CH149093A - Verfahren zur Darstellung von 1-Phenyl-2-N-methylamino-propanol (1) (Ephedrin). - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von 1-Phenyl-2-N-methylamino-propanol (1) (Ephedrin).

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CH149093A
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ephedrine
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propanol
catalytic reduction
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Aladar Dr Skita
Fritz Dr Keil
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Aladar Dr Skita
Fritz Dr Keil
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  Verfahren zur Darstellung von     1-Phenyl-2-N-methylamino-propanol    (1)     (Ephedrin).       Bisher war     dureli    Untersuchungen von  G.     Mignonac    (französisches Patent Nr. 529159  vom 3. Juli 1920), durch Arbeiten von       Knoop    und     Oesterlin        (Zeitschrift    f.     physiol.          Chem.    170, S.     1 & 6,    1927,, sowie durch Ar  beiten von A.     Skita    und Mitarbeitern, B.

    59, 2683, 19:26, und     Ann.    453, S. 190, 1927)  bekannt geworden, dass man durch Einwir  kung von Ammoniak oder Aminen auf     C.ar-          bonylverbindungen    unter gleichzeitiger Re  duktion Amine herstellen kann.    Es war jedoch     bis    jetzt nicht     bekannt        und     auch nicht vorauszusehen, in welcher Weise       Diketone    unter gleichzeitiger     Reduktion    bei       Gegenwart    von Ammoniak oder Aminen rea  gieren würden.  



  Überraschenderweise hat sich nun gezeigt,  dass     Diketone        unter    diesen Bedingungen der  art reagieren können, dass nur eine     Keto-          gruppe    in eine substituierte     Aminogruppe     umgewandelt wird, während die zweite Keto@-         gruppe        unangegriffen    bleibt oder zu einer       Alkoholgrupe    .reduziert wird.

   Gemäss     idem     Verfahren vorliegender Erfindung     wird     durch     katalytische    Reduktion von     Acetyl-          benzoyl    in     Gegenwart    von     Methylamin    das       1-Phenyl-2-N-methylamino,-propanol    (1) =       (dl-Ephedrin)    dargestellt. Da die Möglichkeit  der     Bildung        anderer        Isomerer    hierbei gege  ben ist, ist hervorzuheben, dass nach dem  Verfahren fast ausschliesslich die genannte  Verbindung entsteht.

      Als     Katalysator    kann eine kolloide Pla  tinlösung dienen. Man kann aber auch Ka  talysatoren     verwenden,    die nicht Edelmetalle,       sondern    andere Metalle, zum Beispiel Nickel,  enthalten. Die     Reaktion    kann sowohl in al  kalischer, als in     saurer    Lösung durchgeführt  werden.  



  Das Endprodukt des Verfahrens soll selbst  als Arzneimittel oder als Zwischenprodukt  zur Herstellung von Heilmitteln dienen.      <I>Beispiel 1:</I>  15     gr        Acetylben.zoyl    und 15     gr    einer  83 %     igen        Methylaminlösung    werden nach Zu  satz von 2     cm3    konzentrierter Salzsäure und  einer kolloiden Platinlösung (entsprechend  1,5     gr    Platin und 3'     gm    Gummi     arabicum)     bei 3     Atm.    Überdruck der Hydrierung bei  Zimmertemperatur unterworfen.

   Nach 3/4  Stunden war die für 2     Mol.    berechnete Menge  Wasserstoff aufgenommen. Das     mit    Salz  säure in der Wärme gefällte Platin wird       abfiltriert    und aus dem alkalisch gemachten  Filtrat der     Aminoalkohol    gefällt, der bei  12 mm von 135 bis 188   siedet und den  Schmelzpunkt 75 bis 76   zeigt.     Das,    salz  saure Salz des     1-Phenyl-2-N-m-ethylamino-          propanols    (1),     (Ephedrin)    zeigt nach Um  kristallisieren den Schmelzpunkt 184 bis  185  .  



  <I>Beispiel 2:</I>  10     gr        Acetylbenzoyl    und 15     gr    33%     iges          Methylamin,    gelöst in 70 cm' 96 %     igen    Al  kohol, wurden mit 8     gr    16     %igen    Nickel  katalysator (Nickel auf poröser Kieselsäure  niedergeschlagen) bei einem Wasserstoff  druck von 50 Alm. hydriert. Die schon bei  Zimmertemperatur beginnende Wasserstoff  absorption erreichte bei einer Temperatur von  40 bis 50   nahezu     theoretische    Werte. Das  Nickel wurde     abfiltriert    und mit Äther ge  waschen.

   Nach .dem     Ansäuern    des Filtrates  wurde die Lösung stark eingeengt und zur  Entfernung der sauren Bestandteile     ausge-          äthert.    Die basischen Bestandteile wurden  mit     Atzkali    abgeschieden und in Äther auf  genommen. Nach dem     Trocknen    und Ver  dampfen des     Athers        blieb    ein basisches. öl  zurück, das beider     Destillation    neben wenig  höher siedenden Produkten ein Destillat vom  Siedepunkt 1217 bis 131   lieferte.  



  Aus dieser     Fraktion    wurde in ätherischer  Lösung mit alkoholischer Salzsäure das Hy  drochlorid gefällt, welches bald fest wurde  und aus Methylalkohol umkristallisiert, bei  186   schmolz.  



  Der Mischschmelzpunkt mit     Ephetonin,     dem salzsauren Salze des     Ephedrin,    zeigte    keine Depression. Aus dem Chlorhydrat  wurde mit Kalilauge die Base freigemacht  und in Äther aufgenommen. Nach dem  Trocknen und Verdampfen des     ,Äthers    blieb  eine Substanz zurück, die nach dem     Umkri-          sta.llisieren    aus     Ligroin    bei<B>76'</B> schmolz und  mit dem synthetisch hergestellten     dl-Ephe-          drin    keine     Schmelzpunktsdepression    zeigte.

           Beispiel   <I>3:</I>         15,gr        Acetylbenzoyl    wurden nach Zusatz  von 10     cm3        33%iger        Methylaminlösung:

  ,     6,7 cm' Eisessig und 10     cm'    Wasser in Ge  genwart einer kolloidalen Platinlösung (bereis       tet    aus 60 cm' 1 %     igem    Platinkolloid, 10 %     i,ge          Platinchlorwasserstoffsäure    und 10 cm'  10 %     ige        Gummiarabicumlösung)    der     FIydrie-          rung    bei Zimmertemperatur und 3     Atm.     Überdruck unterworfen. Nachdem nahezu 4  Liter Wasserstoff aufgenommen waren, kam  die Hydrierung zum Stillstand.

   Das     Platin     wurde mit Salzsäure ausgeflockt, aus dem  Filtrat neben vielen nichtbasischen Bestand  teilen etwa 3     gr    Base vom Siedepunkt 138  bis 140' erhalten. Durch Reinigung über  das Hydrochlorid vom Schmelzpunkt 184 bis  186   wurde hieraus das     dl-Ephedrin    vom  Schmelzpunkt 76   gewonnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Darstellung von 1-Phenyl- 2-N-methyl-amino-propanol (1) (Ephedrin), dadurch gekennzeichnet, dass man Acetyl- benzoyl in Gegenwart von Methylamin einer katalytischen Reduktion unterwirft. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die katalytische Reduktion mittelst kolloider Platinlösung unter 3 Atm. Überdruck und bei gewöhn licher Temperatur ausführt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss man .die katalytische Reduktion mittelst auf poröser Kieselsäure niedergeschlagenen Nickels unter 50 Atm. 'Überdruck und bei einer Temperatur zwi schen Zimmertemperatur und 40 bis 50 C ausführt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die katalytische Reduktion in Gegenwart von Eisessig aus führt.
CH149093D 1928-06-15 1929-06-14 Verfahren zur Darstellung von 1-Phenyl-2-N-methylamino-propanol (1) (Ephedrin). CH149093A (de)

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