CH149090A - Verfahren zur Darstellung von Zelluloseestern. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Zelluloseestern.

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CH149090A
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methylene chloride
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cellulose esters
cellulose
acetic acid
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung von     Zelluloseestern.       Die Darstellung von     Zelluloseestern    er  folgt in der Regel in Gegenwart der ent  sprechenden freien Fettsäure, der ausser einer  spezifischen Wirkung die Rolle sowohl des       Lösers    für den entstehenden     Zelluloseester,     wie des Regulators für den Reaktionsverlauf  zukommt.  



  Es wurde nun die Beobachtung gemacht,  dass man die     Acidylierung    ohne Zugabe von  freier     Fettsäure    in     Gegenwart    von     Methylen-          chlorid        vornehmen    kann. Das     Methylen-          chlorid    übernimmt dabei erfolgreich die Rolle  der freien Fettsäure.

   Es ist wie diese be  fähigt, als Lösungsmittel für die Ester, zum  Beispiel für das gebildete     Primäracetat,    zu  wirken, das, wenn bei der     Acetylierung    bei  spielsweise Schwefelsäure, ihre Derivate oder  Salze als Katalysatoren verwendet werden,  sowohl die     Sulfacetatstufe,    wie die     Triacetat-          stufe    in Lösung halten kann.

   Es übt ferner  die     Funktion    des     Verdünnungsmittels    und  des     Reglers    beim Reaktionsverlauf aus,    führt, wie Versuche ergaben, unter weit  gehender Schonung des     Zellulosemoleküls    vor  Abbau zu Rohlösungen seltener Homogenität,  Viskosität,     Klarheit    und Faserfreiheit, so  dass sie sich direkt zum Verspinnen eignen.  Dabei übersteigt die in den Reaktionsgang  einzusetzende Menge, wie sich zeigte, keines  falls die     beiEisessig    erforderliche, gestattet die       Acetylierung    bei gewöhnlicher, wie erhöhter  Temperatur mit den üblichen     Katalysatoren     und ohne die Reaktionszeit zu verlängern.  



  Die Rohlösung eignet sich direkt zum  Trocken-, Nass- und     Streckspinnverfahren     und gestattet hierbei die Wiedergewinnung  des     Methylenchlorids    durch seine Absorption  bei der ihm angepassten     Spinntemperatur     oder durch     Abscheidung    im     Fällbade.     



  Ein weiterer Vorteil des neuen Verfah  rens beruht darauf, dass     etwa    nur ein Drittel  der bisher üblichen Menge an Essigsäure in  der Rohlösung vorhanden ist und dass sich  die     Wiedergewinnung    sowohl der Essig-      säure, wie des Verdünnungsmittels sehr ein  fach gestaltet.

   Will man das     Zelluloseacetat     beispielsweise aus der     Methylenchlorid-Roh-          lösung    isolieren, so kann man durch vor  sichtiges     Erwärmen    auf zirka 45' C das       Methylenchlorid        aus    ihr     abdestillieren    - ge  gebenenfalls unter vorheriger Abstumpfung  des     Katalysators    - und kann den Rückstand  in üblicher Weise fällen.  



  Werden als     Fällungsmittel    nicht wässe  rige Flüssigkeiten     (zum    Beispiel Benzol) an  gewendet, so kann das entstandene Flüssig  keitsgemisch infolge der grossen Siedepunkts  differenz seiner     Komponenten    leicht durch  fraktionierte     Destillation    aufgearbeitet wer  den     (beispielsweise        Methylenchlorid    S. P.  42   C, Benzol S. P. 80   C, Essigsäure S. P.  118   C). Hierbei lässt sich die Essigsäure       natürlich    in konzentrierter Form wieder  gewinnen.  



  Wird die Fällung in Wasser vorgenom  men, so erleichtert die Gegenwart des bei  der     Acetylierung    angewendeten Lösungsmit  tels die Aufarbeitung der anfallenden ver  dünnten     Säure;    das     Lösungsmittel    bildet  mit dem Wasser ein     azeotropes    Gemisch, wo  durch der Abtrieb des Wassers erleichtert  wird, wenn nach irgend einem     Destillations-          oder        Extraktionsverfahren    die Wieder  gewinnung der Essigsäure vorgenommen  wird.  



  Als Rohstoff für die Fabrikation kommt  Zellulose in ihren handelsüblichen     Erschei-          nungsformen,        mereerisierte    Zellulose,     Hydro-          zellulose        ete.,    gegebenenfalls nach geeigneter         Vorbehandlung,    zur     Anwendung.    Die Aus  beuten sind gut, häufig nahezu     quantitativ.          Beispiel:

       100 Gewichtsteile Baumwolle werden in  ein Gemisch aus 350 Teilen Essigsäure  anhydrid, 6,5 Teilen     Natriumbisulfat,    wel  ches zirka 0,7 Teile freie Schwefelsäure ent  hält, und 350 Teilen     Methylenchlorid    ein  getragen. Bei     Zimmertemperatur    entsteht  nach 24 Stunden eine klare, hochviskose     Tri-          acetatlösung.    Der     Acetylierungsvorgang    kann  durch     Anwendung    erhöhter Temperatur  (zum Beispiel unter<B>50'</B> C) beschleunigt  und in 8 bis 12 Stunden zu Ende geführt  werden.  



  Um aus der Rohlösung das     Triacetat    ab  zutrennen und um     Eisessiganhydrid    zurück  zugewinnen, wird zum Beispiel mit Benzol  gefällt und gewaschen. Das abgetrennte     ter-          näre    Flüssigkeitsgemisch wird durch frak  tionierte     Destillation    in seine Komponenten       Eisessiganhydrid,    Benzol und     Methylenchlo-          rid    zerlegt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Veresterung von Zellulose mit Acidylierungsmitteln, dadurch gekenn zeichnet, dass die Veresterung ohne Zugabe von freier Fettsäure und in Gegenwart von b1ethylenchlorid vorgenommen wird.
CH149090D 1929-06-07 1930-05-16 Verfahren zur Darstellung von Zelluloseestern. CH149090A (de)

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