Schutz- und Überwachungseinrichtung für gemeinsam angetriebene Wechselstrom generatoren, insbesondere für durch Ljungström-Turbinen angetriebene Generatoren. Die beiden von der gleichen Antriebs maschine angetriebenen, siets gleichzeitig ein- und ausgeschalteten gleich grossen Ma schinen eines Ljungström-Aggrägates, das ist ein Aggregat, welches aus einer Ljungström- Turbine und den von dieser Turbine ange triebenen Generatoren bestellt, sollen stets gleich belastet sein. Ihre Wirkleistung ist infolge des gemeinsamen Antriebes stets gleich. Bei ordnungsmässigem Betriebe sind infolgedessen auch die Ströme der beiden Generatoren gleich.
Zum Schutz der Genera toren lassen sich daher Differentialschutz- schaltungen in manuigfacher Art verwen den.
Die Schutz- und Überwachungseinrich tung für gemeinsam angetriebene Wechsel- strom-Generatoren, insbesondere für Ljung- ström-Aggregate beruht erfindungsgemäss darauf, dass die Ströme der beiden Generd- toren mit Hilfe von Differentialschaltungen miteinander verglichen werden. Die an eine Stromwandler<B>-</B> Differentialschaltung ange schlossenen Stromwandler dienen dabei einer seits zur Betriebsüberwachung der von den Generatoren gelieferten Ströme und ander seits zur Überwachung und Einstellung der richtigen Erregung.
Zur Dumliführung der Erfindung können eine erste Stromwandler- gruppe in: die gemeinsame, zur Sammel schiene führende Kuppelleitung der beiden Generatoren und zwei weitere Gruppen in die den Sammelschienen abgewandten Wick lungsenden der beiden Generatoren einge baut sein, wobei die Stromwandlergruppen <U>zusammen</U> ärbeiten.
Bei Anordnung der Stromwandlersätze zwischen den Generatoren und den gemein samen Kuppelleitungen lässt sich die Strom gleichheit beider Generatoren beispielsweise mittelst einer Achterschaltuna- der Strom wandler überwaehen, einerseits, um durch den Vergleich der Ströme die Blindlast auf die beiden Generatoren durch entsprechende Einstellung ihrer Erregung gleichmässig zu verteilen.
Nach der richtigen Einstellung der Erregung beider Generatoren ist ein An sprechen des von dem Unterschied in der Stromstärke beider Generatoren erregten Re lais ein Zeichen daTür, dass sich die elektri schen Verhältnisse innerhalb einer der Ma schinen geändert haben müssen. Die Schutz- einriehtung erfasst also Windungskurz- schlüsse und ungleiche, Erregungen, das heisst Fehler in den Erregerwicklungen.
Die Stromwandlersätze können zum Ver gleich der Strombelastungen, das heisst also der Blindlastverteilung zwischen den Genera toren und den herausgeführten Sternpunkten jedes Generators angeordnet werden.
Kom biniert man diese Stromwandlersätze mit einem Stromwandlersatz in der gemeinsamen Kuppell-eitung, über welche das Aggregat mit dem Netz verbunden ist, so kann man eine Differentia-Iseliutzschaltung herstellen, welche in der gleichen Weise wirkt wie die an sich bekannte doppelte, Holmgren-Schal- tung. Jedoch bringt die Erfindung den Nut zen, dass ein vollkommener Stromwandler- satz erspart wird. Eine entsprechende Schal tung ist beispielsweise in Fig. 2 und<B>3</B> wie dergegeben.
Gemäss Fig. <B>1</B> sind zwei Generatoren eines Ljungström-Aggregates <B>1</B> und 2 auf eine gemeinsame Kuppelleitung <B>3</B> eingeschal tet. In den Verbindungsleitungen zwischen jedem Generator und der Kuppelleitung <B>3</B> befindet siel-i <B>je</B> ein Stromwandlersatz, an ,welchen drei Different-ialstrommesser oder Differentialstromrelais <B>10</B> angeschlossen sind. Die Feldwicklungen beider Generatoren<B>1</B> und 2 sind mit 4 und<B>5</B> bezeichnet.
Ferner ist ein Regelwiderstand<B>7</B> und ein Umschal ter<B>8</B> vorgesehen, mit deren Hilfe die von einem Generator<B>6</B> gelieferte Erregung des einen oder andern Generatorfeldes einge stellt- werden kann, bis kein Differenzstrom mehr auftritt.
In Fig. 2 sind wiederum die Generatoren mit<B>1</B> und 2 bezeichnet. Stromwandlersätze sind vorgesehen zwischen dem Generator<B>1</B> und seinem Sternpunkt, ferner zwischen Ge nerator 2 und seinem Sternpunkt, ausserdem in der Kuppelleitung <B>3.</B> Die Stromwandler sind in Summenschaltung geschaltet und die Sternpunkte aller drei Stromwandlersätze, untereinander durch die Leitung<B>18</B> verbun den.
Ausserdem sind alle phasengleichen Stromwandlerklemmen durch Leitungen<B>9,</B> <B>10</B> und<B>11</B> untereinander verbunden, und zwischen der Verbinduncsleituno, <B>18</B> der t' <B>kn</B> Stromwandlersternpunkte einerseits und den einzelnen Verbindungslüitungen <B>9, 10</B> und <B>11</B> der Stromwandlerklemmen anderseits lie gen drei Differentialrelais 12,<B>13,</B> 14, wel che ansprechen, sobald die, Phasenströme der beiden Generatoren nicht mehr unter sieh oder insgesamt nicht mehr mit den entspre chenden Strömen des Stromwandlersatzes in der Kupplungsleitung<B>3</B> übereinstimmen.
Zur Unterscheidung von Windungssschluss und Erdschluss können die Relais 12,<B>13,</B> 14, wie in Fig. <B>3</B> gezeigt ist, unter Zwischenschal- tung eines Relais<B>15</B> an die Leitung<B>18</B> einer seits und die Leitungen<B>9, 10</B> und<B>11</B> ander seits angeschlossen werden, wobei Relais<B>15</B> als wattmetrisches Erdschlussrelais ausgebil det sein kann.
Die erforderliche Spannung ZD kann in üblieher Weise beispielsweise von einem Erdungswiderstand oder einem Null- punktstransformator entnommen werden.