CH148881A - Vorrichtung zum Dämpfen der Seilschwingungen von Freileitungen. - Google Patents

Vorrichtung zum Dämpfen der Seilschwingungen von Freileitungen.

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CH148881A
CH148881A CH148881DA CH148881A CH 148881 A CH148881 A CH 148881A CH 148881D A CH148881D A CH 148881DA CH 148881 A CH148881 A CH 148881A
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Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  Vorrichtung zum Dämpfen der Seilschwingungen von Freileitungen.    Zur Verminderung der bei Freileitungen  auftretenden mechanischen Seilschwingungen  ist vorgeschlagen worden, mechanisch schwin  gungsfähige Gebilde an der Leitung aufzu  hängen. Diese Gebilde werden durch die  Seilschwingungen ebenfalls zu Schwingungen  erregt. Sie sind so eingerichtet, dass sie die  Schwingungen der Leitung verstimmen oder  dämpfend auf sie einwirken.  



  Nach einem der vorliegenden Vorschläge  soll eine ringförmige     blasse,    die die Leitung  umgibt, durch Federn mit ihr verbunden  sein. Diese Vorrichtung erzeugt nahezu keine  Dämpfung; sie kommt nur für einen äusserst  engen Frequenzbereich in Frage und macht  ausserdem Schwierigkeiten beim Anbringen  an der Leitung.  



  Ein weiterer Vorschlag geht dahin, ein  kurzes Stück des Leitungsseils in seiner  Mitte an der Leitung so zu befestigen, dass  die beiden Enden des Seilstückes frei schwin  gen können. Die Enden sind mit schweren    Massen versehen. Diese Vorrichtung wirk  ebenfalls nur mit einem verhältnismässig  kleinen Frequenzbereich; ausserdem ist die  Dämpfung nur gering und bei den verschie  denen Vorrichtungen trotz gleicher Länge     dea     verwendeten Seilstückes häufig verschieden  und unbestimmt.  



  Durch die Erfindung werden die Vorrich  tungen zum Dämpfen der Seilschwingungen  mit Hilfe eines an der Leitung befestigten  schwingungsfähigen Gebildes verbessert.  



  Erfindungsgemäss enthält die Vorrichtung  einen an der Leitung aufgehängten Behälter  und einen gegenüber dem Behälter bewegli  chen Kolben und erzeugt bei Bewegungen  beider Teile gegeneinander eine dämpfende  Luftreibung.  



  Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungs  beispiele der Erfindung im Schnitt dargestellt.  In     Abb.    1 ist 1 die Freileitung, 2 der daran  aufgehängte Luftbehälter und 3 der im Be  hälter bewegliche Kolben. Der Kolben ist auf      einer Führungsstange 4 gelagert und mit dem  Gehäuse durch eine schraubenförmige Feder  verbunden. Man kann auch je eine Feder  auf jeder Seite des Kolbens anordnen. Die  Führungsstange 4 ist im Boden des Behälters  2 und in dem abgedichteten Deckel 6 befe  stigt. Ihr oberes Ende ist durch ein Kardan  gelenk 7 oder dergleichen und eine Klemme  8 an der Freileitung 1 aufgehängt. Das Be  hälterinnere ist nach aussen dicht abgeschlos  sen und enthält keine nach aussen dringenden  beweglichen Teile.  



  Der scheibenförmige Kolben 3 bildet die  schwere Masse, die in Verbindung mit der  Feder 5 ein schwingungsfähiges Gebilde dar  stellt. Der Kolben. 3 ist mit Spiel in dem  möglichst leichten Gehäuse 2 gelagert oder  mit Löchern versehen, so dass die Luft beim  Bewegen des Kolbens auf die jeweils andere  Kolbenseite treten kann und die Bewegungen  dämpft.  



  Die Vorrichtung wird in einigen Metern  Entfernung von der Tragklemme an der Lei  tung aufgehängt. Treten Seilschwingungen  auf, so schwingt der Dämpfer mit. Dabei hat  die schwere Masse 3 infolge ihrer Trägheit  das Bestreben, hinter den Schwingungen des  Topfes 2 zurückzubleiben. Sie gerät dadurch  in Schwingungen. Federung, Masse und Luft  reibung sind so bemessen, dass     die-Schwin-          gungen    der Vorrichtung den Seilschwingungen  entgegenwirken und diese dämpfen. Dabei  wird ein Teil der Schwingungsenergie durch  die Luftreibung in Wärme umgesetzt und  vernichtet.

   Die Dämpfung kann infolge der  Anwendung von Luft ohne Schwierigkeit so  eingerichtet werden, dass die ,Schwingungen  an der Aufhängestelle nicht so stark gedämpft  werden, dass hier eine     Refiektionsstelle    ent  steht, die zu Überbeanspruchungen führen  könnte.  



  Es hat sich gezeigt, dass für die Wirkung  der Vorrichtung hauptsächlich die mit der  Leitung durch eine Federung verbundene  Masse, weniger aber die übrige an der Lei  tung befestigte Masse massgebend ist. Um  nun die weniger wirksame oder sogar störende  Masse der Vorrichtung möglichst klein zu    halten, kann man gemäss     Abb.    2 das Gehäuse  2 als schwere Masse ausbilden. In diesem  Falle besteht der Kolben 3 aus einer dünnen  Scheibe. Er ist mit der Leitung fest durch  die Stange 4 verbunden und entsprechend       Abb.    t durch eine Feder 5 gegen das Ge  häuse abgestützt. Treten Schwingungen auf,  so behält der Kolben 3 seine Lage in verti  kaler Richtung gegenüber der Leitung 1 bei,  während das Gehäuse 2 in Schwingungen  gegenüber Leitung 1 gerät.

   Das unwirksame  Gewicht, das nur aus der Stange 4 und dem  dünnen Kolben 3 besteht, ist bei dieser An  ordnung wesentlich kleiner als bei der in       Abb.    1. dargestellten.  



  Die Bestimmung der Grösse der Massen,  Federungen und Dämpfungen lässt sich auf  rechnerischem oder empirischem Weg durch  führen. Die Rechnung kann unter Zugrunde  legung der Schwingungsgleichung und des  bekannten Bereiches der entstehenden Schwin  gungen, sowie den bekannten Konstanten der  Freileitung davon ausgehen, dass an den Ein  spannstellen des Seils nur ein bestimmter  maximaler     Ausschlagwirikel        bezw.    eine be  stimmte Höchstamplitude an der Aufhänge  stelle der Vorrichtung zugelassen sein soll.  Daraus ergeben sich die andern notwendigen  Werte. Man kann aber auch die geeigneten  Vorrichtungen durch Versuche bestimmen.

    Zu diesem Zweck kann man zum Beispiel  eine Vorrichtung so ausbilden, dass die Span  nung der verwendeten Feder einstellbar oder  die Luftreibung durch ein Ventil im Gehäuse  veränderbar oder eine zusätzliche Belastung  der schwingenden Masse möglich ist. Die  durch Versuche ermittelte günstige Vorrich  tung kann dann als Ausgang für die Her  stellung weiterer Vorrichtungen dienen, die  nunmehr nicht mit Ventilen und den für die  Versuche notwendigen Hilfsmitteln ausgerüstet  zu sein brauchen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Dämpfen der Seilschwin gungen von Freileitungen durch eine federnd an der Leitung aufgehängte Masse dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen an der Leitung aufgehängten Behälter und einen gegenüber dem Behälter beweglichen Kolben enthält und bei Bewegungen beider Teile gegeneinander dämpfende Luftreibung erzeugt. UNTERANSPRMEE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse mit der Leitung verbunden und der gegenüber Leitung und Gehäuse bewegliche Kolben als schwere Schwingmasse ausgebildet ist. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben durch eine Stange an der Leitung befestigt ist und dass das Gehäuse gegenüber Leitung und Kolben federnd beweglich ist und die schwere Schwingmasse bildet. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Behälterinnere nach aussen dicht abgeschlossen ist und keine nach aussen dringenden beweglichen Teile enthält.
CH148881D 1930-03-15 1930-09-08 Vorrichtung zum Dämpfen der Seilschwingungen von Freileitungen. CH148881A (de)

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