CH148823A - Hartlegierung und Verfahren zu ihrer Herstellung. - Google Patents
Hartlegierung und Verfahren zu ihrer Herstellung.Info
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Description
Hartiegierung und Verfahren zu ihrer Herstellung. Die Legierungen nach Art des Stellits, das heisst auf der Grundlage Kobalt, Chrom, Wolfram und Kohlenstoff, gegebenenfalls noch unter Zusatz anderer Metalle, wie Mo lybdän, Nickel, Eisen, Mangan usw., haben bekanntlich neben andern technisch wert vollen Eigenschaften einen sehr hohen Ver- schliesswiderstand; deshalb werden sie auch für Maschinenteile benutzt, die stark auf Verschleiss beansprucht werden. Ihre Über legenheit gegenüber den andern Werkstoffen, beispielsweise legierten Stählen, die für den gleichen Zweck in Frage kommen können, ist allgemein anerkannt.
Es ist ferner bekannt, dass durch eine Änderung der Giess- und Ab kühlungsbedingungen die Gefügeausbildung dieser Legierungen innerhalb gewisser Gren zen beeinflusst werden kann. Auf die Eigen schaften der fertigen Legierung ist das in sofern von Einfluss, als Güsse mit grobem Korn spröder sind als feinkörnige. Darüber hinaus hat man bisher keinen Einfluss der Giessbedingungen auf die Eigenschaften der fertigen Gussstücke festgestellt, und ganz be sonders hat man es als eine wesentliche Eigenschaft dieser Legierungen betrachtet, dass ihr Gefüge völlig stabil ist und durch keine irgendwie geartete Wärmebehandlung verändert werden kann.
Im Gegensatz zu den bisherigen Beob achtungen haben'die Erfinder gefunden, dass die Eigenschaften der stellitartigen Legie rungen, insbesondere ihr Verschleisswider stand, in sehr weiten Grenzen verändert wer den können, wenn die Gussstücke Graphit ent halten, einen Gefügebestandteil, der bisher bei Stelliten überhaupt noch -unbekannt war.
Gegenstand der Erfindung ist demnach eine durch Zusammenschmelzen gewonnene Hartlegierung nach Art des Stellits, das heisst auf der Grundlage Kobalt, Chrom, Wolfram und Kohlenstoff, gegebenenfalls noch unter Zusatz anderer Metalle, wie Mo lybdän, Nickel, Eisen, Mangan usw., welche einen Teil des Kohlenstoffes als Graphit enthält. Die Graphitausbildung kann durch An wendung eines hohen Kohlenstoffgehaltes von über etwa 2%, durch verzögerte Abküh lungsgeschwindigkeit oder auch durch An wendung einer Wärmebehandlung bei der erstarrten Legierung erreicht werden.
Ein Beispiel der , Abnahme des Ver schleiss bei einer stellitartigen Legierung mit Graphitgehalt zeigt die ausgezogene Kurve der beigefügten Abbildung. Zum Ver gleich ist die Sklereoskop- und Brinellhärte des Materials mitgeteilt. Auf der Abszisse ist der Kohlenstoffgehalt in % aufgetragen.
Die in vollen Linien ausgezogene Kurve be zieht sich auf den Verschleiss, die kurz ge strichelte Linie auf die Skleroskophärte und die lang gestrichelte Linie auf die Brinell- härte. Von den beiden links von den Kur ven angegebenen Zahlenkolonnen gibt die erste die Zahlen für die Skleroskophärte und die zweite die Brinellhärte H5/750/30 an. Die rechts von der Kurve angegebenen Zah len geben den Verschleiss in gr/cm2 an..
Es zeigt sich, dass der Verschleiss bereits bei Graphitgehalten vermindert wird, die auf die Härte noch keinen erniedrigenden Einfluss ausüben.
War die Gegenwart von Graphit in stellitartigen Legierungen schon an sich überraschend, so war es noch mehr die Fest stellung, dass die Bildung von Graphit auf ähnliche Art befördert werden kann wie bei gewöhnlichem Roheisen.
So kann ein hoher Graphitgehalt dadurch erzielt werden, dass man, ähnlich wie es bei Gusseisen geschieht, die Erstarrungs- und Abkühlungsgeschwin digkeit nach dem Guss durch zweckmässige Wahl der Gusstemperatur, sowie Temperatur, Ausbildung und Material der Gussform stark verzögert. Eine weitere Massnahme zur Erzie lung eines hohen Graphitgehaltes besteht dar in, den Kohlenstoffgehalt so hoch zu wählen, dass auch bei schnellerer Abkühlung ein Teil als Graphit abgeschieden wird. Erfahrungs gemäss ist dies der Fall, wenn der Kohlen stoffgehalt 2 % überschreitet.
Schliesslich kann die Abscheidung des Graphits auch in der erstarrten Legierung noch dadurch her- beigeführt werden, dass die Stücke auf eine Temperatur von über<B>700'</B> gebracht, bei die ser Temperatur eine Zeit lang gehalten und dann sehr langsam abgekühlt werden. Je nie driger die Glühtemperatur ist, um so längere Glühdauer ist erforderlich.
Die Hartlegierung gemäss der Erfindung, welche einen Teil des Kohlenstoffes als Gra phit enthält, kann also auf sehr verschiedene Weise erhalten werden.
Claims (1)
- -PATENTANSPRÜCHE: I. Hartlegierung nach Art des Stellits, welche einen Teil des Kohlenstoffes als Graphit enthält. . II. Verfahren zur Herstellung der Hart legierung nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass' die Bildung von Graphit durch Beeinflussung der Temperatur der Legierung gefördert wird. UNTERANSPRüCHE: 1. Hartlegierung nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehr als etwa 2 % Kohlenstoff enthält. 2.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Abküh- lungsgeschwindigkeit bei dem Guss ver- verzögert wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die erstarrte Legierung einer Erhitzung unterworfen wird. 4. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass die Giess temperatur, sowie Temperatur, Ausbil dung und Material der Gussform so ge wählt werden, dass eine langsame Abküh lung erzielt wird. 5.Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Erhitzung bei einer Temperatur von über<B>700'</B> er folgt und das Material, nachdem es eine Zeit lang auf dieser Temperatur gehalten ist, langsam abgekühlt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE148823X | 1929-03-26 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH148823A true CH148823A (de) | 1931-08-15 |
Family
ID=5672959
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH148823D CH148823A (de) | 1929-03-26 | 1930-03-10 | Hartlegierung und Verfahren zu ihrer Herstellung. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH148823A (de) |
-
1930
- 1930-03-10 CH CH148823D patent/CH148823A/de unknown
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