CH149229A - Anordnung zur periodischen Zündung eines Quecksilberdampf-Lichtbogens. - Google Patents
Anordnung zur periodischen Zündung eines Quecksilberdampf-Lichtbogens.Info
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Description
Anordnung zur periodischen Zündung eines tvluecksilberdampf-Lichtbogens. Es ist bekannt, eine Metalldampfent- ladung, insbesondere einen Quecksilberdampf Liehtbogen, mit einer sogenannten kapazi- tiven Elektrode, an welche Spannungsstösse gelegt werden, periodisch zu zünden. Unter kapazitiver Elektrode ist ein von festem Di- elektrikum umgebener Leiter zu verstehen, welcher in unmittelbarer Nähe des Queck silberspiegels befestigt ist und an eine hohe Spannung gelegt werden kann.
Eine be kannte Ausführungsform ist das Anlassband, dargestellt in Fig. Ja. Das Metallband 1 umspannt von aussen das aus Glas, Quarz, Porzellan oder ähnlichem Isolationsmaterial geformte dünnwandige Kathodengefäss 2 in der Ebene des Quecksilberspiegels In einer bekannten Ausführungsform wird die Zündung des Lichtbogens dadurch ein geleitet, dass durch den Überschlag an einer Funkenstrecke die kapazitive Zündelektrode plötzlich aufgeladen wird.
Ein grosser, die periodische Zündung sehr erschwerender Nachteil besteht darin, dass nach dem Er löschen der Entladung in der Funkenstrecke eine Restladung auf der kapazitiven Zünd- elektrode bleibt, deren Schirmwirkung auf die Entladungsbahn des Quecksilberdampf ventils die Wiederentzündung erschwert.
Erfindungsgegenstand ist eine Anordnung zur periodischen Zündung eines Quecksilber dampf-Lichtbogens mittelst kapazitiver Zünd- elektrode, wobei eine Wechselspannung stoss weise über eine Funkenstrecke an die ka- pazitive Zündelektrode gelegt wird, welche über einen Widerstand mit. der Kathode des Quecksilberdampfventils galvanisch verbun den ist. Durch den Widerstand, der nicht rein ohmisch zu sein braucht, wird die Ladung der kapazitiven Elektrode, auch nach dem Erlöschen der Funkenstrecke, nach der Ka thode abgeleitet.
In den Fig. Ja, 1b, 1e ist die Wirkungs weise der Anordnung dargestellt.
Die Wechselstromquelle 4 (Fig. Ja), de ren Periodenzahl gleich der Zahl der Zün dungen pro Sekunde ist, speist den Zünd transformator 5, welcher auf der Oberspan nungsseite über die Funkenstrecke 6 durch den Widerstand 7 belastet wird. Der Wider stand 7 ist gleichzeitig Ableitungswiderstand des kleinen, durch das Zündband, die Katho denwand und das Kathodenquecksilber bezw. den Entladungsraum gebildeten Kondensa tors.
Sobald der Momentanwert der Sekun därspannung des Zündtransformators den Wert der Überschlagspannung der Funken strecke erreicht hat, erfolgt der Überschlag und damit das stossweise Anlegen der Sekun därspannung an das Zündband, wodurch die Zündung eingeleitet wird, sofern im Moment des Spannungsstosses die Wechselatromquelle 9 der Anode eine genügend hohe positive Spannung aufdrückt. Bis zum Einsetzen des Lichtbogens verfliesst eine kurze Zeit, deren Grösse von der Form und dem Zustande der Entladungsbahn und von den Konstanten des Belastungskreises abhängt.
In der Fig. la ist beispielsweise die Anodenspannung eine mit der Zündspannung frequenz- und phasen gleiche Wechselspannung. Fig. 1b stellt den zeitlichen Verlauf yz der Zündspannung, Fig. 1e denjenigen der sekundären EMK des Anodentransformators 8 und des Lichtbogen stromes<I>Ja</I> dar. Im erwähnten Beispiel löscht der Lichtbogenstrom von selber, sobald sein Momentanwert Null oder fast Null wird.
Die negative Halbwelle der Zündbandspan- nung ist für das periodische Zünden nicht notwendig. Ihre Verkleinerung oder Unter drückung ist sogar aus mehreren Gründen vorteilhaft. Wenn sicheres periodisches Zünden ver langt wird, muss die Zündspannung hoch ge wählt werden, so hoch, da.ss die Gefahr des Durchschlagens der Kathodenwand besteht. Tritt aber an Stelle des Wechselfeldes ein pulsierendes Gleichfeld, so ist diesem gegen über die elektrische Festigkeit des Isolators bedeutend grösser, die Gefahr des Durch- schlagens also viel kleiner.
Die durch die negative Halbwelle der Zündbandspannung auf dem Zündband er zeugte negative Ladung wirkt, sobald der Lichtbogen erloschen ist, als zündungs- hindernder Schirm. In gewissen Anordnun- gen ist diese Schirmwirkung während der stromlosen Halbperiode zur Verhütung von Nachzündungen erwünscht; doch genügt da zu eine negative Halbwelle, deren Arizp litudc@ ein Bruchteil der positiven ist. Versuche ha ben bestätigt, dass die periodische Zündung regelmässiger erfolgt, wenn die negative Halbwelle der Zündbandspannung unter drückt ist, oder doch kleiner ist als die po sitive.
Falls sie unterdrückt wird und es sich um eine Anordnung handelt, in welcher während der stromlosen Zeit störende Nach zündungen zu befürchten sind, so können letztere bekanntlich durch besonders negativ aufgeladene Schirme oder Gitter verhütet werden.
In der Zündanordnung Fig. 2 wird durch Zwischenschaltung des Ventils 10 im Zünd- kreis erreicht, dass die an die Zündelektrode übertragenen Spannungsstösse nur in einer Richtung erfolgen.
Durch Shuntung des Ventils 10 mit einem Widerstand würden die negativen Span nungsstösse nicht vollständig unterdrückt, sondern nur gegenüber den positiven Stössen verkleinert.
Der Dämpfungswiderstand 11 ist der ka- pa.zitiven Zündelektrode 1. vorgeschaltet. Er schwächt die Spannungsstösse so weit ab, als zum Schutz des Ventils 10 und der Kathoden wand 2 notwendig ist.
Die bis jetzt erwähnten Anordnungen sind dadurch charakterisiert, dass pro Halb welle nur ein Zündspannungsstoss erfolgt. Wird nach einer längeren Ruhepause die periodische Zündung des Ventils eingeschal tet, so kann es vorkommen, dass einzelne Spannungsstösse nicht zünden, was jedesmal das Versagen der Zündung während einer ganzen Halbperiode zur Folge hat. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens solcher Fehlzündungen wird stark verringert, wenn an Stelle nur eines -Spannungsstosses pro Halbperiode eine Folge mehrerer Stösse an das Zündband übertragen wird. Praktisch lässt sich dies mit verschiedenen Mitteln er reichen.
Eine einfache Lösung würde darin bestehen, dass die Funkenstrecke 6 (Fig. 2-) durch eine pro. Halbperiode vielfach unter brechende, beispielsweise rotierende Funken strecke, wie sie von der drahtlosen Telegra phie her bekannt ist, ersetzt wird. Die An ordnung nach Fig. 3 beruht auf dem Prin zip der Schwingungen zweiter Art; sie hat gegenüber der soeben erwähnten den Vorzug, keine rotierenden, der Abnützung unterwor fenen Teile zu besitzen, Der Kondensator 13 wird von der positiven Halbwelle über das Ventil 10 und den hohen Widerstand 12 auf geladen.
Sobald die Kondensatorspannung den Wext der Überschlagspannung der Fun kenstrecke erreicht hat, erfolgt der Über schlag, wodurch die Spannung des Konden sators stossweise über den Schutzwiderstand 11 an das Zündband gelegt wird. Der Funke löscht, sobald sich der Kondensator über den Belastungswiderstand 7 relativ schnell ent laden hat. Der Kondensator wird von neuem über den Widerstand 12 aufgeladen, bis wie der ein Überschlag die Kondensatorspannung an das Band legt.
Die Zahl der Stösse pro Halbperiode lässt sich durch Variieren der Kapazität 18 und der Widerstände 12 und 7 beliebig einstellen. Fig. 3a zeigt den Verlauf der Spannungsstösse EZ am Widerstand 7.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anordnung zur periodischen Zündung eines Quecksilberdampf-Lichtbogens mittelst kapazitiver Zündelektrode, dadurch gekenn zeichnet, dass eine Wechselspannung stossweise über eine Funkenstrecke an die kapazitive Zündelektrode gelegt wird, welche über einen Widerstand mit der Kathode des Quecksilberdampfventils galvanisch verbun den ist. LTNTERANSPRü CHE 1.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass durch Zwischenschal tung eines elektrischen Ventils im Zünd- kreis die Spannungsstösse nur in einer Richtung- erfolgen. 2. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass' durch Zwischenschal tung eines geshunteten elektrischen Ven tils die Spannungsstösse in einer Richtung stärker erfolgen als in der andern. 3. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein der kapazitiven Zündelektrode vorgeschalteter Dämpfungs- widerstand die Spannungsstösse zum Schutze des Ventils und der Kathoden wand abschwächt. 4.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehr als ein Span nungsstoss pro Halbperiode an die Zünd- elektrode gelegt wird. 5. Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an die kapazitive Zündelektrode mehrere Spannungsstösse pro Halbperiode gelegt werden, welche. durch eine pro Halbperiode vielfach unter brechende Funkenstrecke erzeugt werden. ss.Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass an die kapazitive Zündelektrode mehrere Spannungstösse pro Halbperiode gelegt werden, welche durch Schwingungen zweiter Art erzeugt wer den.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH149229T | 1931-07-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH149229A true CH149229A (de) | 1931-08-31 |
Family
ID=4404881
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH149229D CH149229A (de) | 1931-07-29 | 1930-08-23 | Anordnung zur periodischen Zündung eines Quecksilberdampf-Lichtbogens. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH149229A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750596C (de) * | 1933-09-23 | 1945-01-19 | Initialsteuerung von einanodigen Entladungsgefaessen mit verdampfbarer Kathode | |
| DE763636C (de) * | 1933-09-23 | 1953-06-08 | Siemens Schuckertwerke A G | Schaltanordnung zum Betrieb von einanodigen Gas-oder Dampfentladungsgefaessen mit kalter Kathode |
| DE966813C (de) * | 1932-07-30 | 1957-09-26 | Siemens Ag | Einrichtung zum Betrieb von Gas- oder Dampfentladungsgefaessen |
-
1930
- 1930-08-23 CH CH149229D patent/CH149229A/de unknown
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE966813C (de) * | 1932-07-30 | 1957-09-26 | Siemens Ag | Einrichtung zum Betrieb von Gas- oder Dampfentladungsgefaessen |
| DE750596C (de) * | 1933-09-23 | 1945-01-19 | Initialsteuerung von einanodigen Entladungsgefaessen mit verdampfbarer Kathode | |
| DE763636C (de) * | 1933-09-23 | 1953-06-08 | Siemens Schuckertwerke A G | Schaltanordnung zum Betrieb von einanodigen Gas-oder Dampfentladungsgefaessen mit kalter Kathode |
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