eine Ände rung des Luftspaltes des Selbstkurzschliessers bei angezogenem Anker gestattet, kann auch die Periodendauer eingestellt werden.
Die Periodendauer kann ferner durch eine Dros sel 97 im Erregerkreis erhöht werden, deren Luftspalt zur Änderung der Periodendauer zweckmässig durch eine Vorrichtung einstell bar gemacht wird. Es kann aber auch auf der Drossel eine Sekundärwicklung aufge bracht sein, die über einen veränderlichen Widerstand geschlossen ist. Die Zeitverzöge rung ist bei dieser Einrichtung gleich der Periodendauer des Selbstkurzschliessers. An Stelle des in dem Ausführungsbeispiel vor gesehenen Selbstkurzschliessers kann auch ein Selbstunterbrecher verwendet werden.
Das Relais 3 besitzt ähnlich, wie früher beschrie ben, zwei Kontaktpaare 35 und 36, durch deren Überbrückung die Sammelleitung 10 bezw. 11 an Spannung gelegt wird.
Das Ein schalten der Ein-Steuerleitung 14 erfolgt durch das Einschaltrelais 7 durch Über- brückung der Arbeitskontakte 73, das Ein schalten der Aus-Steuerleitung 15 erfolgt durch das Ausschaltrelais 8 durch Über- brückung der Arbeitskontakte 83.
In der Zuleitung zum Netz ist in dem Ausführungsbeispiel ein Zeitrelais in Selbst- anterbrecherschaltung, zum Beispiel ein ther <U>mis</U>ches Relais 111 vorgesehen, das bei längerer Erregung einer Schaltspule diese .Leitung öffnet und eine Alarmvorrichtung 112 auslöst.
Das erste Schütz besitzt Endverriege- lungskontakte 46, die beim Abfallen des Schützes den Stromkreis der Erregerspule & 1 des Ausschaltrelais 8 unterbrechen. Eben so besitzt das Schütz 6 Endverriegelungs- kontakte 63, durch welche beim Anziehen dieses Schützes der Stromkreis der Einschalt spule 71 des Einschaltrelais 7 unterbrochen wird.
Die Endverriegelungskontakte 46 und 63 werden durch Kontakte 96 des Selbst kurzschliessers periodisch überbrückt, um am Ende eines jeden Regulierbereiches zu ver hindern, dass ein periodisches Anspringen und Wiederloslassen des jeweils letzten Schützes erfolgt.
Ferner ist in -dem Ausführungsbeispiel noch ein Relais 110 vorgesehen, das beim Ansprechen die Einschaltspule 114 des Re lais 11'3 an Spannung legt. Dieses Relais legt durch Überbrückung der Kontakte 115 die beiden Sammelleitungen und durch Über brückung der Kontakte 116 die Ein-Steuer- leitung 14 an Spannung und unterbricht gleichzeitig durch Öffnen der Kontakte 117 die Zuleitung des Steuerrelais 12 zur Span nungsquelle.
Die Wirkungsweise der Steuereinrich tung ist ähnlich wie die .der vorher beschrie benen Steuereinrichtung mit Druckknopf betä tigung. In Abb. 5 ist eine Steuereinrichtung dar gestellt unter Verwendung von Klapp schützen 40, 50, 60. Jedes Klappschütz be sitzt einen Vorschaltwiderstand 247, 257, 267, welcher so bemessen ist, dass der Strom in der Anzugswicklung 241, 251, 261 so gross ist, dass er das einmal angezogene Schütz festhalten, das abgefallene aber nicht. wieder anziehen kann. Feier besitzt jedes Schütz noch eine Gegenwicklung 242, 252, 262. Die Anzugswicklungen 241, 251, 261 und die Gegenwicklungen 242, 252, 262 lie gen mit einem Ende am einen Pol der Span nungsquelle.
An der einen Ein-Schaltleitung 211 liegt das zweite Ende der Anzugswick lung 241 des Schützes 40 und über Verriege- lungskontakte 253 des Schützes 50 das zweite Ende der Anzugswicklung 261 des Schützes 60. Das zweite Ende der Anzugs wicklung 251 des Schützes 50 liegt über Ver- riegelungskontakte 243 des Schützes 40 an der andern Ein-Schaltleitung 210.
An der einen Aus-Schaltleitung 214 liegt das zweite Ende .der Gegenwicklung 262 des Schützes 60 und über Verriegelungskontakte 256 des Schützes 50 das zweite Ende der Gegenwick lung 242 des Schützes 40. An der andern Aus-Schaltleitung 2'15 liegt über Verriege- lungskontakte 266 das zweite Ende der Gegenwicklung 252 des Schützes 50. Die Schütze können ähnlich, wie in Abb. 3 und 4 beschrieben, Stufenschalter steuern: Die Umschaltrelaisanordnung ist der der Abb. 2 entsprechend.
Das Relais 3 besitzt Kontaktpaare 35 und 36 für die Einschalt leitungen 210 und 2:11 und Kontaktpaare 37 und 38 für die Aus-Schaltleitungen 214 und 215. Durch Überbrückung der Kontakte 35 wird die Ein-Schaltleitung 210 mit der Lei tung 212, durch Überbrückung der Kon takte 36 wird die Ein-Schaltleitung 211 mit der Leitung 212 verbunden. Durch Über brückung der Kontakte 37 wird die Aus Schaltleitung 2,14, durch Überbrückung der Kontakte 38 wird die Aus-SchaRleitung 215 an die Leitung <B>9,13</B> angeschlos sen.
Der Druckknopfschalter 170 be sitzt Ruhekontakte 171, der Druckknopf- schalter 180 besitzt Ruhekontakte 181, durch deren Überbrückung das Relais 2 zum Schaltlagenwechsel angeregt wird. Durch die Arbeitskontakte 1'72 wird über die Endver-. riegelungskontakte 268 und durch die Ar beitskontakte 182 wird über die Endverrie- gelungskontakte 246 das Relais 3 zum Schaltlagenwechsel angeregt.
Durch die Ar beitskontakte 173 des Druckknopfschalters 170 wird die Leitung 2,12, durch die Arbeitskontakte h83 des Druckknopfschalters 180 wird die Leitung 213 an Spannung ge legt. Die Wirkungsweise der Steuereinrich tung .ist ähnlich der Wirkungsweise der Steuereinrichtungen, die in Abb. 4 und 5 be schrieben sind.
Die beschriebenen Steuereinrichtungen können zur stufenweisen Regelung elektri scher Maschinen, Apparate oder Fernlei tungen Anwendung finden. Das Einschalten der einzelnen Schaltstufen der Steuereinrich tungen kann, wie beschrieben, entweder von Hand oder in Abhängigkeit von einer zu überwachenden elektrischen Grösse selbst tätig erfolgen. Es können bei den Steuerein richtungen aber auch beide Steuerungsmög lichkeiten gleichzeitig vorgesehen sein, wo bei dann durch einen Umschalter auf Hand- oder selbsttätige Steuerung umgeschaltet werden kann.