CH148822A - Reinigungsverfahren für Magnesium und seine Legierungen. - Google Patents
Reinigungsverfahren für Magnesium und seine Legierungen.Info
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Description
Beinigungsverfahren für Magnesium und seine Legierungen. Es ist bereits versC'hiedentlich versucht worden, eine Erhöhung der Korrosionsfestig keit von Magnesium und seinen Legierungen durch Reinigungsverfahren herbeizuführen. Diese Verfahren verfolgen jedoch ausschliess lich das Ziel, salzartige oder oxydische Ver unreinigungen aus dem Metall durch Um schmelzen mit Flussmitteln zu entfernen.
Das hierbei gewonnene, an sich scheinbar reine Metall entspricht jedoch bezüglich seiner Korrosionsfestigkeit noch nicht in jeder Be- ziebung den Anforderungen, die sich aus der von Jahr zu Jahr steigenden industriellen Verwendung der Magnesiumlegierungen er geben.
Es hat sich nun überraschenderweise ge zeigt, dass diese verhältnismässig geringe Kor rosionsfestigkeit nur zum kleinen Teil eine eigentümliche Eigenschaft des Magnesiums selbst darstellt, vielmehr in hohem Grade durch die Gegenwart von geringen Merigen (Wenigen hundertstel Prozenten) Eisen und andern unlöslichenVerunreinigungen von nicht salzartigern Charakter in feiner Verteilung bedingt wird. Im folgenden wird nur von "Eisen" gesprochen, wobei aber auch an diese andern Verunreinigungen gedacht ist.
Es ist bereits lange bekannt, dass Eisen sich als Legierungsbestandteil in die hoch prozentigen Magnesiumlegierungen nicht ein führen lässt und auch mit Magnesium alleiti keine Legierung bildet. Trotzdem finden sich in diesen Metallen fast stets sehr geringe Mengen Eisen in ausserordentlich feinerVer- teilung, welche entweder aus den Rohstoffen stammen oder durch Legierungsbildner, wie Aluminium, Zink oder Silizium, die stets geringe Mengen Eisen, meist in Form von Eisenverbindungen., als Verunreinigungen enthalten, eingeschleppt werden. Diese Eisen teilchen bleiben infolge ihrer sehr geringen Grösse im Metall suspendiert.
An der Ober fläche von derartigem Metall bilden sich in Gegenwart von Wasser oder wässerigen Lö- sungen galvanische Lokalelemente, die züi stärkerer Korrosion Anlass geben.
Die vorliegende Erfindung besteht nun darin, die Verunreinigungen, insbesondere Ei sen, dadurch aus dem Metall zu entfernen, dass man das im Schmelzfluss mit Reinigungs stoffen behandelt, die nach vorausgehender Lösung durch Temperaturerhöhung bei der Abkühlung aus dein Schmelzfluss primär aus kristallisieren und dabei die Verunreinigun gen umhüllen, worauf die Primärkristalle samt den von ihnen umhüllten Verunreini gungen von der verbleibenden Schmelze ge trennt werden. Diese Trennung kann am einfachsten durch Absitzenlassen erfolgen.
Der Eisengehalt der verbleibenden Schmelze erweist sich nunmehr als wesentlich verrin gert, wenn nicht überhaupt völlig entfernt. Eine möglichst weitgehende Entfernung der sich ausscheidenden eisenhaltigen Primär kristalle aus der Schmelze ist anzustreben, da auch diese die Korrosionsbeständigkeit des Metalls, wenn auch in einem der Grössen ordnung nach geringeren Masse als freies Eisen, nachteilig beeinflussen können.
In der Praxis erweist es sich als vorteil haft, diese R6inigungsstoffe in fein verteil ter Form dem flüssigen Metall zu setzen.
Zum Beispiel wird durch Behandlung mit Silizitim in Mengen oberhalb der eutek- tischen Konzentration bereits ein wesentlicher Prozentsatz des Eisens aus dem Metall ent fernt. Noch erheblich bessere Ergebnisse werden bei Verwendung von Mangan erzielt. Hierbei gelingt die Entfernung des Eisens zum weitaus überwiegenden Teil.
Die etwa in der Schmelze verbleibenden verschwindend kleinen Eisenmengen, die überdies an Man gan gebunden sind (im allgemeinen zusam- inen weniger als 0,2%), sind nicht mehr imstande, die KO1T08iOnSfestigkeit des Metalls merkbar ungünstig zu beeinflussen.
<I>Beispiel:</I> <B>100 kg</B> einer Magnesiumlegierung mit 7-10% Fremdmetallen werden geschmolzen und auf eine Temperatur von etwa<B>9000</B> C gebracht. Alsdann werden<B>1,5 kg</B> fein ge- mahlenes Mangan zür Schmelze gefügt und gründlich während<B>15</B> Minuten mit dieser verrührt. Hiernach wird die Temperatur auf <B>7000 C</B> gesenkt und das Metall während zwei Stunden bei dieser Temperatur in Ruhe gehalten. Während dieser Ruhezeit setzt sieh der grösste Teil des Mangans und Eisens am Boden des Schmelzgefässes ab.
Die Schmelze wird dann von den am Boden des Schweiz gefässes angesammelten Verunreinigungen ab gegossen. Der Eisengehalt der Legierung, der ursprünglich 0,08 % betrug, ist jetzt 0,02/o, und der Mangangehalt übersteigt nicht 0,2 Oio.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH <B>1:</B> Verfahren zur Entfernung von Verun reinigungen, insbesondere Eisen, aus Mag nesium und hochprozentigen Magnesiumle- gierungen, dadurch gekennzeichnet, dass man das Metall im Solinielzfluss mit Reinigungs stoffen behandelt, die nach vorausgehender Lösung durch Temperaturerhöhung bei der Abkühlung aus dem Schmelzfluss primär aus kristallisieren und dabei die Verunreinigun gen umhüllen, worauf die Primärkristalle samt den von ihnen umhüllten Verunreini gungen von der verbleibenden Schmelze ge trennt werden.UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als ReiDigungs- stoff Silicium verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man als Reinigutigs- stoff Mangan verwendet. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die Verunreini gungen von der verbleibenden Schmelze durch Absitzenlassen trennt.PATENTANSPRUCH II: Magnesiumlegierung hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch einen Gehalt von weniger als <B>0,03</B> 'I/o Eisen.<B>-</B> UNTERANSPRüCHE: 4. Magnesiumlegierung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch gleichzeitige An wesenheit von geringen Mengen Mangan. <B>5.</B> Magnesiumlegierung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch gleichzeitige Anwesenheit von geringen Mengen Sili cium.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH148822D CH148822A (de) | 1929-01-02 | 1929-11-26 | Reinigungsverfahren für Magnesium und seine Legierungen. |
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| CH (1) | CH148822A (de) |
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