Schaltung für elektrische Wechselstrom-Heizvorrichtungen mit Heizschützen, insbesondere solche auf Lokomotiven und Triebwagen. Man regelt die elektrische Wechselstrom- heizung von Zügen meist dadurch, dass eine den äussern Witterungsverhältnissen ange passte dreistufige Heizschaltung vorgesehen ist, und zwar zum Beispiel: Stufe 1 mit 600 Volt Wechselstrom, Stufe 2 mit 800 Volt Wechselstrom, Stufe '8 mit 1000 Volt Wechselstrom. .
Die einzelnen Stufen werden durch soge- nannte Heizschütze geschaltet, die elektro magnetisch mittelst eines Heizschützkontr.ol- lers mit einer Steuerspannung von etwa 200 Volt gesteuert werden. Tritt in dem Heiz- kreis eine Überlastung oder ein Kurzschluss ein, so wird durch den Heizstromwandler der Heizstromauslöser zum Ansprechen gebracht, welcher auf die Auslösespule des Heizkr.eis- ölschalters einwirkt und diesen zum Abschal ten bringt.
Gleichzeitig verschwindet durch derartige Kurzschlüsse an dem kurzgeschlos senen Abschnitt des Heiztransformators die
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Spannung <SEP> und <SEP> damit <SEP> auch <SEP> die <SEP> Steuerspan nung. <SEP> Dadurch <SEP> werden <SEP> die <SEP> Zugspulen <SEP> der
<tb> Heizschütze <SEP> stromlos <SEP> und <SEP> diese <SEP> schalten <SEP> mit unter, <SEP> ehe <SEP> der <SEP> Ölschalter <SEP> ausgelöst <SEP> hat, <SEP> ab.
<tb> In <SEP> diesem <SEP> Falle <SEP> erfolgt <SEP> dann <SEP> die <SEP> Abschaltung
<tb> des <SEP> Kurzschlusses <SEP> nicht <SEP> mehr <SEP> durch <SEP> den <SEP> hier für <SEP> bestimmten <SEP> Ölschalter, <SEP> sondern <SEP> durch <SEP> die
<tb> Heizschütze.
<SEP> Da <SEP> diese <SEP> aber <SEP> für <SEP> Abschaltung
<tb> von <SEP> Kurzschlussleistungen <SEP> nicht <SEP> eingerichtet
<tb> sind, <SEP> werden <SEP> sie <SEP> stark <SEP> beschädigt <SEP> oder <SEP> zer stört.
<tb> Man <SEP> könnte <SEP> nun <SEP> die <SEP> Heizschütze <SEP> so <SEP> bauen,
<tb> dass <SEP> sie <SEP> kurzschlusssicher <SEP> sind, <SEP> muss <SEP> dann <SEP> aber
<tb> eine <SEP> Verteuerung <SEP> in <SEP> Kauf <SEP> nehmen. <SEP> Ander seits <SEP> ist <SEP> es <SEP> möglich, <SEP> die <SEP> Heizschütze <SEP> durch
<tb> eine <SEP> Gleichstromquelle <SEP> zu <SEP> steuern.
<SEP> Dies <SEP> er fordert <SEP> .eine <SEP> zusätzliche <SEP> Batterie <SEP> oder <SEP> eine
<tb> höhere <SEP> Inanspruchnahme <SEP> einer <SEP> etwa <SEP> bereits
<tb> vorhandenen.
<tb> Erfindungsgemäss <SEP> wird <SEP> das <SEP> Ausschalten
<tb> der <SEP> Heizschütze <SEP> bei <SEP> Kurzschluss <SEP> und <SEP> Aus- bleiben der Erregerspannung dadurch ver hindert, dass bei Kurzschlüssen in der Heiz- leitung die Heizschütze in der Schliesslage verriegelt werden, solange der Heizstrom einen zulässigen Wert überschreitet. Zu die sem Zwecke kann man an jedem Heizschütz einen Sperrmagneten vorsehen, der das Schütz so verklinkt, dass es bei fehlender Er regerspannung nicht ausschalten kann.
In der Abb. 1 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. t ist der Transformator, an dem fünf Anzapfungen vorgesehen sind, und zwar eine Steuerstromanzapfung von 200 Volt und drei Heizstromanzapfungen von 600, 800 und 1000 Volt und die Erdanzapfung. Zum Schalten des Heizstromes sind drei Schütze a, b, c angeordnet, von denen je eines durch den Schalter d gesteuert werden kann. An diesen Schützen sind ferner elektromagne tisch betätigte Riegel<I>e, f,</I> g angebracht, die mit Klinken<I>h, i, k</I> der Schütze zusammen arbeiten. Die Spulen für die Riegel<I>e, f, g</I> sind in Reihe geschaltet und an einen Strom wandler m im Heizstromkreise angeschlossen.
Im Heizstromkreis liegt ausserdem ein Strom wandler n, der den Heizstromauslöser o steuert; dieser legt die Auslösespule p des den Transformator schaltenden Ölschalters über s an eine besondere Steuerstromquelle, die ebenso wie der Ölschalter der Einfachheit halber in der Zeichnung nicht dargestellt ist.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende Von dem Heizstromwandler m oder von einem zusätzlichen Stromwandler n werden die drei in Reihe ,geschalteten Sperrmagnet spulen der Heizschütze a,<I>b,</I> c erregt. Der normale Heizstrom verursacht kein An sprechen der Sperrmagnete e,<I>f, g.</I> Steigt je doch der Heizstrom über den normalen Wert, so werden die Sperriegel e, f, g angezogen und das jeweilig eingeschaltete Schütz in der Einschaltlage festgehalten. Das Schütz kann also, solange der Kurzschluss besteht und der hohe Strom in der Heizleitung fliesst, nicht öffnen. Der Stromwandler n schliesst durch o den Stromkreis der Auslösespule p des Öl schalters, so dass dieser den Kurzschluss ab- schaltet.
Erst jetzt gibt der Sperrmagnet das Schütz a, b oder c frei und dieses schaltet in stromlosem Zustande aus.
Die Sperrmagnetspulen können bei neuen Ausführungen auch mit der Spule des Ileiz- stromauslösers in Reihe geschaltet werden. Diese Spule müsste dann entsprechend grösser bemessen sein als die übliche Ausführung. Bei bereits bestehenden Einrichtungen ist es vorteilhafter, einen besonderen Stromwandler vorzusehen, damit die Spulen der vorhande nen Auslöser nicht geändert zu werden brauchen.
Will man eine grössere Bemessung des vorhandenen Wandlers oder die Anordnung 'eines besonderen Wandlers vermeiden, so kann man die Sperrmagnetspulen parallel schalten und dabei die Schaltung derart aus führen, dass immer nur derjenige Sperr magnet eingeschaltet ist, welcher dem ein geschalteten Heizschütz entspricht. Man kann beispielsweise an jedem Heizschütz einen Hilfskontakt anordnen, der die Spule des zu- gehörigen Sperrmagnetes zwischen der Spule des Auslöserelais für den Ölschalter und der Sekundärwicklung des das Relais speisenden Transformators einschaltet.
Eine derartige Ausführung ist in Abb. 2 dargestellt.
Die einzelnen Teile haben dieselben Be zugszeichen wie die entsprechenden Teile der Abb. 1. Jedes der Heizschütze a, b, c besitzt ausser dem Hauptkontakt einen Hilfskontakt u bezw. v, ev. Die Sperrmagnetspulen liegen mit ihrem einen Ende ständig an der einen.
Klemme der Sekundärwicklung des Wand lers n' für den Heizstromauslöser o und mit der andern Klemme über die Hilfskontakte u, v, w an der Klemme des Auslöserelais 2c.
Wird beispielsweise die 800 Volt Stufe des Heizkreises eingeschaltet, dann zieht das Schütz b an, so dass dessen Hauptkontakt und der Hilfskontakt v geschlossen ist. Die Sperr magnetspule fliegt daher an den Klemmen des Stromwandlers n', so dass im Falle eines Kurzschlusses der Riegel angezogen ist und dadurch das Schütz i sperrt, welches daher nicht ausschalten kann, solange der Kurz- schlussstrom fliesst.
Erst wenn durch Schlie ssung des Kontaktes des Heizstromauslösers o der Transformator t von der Spannung ab geschaltet wird, wird auch der Heizkreis r und der Stromwandler n' stromlos, so dass die Sperrmagnetspule abgeregt wird und der Riegel da.s Heizschütz freigibt.
Man kann auch die besonderen Hilfskon takte u, <I>v, w</I> fortlassen und sämtliche Sperr magnetspulen unabhängig von der Stellung des zugehörigen Heizschützes mit. dem Strom wandler in Parallelschaltung verbinden.