Aerodynamischer Tonerzeuger. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Tonerzeuger, welches eine grosse Einfachheit besitzt und bei geeigneter Aus führung sowohl durch Druckluft, als auch mit Hilfe von Unterdruck in Funktion ge setzt werden kann. Der Über- bezw. Unter druck der Luft kann dabei klein oder gross sein. Infolgedessen ist es möglich mit Hilfe des Erfindungsgegenstandes sehr verschiedene Töne zu erzeugen, so dass er sowohl als musikalisches Instrument, als auch als akusti sche Meldeeinrichtung für industrielle Zwecke und dergleichen anwendbar ist.
Das wesentliche Merkmal des Erfindungs gegenstandes besteht darin, dass eine Mem brane, die über ein schalenförmig. gestaltetes Halbgehäuse gespannt ist, mit einer zentralen Durchbrechung versehen ist, über welcher sich ein Verschlusskörper befindet, welcher vibrieren kann und selbst auf die genannte Membrane abgestützt ist. Der Verschlusskörper steht unter der Wirkung einer Feder und ist in der Lage, die zentrale.Durchbrechung der Membrane derart abzuschliessen, dass sich ein in beliebiger Weise erzeugter Luftstrom zwi schen der Membrane und dem genannten Körper hindurchbewegenkann, indem er beide Teile in Schwingungen versetzt.
Die Ein richtung gemäss der vorliegenden Erfindung kann auch noch mit einem schalenförmigen Deckel versehen werden, der zweckmässig an der andern Seite der Membrane vorgesehen ist und gegebenenfalls einen Schalltrichter trägt, mit dessen Hilfe der durch die schwin genden Teile erzeugte Ton verstärkt wird.
Die anliegende Zeichnung stellt zwei Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dar, und zwar veranschaulicht Fig. 1 eine erste Ausführungsform im Längsschnitt, wäh rend Fig. 2 eine zweite Ausbildungsform zeigt.
Gemäss Fig. 1 ist die Membrane 1 mit ihrem Rande zwischen einem ein Halbge häuse 2 bildenden Körper und einem Gegen deckel 2' befestigt, welcher Körper schalen förmig ausgebildet ist. Die Membrane ist mit einer zentralen Durchbrechung versehen, die im vorliegenden Fall kreisrund ausgebildet ist.
Die Durchbrechung ist durch einen ein Ventil bildenden Verschlusskörper 3 verschlos sen gehalten, welches Ventil eine Scheibe hat, deren Durchmesser etwas grösser ist. als der Durchmesser der genannten Durchbre- chung.. Der Verschlusskörper 3, das heisst seine Scheibe, liegt an der Membrane 1 an und steht unter der Wirkung einer Feder 4.
Die Scheibe ist in der Lage, sich parallel zu ihrer Achse zu verschieben, indem sie die Wirkung der genannten Feder überwin det. Bei dieser Bewegung wird sie durch die Stange 3' geführt, die an dem Teil 2 be festigt ist. .
Die Membrane ist ganz in dem Gehäuse eingeschlossen; das Gehäuseinnere wird durch sie in zwei Teile geteilt.
Bei einer Variante des beschriebenen Ap parates fällt der Gegendeckel 2' fort, wobei die Membrane lediglich am Halbgehäuse 2 befestigt ist. Im übrigen ist die Ausführung analog wie bei der Vorrichtung gemäss Fig. 1.
Die an letzter Stelle beschriebene Vor richtung kann nur durch Unterdruck, welcher in der von der Membrane 1 und dem Ge häuse 2 gebildeten Kammer erzeugt wird; betätigt werden. Die an erster Stelle be schriebene Vorrichtung mit Gegendeckel kann jedoch sowohl durch Unterdruck, als auch durch Überdruck betätigt werden.
Wenn ein Unterdruck in dem von dem Ge häuse 2 und der Membrane eingeschlossenen Raum erzeugt wird, dann wird die Scheibe des Verschlusskörpers 3 infolge des atmo sphärischen Druckes, welcher auf die andere Seite - der Membrane wirkt, angehoben -und in die genannte Kammer tritt Luft ein. Hier bei durchströmt gie den Spalt zwischen dem Rande der Scheibe des Verschlusskörpers 3 und dem Rande der Durchbrechung.-der Mem brane 1. Ein so erzeugter Luftstrom versetzt infolge seiner Geschwindigkeit die Membrane 1 und die Scheibe in Schwingungen.
Hier bei wird ein Ton erzeugt, der je nach den .Dimensionen, -der Dicke und dem Werkstoff der Membrane 1 und des Körpers 3 ver- änderlich ist, und weiterhin auch noch von der Intensität des Luftstromes und der Kraft der Feder 4 abhängt. Wenn die Vorrichtung fernerhin noch den Gegendeckel 2' aufweist, kann der so erzeugte Ton durch einen Schall trichter 6 verstärkt werden.
Die Wirkungsweise der oben an erster Stelle genannten Vorrichtung ist im wesent lichen dieselbe wie die vorstehende beschrie bene, wenn man an Stelle der Erzeugung eines Unterdruckes in der Halbkammer 1, 2 einen Druckluftstrom in die Kammer zwi schen Deckel 2' und Membrane hineinschickt. In diesem Falle wird der erzeugte Ton zweck mässig durch einen Schalltrichter verstärkt, der am Deckel 2 angeordnet ist. Um den Apparat abwechselnd mit Überdruck und mit Unterdruck betreiben zu können, genügt es; die Düse "5 und den Schalltrichter 6 mitein ander auszuwechseln.
Man kann auch den Apparat unter Belassung der Teile 5 und 6 an ihren in der Zeichnung angegebenen Stellen mit Überdruck betreiben, wenn man den Ver- schlusskörper 3 und die Feder 4 an der andern Seite der Membrane 1, also an der Schalltrichterseite, anordnet.
Die Membrane . braucht nicht aus einer einzigen Federlamelle zu bestehen, sie kann auch aus mehreren über- und untereinander angeordneten elastischen Lamellen gebildet werden, wie dies zum Beispiel in Fig. 2 dar gestellt ist. In dieser Figur sind Hilfsmem branen bildende Scheiben 1', 1" und 1"' derart angeordnet, dass sie sich aufeinander und auf der Hauptmembrane 1 abstützen. Jede der Scheiben ist mit einer zentralen Durchbrechung versehen, deren Durchmesser um so grösser ist, je weiter die Hilfsmem branen 1', 1", 1"' von der Hauptmembrane 1 entfernt -liegen. Der Zweck der Hilfsmem brane besteht im wesentlichen darin, die Schwingbewegungen der Hauptmembrane zu führen.
3' ist, ein Führungsstück; 4 die Feder; sie ist lamellenförmig und dient zu :gleichen Zwecken wie die Schraubenfeder 4 in Fig. 1. 5 ist ein Anschlussstück für die Saugleitung des Motors. 7 ist eine Mutter zum Festhalten und zur Einstellung des Führungsteils 3' bezw. der Feder 4.
Der Apparat gemäss der vorliegenden Er findung kann auch in Mehrzahl angewendet werden, wobei die einzelnen Apparate in Serie oder parallel geschaltet sein können.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Form abmessungen und konstruktiven Einzelheiten der dargestellten Einrichtung je nach Bedarf abgeändert werden können, ohne dass dadurch vom Erfindungsgedanken abgegangen werden muss.