CH148901A - Elektrische Glühlampe. - Google Patents

Elektrische Glühlampe.

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CH148901A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Elektrische Glühlampe.    Es sind elektrische Glühlampen bekannt,  die ausser einem konzentrierten Glühkörper  eine Glocke aufweisen, die eine gehörige  Zirkulation der innerhalb der Glocke vorhan  denen Gase ermöglicht. Die, Zirkulation die  ser Gase hat zum Zweck, der unmittelbaren  Umgebung des Glühkörpers Wärme zu ent  ziehen und ferner die von diesem     Glühkör-          per    verdampften Moleküle nach einer Stelle  zu führen, an dem sie sich absetzen können,  ohne das von der Lampe ausgesandte Licht       nachteilio,    zu beeinflussen.

   Um eine gute       Zirkulation    zu ermöglichen, darf die Glocke  keine scharfen Ecken oder plötzlich verengte  Teile aufweisen; Ecken geben     nämlieli    zu  Wirbeln und Verengungen zu     unerwünseh-          ten    Gasanhäufungen     Anlass.     



  Es sind auch Glühlampen bekannt, deren  Glocke ausser einem     inexten    Gas- flüssiges  Quecksilber enthält. Die Glocke dieser  Lampe ist derart gebaut,     dass    das verdamp  fende Quecksilber die     inerten    Gase aus der  unmittelbaren Nähe des     Glühkörpers    nach    einem besonderen Raum verdrängt, ohne     dass     während des Glühens der Lampe eine Zir  kulation auftritt, welche diese Gase wieder  mit dem     Glühkörper    in Berührung bringen  würde.

   Um dies zu erzielen, ist die Glocke  mittelst einer     Einschnüruno#    oder durch  Schirme in zwei Teile geteilt; der Durch  gang, mittelst dessen diese Teile miteinander  in offener Verbindung stehen. ist so     eng,          dass    eine Zirkulation der Gase von dem einen  Teil in den andern während des Betriebes  ,der Lampe praktisch unmöglich ist. Diese       .Ba,uart    wird zweckmässig bei Glühlampen  mit einem     Kohleglühkörper    angewendet, da  Kohle bei langer Einwirkung von     Stiel-,stoff     und Argon angegriffen wird und Queck  silberdampf für Kohle indifferent ist.  



  Die elektrische Glühlampe gemäss der  Erfindung besitzt einen konzentrierten<B>Glüh-</B>  körper aus Wolfram, eine Menge eines Stof  fes, zum Beispiel Quecksilber, der bei Ver  dampfung ein     fü.r    Wolfram indifferentes Gas  entwickelt, und eine Glocke, die diesen      Glühkörper eng =schliesst und eine gute  Zirkulation der innerhalb der     Gloche    vorhan  denen Gase oder Dämpfe ermöglicht.  



  Unter konzentrierten     Glühhörpern    sollen  im allgemeinen     Glühkörper    verstanden wer  den, bei denen eine möglichst     crosse        Strah-          luno-Soberfläche    in einem möglichst kleinen  Raum     anoestrebt    ist, wie zum Beispiel bei  einfach oder doppelt     spiralisierten        Glühkör-          pern.     



  Unter dem Begriff     "eno#    umschliessen"  soll hier das enge Umschliessen im Vergleich  zu bekannten Ausführungen mit kugelförmi  ger Glocke verstanden werden. Die Bezie  hung zwischen der     Waitzahl    und dem<B>Ab-</B>  stand zwischen Wand und     Glühkörper    der  bekannten Ausführungen mit kugelförmiger  Glocke kann in der     empirisschen    Formel:  
EMI0002.0015     
    niedergelegt werden, in welcher a     der    ge  nannte Abstand ist und TV die Wattzahl.  



  Unter "en- umschliessen" soll nun ver  standen werden,     dass    der     uenannte    Abstand  bei Lampen gemäss der Erfindung 0,4 a be  trägt und weniger, so     dass    dieser Abstand  bei Lampen gemäss der Erfindung nicht     inehr          betracren    wird als  n  
EMI0002.0022     
    Ist zum Beispiel der Abstand a bei der be  kannten Ausführung für<B>7,50</B> Watt<B>65</B> mm,  so wird dieser Abstand bei einer     750-Watt-          lampe    gemäss der Erfindung<B>26</B> min oder  weniger;

   für normale     1000-#Vattlampen    be  trägt a<B>75</B> mm, während für     1000-Wattlam-          pen    gemäss der Erfindung der Abstand  <B>30</B> mm oder     wenio-er    ist.  



  Die Glocke kann, wenn Quecksilber an  gewendet wird, in kaltem Zustand ausser mit  flüssigem Quecksilber, entweder mit Queck  silberdampf einer Spannung gefüllt, die der  Dampfspannung von Quecksilber bei Zim  mertemperatur gleich ist oder mit Queck  silberdampf, der mit     indifferent-en    Gasen,  wie Stickstoff oder Argon, oder mit Gemi  schen dieser Gase vermischt sein. Fängt der       Glühkörper    zu glühen an, so wird das     Queck-          k2            silber    erhitzt, es fängt zu verdampfen an  und steigt in der Glocke empor, bis es an  Stellen kommt, an denen es sich an der  Glockenwand wieder abkühlen kann, infolge  dessen kondensiert und wieder in flüssiger  Form an der Glockenwand entlang herab  fliesst.

   Das     Queck:silber    erfüllt bei diesem  Kreislauf verschiedene Funktionen. Es dient  zunächst als     Kühlmittel,    entzieht der in der  unmittelbaren Nähe des     Glühkörpers    liegen  den     Glockenwand    viel Wärme,     welch.E)    es  an einer andern Stelle der     CTIoel,-ün-v#,and    wie  der abgibt. Infolge des Umstandes,     dass     Quecksilber eine geringe spezifische Wärme  hat, kann viel intensiver gekühlt werden, als  mit Gasen, wie Stickstoff und Argon, und  zum Kondensieren des     Quecksilberdampfes     genügt eine. viel kleinere Oberfläche als bei  Kühlung mittelst der erwähnten Gase.  



  Eine zweite Funktion des Quecksilbers       ist,        dass        es        als        Reinig        ungsmittel   <B>.</B>     für        die        Wand     der Glocke dient.

   Der emporsteigende     Queck-          silberdampf    reisst, die von dem     Glühkörper     verdampften     Wolframmoleküle    mit sieh zu  einer in einigem Abstand vom     Glühhörper     gelegenen Stelle der Glocke, wo sich der  Quecksilberdampf zu     flüssig,em    Quecksilber  kondensiert und dann in Form von Tropfen  herabfliesst. Man hat nun festgestellt,     dass     an den Stellen, an denen sich das Quecksilber  kondensiert, die Glockenwand nicht schwarz  wird, sondern vollkommen klar bleibt, und       dass    auch die andern Teile der Glocke ihre  ursprüngliche Klarheit behalten.

   Dies ist  wahrscheinlich dem Umstand zu verdanken,       dass    die verdampften     Wolframmaleküle    von  dem herabfliessenden, flüssigen Quecksilber  mitgenommen werden. Es zeigt sich nämlich,       dass    nach     läno-erem    Betrieb eine schwarze,       pulverförmi-,e"    Verunreinigung im     Queek-          silber    sichtbar wird.

   Die Lampe bleibt also  während ihrer     --anzen    Lebensdauer     vollkoni-          .men    klar trotz des Umstandes,     dass    die     Glok-          kenwand    nahe am     Glühhörper    liegt und die  weiteren Abmessungen der     Gloche    im     Ver-          .gleich        zu    bekannten, normalen Ausführun  gen     auffällio,

      klein     cenommen    werden     kön-          g   <B>en</B> C       nen.         Um die zweite Funktion des Quecksilbers  zu fördern, kann die Glocke derart gebaut  .werden,     dass    die Wände in der Richtung des       Glühkörpers    konvergieren, wodurch eine gute  Berührung der abwärts fliessenden     Queck-          silbertropfen    mit, der Glockenwand ermög  licht wird.  



  Es hat sieh herausgestellt,     dass    die Lampe       init        ungekannt,    kleinen Abmessungen herge  stellt werden kann,     dass    Lampen mit einem  Verbrauch von<B>1000</B> Watt mit einer Glocke  versehen werden können, die, was den Inhalt  anbetrifft, einer Glocke entspricht, die nor  mal nur für eine     50-Wattlampe    verwendet.  werden könnte. Es ist einleuchtend, von wel  cher     urossen    Wichtigkeit solche Lampen für  Projektions- und     Scheinwerferanlagen    sind;  letztere können nämlich, was Abmessungen  und Gewicht anbetrifft, auf überaus kleine  Werte     zurückgebraGlit    werden.

   Besonders  für die Flugtechnik eröffnet diese     Lani-pe     weitgehende Aussichten, da kein Bedenken  mehr besteht, die Flugzeuge mit den er  wähnten, leichten Scheinwerferanlagen aus  zurüsten. Versuche haben nachgewiesen,     dass     für solche Flugzeuge<B>1000-</B> bis     3000-Watt-          in    der Nacht reichlich dazu     ge-          nii,(), en,    das unter ihnen liegende Terrain zu  beleuchten.  



  Ein weiterer Vorteil der Lampe ist,     dass     sie leicht hergestellt werden kann. Wünscht  man eine gewöhnliche, gasgefüllte Lampe  in e  mit Gas     züi    füllen, so     muss    sie zunächst bis       züi    Drücken von<B>0,001</B> mm entlüftet werden,  bevor man zum Füllen mit Gas schreiten  kann. Bei der beschriebenen, Quecksilber  ,enthaltenden Lampe ist Entlüften zwar     er-          Torderlich,    aber nicht bis zu den angegebenen  Drücken.

   Es zeigt sich nämlich,     dass    das       (illeelzsilber    den Sauerstoff aus dem Luftrest  ,Unschädlich macht, so     dass    er auf den     Glüh-          ,körper    keinen nachteiligen     Einfluss    hat.  



  Die, Zeichnung veranschaulicht     Ausfüh-          1,zin("Q#beispiele    des Gegenstandes der     Erfin-          n     <B>d</B> u     n"",.     



  In     Fio-.   <B>1</B> ist mit<B>10</B> der Sockel     bezeich-          el          net,    der an eine Glocke<B>11</B> gekittet ist, die    !einen doppelt     spiralisierten    Glühkörper 12  aus Wolfram und einen Quecksilbertropfen  13 enthält. Die Glocke<B>11</B> weist Wände 14  -auf, die in der Richtung gegen den     Glüh-          körper    12 konvergieren.

   Beim Brennen der  Lampen verdampft das Quecksilber<B>13,</B> steigt  ,längs des     Glülikörpers    empor Lind kondensiert  sieh wieder oben in der Glocke, worauf das  :Quecksilber in Form von Tropfen wieder       inacli    unten fliesst und dabei die Glockenwand  .von gegebenenfalls auf ihr abgesetzten       Wolframmolekülen    reinigt.  



  In     Fio-.    2 ist eine Lampe dargestellt, die  ;einen Sockel 20, eine Glocke 21., einen ein  fach     spiralisierten    Glühkörper     22    und einen       Quecksilbertropfen   <B>23</B> aufweist. Der obere  Teil der Glocke ist hier etwas weiter aus  gebildet, während der den Glühkörper um  gebende Glockenteil eine nahezu zylindrische  Form aufweist und in einen halbkugelför  migen Teil endigt.  



  In     Fig.   <B>3</B> ist eine Lampe mit einem Sockel  <B>30,</B> einer Glocke<B>31,</B> einem     Glühkörper   <B>32</B>  -und einem     Quecksilbertropfen   <B>33</B> dargestellt,  bei der ein Teil der Glocke     zylinderförmig     ist und in der Nähe des Glühkörpers in einen       hegelförmigen    Teil übergeht.

   Es ist     vorteil-          liaft,    bei all diesen Lampen die Quecksilber  menge zweckmässig derart zu wählen,     dass     beim Betrieb der Lampe eine     geringstmö        'g-          liehe    Mengen flüssigen Quecksilbers in dem  untern Teil der Lampe vorhanden ist, da  sonst ein     unnötio-er    Lichtverlust auftritt.  



  Die beschriebenen Lampen sind für Haus  und Strassenbeleuchtung, sowie für Projek  tions- und andere Zwecke verwendbar. Wie  oben erwähnt, bieten sie für Projektions  zwecke besondere     V.-,rt,#ile.     



  In     Fig.    4 und<B>5</B> sind die Ausmasse einer  Glocke einer     750-Wattlampe    gemäss der     Er-          finduno,    und einer     750-Wattlampe    nach Nor  maltyp beispielsweise und in demselben Mass  stab     daroestellt.     



  <B>C</B>

Claims (1)

  1. PAT-EINTANSPRUCII: Elektrische Glühlampee, dadurch gekenn zeichnet, dass sie einen konzentrierten<B>Glüh-</B> körper aus Wolfram, eine Menge eines Stof- ès, der bei Verdampfung ein für das Wolf ram indifferentes Gas entwickelt, und eine Glocke aufweist, welche diesen Glühkörper eng umschliesst und eine gute Zirkulation der in der Glocke enthaltenen Gase bezw. D#impfe ermöglicht.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Elektrische Glühlampe nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wände der Glocke in der Richtung gegen el den Glühkörper konvergieren, um eine gute Berührung des abwärts fliessenden, kondensierten Quecksilbers mit der Glok- kenwand zu ermöglichen. 2. Elektrische Glühlampe nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der bei Verdampfung ein für das Wolfram indifferentes Gas entwickelnde, Stoff Quecksilber ist.
CH148901D 1929-06-01 1930-05-07 Elektrische Glühlampe. CH148901A (de)

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