CH149026A - Verfahren zur Herstellung eines bituminösen Strassenbaustoffes zur Erzeugung von haltbaren Belägen mit rauher Oberfläche. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines bituminösen Strassenbaustoffes zur Erzeugung von haltbaren Belägen mit rauher Oberfläche.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines bituminösen Strassenbaustoffes zur Erzeugung von haltbaren Belägen mit rauher Oberfläche. Dern Strassenbaufachmann ist bekannt, dass die mit Teer hergestellten Beläge weniger glatt sind als die Erdöl- und Naturasphalt strassen. Letztere werden im Verkehr häufig so schlüpfrig, dass das Fahren auf ihnen zur Gefahr wird. Bei der schnellen Entwicklung des Kraftfahrzeugverkehrs steht die Frage der Herstellung rauher, verkehrssicherer Strassenbeläge im Vordergrund des Interes ses, und einem Verfahren, die Erdöl- und Na turasphalte so zu behandeln, dass die damit hergestellten Strassenbeläge nicht glatt wer den, käme die grösste Bedeutung zu.
Nach vorliegender Erfindung kann ein bituminöser Strassenbaustoff zur Erzeugung von haltbaren Belägen mit rauher Oberfläche dadurch hergestellt werden, dass man einen hochschmelzenden Asphalt (Erdöl- oder Na turasphalt) mit einem zwischen<B>150</B> bis 400 C siedenden, aus der Destillation eines Naturproduktes gewonnenen <B>01</B> vermischt. Es wurde festgestellt, dass solche Mischungen überraschenderweise raube Strassenbeläge er geben, die auch im Verkehr raub bleiben.
Ein bituminöser Strassenbelag mit rauher Oberfläche ist gegenüber den zerstörenden Einflüssen durch den Verkehr und die Wit terung viel gefährdeter als eine vollständig glatte Oberfläche. Um daher den gemäss dem Verfahren nach vorliegender Erfindung her gestellten Strassenbaustoff möglichst wider standsfähig zu machen, ist es zweckmässig, ihm noch einen geringen Prozentsatz Kaut schuk zuzufügen.
Dadurch wird der raube Belag wesentlich haltbarer; der Kautschuk verkittet anscheinend die sich bildende porösr, Masse und verhindert deren V ersprödung und zu schnelle Abnützung Während man also im heutigen Strassen bau für die Beläge Erdölasphalte von niedri gen Schmelzpunkten, zum Beispiel für Ober flächenbehandlung ein nach Krämer-Sarnow bei zirka 30 C schmelzendes Material, für Tränk- und Mischverfahren ein solches Pro- dukt, dessen Schmelzpunkt bei zirka 50 liegt, verwendet, wird nach vorliegender Er findung stets ein höher schmelzender As phalt, als er gewöhnlich angewendet wird,
gewählt und dessen Schmelzpunkt durch Zu satz eines zwischen 150 bis 400 - C sieden den, aus der Destillation eines Naturproduk tes gewonnenen Öls so erniedrigt, dass ein Produkt von einer Beschaffenheit entsteht, wie man es in der Regel im Strassenbau an wendet.
Gerade in der Wahl eines hoch schmelzenden Asphaltes, als welchen man Erdöl- oder Naturasphalt verwenden kann, liegt die Bedeutung der Erfindung, denn wenn man die gebräuchlichen Erdölasphalte mit (71 versetzt, verdirbt man deren gute Ei genschaften und vor allem ihre Bindekraft.
Als Öl, wie es im Sinne des vorliegenden Verfahrens zu verwenden ist, kann man die in den angegebenen Temperaturgrenzen lie genden Fraktionen der Destillation von Kohle, Erdöl, Holz, Schiefer usw., wie zum Beispiel Teeröl, Anthrazenöl, Texasöl, Gasöl, Solventnaphta usw. benutzen.
Kommt ein Kautschukzusatz in Betracht, so wird der Kautschuk zweckmässig in Lö sung von Benzol, Benzin, Solventnaphta, Teeröl oder andern Lösungsmitteln zugesetzt: Ein solcher Kautschukzusatz ist sehr er wünscht, da sonst ein leicht spröde werdendes Material entsteht.
Der nach vorliegendem Verfahren her gestellte Strassenbaustoff kann auch als Zu satz zu Strassenteer dienen.
Der nach dem vorliegenden Verfahren hergestellte Strassenbaustoff kann mit einem Emulgierungsmittel, wie zum Beispiel Harz seife, Oleinseife, in Wasser emulgiert und auf diese Weise in kaltem Zustande verar beitet werden. Auch im emulgierten Zustande auf die Strasse aufgebracht, behält er nach dem Verdunsten des Wassers seine Eigen schaft, widerstandsfähige Beläge mit rauher Oberfläche zu geben, bei.
Die Anwendungsweise eines solchen Stra ssenbaustoffes zur Erzeugung von rauhen Belägen kann eine ausserordentlich verschie dene sein. Der Strassenbaustoff ist für Ober- flä chenbehandlung und zur Anwendung im Tränk-verfahren oder nach dem Mischverfah ren geeignet. Bei der Herstellung von Asphaltbelägen in dicker Schicht kann man auch nur auf der obersten Abschlussdecke den genannten Strassenbaustoff aufbringen, da nur die Fahrbahn stumpf und rauh bleiben soll. Speziell die Herstellung einer Abnut zungsschicht, die aus feinkörnigem Sand und den zur Ausführung des Verfahrens gemäss der Erfindung benutzten Materialien besteht, gibt günstige Resultate.
Das vorliegende Verfahren ist auch ge eignet, um, bereits fertige Strassen aufzu- rauhen, sofern sie aus genügend hochschmel zendem Asphalt hergestellt sind. Bei den Stampf- und Walzasphaltstrassen ist das der Fall und können diese durch Behandlung mit einem zwischen 150 bis 100 siedenden, aus der Destillation eines Naturproduktes gewon nenen 01, am besten mit einem Kautschuk gehalt, rauh gemacht werden. An der Ober fläche bildet sich in dünner Schicht der ge wünschte Strassenbaustoff von rauher Beschaf fenheit. Zum besseren Eindringendes Öls in den Asphalt nimmt man zweckmässig die Be handlung bei höherer Temperatur vor.
J e nach dem Verwendungszweck können Strassenbaustoffe von verschiedenen Schmelz punkten vom flüssigen bis zum festen Pro dukt hergestellt werden. Man erreicht das einerseits durch die Wahl des hochschmelzen den Asphaltes, anderseits durch die Menge des zugesetzten Öls.
<I>Beispiel 1:</I> 840 kg Erdölasphalt vom Schmelzpunkt 90 bis 100 C (nach Krämer-Sarnow) wer den geschmolzen, mit 120 kg Gasöl versetzt und umgerührt, bis eine homogene Masse ent standen ist; zu dieser setzt man 40 kg einer 5 % ixen Kautschuklösung.
<I>Beispiel 2:</I> 20 kg 10%iger Kautschuklösung werden in 250 kg Anthrazenöl aufgenommen und hierauf 730 kg geschmolzener Erdölasphalt von Schmelzpunkt zirka 70 (nach Krämer Sarnow) zugesetzt und das Gemisch unter Umrühren und Erwärmen so lange erhitzt, bis eine homogene Masse entstanden ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Strassen baustoffes zur Erzeugung von haltbaren Be lägen mit rauher Oberfläche, dadurch ge kennzeichnet, dass man einen hochschmelzen den Asphalt mit einem zwischen 150 bis 400 C siedenden, aus der Destillation eines Naturproduktes gewonnenen 01 vermischt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Mischung einen geringen Prozentsatz Kautschuk zu fügt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Mischung mit: Hilfe eines Emulgierungsmittels emul- giert.
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