CH148732A - Teerdachpappe und Verfahren zur Herstellung derselben. - Google Patents
Teerdachpappe und Verfahren zur Herstellung derselben.Info
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Description
Teerdachpappe und Verfahren zur Herstellung derselben. Nach dem bekannten und allgemein be nutzten Verfahren zur Herstellung von Teerdachpappe wird Lumpenpappe in Form von rollbaren Streifen mit einer bituminösen Masse, zum Beispiel mit abdestilliertem war mem, geschmolzenem Steinkohlenteer oder sonstigem Weichpech, getränkt.
Die -Pappe wird dabei vollkommen von der Tränkungs- Masse durchdrungen und in einem einzigen Arbeitsgang auf der Oberfläche noch mit einer Deckschicht derselben Tränkungsmasse versehen; durch Abstreiten der Oberfläche der noch warmen, durchtränkten und mit der Deckschicht versehenen Pappe mit grobkör nigem Sand wird das Zusammenkleben der Teerdachpappe beim Aufrollen und im zu sammengerollten Zustande verhindert.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine im Vergleich zu dem so hergestöllten bekannten Erzeugnis verbesserte Teerdach pappe und ein Verfahren zur Herstellung derselben. Auch die verbesserte Dachpappe besteht aus einem rollbaren Streifen Lumpen pappe, die vollkommen von der Tränkungs- masse aus Weichpech durchdrungen ist; un ter Weichpech soll hier in erster Reihe ein Steinkohlenteerweichpech verstanden werden. Statt dessen können aber auch andere bitu minöse Massen, zum Beispiel Asphalt mischungen von ähnlichen Eigenschaften Verwendung finden.
Die auf die getränkte Lumpenpappe aufgebrachte Deckschicht be steht ans einer Mischung von Weichpech masse mit feingemahlenen, als Füllmittel dienenden Füllstoffen, wie Kreidepulver, Schiefermehl, Specksteinmehl, Asbestmehl, gemahlener gieselgur, Braunkohlenstaub. Holzkohlepulver, für sich oder Mischungen derselben, welchen Füllstoffen auch pulver förmiger, gelöschter Kalk zugesetzt seid kann. Diese Mischung besitzt im Vergleich zu der Tränkungsmasse eine geringe Klebrig keit, sie ist widerstandsfähiger gegen )Vetter- einflüsse jeglicher Art;
als Aufstreiimittel kann sowohl Sand, wie bisher bei Herstel lung der Dachpappe üblich, als auch Tal kumpulver oder ein ähnlicher klebwidriger, gepulverter Mineralstoff Verwendung fin den; diese letzteren, die Klebrigkeit der Deckschicht beseitigenden Aufstreumittel be wirken eine bessere Isolierung der Dachpappe beim Aufrollen, so dass die Fläche auch ohne die bei der bekannten Teerdachpappe not wendige Besandung nicht aneinander haftet.
Vor allen Dingen besitzt aber die Mischung aus Weichpech und feingemahlenen Füll stoffen im Vergleich zu dem in ihr enthal tenen Weichpech selbst eine grössere Spanne zwischen Erweichungspunkt und Brech- punkt. Im Gegensatz zu der bekannten,
für die verschiedenen Verlegezeiten mit Trän- k-ungsmassen von verschiedenen Brechpunk- ten hergestellten Teerdachpappe ist die neue Teerdachpappe bei Verwendung einer für Jahreszeiten gleichbleibenden Tränkungs- masse, die zweckmässig den für die kälteste Jahreszeit brauchbaren tiefen Erweichungs- punkt besitzt, und bei Anpassung des Brech punktes der Deckmasse mit genügend hohem,
bis zu 40 bis 50 % und selbst noch etwas mehr betragendem Gehalt an feingemahlenen Füllstoffen an den Brechpunkt der Trän lungsmasse, bei jeder praktisch in Betracht kommenden Temperatur verlegbar; sie kann deshalb in jeder Jahreszeit in einer für alle efahreszeiten brauchbaren Beschaffenheit nach demselben Verfahren aus den gleichen Materialien hergestellt werden.
Bei dem Verfahren zur Herstellung der neuen Teerdachpappe wird zunächst die Lumpenpappe in Form rollbarer Streifen mit der geschmolzenen Tränkungsmasse behan- d elt und darauf mit der von der Tränkungs- masse verschiedenen Deckmasse überzogen.
Die Deckmasse besteht aus Weichpech mit Zusatz einer solchen Menge der feingemah lenen Füllstoffe, dass dadurch der Erwei- chungspunkt und Brechpunkt des in der Mi schung enthaltenen Weichpechs in der an- gegebenen,für die neue Teerdachpappe cha rakteristischen Weise beeinflusst wird. Wenn e. im Einzelfall notwendig ist,
kann der Er- weichungspunkt und der Brechpunkt der Deckmasse durch Zusatz von wenig Lösunga- mittel, zum Beispiel von schwer flüchtigen Teerölen, etwas erniedrigt werden.
<I>Ausführungsbeispiele. des</I> Verfahrens: 1. Steinkohlenteerweichpech mit einem Erweichungspunkt von<B>30'</B> (nach Krämer - Sarnow) und einem Brechpunkt von<B>+7'</B> wird mit @:2.0% feingemahlener Kreide ver mischt.
Diese Masse wird dann auf die ge tränkte Lumpenpappe als Überzugsschicht aufgetragen und hierauf besandet. Der Er- weichungspunkt der Mischung ist 33, der Brechpunkt der Mischung ist etwas unter +7 .
2. Steinkohlenteerweichpech von einem Erweichungspunkt von 30 und einem Brech- punkt von -I- 7 wird mit 40 % gemahlener Kreide vermischt und dieses Gemisch in der gleichen Art zwecks Herstellung des Über zuges verwendet. Der Erweichungspunkt der Mischung ist auch in diesem. Falle be achtlich höher als .30 .
Wird die Überzugs -masse durch Zumischung eines Steinkohlen teererzeugnisses von niedrigerem Erwei- chungspunkt wieder auf den ursprünglichen Erweichungspunkt von 30 gebracht, so ist der Brechpunkt der Mischung etwa 0 .
Versuche haben ergeben, dass der Fein heitsgrad der pulverförmigen Füllstoffe, die zur Herstellung der Deckmasse verwendet werden, für den Effekt von wesentlichem Einfluss ist. Die Füllstoffe besitzen zweck mässig, zum Beispiel bei den in den Ausfüh rungsbeispielen gekennzeichneten Verfahren, eine Feinheit, bei der auf dem 900er Ma schensieb (0,2 mm Durchmesser) höchstens 5 % und auf dem 4900er Maschensieb (0,09 mm Durchmesser) höchstens 26 % Rückstand verbleiben.
Ausser der sehr gut verwendbaren Kreide dieses Feinheitsgrades und den andern schon genannten mineralischen Füllstoffen für die Deckmasse kommen auch feingemahlene oder staubförmige Stoffe organischer Natur, wie Braunkohlenstaub und Holzkohlepulver, als Bestandteil der Deckmasse in Betracht. Es hat sich ferner gezeigt, dass die Halt- li:
1,rkeit der so hergestellten Teerdachpappe noch dadurch erhöht werden kann, wenn bei Verwendung einer Deckmasse aus abdestil- liertem Steinkohlenteer und feingemahlenen Füllstoffen in den obern Teil der Deck schicht feingemahlene mineralische Stoffe, zum Beispiel Talkum- und Specksteinmehl, eingewalzt werden. Man erreicht hierdurch zweierlei, erstens die bessere Isolierung der Dachpappe beim Aufrollen, so dass die Flä chen auch ohne die bei der bekannten Teer dachpappe notwendige Besandung nicht an einander kleben.
Die Deckschicht der neuen Dachpappe braucht nur mit Talkumpulver oder Speck steinmehl oder einem ähnlichen minera lischen. glättenden Pulver bestreut zu wer den; das ist von Vorteil, weil dadurch die Dachpappe ein schöneres Aussehen erhält, weil sie sich besser mit farbigen Anstrichen versehen lässt und weil sie ein erheblich ge ringeres Gewicht hat als die mit Sand be streute Dachpappe, so dass Ersparnisse an Frachtkosten beim Versand der Pappe ent stehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Teerdachpappe aus rollbaren Streifen von Lumpenpappe, die mit Weichpech durch tränkt ist, gekennzeichnet durch eine aus einer Mischung von Weichpech und fein gemahlenen Füllstoffen bestehende Deck schicht, welche mit einem Abstreumittel abgestreut ist. Il.Verfahren zur Herstellung von Teerdach pappe gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die getränkte Lum penpappe mit einer Deckschicht aus Weichpech mit einem den Erweichungs- punkt desselben erhöhenden Gehalt an feingemahlenen Füllstoffen versehen und die Oberfläche der Deckschicht mit einem mineralischen Abstreumittel be deckt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1..Teerdachpappe nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zum Tränken der Lumpenpappe dienende Weichpech den für die niedrigste Ver- legetemperatur genügend tiefen Brech- punkt von unter 0 hat und die Weich pechmasse der Deckschicht einen diesem Brechpunkt der Tränkungsmasse etwa gleichen Brechpunkt besitzt, während der Erweichungspunkt der Deckmasse durch einen so hohen Gehalt an feingemahlenen Füllstoffen heraufgesetzt ist,dass die Vergrösserung der Spanne zwischen Er- weichungs- und Brechpunkt erreicht wird. 2. Teerdachpappe gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Ober fläche der Deckschicht mit feingemah lenen mineralischen Stoffen abgestreut ist. 3. Teerdachpappe nach Patentanspruch 1. dadurch gekennzeichnet, da.ss die Ober fläche der Deckschicht mit Talkumpul- ver abgestreut ist. 4.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass zur Herstel lung der Deckmasse aus Weichpech und feingemahlenen Füllstoffen, Füllstof fe einer Feinheit verwendet werden, bei der auf dem 9UOer Maschensieb höchsten 5 % und auf dem 49.OOer Maschensieb höchstens 25 % Rückstand verbleiben. 5. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, da.ss in den obern Teil der Deckschicht feingemahlene. mineralische Stoffe eingewalzt werden.
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