CH148660A - Automatische Steuerung. - Google Patents

Automatische Steuerung.

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CH148660A
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Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  Automatische Steuerung.    Gegenstand der Erfindung ist eine auto  matische Steuerung für elektrische Fahr  zeuge, insbesondere für     Vielfachsteuerung.     bei der der Steuervorgang willkürlich aus  gelöst werden kann und hierauf selbsttätig  unter     Überwachung    durch einen Stromwäch  ter bis zu der jeweils angesteuerten Schalt  stufe     durchsteuert.    Erfindungsgemäss wird  hierbei jede     "Unterbrechung    des Steuervor  ganges, die nicht mit     Rücksicht    auf die Mo  torstromstärke erforderlich ist, dadurch ver  mieden, dass eine zusätzliche Hebespule des  Stromwächters so     gesteuert        wird,    dass der  Stromwächter,

   soweit der zu     überwachende     Strom hinreichend abgesunken ist, bei dem  Erreichen der Schaltstufe bereits abgefallen  ist und so den     Durchstenervorgang    nicht  unterbricht.  



  In der Zeichnung sind Ausführungsbei  spiele des Erfindungsgedankens dargestellt.  I. bezeichnet die Kommandowalze, 2 den       Steuermotor    für dieselbe, 3 das Bremsrelais,    4 den Stromwächter einer automatischen       Steuerung.    An der Kommandowalze sind  zwei Gruppen von Strombelägen 5 und 6 an  geordnet, denen     Kontaktfingerpaare    7 und 8  entsprechen. Das Bremsrelais ist. hierbei so  ausgebildet, dass in seiner Ruhestellung der       Steuermotor    in     Kurzschlussbremsschaltung     liegt, Nährend er bei erregter Stellung des  Bremsrelais an Spannung gelegt ist.

   Das  Bremsrelais liegt hierbei zwischen Steuer  spannung und Erde, und zwar ist der     Erd-          anschluss    entweder über die Ruhekontakte  des Stromwächters 4 oder über das von den       Strombelägen    5 geschlossene Kontaktfinger  paar 7 hergestellt. Wenn nun durch einen  Führerschalter 9 die Steuereinrichtung an       Spannung    gelegt wird, so wird das Brems  relais, das über die Ruhekontakte des Strom  wächters an Erde gelegt ist, erregt und  schaltet so den Steuermotor 2 ein. Der Strom  wächter ist hierbei mit einer Hauptstrom  spule (in der Zeichnung oben) und einer      zusätzlichen sogenannten Hebespule ver  sehen.

   Die     Hauptstromspule    ist hierbei als  Haltespule dimensioniert, während die Hebe  spule dazu dient, im Verein mit der Strom  spule den Anker anzuheben, wozu mit. Rück  sicht auf den bei abgefallenem Anker be  stehenden grossen Luftspalt eine erheblich  grössere     magnetomotorische    Kraft erforder  lich ist. Im nicht gezeichneten Hauptstrom  kreis wird demnach ein Stromstoss entstehen  und der Hauptmotor beschleunigt werden, bis  der Strom allmählich abfällt. Gleichzeitig  wird die Hebespule des Stromwächters erregt  und so der Anker kurzzeitig angehoben. In  zwischen arbeitet der     Steuermotor    weiter, bis  der erste Belag 5 der Kommandowalze von  dem     Kontaktfingerpaar    7 abläuft.

   Wenn  nun die Stromstärke in dem Hauptstromkreis,  welcher auch die obere Spule des Stromwäch  ters 4 enthält, inzwischen so weit gefallen  ist, dass der Anker des Stromwächters ab  fällt., so wird durch das Ablaufen des Be  lages 5 von dem     Kontaktfingerpaar    7 das  Bremsrelais nicht     entregt,    da der Erreger  stromkreis über den Stromwächter aufrecht  erhalten bleibt. Der     Steuermotor    läuft daher  weiter.

   Wenn aber der Hauptstrom in dem  Augenblick, da ein Belag 5 von dem     Kon-          taktfingerpaar    7 abläuft, das Stromminimum  des Stromwächters noch nicht unterschritten  hat, wird das Bremsrelais     entregt    und so  der Motor 2 in     Kurzschlussbremsung    auf der  entsprechenden Schaltstufe festgehalten. So  bald nunmehr der Stromwert das Strom  minimum     unterschreitet,    fällt der Anker des  Stromwächters ab, so dass das Bremsrelais       selbsttätig    wieder anspricht und den Steuer  motor     weiterschaltet.     



  In     Abb.    2 ist das Schaltungsschema für  eine Anordnung dargestellt, bei der das  Bremsrelais in Wegfall kommt und die  Schaltung des Steuermotors auf Fahrt     bezw.          Kurzschlussbremsung    unmittelbar durch ge  geneinander versetzt angeordnete Beläge der  Kommandowalze erfolgt. Die Wirkungsweise  dieser Anordnung stimmt im übrigen mit  der in     Abb.    1 dargestellten überein.  



  Eine besondere Vereinfachung, durch die    ein besonders kleiner     Schaltwalzendurchmes-          ser    ermöglicht wird, kann weiter dadurch er  reicht werden, dass der Stromwächter, der den  Schaltvorgang steuert, nicht mehr angehoben  wird, wenn die zu     überwachende    Stromstärke  einen bestimmten Wert nicht überschreitet.

    Dies     läss't    sich beispielsweise dadurch er  reichen, dass die zusätzliche Erregung, die       der'    Stromwächter durch die     sogenannte    Hebe  spule erhält, damit sein Anker angehoben  werden kann, so bemessen wird, dass diese  nur gemeinsam mit der Erregung durch die       Hauptstromspule    das Anheben des     Ankers     bewirken kann.    Ein Ausführungsbeispiel hierfür ist in       Abb.    3 gegeben.

   Mit 1 ist die Kommando  walze, mit 2 der Steuermotor, mit 3 das  Bremsrelais bezeichnet; 4 stellt den Strom-     -          wächter    der Steuerung dar, der aus einem  Anker 15, einer     Hauptstromquelle    16 und  einer Hebespule 17 besteht. An der Kom  mandowalze sind nebeneinander zwei Grup  pen von Strombelägen 18 und 19 angeordnet,  denen     Kontaktfingerpaare    10 und 11 zöge  ordnet sind. Das Bremsrelais liegt zwischen       Steuerspannung    und Erde, wobei der     Erd-          anschluss    entweder über die Ruhekontakte  des Stromwächters oder aber über das     Kon-          taktfingerpaar    10 hergestellt ist.

   Die zusätz  liche Erregung durch die Hebespule 17 ist  so dimensioniert, dass sie nur in Zusammen  arbeit mit der     Hauptstromspule    1,6 des Strom  wächters in der Lage ist, dessen Anker an  zuheben, während die     Hauptstromspule     allein - wenigstens bei bestimmten Haupt  stromwerten - in der Lage ist, den einmal  angehobenen Anker in dieser Stellung zu  halten.    Bei der Einschaltung der automatischen  Steuerung beginnt also der Steuermotor zu  laufen, schaltet demnach 'etwa an nicht ge  zeichneten weiteren Belägen der Kommando  walze die Schütze der ersten Schaltstufe ein.

    Hierbei sind gleichzeitig beide     Kontaktfinger-          paare    10 und 11 an der Kommandowalze  durch die zugehörigen Strombeläge über  brückt, die Hebespule des Stromwächters      also erregt. Der     Stromstola,    der durch das  Einschalten der Hauptmotoren entsteht, wird  hierbei zusammen mit der Zusatzerregung  ausreichen, um den Anker des Stromwächters  anzuheben. Wenn nunmehr die Kommando  walze durch den Steuermotor so weit gedreht  wird, dass die Strombeläge von den Kontakt  fingern ablaufen, während. der Stromwächter  angehoben ist, so wird das Bremsrelais     ent-          regt,    also der Steuermotor abgebremst.

   So  lange der Strom im Motorkreis so hoch  bleibt, dass die Stromspule des Stromwäch  ters dessen Anker festhält, kann das Schalt  werk nicht     weiterschalten.    Erst wenn der       Anker    des Stromwächters abfällt, wird der  Steuermotor erregt, also weitergeschaltet.

    In diesem Falle, sowie wenn die Stromstärke  in der     Hauptstromspule    schon früher so weit  gesunken ist, dass der     Stromwächteranker     abfällt, bleibt beim Ablauf der Strombeläge  von den Kontaktfingern das Bremsrelais  über die Ruhekontakte des Stromwächters  an Erde angeschlossen, also erregt, so     dassl     die Steuerung weiterläuft, bis entweder an  irgend einer weiteren Stufe der Stromwäch  ter infolge zu grossen Ankerstromes ange  hoben bleibt oder aber eine     angesteuerte     Stufe erreicht ist. Durch entsprechende Aus  bildung der Beläge, die die Hebespule  steuern, kann man hierbei die Steuerung des       Stromwächtera.nkers    beliebig beeinflussen.

    Beispielsweise kann während des eigentlichen       Schaltmomentes,    in dem also der Anker an  die nächst höhere Stufe angeschaltet wird  und demzufolge eine Stromspitze vorliegt,  die zusätzliche Erregerspule     entregt    werden,  so dass auch bei einem normalen Anlauf der  Stromwächter nicht jedesmal angehoben       iiird,        sondern    nur, wenn ein     bestimmtes          Zeitintervall    später, sobald nämlich die Hebe  spule erregt -wird, noch eine übermässige  Stromstärke besteht. Hierzu werden etwa  die Strombeläge 6 so ausgebildet, dass sie  nur den obern Teil der in der Abbildung dar  gestellten Beläge bilden.

   Diese     Ausbildung     kann mit Vorteil auch nur bei einzelnen  Schaltstufen, etwa den ersten beiden, vor  gesehen werden, in denen ein Anhalten der    Steuerung nur in den seltensten Fällen er  forderlich sein wird.  



  Eine     weitere    Ausführungsform, bei der  die zusätzliche Erregung (die Hebespule 17)  durch den     Stromwächter    gesteuert wird, ist  in     Abb.    4 dargestellt, und zwar ist hier nur  der Stromwächter selbst     herausgezeichnet.     Wie ersichtlich, ist hierbei die Hebespule  des Stromwächters nicht mehr an Kontakt  finger der Kommandowalze geführt.. Es fällt  also hierdurch die entsprechende Reihe von  Strombelägen (19) weg. Der Anschluss der  Erregerwicklung an Erde ist über einen  Hilfsschalter geführt, der in dem dargestell  ten     Ausführungsbeispiel    unmittelbar mecha  nisch nach Art eines Schleppschalters von  dem Stromwächter gesteuert wird.

   Es wird  also hierbei, nach der durch das Spiel der       Schleppschaltvorrichtung    gegebenen Ver  zögerung, beim Anheben des     Stromwächter-          ankers    die Hilfserregung abgeschaltet, so     dass     der Stromwächter unabhängig von der Stel  lung der Kommandowalze abfällt, sobald     4i(1     kritische Stromstärke     unterschritten    ist.  



  Die Anwendung der Erfindung ist nicht.  auf die dargestellten     Ausführungsbeispiele          beschränkt.    Insbesondere kann sie     aueli        111     jeder beliebigen andern Art voll- oder     halb-          selbsttätiger        Steuerung    Anwendung     finden.     



  Hierbei wird der unnötige Zeitverlust er  spart, der bei den üblichen Steuereinrichtun  gen dadurch entsteht, dass die Bewegung     der     Einrichtung auf jeder Stufe     unterbrochen     wird und bei Vorliegen der     Voraussetzungen     für eine Weiterschaltung wieder einsetzt.  was also eine neuerliche Beschleunigung der  Schalteinrichtungen bedingt. Dies stellt   insbesondere im Hinblick auf das Erforder  nis einer grösstmöglichen Beschleunigung   gegenüber dem Bekannten einen     erheblichen     technischen Fortschritt dar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Automatische Steuerung für elektrische Fahrzeugmotoren, bei der der Steuervorgang willkürlich ausgelöst wird und hierauf selbsttätig unter Überwachung durch einen mit einer zusätzlichen Hebespule versehenen Stromwächter bis zu der jeweils angesteuer ten Schaltstufe durchsteuert, dadurch ge kennzeichnet, dass die zusätzliche Hebespule so gesteuert wird, dass der Stromwächter, so weit der zu überwachende Strom hinreichend abgesunken ist, bei dem Erreichen der Schalt stufe bereits abgefallen ist und so den Durchsteuervorgang nicht unterbricht. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Steuerung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Hebe spule jedesmal, wenn sich die Schaltein richtung annähernd in der Mitte zwischen zwei Schaltstufen befindet, erregt, jedoch bevor sich die Schalteinrichtung der nächsten Schaltstufe nähert, wieder ent- regt wird. 2.
    Steuerung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Kommandowalze eine Reihe von Belägen mit Zwischenräumen an den den eigentlichen Schaltstellen entsprechen den Stellen angeordnet sind, die über zu gehörige Kontaktfinger die durch den Stromwächter gesteuerten Kontakte über brücken, während eine zweite Reihe von schmaleren Belägen, von denen jeder etwa in der Mitte der einzelnen Beläge der an dern Reihe angeordnet ist, über zu gehörige Kontaktfinger den Erregerstrom kreis der zusätzlichen Hebespule schliesst. 3. Steuerung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Erregerkreis des Bremsrelais so wohl über Beläge der Kommandowalze, als auch über Ruhekontakte des Strom wächters an Erde gelegt ist. 4.
    Steuerung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass an der Kommandowalze an den den eigentlichen Schaltstellungen ent sprechenden Stellen weitere Strombeläge vorgesehen sind, über die bei angehobe nem Stromwächter ein elektrischer Brems kreis für den Antrieb der Steuereinrich tung geschlossen wird. 5. Steuerung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass der die Schalteinrichtung steuernde Stromwächter nur im Falle unzulässiger Stromstärke anspricht. 6.
    Steuerung nach Patentanspruch und Un- teranspriichen 1, 2 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die für ein Ansprechen des Stromwächters erforderliche Hilfs erregung so bemessen ist, dass sie nur zu sammen mit der Hauptstromerregung den Anker anheben kann. ?. Steuerung nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfserregung während der Dauer des Einschaltstromstosses in der Haupt stromspule abgeschaltet ist. B. Steuerung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfserregung durch den Stromwächter gesteuert ist.
CH148660D 1929-05-28 1930-04-07 Automatische Steuerung. CH148660A (de)

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