CH148910A - Verfahren zur Herstellung eines kristallisierten Digitalisglykosids. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines kristallisierten Digitalisglykosids.

Info

Publication number
CH148910A
CH148910A CH148910DA CH148910A CH 148910 A CH148910 A CH 148910A CH 148910D A CH148910D A CH 148910DA CH 148910 A CH148910 A CH 148910A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
glycoside
chloroform
crystallized
digitalis
preparation
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Mannich Carl Dr Prof
Original Assignee
Mannich Carl Dr Prof
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mannich Carl Dr Prof filed Critical Mannich Carl Dr Prof
Publication of CH148910A publication Critical patent/CH148910A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J19/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 by a lactone ring
    • C07J19/005Glycosides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Saccharide Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines kristallisierten     Digitalisglykosids.       Kristallisierte, einheitliche     Glykoside    aus       Digitalisblättern    sind bisher drei     bekannt-          1.    Das     Digitoxin    (in Chloroform leicht  löslich),  2. Das     Gitoxin    oder     Bigitalin        (Ber.    d.  deutsch.     Chem.    Ges.

   Jahrgang 1925; S. 1515;  Archiv f.     exp.        Pathol.    und     Pharmakol.        Jabrg.     1926, S. 264 und 327) in Alkohol und     Ohlo-          roform    unlöslich,  3. Das     Gitalinum        crystallisatum    (Archiv  f.     exp.        Pathol.    und     Pharmakol.        Jahrg.    1926,  S. 289 und 327).  



  . Von diesen wird nur das     Digitoxin    ge  werblich in annähernd reinem Zustand her  gestellt und     therapeutisch    verwendet.  



  Es wurde nun gefunden, dass aus     Digi-          talisblättern    ein weiteres, einheitliches und  kristallinisches     Glykosid    gewonnen werden  kann.  



  Zur Darstellung wird ein konzentrierter       Digitalisextrakt,    wie er zum Beispiel nach  der deutschen Patentschrift     Nr.383480    er  hältlich ist, mit Bleiacetat und wenig . Am  moniak versetzt, so dass er durch chemische    Umsetzung von Ballaststoffen     jriögliclist    be  freit wird, worauf das Filtrat     finit    Chloroform  geschüttelt und der sowohl in Chloroform  als im verdünnten Alkohol schwer lösliche  Anteil der     Rohglykoside    aus einem Lösungs  mittel, z. B. Aceton oder 70     o/oiger    Alkohol  kristallisiert wird.  



  Das erhaltene     Glykosid    bildet weisse Kri  stallnadeln, welche die     Keller-Killiani'sche          Digitoxosereaktion    geben. Die bis zum kon  stanten Gewicht getrocknete Substanz schmilzt  beim raschen Erhitzen bei etwa 245 0.  



  Das     Glykosid    löst sich bei Zimmertem  peratur in Wasser etwa im Verhältnis 1: 6000,  in Chloroform 1 : 300. Die Zusammensetzung  entspricht der Formel     C4,        Hso        0i7        +        4H20.     Die optische Drehung des     kristallwasserfreien          Glykosids    beträgt in alkoholischer Lösung       [a]Dzo    -<B>+33,30.</B>  



       .Bei        der        Spaltung        mit        0,5        %iger        alkoho-          lischer    Salzsäure entsteht ein schön kristal  lisierendes     Genin    der Formel     CssHs40a,    das  bei 205-207 o schmilzt und eine optische  Drehung     [a]Dlo   <I>---</I>     -@   <B>22,50</B> zeigt. Schmelz-      Punkt und Drehung beziehen sich auf scharf  getrocknetes Material.

   Das neue     Genin    ist       isomer    mit dem     Gitoxigenin,    das jedoch bei  225   schmilzt und eine optische Drehung       [a]D20        +    32,6 0 besitzt.

   Vom     Digitoxigenin          (C23H3404    Schmelzpunkt     250 )    und vom     Gi-          taligenin        C23H3606,    Schmelzpunkt 222 0 ;     vergl.     Archiv f.     exp.        Pathol.    u.     Pharmakol.        Bd.    135,  S. 257) ist das     Genin    völlig     verschieden.     



  Das     Glykosid    erweist sich als physiolo  gisch hoch wirksam. Bei der Auswertung  am Frosch nach der zeitlosen Methode steht  es dem     Digitoxin    an Wirksamkeit nicht nach.  <I>Beispiel:</I>  Eine Lösung von 200     gr    eines hochkon  zentrierten     Digitalis-Extraktes,    wie er zum  Beispiel nach der deutschen Patentschrift  Nr. 383480 erhältlich ist, wird in 9 Liter       30        %igem        Alkohol        durch        Zusatz        von        viel     Bleiacetat und wenig Ammoniak gefällt.

    Dabei werden die Ballaststoffe durch che  mische Umsetzung ausgefällt. Nach Absaugen  des reichlich ausgefallenen Niederschlages  wird das Filtrat durch     Ammonsulfat        entbleit.     Das gelbe, bleifreie Filtrat wird durch De  stillation im Vakuum vom Alkohol befreit.  Die Flüssigkeit wird dreimal mit     i/4    Raum  teil Chloroform kräftig geschüttelt. Man er  hält drei Schichten ; die untere enthält die  in Chloroform leicht löslichen Bestandteile,  die oberste die in verdünntem Alkohol oder       Methylalkohol    leicht löslichen Stoffe.

   Die  dickflüssige, zähe Mittelschicht, deren Menge  in der Regel 20-30     gr    beträgt, enthält das  neue     Glykosid.    Die Mittelschicht wird     sorg-          fältig        abgetrennt        und        in        70        %igem        Alkohol     gelöst.

   Bei langsamer     Verdunstung    scheidet    sich daraus .allmählich in feinen Kristall  nadeln ein     Glykosid    aus, welches durch Um  kristallisieren aus Aceton oder 70     %igeni     Alkohol gereinigt werden kann.     Während     die     Kristallisationsneigung    bei dem     unreinen     Stoff nur gering ist, macht das spätere Um  kristallisieren keinerlei Schwierigkeiten.  



  Für die Gewinnung des neuen     Glykosids     eignen sich insbesondere die Blätter von Di  gitalis     lanata.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines kristal lisierten Digitalisglykosids, dadurch gekenn zeichnet, dass man einen hochkonzentrierten Digitalisextrakt mit Bleiacetat und Ammoniak versetzt, so dass er durch chemische Um setzung von Ballaststoffen möglichst befreit wird, worauf _ man das Filtrat mit Chloroform schüttelt und den sowohl in Chloroform, als in verdünntem Alkohol schwer löslichen An teil der Rohglykoside aus einem Lösungs mittel kristallisieren lässt. Das erhaltene Glykosid bildet weisse Kristallnadeln, welche die Keller-Kiliani'sche Digitoxosereaktion geben.
    Die bis zu kon stantem Gewicht getrocknete Substanz schmilzt beim raschen Erhitzen gegen 2450. Das Glykosid löst sich bei Zimmertemperatur in Wasser etwa im Verhältnis 1:6000, in Chloroform 1 : 300. Die Zusammensetzung entspricht der Formel C41H66017 --+- 4 HI.0. Die optische Drehung des kristallwasserfreien Glykosids beträgt in alkoholischer Lösung [a]D2o --- 1-33,30.
CH148910D 1930-03-10 1930-03-10 Verfahren zur Herstellung eines kristallisierten Digitalisglykosids. CH148910A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH148910T 1930-03-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH148910A true CH148910A (de) 1931-08-15

Family

ID=4404603

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH148910D CH148910A (de) 1930-03-10 1930-03-10 Verfahren zur Herstellung eines kristallisierten Digitalisglykosids.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH148910A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2613346C3 (de) Monoklin kristalline Chenodesoxycholsäure und Verfahren zu ihrer Herstellung
CH148910A (de) Verfahren zur Herstellung eines kristallisierten Digitalisglykosids.
AT125405B (de) Verfahren zur Gewinnung eines kristallisierten Digitalisglykosides.
DE2236982B2 (de) Verfahren zur Herstellung von semipermeable!] Membranen
DE514096C (de) Verfahren zur Herstellung eines kristallisierten Digitalisglucosides
DE823593C (de) Verfahren zur Herstellung von Anhydro-corticosteronen und ihren Estern
DE922373C (de) Verfahren zur Gewinnung eines kristallisierten herzwirksamen Glykosids aus Digitalisblaettern
DE1098519B (de) Verfahren zur Herstellung einer desaminierten Colchicinsaeure (8-Carboxy-1, 2, 3-trimethoxy-dibenzo-[a, c]-cycloheptadien-(1, 3)
DE708431C (de) Verfahren zur Gewinnung von kristallisierten Glukosiden aus Digitalis lanata
AT206590B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen am Indolstickstoff substituierten Derivaten der Lysergsäure-Reihe
DE908908C (de) Verfahren zur Isolierung von Inhaltsstoffen des Weissdorns
DE624509C (de) Verfahren zur Darstellung von 3-Ketosaeurelactonen der Zuckerreihe bzw. ihren Endiolen
AT132187B (de) Verfahren zur Herstellung eines kristallisierten Digitalisglucosides.
DE2259388C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Vincristin
DE634285C (de) Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des 2, 4-Dioxotetrahydropyridins
DE1417605A1 (de) Verfahren zur Reinigung von Gibberellinen
CH507934A (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Glucosids
DE879098C (de) Verfahren zur Herstellung von ringsubstituierten gesaettigten oder ungesaettigten Androstanol-(17)-onen-(3) bzw. deren 17-Derivaten
AT160854B (de) Verfahren zur Darstellung von gesättigten und ungesättigten Abkömmlingen des Pregnandions-(3,20).
AT202712B (de) Verfahren zur Gewinnung von Alkaloiden
DE503924C (de) Verfahren zum Hydrieren von Thebain
AT164549B (de) Verfahren zur Herstellung von Sterinabbauprodukten
DE1492130C (de) Verfahren zur Herstellung von Saponin-Tetraglycosiden aus Blättern von Digitalis-Pflanzen
DE820435C (de) Verfahren zur Herstellung von Thiosterinen
AT253704B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 7α-Methyl-16α-hydroxy-östrons und seines 3, 16-Diacetates