Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung fünfseitig geschlossener Hohlsteine. Das Hauptpatent behandelt ein Verfahren zur Herstellung fünfseitig geschlossener Hohl ziegel (Hohlbacksteine), wobei die Hohlräume getrennt von der sonstigen, auf der Strang- presse erfolgenden Formgebung des Steines in einem bereits abgeschnittenen Strangstück durch ein oder mehrere, nur teilweise in das selbe ein-dringende Werkzeuge hergestellt werden.
Man arbeitet dabei vorteilhaft in der Weise, dass man die Werkzeuge in grösserer Zahl gleichzeitig in eine ganze Gruppe von Ziegeln eindringen lässt, um mit der Leistung der Strangpresse Schritt halten zu können. Bei Vereinigung der abgeschnittenen Ziegel zu der Gruppe wurden dieselben mittelst einer besonderen Vorrichtung um<B>900</B> gewendet, so dass die Werkzeuge gegen die Schnitt flächen der Ziegel zur Wirkung kamen. Man erzielte dadurch den statisch wichtigen Vor teil, dass beim späteren Vermauern der Steine mit senkrechter Stellung der Hohlräume die Belastungsrichtung mit der Pressdruckrichtung zusammenfällt.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine weitere Ausbildung des Verfahrens und der Vorrichtung zur Herstellung fünfseitig ge schlossener Hohisteine gemäss dein Haupt patent und bezweckt eine Vereinfachung des Verfahrens, indem die Hohlräume durch un mittelbar in den aus der Presse austretenden Strang stirnseitig eindringende, hin- und her gehende Werkzeuge ausgearbeitet werden.
Die grösste Vereinfachung des Vorganges Lind der Bauart der Vorrichtung kann erzielt wer den, wenn unterhalb eines nach abwärts ge richteten Mundstückes einer Strangpresse auf- und niedergehende Werkzeuge angeordnet sind, da die abgeschnittenen Hohlziegel als dann in beliebiger Richtung mittelst aufein- anderfolgender Rahmen fortlaufend und öelbst- tätig abgeführt werden können.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Vorrichtung gemäss der Erfindung in ihren wesentlichen Teilen sche matisch in den einzelnen Arbeitsphasen bei spielsweise veranschaulicht. <B>1</B> ist das nach abwärts gerichtete Mund stück, 2 der austretende Strang,<B>3</B> die Ab- schneidevorrichtung, die sich knapp vor der Mundstücköffnung befindet. Unterhalb der selben und in der den anzubringenden Hohl räumen entsprechenden Stellung sind zwei Bohrwerkzeuge 4 angeordnet, die zylindrische Form besitzen und durch einen geeigneten Antrieb ständig in Drehung sowie in auf- und niedergehende Bewegung versetzt werden.
Sie treten hierbei durch den zur Abführung der abgeschnittenen Ziegel dienenden Rahmen <B>5</B> hindurch. Der aus dem Mundstück austre tende Strang und die Werkzeuge wirken zum Beispiel folgendermassen zusammen.
In Fig. <B>1</B> befinden sich die Rohrwerkzeuge 4 in der tiefsten Stellung, während der Strang 2 gerade auszutreten beginnt. Bei der Stel lung nach Fig. 2 haben die Werkzeuge ihre höchste Stellung erreicht, wobei sie die Stirn seite des inzwischen etwas weiter vorgerück- ten Stranges gerade berühren.
Die sich dre henden Werkzeuge verbleiben nun vorüber gehend am Ort, so dass sich der vorrückende Strang gewissermassen über dieselben schiebt (Fig. <B>3).</B> Sobald die Stirnseite des Stranges einen Abstand von der ortsfesten Schneidvor- richtung <B>3</B> hat, der der Höhe des herzustel lenden Ziegels entspricht, kommt die Sebneid- vorrichtung rasch zur Wirkung, wobei gleich zeitig die Werkzeuge 4 schneller als der Strangvorschub in ihre untere Stellung zurück kehren.
Die Böden der Hohlräume<B>6</B> liegen in einem Abstand unterhalb der Schneidvor- richtung, der der Dicke der vollen Abschluss- wand entspricht, (Fig. 4). In dieser Figur ist der Augenblick festgehalten, wo die Schneid- vorrichtung noch nicht ganz durch den Strang gedrungen ist.
Der abgeschnittene Ziegel<B>7</B> (Fig. <B>5)</B> fällt um eine geringe Höhe auf den Transportrahinen <B>6</B> herab, wobei gleichzeitig die Schneidvorrichtung rasch in ihre Rruhe- Jage (Fig: <B>1-3)</B> zurückkehrt. Der auf dem Rahmen ruhende Ziegel bewegt sich mit dem Rahmen um ein Feld desselben weiter, wo durch Platz für den weitern Austritt des Stranges geschaffen wird, von dem ein neuer Hohlziegel in der oben beschriebenen Weise abgeschnitten wird.
Die Bewegungsvorgänge können natur gemäss Abänderungen erfahren, indem zum Beispiel der Strang und die bereits einge drungenen Werkzeuge gegeneinander gerich tete Bewegungen ausführen. In allen Fällen müssen natürlich die Vorschubgeschwindig- keit des Stranges, die Hubhöhe und die Hub geschwindigkeit der Werkzeuge und die Schneidbewegung miteinander in Einklang gebracht werden, um einen bestimmten Hohl ziegel herzustellen. Bei unrundem Querschnitt der Hohlräume werden naturgemäss nicht drehende Werkzeuge verwendet.
Gemäss der Erfindung können Hohlziegel von einwandfreier Beschaffenheit mit einseitig verschlossenen Hohlräumen ohne Beeinträch tigung der Leistung der Strangpresse in einem einzigen Arbeitsgang fortlaufend erzeugt werden.