CH149180A - Brennkraftmaschine. - Google Patents
Brennkraftmaschine.Info
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Description
Brennliraftmaschine. Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Brennkraftmaschine, bei der zwei mit, seitlich hinausgeführten Verbrennungsräu men versehene Arbeitszylinder und ein doppeltwirkender Kompressor gleichachsig angeordnet sind, so dass die Verbrennungs räume der Arbeitszylinder nebeneinander liegen, wobei die Druckluft von sämtlichen Kompressorräumen durch die für alle gleich achsig angeordneten Kolben gemeinsame, ge führte und teilweise hohle Kolbenstange zu einem das Ende der Kolbenstange aufneh menden Druckrohrstutzen geführt wird.
In den Zeichnungen sind Ausführungs- beispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 und ja zeigen eine Verbrennungs= kraftmaschine im Schnitt; Fig. 2 zeigt eine andere Verbrennungs- kraftmaschine gemäss der Erfindung, und die Fig. 3 und 6 zeigen Kolbenringe.
Bei der Maschine gemäss der Fig. 1 und la sind die beiden Arbeitszylinder 1 und 2 mit dem Kompressorzylinder 17 von glei- chem äussern Durchmesser, aber grösserer Bohrung coaxial hintereinander angeordnet; die seitlich herausgeführten Verbrennungs räume 3 und 4 liegen zwischen den beiden Zylindern nebeneinander in einem Zwischen stück B. Die Arbeitskolben 5 und 6 sitzen auf einer gemeinsamen Kolbenstange 7.
Die Kolbenstange ist in dem Zwi,#ehen- stück 8 in einer kalibrierten Führungsbuchse 9 ohne Stopfbüchsendichtung geführt. Dies ist möglich, da die kleinen Gasmengen, die infolgedessen von einem Verbrennungsraum zum andern gelangen können, hier ohne Be deutung sind.
Das Zwischenstück 8 ist in sei ner vollen Stärke um die Kolbenstange her umgeführt derart, dass die beiden Ränder d-r Bohrung für die Kolbenstange in zwei paral lelen Ebenen liegen, indem die Aussparun gen für die Verbrennungsräume die Bohrung für die Kolbenstange nicht anschneiden. Di4, Kolben gehen in der einen Totpunktlage bis auf etwa 3 mm an die Führungsbüchse 9 heran, so dass die Kolbenstange von der. höchsten Verbrennungstemperatur verschont bleibt; denn in einem so schmalen Spalt kann keine Verbrennung stattfinden. Infolge dessen ist gerade der empfindlichste Teil des Gestänges, nämlich die Vereinigung des Kol bens mit der Kolbenstange gegen die hohe Temperatur geschützt.
Das Zwischenstück 8 ist aussen an den Zylindern in Richtung der Zylinderachse nach beiden Seiten verlängert und mit Ein sätzen für vier Ventile 30, 31,<B>32'</B> und 33 ver sehen, von denen je zwei 30 und 31 bezw. 32 und 3 einander gegenüberliegen.
Je eines der einander gegenüberliegenden Ventile, vorzugsweise das Einsaugventil, ist in eine in das Zwischenstück in nicht ge zeichneter Weise eingeschraubte Büchse 83 eingesetzt, deren Durchmesser so gross ist, dass das andere Ventil nach Entfernung der Büchse durch deren Gewinde im Zwischen stück eingeführt und herausgenommen wer den kann. Die einander gegenüberliegenden Ventile werden durch die in der Mitte zwi schen den beiden Ventilen angeordnete ge meinsame Nockenwelle 311 bezw. 35 mittelst der zweiarmigen Hebel 36 betätigt.
Das Zwischenstück 8 ist mit den Arbeitszylindern 1 und 2 und dem Kurbelgehäuse 37 durch nicht gezeichnete Schrauben innerhalb der Steuerung verbunden und überträgt die in folge der Explosionen entstehenden Zug kräfte auf das Kurbelgehäuse 37, so dass die in einer Reihe auf das Kurbelgehäuse aufge setzten Arbeitszylinder von Zugkräften ent lastet und in ihrer Lage durch das Zwischen stück gesichert sind.
Der obere Teil des Arbeitszylinders 2 dient zur Kompression und zu diesem Zwecke sind im Zylinderboden 11 dieses Zylinders selbsttätige Saugventile 12 und im obern Boden des Arbeitskolbens -6 ebenfalls selbst tätige Druckventile 13 vorgesehen. Im Ar beitskolben 6 ist ein Druckraum 14 angeord net, von dem die Druckluft durch den Schlitz 15 in den hohlen Teil 16 der Kolbenstange 7 gelangt.
Auf dem obern Arbeitszylinder 2' ist der doppeltwirkende Kompressorzylinder 17 mit- telst Schrauben 18 befestigt. Die Saugven tile 19 und 20 der beiden Kompressorseiten sind in den beiden Kompressorzylinderböden 21 und<B>2</B> . angeordnet, während die Druck ventile 23 und 24 in den beiden Böden des Kolbens 25 des Kompressors sitzen.
Im Kompressorkolben ist ein Druckraum 27 vorgesehen, aus dem die Druckluft durch die hohle Kolbenstange zu dem das Ende der Kolbenstange aufnehmenden Druekrohr- stutzen 2,8 geführt wird. Der Kompressor- kolben 25 sitzt auf dem hohlen Teil 16 der Kolbenstange 7. Der auf dem Kolben 25 an geordnete Teil 26 besitzt entsprechend der durch den doppeltwirkenden Kompressor ge förderten Druckluftmenge eine grössere Boh rung als die übrigen.
In den Zylindern 2 und 17 sind bei. den Zylinderböden 11, 21 und 2',2 Drucka,us gleichsorgane 84 angeordnet. Diese besitzen ringförmige, mit Schlitzen versehene Schie ber, die sich unter der Wirkung von nicht ge zeichneten Federn an die gleichfalls mit nicht gezeichneten Schlitzen versehene Zylinder -wand legen und beim Verdrehen mehr oder weniger Schlitzquerschnitt freigeben. Eine solche Regelung ist beispielsweise für Höhen motoren von besonderer Bedeutung. In gerin gen Höhen, wo ohne oder mit ganz geringer Überladung gearbeitet wird, werden die Druckausgleichsorgane geöffnet, um einen möglichst kleinen Kompressor-Leerlaufver- lust zu erhalten.
Die Luft pendelt gewisser massen durch die Schlitze ein und aus. Die Schlitzquerschnitte sind zweckmässig so gross bemessen, dass nur geringe Strömungsver luste auftreten. Zur Unterstützung dieser Regelung können noch in den Ansaug- oder in den Druckrohren einstellbare Drossel klappen angeordnet werden.
Die Kolben arbeiten frei schwebend und die Seitendrücke werden durch die Kolben stange aufgenommen und auf ihre Führun gen übertragen, so dass die Druckventile in den Kolben vor Deformation durch Druck bewahrt bleiben. Dies ermöglicht auch die Herstellung der Kolben und der Zylinder- buchsen 85 aus Leichtmetall. Die Zylinder buchsen 8,5 sind zwecks guter Führung der Kolbenringe mit eingegossenen Stahlschie nen 86 versehen. Der Kolben und die Zy linderbuchsen dehnen sich deshalb gleichviel aus, so dass bei kalter Maschine nur ein klei- iies Spiel zwischen Kolben und Zylinder vor gesehen werden muss, das beim Warmwerden der Maschine erhalten bleibt.
Ein Klemmen und Festfressen der Kolben kann darum nicht eintreten. Die Kolbenringe 78 bezw. 80 können gemäss Fig. 5 und @6 ganz öder zum mindesten gemäss Fig. 3 und 4 in ihrem mit dem Zylinder in Berührung kommenden Teil 79 aus Phosphor-Bronze bestehen und durch Federn 8'2 an die Zylinderwand ge presst werden (Fig. 5 und 6).
Bei der Maschine gemäss Fig. 2 sind die seitlich hinausgeführten Verbrennungsräume 43 und 44 ebenfalls in einem Zwischenstück 48 so angeordnet, dass sie zwischen den bei den Arbeitszylindern 91, 92 nebeneinander liegen. Die Arbeitskolben 45 und 46 sitzen auf einer gemeinsamen Kolbenstange 47, die in dem Zwischenstück 48 und in dem Füh rungsstück 49 geführt ist. Das Führungsstück 49 ist mittelst Bolzen 50 aufgehängt und von aussen einstellbar. Die Gleitbahn des Füh rungsstückes 49 wird durch Ölrohre 51 ge schmiert. Das Führungsstück 49 ist so schmal, dass die beiden am Kolbenbolzen 52 angreifenden Pleuelstangen<B>53</B> ungehindert vorbei können.
In der untern Totlage ist die Unterkante des Kolbens 45 dicht über dem Führungsstück 49, wodurch eine Ersparnis an Bauhöhe erzielt wird.
Die Ein- und Auslassventile für die Ar beitszylinder 6,6 und 67 sind in Ventil stutzen 08 bezw. 69 jeweils auf der Kurbel seite des Verbrennungsraumes angeordnet, so dass ihre Steuerung in einfacher Weise durch Nockenwellen 34 und .35 mittelst Hebel 36 erfolgen kann. Die Zündkerzen 70 und 71 sind den Ventilen gegenüber angeordnet. Es ist auch möglich, sowohl an der obern Seite als auch an der untern Seite des Verbren nungsraumes Ventile anzuordnen und eine Zündkerze zwischen die Ventile einzubauen.
Über dem obern Arbeitszylinder 42 ist ciii doppeltwirkender Kompressor 5-4 angeordnet, der an dem Arbeitszylinder mittelst leicht lösbarer Schrauben 5,5 befestigt ist. Die An saugventile 56 und 57 der beiden Kompre,- sorseiten sind in den beiden Komprcssor- zylinderböden 58 und 59 angeordnet, wäh rend die Druckventile 60 und 61 in den bei den Böden des Doppelkolbens 62 des Kom- pressors sitzen. Die Ventile sind selbsttätig ausgebildet.
In dem Kompressorkolben ist ein Druckraum 68 vorgesehen, aus dem die Druckluft durch den verstärkten Teil 6-1 der hohlen Kolbenstange zu dem Pruckrohr- stutzen 2:8 geleitet wird.
Der gezeichnete Motor hat trotz der hohen spezifischen Leistung eine sehr geringe Bauhöhe und ein entsprechend geringes Ge wicht, da einerseits beide Verbrennungsräuinc auf gleicher Höhe liegen, so dass ihre Höhe in der Bauhöhe der Maschüne nur einmal zum Ausdruck kommt und cla anderseits in folge der Aufnahme des Seitendrucke durch die Kolbenstange die Kolben selber von diesem Drucke entlastet werden, so dass ihre Höhe gering sein kann.
Durch die Anordnung der Druckventil im Kompressorkolben ist es möglich, den er forderlichen Einsang- und Ausla.ssquerschnitt innerhalb des Zylinderdurchmessers unter zubringen. Die Ventilköpfe werden nur #zo hoch ausgeführt, als es der Einlassquer- schnitt erfordert.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Brennkraftmaschine, dadurch gekenn zeichnet, dass zwei mit seitlich hinausgeführ ten Verbrennungsräumen versehene Arbeits zylinder und ein doppeltwirkender Kompre#4- sorzylinder gleichachsig angeordnet. sind, so dass die Verbrennungsräume der @rbeit@- zylinder nebeneinander liegen, wobei die Druckluft von sämtlichen Kompressorräumen durch die allen gleichachsig angeordneten Kolben gemeinsame,geführte und teilweise hohle Kolbenstange zu einem am Kompres- sordeckel zentrisch angeordneten Rohrstutzen .geführt wird, in welchen die verlängerte Kolbenstange bineintaucht. UNTERANSPRüCHE 1. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, class der zwischen dem einen Arbeitskolben und dem Kompressor gelegene Raum des Ar beitszylinders ebenfalls zur Kompres sion dient.z. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, gekenn zeichnet durch einen doppeltwirkenden Kompressor mit selbsttätigen Saug- und Druckventilen. 3. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Ränder der in dem die beiden Verbren nungsräume trennenden Zwischenboden angeordneten Bohrung für die Kolben stange in zwei parallelen Ebenen liegen, indem die Aussparungen für die Ver brennungsräume diese Bohrung nicht an schneiden.4. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 3, da durch gekennzeichnet, dass der doppelt wirkende Kompressorzylinder bei glei chem äussern Durchmesser eine grössere Bohrung hat als die Arbeitszylinder. 5. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis =l, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben stange in einem die Verbrennungsräume enthaltenen Zwischenstück in einer ge wöhnlichen kalibrierten Führungsbüchse ohne Stopfbüchse geführt ist.6. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch Kolbenringe, deren federnd an der Zylinderwand gleitender Teil aus Phosphorbronze besteht. i. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 6, da- durch gekennzeichnet, dass zwecks Rege lung der Kompressor-Förderung minde stens eine Drosselklappe vorgesehen ist..B. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis i. dadurch gekennzeichnet, dass das die bei den Verbrennungsräume enthaltene Zwi schenstück aussen an den Zylindern in Richtung der Zylinderachse nach beiden Seiten verlängert ist und Einsätze für Ventile aufnimmt, von denen - jeweils zwei einander gegenüber angeordnet sind, derart, dass die AYen dieser Ventile in einer Linie liegen.9. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 8, da durch gekennzeichnet, dass je zwei ein ander gegenüberliegende Ventile durch eine in der Mittelebene zwischen den beiden Ventilen angeordnete gemeinsame Nockenwelle gesteuert werden. 10. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 9, da durch gekennzeichnet, dass das Zwischen stück und das Kurbelgehäuse mit den Arbeitszylindern durch Schrauben inner halb der Steuerung verbunden sind.11. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet:, dass je eines der einander gegenüberliegenden Ventile in einem in das Zwischenstück einsebraub- baren Büchse gelagert ist, die genügend gross ist, um die Montage des gegenüber liegenden Ventils zu ermöglichen. 12. Brennkraftmaschine nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Kompressor zunächst angeordnete Ar beitszylinder durch eine Reihe von Schrauben mit dem Zwischenstück und durch eine andere Reihe von Schrauben mit dem Kompressorzylinder verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE149180X | 1929-04-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH149180A true CH149180A (de) | 1931-08-31 |
Family
ID=5673181
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH149180D CH149180A (de) | 1929-04-05 | 1930-04-03 | Brennkraftmaschine. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH149180A (de) |
-
1930
- 1930-04-03 CH CH149180D patent/CH149180A/de unknown
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