CH148897A - Elektrische Anlage zum Gleichrichten von Wechselstrom. - Google Patents

Elektrische Anlage zum Gleichrichten von Wechselstrom.

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CH148897A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Elektrische Anlage zum Gleichrichten von Wechselstrom.    Die Erfindung betrifft eine elektrische  Anlage zum Gleichrichten von Wechsel  strom, die sich besonders zum Gebrauch für       .gehr    hohe Spannungen eignet und eine mit  einer Glühkathode versehene Entladungs  röhre enthält, welche mit einer Bogenentla  dung arbeitet.  



  Werden zum Gleichrichten von Strömen  bei einer Spannung bis zu mehreren zehn  tausend Volt     Glühkathodenentladungsröhreu     benutzt, so weisen diese meist ein so hohes  Vakuum auf, dass der Entladungsstrom der       Röhre    ein reiner Elektronenstrom ist, und  dass keine     Tonisierung    auftritt. Die Stärke  des Stromes, den eine derartige Entladungs  röhre durchlassen kann, ist nur gering und  diese Röhren veranlassen einen grossen Span  nungsverlust und ergeben daher einen       Sehlechten    Wirkungsgrad.  



  Mit     Gasionisierung    arbeitende Entladungs  röhren sind in dieser Hinsicht vorteilhafter,  da sie imstande sind, sehr grosse Stromstär  ken durchzulassen und mit geringem Span-         nungsverlust    arbeiten. Solche Röhren eig  nen sich jedoch im allgemeinen nicht zum Be  trieb mit sehr hohen Spannungen, zum Bei  spiel mit Spannungen von     etwa    10000 Volt.  Es ist nämlich erforderlich, dass der Gas  druck um so niedriger ist, je höher die Span  nung ist, für welche die Röhren benutzt wer  den.

   Ein niedriger Gasdruck veranlasst je  doch eine rasche     Zerstäubung    der     Glüh-          kathode    und folglich eine geringe Lebens  dauer der Röhre, und überdies wird durch  Verringerung des Gasdruckes, die bei solchen  niedrigen Drucken von grossem Einfluss ist,  ein Gebrauch von langer Dauer unmöglich  gemacht. Aus diesem Grunde ging man bis  her über 1000 Volt nur ungern zum Ge  brauch von gasgefüllten Gleichrichtern über.  



  In der Anlage gemäss der Erfindung sind  die genannten Übelstände alle beseitigt. Die  Anlage enthält eine Entladungsvorrichtung,  in der sich die Glühkathode und mindestens  eine Anode in besonderen, miteinander in  Verbindung stehenden Räumen befinden, wo-      bei erfindungsgemäss in dem Raum, in dem  die Glühkathode angeordnet ist, ein Druck  unterhalten     wird,    der höher ist als der Druck  in dem Raum, in dem sich die Anode     bezw.     Anoden befinden. Es kann     erwünscht        sein,     dass die Verbindung zwischen den erwähnten  besonderen Räumen durch einen Kanal mit  grossem     Durchströmungswiderstand    herge  stellt wird.  



  Der Druckunterschied in den verschie  denen     Elektrodenräumen    kann dadurch her  beigeführt werden, dass im Kathodenraum  oder in einem mit diesem verbundenen Gefäss  ein Stoff zur Verdampfung gebracht wird,  der sich in dem gegebenenfalls künstlich ge  kühlten     Anodenraum    kondensiert. Dieser  Stoff besteht zweckmässig aus Quecksilber.  Die Abmessungen der Entladungsvorrichtung       können    so klein gewählt werden, dass durch  die Entladung selbst genügend Wärme für  die     Verdampfung    entwickelt     wird.    Das An  steigen der Temperatur kann dabei ge  gebenenfalls mittelst einer Kühlvorrichtung  beschränkt werden.

   Es ist jedoch vorteilhaft,  der Vorrichtung grössere Abmessungen zu  geben und die Verdampfung mit Hilfe einer  besonderen Heizvorrichtung, zum Beispiel  einer elektrischen Heizvorrichtung erfolgen  zu lassen. Diese Vorrichtung kann innerhalb,  sowie ausserhalb des entlüfteten Raumes  liegen.  



  Um das Kondensieren des Dampfes im  Anodenraum herbeizuführen oder zu fördern,  kann in der Anlage gemäss der Erfindung  eine Vorrichtung     vorhanden    sein, mittelst  deren ein Luftstrom längs des Anodenraumes  geführt wird.  



  Das kondensierte Quecksilber kann von  neuem zur Verdampfung im Kathodenraum  benutzt werden. Zu diesem Zweck kann die  Einrichtung derart sein, dass das in den käl  teren Teilen kondensierte Quecksilber Ge  legenheit hat, von dort in den     Verdampfungs-          raum    zurückzufliessen.. Das Zurückfliessen  kann durch die Kanäle stattfinden, die auch  für die Entladung angewiesen sind. Es kön  nen aber auch besondere Röhrchen vorge-    sehen sein, die für das Zurückfliessen des       Quecksilbers    dienen.  



  Der Dampf, der in der Entladungsvor  richtung bei der Anlage gemäss der Erfin  dung gebildet wird, reicht gewöhnlich dazu  hin, die Entladung zu tragen. Die Ent  ladungsvorrichtung kann also praktisch frei  von andern Gasen sein. Zwecks Erzielung  eines ruhigen Betriebes können auf der Wand  der Vorrichtung leitende Teile vorgesehen  sein, die mit den     Anoden    elektrisch verbun  den sind und sich nach dem Kathodenraum  hin erstrecken, wie in dem Patent Nr. 136171  beschrieben ist. Diese Teile können aus Me  talldrähten, zum Beispiel aus Nickel, beste  hen, die um den zum Kathodenraum führen  den Kanal gewunden sind.  



  Zwischen dem Anodenraum oder den  Anodenräumen und dem Raum, in dem sich  die Kathode befindet, kann ausserhalb der  Entladungsröhre ein Schirm angeordnet sein,  der dazu dient, Wärmeübertragung zwischen  diesen Räumen zu verhindern. Sind mehrere       Anodenkammern    vorhanden, so können sie  den von einer Schirmwand umgebenen     Ka-          tljodenraum    umgeben.  



  Die Zeichnung veranschaulicht schema  tisch eine elektrische Anlage gemäss der Er  findung als Beispiel.  



  In der Zeichnung bedeutet 1 eine elek  trische Entladungsvorrichtung, die aus meh  reren, miteinander verbundenen Räumen be  steht. Im Raum 2 befindet sich eine     Glüh-          lza.thode    3, die zweckmässig eine      xydkathode     ist. In einem zweiten Raum 4 ist eine Anode  5 angeordnet. Als Material für diese Anode  eignet sich     (xraphit    besonders gut. Ausser  dem in der Zeichnung sichtbaren Anoden  raum können mehrere solche Räume vorhan  den sein, von denen jeder eine Anode enthält,  so dass es möglich ist, zwei-, drei- oder     mehr-          phasige    Wechselströme gleichzurichten.

   Der  Anodenraum 4 ist mit dem Kathodenraum  mittelst eines Kanals 6     verbunden,    der     nacb     dem Kathodenraum hin abwärts läuft. Soll  die Entladungsvorrichtung zum Gleichrich  ten eines mehrphasigen Wechselstromes die  nen, so ist es von Wichtigkeit,     däss    die Län-      gen der Kanäle fair die Entladung, welche  die Kammern mit dem Kathodenraum ver  binden, miteinander übereinstimmen.  



  Die Anode 5 ist mit einem Ende der       Transformatorwicklung    7 verbunden, deren  anderes Ende, das, falls mehrere Phasen       gleichgerichtet    werden, den Sternpunkt einer       mehrphasigen    Wicklung darstellt, der nega  tive Pol der Anlage ist. Der positive Pol  wird durch die Mitte einer Hilfswicklung 8       frebildet,    die den Heizstrom für die Glüh  Tathode liefert. Die primäre     Transformator-          wieklung    ist in der Zeichnung nicht dar  gestellt.  



  Mit dem Kathodenraum 2 steht ein Ge  fäss 9 in offener Verbindung, in dem sich  eine Menge flüssigen Quecksilbers befindet.       Dieses    Gefäss ist von einem elektrischen       Heizelement    10 umgeben, mittelst dessen  das Quecksilber erhitzt wird, wodurch sich  der Raum 2 mit     Quecksilberdampf    eines  solchen Druckes füllt, dass beim Betrieb  keine störende     Zerstäubung    der Glüh  kathode auftritt. Die     Entladungsvorrichtung     ist sehr hoch entlüftet, so dass ausser Queck  silberdampf praktisch kein anderes Gas vor  lianden ist.  



  Unter dem Anodenraum 4 ist ein Ven  tilator 11 angeordnet., der, von einem elek  trischen Motor 12 angetrieben, längs der  Röhrenwand zwecks Abkühlung des Anoden  raumes einen Luftstrom führt. Es wird da  durch befördert, dass sich Quecksilberdampf  in diesem Raum kondensiert und, wie in der  Zeichnung dargestellt ist, auf der Wand in       Tropfen    niederschlägt, die sich zu grösseren       nfengen    vereinigen und durch das nach dem       Kathodenraum    hin abwärts laufende Röhr  chen 6 abfliessen, so dass das Quecksilber wie  der in das Gefäss 9 gelangt.

   Es findet also  eine fortwährende Zirkulation von Quecksil  ber statt, das aus dem Gefäss 9 verdampft  wird, sich in den Anodenkammern konden  siert und als Flüssigkeit wieder von dort in       clas    Gefäss 9 zurückkehrt. Der Druck des  Quecksilberdampfes im Anodenraum ist in  folge der Abkühlung sehr niedrig und be-    trägt nur einen Bruchteil eines Millimeters       Quecksilbersäule.    Das Quecksilber im Gefäss  9 hingegen wird auf eine Temperatur erhitzt,  die den Dampfdruck im Raum 2 bis zu eini  gen Millimetern ansteigen lässt. Geeignete  Temperaturen liegen zwischen etwa 110 und  <B>150</B>   C.  



  Hinsichtlich des sich von der Anode zum       Kathodenraum    erstreckenden Teils der Ent  ladungsbahn hat die     Gleichrichtervorrich-          tung    also den Charakter eines Gleichrichters  mit sehr     niedrigem    Gasdruck, wodurch sie  sich für eine sehr hohe Spannung eignet. Die  Spannung zwischen den Elektroden in der  nichtwirksamen Halbperiode kann daher un  bedenklich 10     kV    und mehr betragen.  



  In dem die     Glühkathode    umgebenden  Raum herrscht dagegen ein Druck, wie er  in gasgefüllten Gleichrichtern für niedrige  Spannungen vorkommt. Dank diesem hohen       Druck    haben positive Ionen, die auf die       Glühkathode    auftreffen, nur eine geringe Ge  schwindigkeit, was hinsichtlich der     Zerstäu-          bung    der Glühkathode ein sehr günstiger  Umstand ist. Eine längere Lebensdauer ist  dadurch gesichert. Der hohe Druck wirkt  überdies günstig in bezug auf den Span  nungsverlust an der Glühkathode. Mittelst  der beschriebenen Vorrichtung können Ströme  von einer Stärke von mehreren Ampere  gleichgerichtet werden.  



  In der Nähe der Glühkathode ist eine  Hilfselektrode 13 angeordnet, an die eine  Spannung in bezug auf die Glühkathode an  gelegt werden kann, wodurch eine Hilfsent  ladung herbeigeführt wird, die das Entstehen  der Hauptentladung erleichtert. Es kann zu       diesem    Zweck zweckmässig eine Gleichstrom  quelle verwendet werden. In der Zeichnung  ist ein besonderer Gleichrichter 14 darge  stellt, der, auf die Kathode 3 bezogen, eine  positive Spannung an die Hilfselektrode 13  liefert, die durch Gleichrichtung der beiden  Halbwellen eines Wechselstromes entstanden  ist. Die Primärwicklung des Transformators,  von dem dieser Gleichrichter gespeist wird,  ist nicht dargestellt.

   Die Wicklung 15, die  über die Widerstände 16 mit den Anoden     17         verbunden ist und deren Mitte mit der Mitte  der Wicklung 8 in     Verbindung    steht, kann       gewünschtenfalls    auf dem Haupttransforma  tor angeordnet sein. Die Glühkathode 18 des  Hilfsgleichrichters wird von der Hilfswick  lung 19 gespeist, deren Mitte mit der Hilfs  elektrode 13 verbunden ist.  



  Ein Schirm 20, der aus Metall oder besser  noch aus einem die Wärme schlecht leiten  den Stoff besteht, wie Asbest oder derglei  chen, befindet sich     zwischen    den Anoden  räumen und dem Kathodenraum und dient  dazu, Wärmeübertragung     zwischen    diesen  Räumen zu verhindern. Um unerwünschten  Erscheinungen im Falle einer Störung in der  Abkühlung der Anodenkammern oder in der  Erhitzung des Quecksilbers vorzubeugen,  können Schutzvorrichtungen vorgesehen sein,  die zum Beispiel auf die Temperatur oder  auf den Druck der vom Ventilator     zugeführ-          teii    Kühlluft reagieren und die Relais be  tätigen, welche die Stromzufuhr zur     Gleich-          riehtervorrichtung    ausschalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Anlage zum Gleichrichten von Wechselstrom, die eine mit Bogenent ladung arbeitende Entladungsröhre mit Glüh- kathode enthält, wobei die Glühkathode und die Anode bezw. Anoden sich in besonderen Räumen befinden, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Raum, in dem die Glühkathode angeordnet ist, ein Druck unterhalten wird, der höher ist als der Druck in dem bezw. den Anodenräumen. UNTERANSPRtrCHE 1.
    Elektrische Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Katho denraum und die Anodenräume mittelst eines Kanals von grossem Durchströ- mungswiderstand miteinander verbunden sind. 2. Elektrische Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vor handen sind, die einen Stoff verdampfen, dessen Dampf den Kathodenraum er füllt, und dass sich der entstandene Dampf in dem bezw. den Anodenräumen kondensiert. 3. Elektrische Anlage nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Ver dampfung mittelst einer Heizvorrichtung erfolgt.
    Elektrische Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vor richtung vorhanden ist, mittelst deren ein Luftstrom längs des Anodenraumes bezw. längs der Anodenräume geführt wird. 5. Elektrische Anlage nach Unteranspruch 9-, dadurch gekennzeichnet, dass der zur Verdampfung bestimmte Stoff Quecksil ber ist. 6. Elektrische Anlage nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Heiz- vorrichtung eine elektrische Heizvorrich- tung ist. 7.
    Elektrische Anlage nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Quecksilber, das sich in den kälteren Teilen kondensiert, Gelegenheit findet, von dort in den Verdampfungsraum zu rückzufliessen. B. Elektrische Anlage nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass die Ent ladungsröhre ausser dem in der Röhre gebildeten Dampf praktisch kein Gas enthält. 9. Elektrische Anlage nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich ausserhalb der Entladungsröhre zwischen dem Glühkathodenraum und dem oder den Anodenräumen ein Schirm befindet. 10.
    Elektrische Anlage nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, da:ss eine An zahl von Anodenkammern den Kathoden raum und eine diesen umgebende Schirm wand umgeben. <B>11.</B> Elektrische Anlage nach Unteranspruch 2, gekennzeichnet durch Mittel zur künst lichen Kühlung des bezw. der Anoden räume.
CH148897D 1929-06-15 1930-05-15 Elektrische Anlage zum Gleichrichten von Wechselstrom. CH148897A (de)

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