CH149096A - Einrichtung zum Reinigen und Mischen von Fetten, Wachsen und andern Stoffen butterartiger Konsistenz. - Google Patents

Einrichtung zum Reinigen und Mischen von Fetten, Wachsen und andern Stoffen butterartiger Konsistenz.

Info

Publication number
CH149096A
CH149096A CH149096DA CH149096A CH 149096 A CH149096 A CH 149096A CH 149096D A CH149096D A CH 149096DA CH 149096 A CH149096 A CH 149096A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
die
liquid
substances
press
organ
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Bendlin Richard
Ottokar Dr Urbasch
Original Assignee
Bendlin Richard
Ottokar Dr Urbasch
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bendlin Richard, Ottokar Dr Urbasch filed Critical Bendlin Richard
Publication of CH149096A publication Critical patent/CH149096A/de

Links

Landscapes

  • Dairy Products (AREA)

Description


      Einrichtung    zum Reinigen und Nischen von Fetten, Wachsen und andern Stoffen  butterartiger Konsistenz.    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  eine Einrichtung zum Reinigen und Mischen  von Fetten, Wachsen und andern Stoffen  butterartiger Konsistenz, bei welcher eine  Presse     verwendet    wird, die geeignet ist, die  zu behandelnden Stoffe in feine Fäden zu  unterteilen, indem sie diese durch eine ge  lochte     Matrize    drückt.

   Gemäss der Erfindung  weist die Einrichtung ausser der Presse noch  ein Organ zur Zuführung einer Flüssigkeit  auf, welches bei der Matrize mündet und ge  eignet ist, eine unter     .Druck    ausströmende  Flüssigkeit so über die     Matrizenoberfläche     zu leiten, dass die bei Betätigung der Presse  in der Matrize sich bildenden Fäden unmit  telbar bei ihrem Austreten in kleinste Teil  chen zerrissen und von der Flüssigkeit fort  gespült werden.  



  Eine     derartige    Einrichtung ist in vorzüg  licher Weise geeignet, Fette; Wachse und an  dere Stoffe butterähnlicher Konsistenz zu  mischen und zu reinigen, und zwar<I>ohne jede</I>    <I>Schmelzung</I> der Stoffe, weil infolge der Zer  teilung in kleinste Teilchen die in den be  handelten Stoffen enthaltenen Verunreini  gungen in die Waschflüssigkeit übergehen  und hierauf leicht abgetrennt werden können.  In dem aus der beschriebenen     hinrichtung     austretenden Gemisch von Fetteilchen und  Waschflüssigkeit sammelt sieh das Fett an  der Oberfläche und kann leicht durch Pres  sen oder Schleudern oder andere bekannte  Verfahren von der Flüssigkeit getrennt wer  den.

   Haben die behandelten Stoffe unlösliche  Verunreinigungen enthalten, so sammeln sich  diese beispielsweise am Boden des verwende  ten Sammelbehälters und sind leicht zum Bei  spiel durch     Absetzen.    zu entfernen. Haben die  behandelten     Stoffe    nur lösliche Verunreini  gungen, zum Beispiel Kochsalz, enthalten, so  kann das Gemisch aus Waschflüssigkeit und       Fet        eilchen    direkt in eine     Filterzentrifuue     geleitet werden, wo die Trennung in bekann  ter Weise erfolgt.

        Es ist klar, dass die Einrichtung ,gemäss  der Erfindung durch die Zerteilung der be  liandelten Stoffe in kleinste Teilchen auch  eine vollkommene Mischung verschiedener in  die Presse eingeführter Stoffe ohne Schmel  zung derselben ermöglicht.  



  In der Zeichnung sind drei Ausführungs  beispiele der Einrichtung gemäss der Erfin  dung dargestellt, und zwar zeigt     Fig.    1 ein  Ausführungsbeispiel im Vertikalschnitt,     Fig.     2 einen     Vertikalschnitt    nach Linie     II-II     der     Fig.    3 eines andern     Ausführungsbeispiels;          Fig.   <B>3</B> ist ein Horizontalschnitt nach Linie       III-III    der     Fig.    2; in     Fig.    4 ist ein drittes  Ausführungsbeispiel der Presse in einem Ver  tikalschnitt nach Linie     IV-IV    der     Fig.    5  dargestellt;

       Fig.    5 ist der Grundriss zur       Fig.    4;     Fig.    6 zeigt eine     Gesamtanordung     der Presse und einer     Zentrifuge    in     einem          Vertikalschnitt.     



  Bei dem Ausführungsbeispiel gemäss       Fig.    1 ist 2 der Zylinder einer Fadenpresse,  unter deren Kolben 3 im Raume 1 sieh die  zu reinigende Rohbutter,     Margarine,    oder der  gleichen befinden. Durch Bewegung des Kol  bens 3 gegen die Matrize 4 wird das Fett  durch die Kanäle 14 gepresst und hierdurch  in Fäden verwandelt, welche sofort beim Aus  tritt aus der Matrize 4 durch einen Wasser  strahl abgeschnitten werden. Es ist selbst  verständlich, dass man an der Stelle der Kol  benpresse- eine -Schneckenpresse oder andere       Presseinrichtung    benutzen kann. Das Was  ser zur Bildung des Abschneide- und Wasch  strahls fliesst durch das Rohr 5 und die Düse  7 gegen den     Fo:rtsatz    8 der Matrize 4.

   Durch  diesen wird es stossfrei in der Richtung der  Halbmesser der Matrize verteilt und schneidet  die daraus austretenden Fettfäden ab. Am  Rand 9 der Matrize 4 wird das     Fetteilchen-          Wassergemisch    in der Richtung des Gehäuses  6 stossfrei umgeleitet. und fliesst dann durch  den Rohransatz 10 in einen beliebigen Behäl  ter. Hier     steigt    es an die Oberfläche der  Waschflüssigkeit und nimmt ein<B>,</B> schmackhaft  aussehendes, schwammartiges Gefüge an. Es  ist selbstverständlich, dass man die Wasch-    strahlen in umgekehrter     Richtung,    also vom  Umfang zum     Mittelpunkt    der     Matrize    leiten  kann.  



  In dem     Ausführungsbeispiel    gemäss     Fig.    2  und 3 ist 4 die Matrize, 2 ist der     Zylinder     der Presse     und    3 ist .der     Presskolben.    5 ist  die Leitung, durch welche die Waschflüssig  keit hindurchgeführt     wird.    Diese Leitung 5  ist im     Bereiche    der Matrize 4 bei 15 derart  -erweitert,.     dass    die - Geschwindigkeit der       Waschflssigkeit    längs der ganzen Fläche  der Matrize ungefähr gleich gross ist, wobei  die Strömungsrichtung der Waschflüssigkeit  senkrecht zu jener Richtung ist, in welcher  die Fettfäden in den Waschraum eintreten.  



  Bei den Ausführungsbeispielen gemäss den       Fig.    4 und 5 ist wieder 4 die Matrize, 3 der       Presskolben.    Die Waschflüssigkeit     strömt     durch das Rohr 5     und,die    Düse 7, die gegen  über dem Mittelpunkt der Matrize 4     in.einer     Platte 11 angebracht ist, radial nach aussen,  schneidet die aus der Matrize     austretenden          Fettfäden    ab und fliesst sodann entlang des  Umfanges des Gehäuses 6 durch das Aus  trittsrohr 10. Bei dieser     Ausführung    ist es  besonders leicht möglich, die Grösse der gebil  deten Fetteilchen zu verändern, indem man  den Abstand der Matrize 4 von der Platte 11  verändert.

   Diese Veränderung erfolgt durch  Hochziehen des Rohres 5, auf dem sich die  Platte 11 befindet. Die Feststellung der  Platte in einer     bestimmten.    Lage erfolgt     mit-          telst    der Mutter 6\.  



  Die eben beschriebene Bauart entspricht  der erstbeschriebenen     Bauart,    wenn die Platte  fehlt.  



  Die Matrize und die ihr gegenüber be  findliche     Platte    können auch kegelförmig  ausgebildet sein, wobei die Düse für die  Waschflüssigkeit an der Spitze des von der  Platte     .gebildeten    Kegels so angeordnet ist,  dass die Waschflüssigkeit mit an allen Stel  len gleicher Geschwindigkeit längs der Kegel  erzeugenden über die Matrize strömen kann.  



  Auch hier kann die Bewegung der Wasch  flüssigkeit.     senkrecht    zu den aus der Ma  trize austretenden Fettfäden stattfinden.      Im Nachfolgenden wird die Wirkungs  weise der in     Fig.    6 dargestellten Einrichtung  beschrieben:  Die zu mengende oder zu reinigende But  ter (Fett) wird durch Öffnen oder Abnehmen  des     Presskopfes        _.    in den Zylinder gebracht,  an dessen unterem Ende sich der Kolben 3  befindet. Dann wird der     Presskopf        mittelst     Schrauben oder eines Verschlusses beliebiger  Art geschlossen.

   Nun wird die Waschflüssig  keit, zum Beispiel Wasser oder mit Reinkul  turen gesäuerte Milch usw.     mittelst    Druck  durch das Rohr 5 und die Düse 7 auf die  Matrize 4 gepresst, wo sie sich radial verteilt       und    am Umfang des Gehäuses 6 durch das  Austrittsrohr 10 und über die Rinne 20  durch die geöffneten Deckel 23 und 24 in  den     Zentrifugenrotor    22 fliesst. Hier sickert  sie durch die Filter des Rotors und fliesst  durch das     Ausflussrohr    des     Stators    26 ab.

    Wenn die Waschflüssigkeit durch die Appa  ratur fliesst, wird der Kolben mittelst der     U-          förniig    ausgebildeten Kolbenstange 16 und  der an ihr befindlichen Zahnstange 17     mit-          telst    des Zahnrades 18 durch Drehen der  Handkurbel 19 ,gehoben. Nun wird die But  ter (Fett) durch die Matrize in feine Fäden  zerteilt, die sofort nach ihrem Austritt an der  obern     Matrizenseite    vom Strahl der Wasch  flüssigkeit abgeschnitten und weggespült  werden müssen.

   Auf diese Weise gelangt die  fein     verteilte    Butter (Fett) in schwamm  artiger     Konsistenz,    in den sich langsam  drehenden     Zentrifugenrotor,    in welchem sie  sich anlagert. Die überschüssige Waschflüs  sigkeit sickert durch die Filter 25 und aus  dem     Austrittsrohr    26, von wo sie nötigenfalls       neuerdings    der Düse zugeführt werden kann.  Ist das gewünschte Mass an Butterfüllung im  Rotor erreicht, .so wird die Butterzufuhr  durch Stillegung des Kolbens unterbrochen ,  und der     Zutritt    der Waschflüssigkeit ge  sperrt.

   Die, die Presse     mit    der Zentrifuge ver  bindende Rinne 20, kann nun abgenommen  oder seitlich verdreht werden, so dass die  Zentrifuge freisteht. Die Deckel 23 und 24  werden nun geschlossen und die     Geschwin-          digkeit    des Rotors so weit erhöht, dass     noch       kein festes Zusammenpressen des Inhalte  stattfindet, aber der grössere Teil der Wasch  flüssigkeit nach aussen abfliesst, wobei er  durch das langsame Durchdringen der  schwammigen Masse auf diese reinigend ein  wirkt. Dann wird der     Rotor    auf eine höhere  Tourenzahl gebracht. !so dass der Butter (dein       Fett)    durch die Fliehkraft die anhaftende  Waschflüssigkeit entzogen, dieselbe also ge  trocknet wird.

   Nach Eintritt des gewünsch  tem Trockengrades     wird    der Rotor abgestellt,  die Butter kann daraus entnommen und ge  gebenenfalls dem ganzen Verfahren nochmals       unterworfen    und schliesslich eventuell noch  ausgepresst werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Reinigen und Mischen von Fetten, Wachsen und andern Stoffen but terartiger Konsistenz, mit Verwendung einer Presse, die geeignet ist, die zu behandelnden Steffe in feine Fäden zu unterteilen, indem sie die Stoffe durch eine gelochte Matrize drückt, gekennzeichnet durch ein Organ zur Zuleitung einer Flüssigkeit, welches bei der Matrize mündet und .geeignet ist, eine unter Druck ausströmende Flüssigkeit so über die Matrizenoberfläche zu leiten,
    dass die bei Be- tätigung der Presse in der Matrize sich bil denden Fäden unmittelbar bei ihrem Austre ten in kleinste Teilchen zerrissen und fort- gespült werden. UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Organ für die Zuleitung der Flüssigkeit senkrecht zur Matrizenoberfläche steht und an letz terer Führungsmittel angebracht sind, wel che einen stossfreien Durchfluss der Flüs sigkeit und ein möglichst senkrechtes Ab schneiden der sich bildenden Fäden er möglichen. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Organ für die Flüssigkeitszuführung parallel zur Na trizenoberfläche angeordnet ist, wobei die Mündung in einen verbreiterten Raum übergeht, der eine möglichst gleichförmige Strömung gestattet. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Organ für die Flüssigkeitszuführung im Zentrum einer gegenüber der Matrize angeordneten Platte mündet, derart, dass die ausströmende Flüssigkeit in. dem Zwischenraum zwi- sehen Matrize und Platte radial nach aussen strömen muss. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch der Presse nachgeschaltete Einrichtung zur Trennung der von der Flüssigkeit mitgerissenen Teilchen der be- ha.nd-elten Stoffe von der Flüssigkeit.
CH149096D 1929-01-09 1930-01-04 Einrichtung zum Reinigen und Mischen von Fetten, Wachsen und andern Stoffen butterartiger Konsistenz. CH149096A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT149096X 1929-01-09
AT231229X 1929-12-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH149096A true CH149096A (de) 1931-08-31

Family

ID=25606935

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH149096D CH149096A (de) 1929-01-09 1930-01-04 Einrichtung zum Reinigen und Mischen von Fetten, Wachsen und andern Stoffen butterartiger Konsistenz.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH149096A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3048924A1 (de) Vorrichtung zum verdicken und entwaessern von schlamm
DE2255325A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum trennen fluessiger und fester stoffe eines gemisches
DE2328258A1 (de) Verfahren zum abtrennen von fluessigkeiten aus einem feststoff-fluessigkeitsgemisch und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE3126466A1 (de) Siebmaschine
DE1460325A1 (de) Verfahren zum Waschen von Textilmaterialien,wie Rohwolle und Garne,und zur Durchfuehrung dieses Verfahrens dienende Vorrichtung sowie entsprechende Anlage
DE2063345C3 (de) Vorrichtung zum Filtern von Abwasser
CH149096A (de) Einrichtung zum Reinigen und Mischen von Fetten, Wachsen und andern Stoffen butterartiger Konsistenz.
DE2165138A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Konzentration von Schlämmen oder Trüben
DE2644976A1 (de) Scheidepresse
DE457955C (de) Ruebenschnitzelpresse
AT131375B (de) Verfahren und Einrichtung zum Reinigen, Mischen und Veredeln von Fetten.
DE713963C (de) Vorrichtung zum ununterbrochenen Extrahieren von oel- und fetthaltigen oder anderen Stoffen im Gegenstrom
DE2434943A1 (de) Vorrichtung zur entfernung von fluessigkeit aus einer suspension
DE1223093C2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen extraktion von verunreinigungen und glyzerin aus rohseife
DE335061C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Trennen einer Fluessigkeit von den in ihr enthaltenen fluessigen und festen Bestandteilen
DE347969C (de) Saugfilter
DE723195C (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen Auspressen von Beeren, Fruechten u. dgl.
DE1097409B (de) Anschwemmfilter
DE660649C (de) Fruchtpresse mit einem Fuellgehaeuse mit Zubringerschnecke und einem anschliessendenSiebkorb mit Pressschnecke
DE659575C (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Extrahieren von OElsaaten und oelhaltigen Stoffen oder anderem extrahierbaren Material
DE130826C (de)
DE3243105A1 (de) Vorrichtung zum kontinuierlichen extrahieren von fluessigkeitshaltigen stoffen
DE1903974B2 (de) Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen entwaessern von abwasserschlaemmen
DE857021C (de) Brikettpresse
DE685227C (de) Pressvorrichtung