CH149234A - Elektrische Glühlampe. - Google Patents

Elektrische Glühlampe.

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CH149234A
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  Elektrische Glühlampe.    Bei den bekannten mit einem Gas gefüll  ten elektrischen Glühlampen wird ein     schrau-          benlinig    gewundener     Wolframdraht    in einer       Gasatmosphäre    von hohem Druck zum Glühen  gebracht. Dabei können die Stromzuführungen  leicht so weit voneinander entfernt angeord  net werden, dass unerwünschte Entladungen  durch die Gasatmosphäre hindurch verhindert  werden.  



  Dagegen stösst das Bemühen, auch die  Gasfüllung gleichzeitig mit dem Glühdraht  zum Leuchten zu bringen, auf beträchtliche  Schwierigkeiten. Vor allem fordert die prak  tische Verwendbarkeit der Glühlampe, dass  auch die leuchtende Entladung mit niedrigen  Spannungen erreichbar ist, die die Grössen  ordnung der üblichen Netzspannungen nicht  überschreiten. Dies ist aber bei den in der       Glühlampentechnik    gebräuchlichen Gasfüllun  gen nicht ohne weiteres möglich, auch wenn  der Gasdruck besonders klein gewählt wird.

    Eine Entladung zwischen kalten Elektroden  kommt nämlich wegen der erforderlichen    hoben Spannung nicht in Betracht, aber auch  eine Entladung zwischen den weiss glühenden  Teilen des     Wolfrarndrahtes    führt nicht zurr  Ziel, da dann ein     Wolframlichtbogen    ent  stehen kann, bei dem der Hauptteil der Gas  füllung nichtleuchtend bleibt und eine Zer  störung der Glühfäden durch     Zerstäubung     binnen kurzer Zeit eintritt.  



  Um diese Schwierigkeiten zu umgehen,  wurde vorgeschlagen, statt der üblichen in  differenten Füllgase der Glühlampen     Alkali-          metalldämpfe,    in erster Linie     Natriumdampf,     zu verwenden, da     Natriumdampf    bei Inne  haltung einer Temperatur von 200-300   C  mittelst der üblichen     Netzspannungen    angeb  lich zum Leuchten gebracht werden kann  die Elektroden der Entladung sollten kalt  (das heisst keine Elektronen emittierend) sein  oder aus blanken, weiss glühenden Teilen des       Wolframdrahtes    bestehen.

   Es führt jedoch  auch dieser Vorschlag nicht zu einer prak  tisch brauchbaren Glühlampe mit doppelter  Leuchtwirkung, da der Vorteil der niedern      Entladungsspannung nur mit schwerwiegen  den Nachteilen erkauft wird, die in der Natur  der     Metalldämpfe    selbst liegen.

   Die Dämpfe  werden sich nämlich bei jeder Abkühlung,  zum Beispiel nach jeder Abschaltung der  Lampe, im Innern der Lampe kondensieren  und leitende Brücken bilden, die bald zu un  erwünschten Neben- und Kurzschlüssen führen  werden; die Dämpfe wirken ferner auf die  Glasteile und unter Umständen auch auf die  Metallteile des Innensystems in nachteiliger  Weise chemisch ein; die ungleiche Konden  sation der Dämpfe an der Kolbenwandung  wird zu ungleichmässiger Erwärmung und  daher zu einem Springen des Glaskolbens  führen; ein Eindringen von Luft in die Lampe  würde zu einer feuerartigen Verbrennung des       Alkalimetalls    führen, die für die Umgebung  feuergefährlich wäre;

   die Inbetriebsetzung  der Lampe wird grossen zeitlichen Schwan  kungen unterworfen sein, da erst genügend  kondensiertes     Alkalimetall    verdampft werden  muss, bevor eine leuchtende Entladung der  Dämpfe entstehen kann usw. Wird der blanke,  glühende     Wolframdraht    als Entladungselek  trode, vorzugsweise als Kathode, verwendet,  so kommt noch das erwähnte Übel der     Wol-          framzerstäubung    hinzu. Alle diese Nachteile  zeigen, dass ein Abgehen von den bewährten  Füllgasen der Glühlampen zum angestrebten  Ziel nicht führen kann.  



  Gegenstand der Erfindung ist nun eine  mit     Gasen,    beispielsweise mit Edelgasen, ge  füllte Glühlampe mit in Betrieb leuchtendem  Gasinhalt, welche mit den für Beleuchtungs  zwecke gebräuchlichen     Netzspannungen    be  trieben werden kann, ohne dass der Glühfaden  vorzeitig zerstäubt wird. Gemäss der Erfindung  wird dies dadurch erreicht, dass das Innen  system der Lampe eine oder mehrere     Glüh-          elektroden    enthält, die so beschaffen sind, dass  sie bei niedrigerer Temperatur als der blanke  Glühfaden Elektronen in wirksamer Weise  emittieren.

   Diese Glühelektroden können so  angeordnet und geschaltet werden, dass sie in  Wechselwirkung mit andern spannungsführen  den Teilen des Innensystems, welche auch  gleichartige Glühelektrode sein können, die    leuchtende Entladung der Gasfüllung hervor  rufen. Die elektrischen Grössen, die Beschaf  fenheit und der gegenseitige Abstand der       Elektroden    und die Beschaffenheit und der  Druck des Füllgases können so gewählt sein,  dass die gewünschte leuchtende Entladung  zustande kommt.

   Es ist klar, dass dann die  Verhältnisse auch ohne weiteres so gewählt  werden können, dass zwar die bei verhältnis  mässig niedriger Temperatur emittierende  Glühelektrode für die Anregung der leuch  tenden Gasentladung massgebend ist, dass da  gegen der blanke Glühfaden daran nicht un  mittelbar beteiligt ist, so dass eine vorzeitige       Zerstäubung    vermieden wird. Die erfindungs  gemässe Lampe kann sowohl für den Betrieb  mit Gleichstrom als auch für den Betrieb mit  Wechselstrom eingerichtet sein.  



  Als Glühelektrode im Sinne der- Erfindung  kann auch ein Teil des Glühfadens selbst  verwendet sein, wenn man diesen Teil zum  Beispiel mit einer     Überzugsschicht    aus Stof  fen, wie zum Beispiel     Erdalkalioxyden,    ver  sieht, die auch bei verhältnismässig niedrigen  Temperaturen Elektronen aussenden. Die Ent  ladung wird darin von dieser Stelle des     Fa-          deres    ausgehen; unter Umständen wird es sich  dabei empfehlen, diese hochemittierende Stelle  möglichst in der Nähe des Anschlusses an  den     Stromzuführungsdraht    zu verlegen.

   Es  empfiehlt sich auch, diese Stelle des Drahtes  mit einem     grössern        Querschnitt    zu versehen,  um eine Überhitzung zu vermeiden, da die  Emission vieler     Oxydkathoden    schon bei etwa  <B>7000</B> C beginnt.  



  Man kann auch die erfindungsgemäss vor  gesehene Glühelektrode (oder Glühelektroden)  als indirekt geheizte Elektrode ausbilden und  in diesem Fall wird man mit Vorteil den  Glühfaden der Lampe als Heizdraht der     Glüh-          elektrode    verwenden. Die Abbildungen der  Zeichnung zeigen verschiedene beispielsweise  Ausführungsformen des Erfindungsgegenstan  des, bei denen diese Art der Ausbildung der  Glühelektrode verwendet ist. Dabei zeigt       Fig.    1 eine Lampe für Gleichstrom und     Fig.    2  eine Lampe für Wechselstrom.

        In     Fig.    1 ist an den     Stromzuführungsdraht          a    das eine Ende des     Glühdrahtes   <I>b</I> ange  schlossen; dessen anderes Ende mit einem  trägerartigen Draht     c    verbunden ist, der an dein  zweiten     Stromzuführungsdraht    d angeschlos  sen ist. Wird an die     Stromzuführungsdrähte     <I>d,</I>     a    eine entsprechende     Spannung    angelegt,  so kommt der Draht b zum Glühen.

   Der  Glaskolben der Lampe ist beispielsweise mit  einem unter einem Druck von ungefähr 0,5  bis 50 mm     Quecksilbersäule        stehenden    Edel  gas erfüllt.  



  Über den Glühdraht b ist ein Röhrchen e,  etwa aus Nickel oder dergleichen, geschoben,  das einen Teil des     Glühdrahtes    frei     lässt    und  aussen mit einer     thermionisch    wirksamen  Schicht versehen ist, deren     Beheizung    durch  den Glühdraht bewirkt wird. Dieses Röhrchen  e ist mit dem     Stromzuführungsdraht        a    leitend  verbunden und nun findet eine Entladung von  dem Röhrchen e aus zu dem als zweite Elek  trode wirkenden Träger     c    statt, welche bei  richtiger Wahl der Betriebsbedingungen das  Gas zum Leuchten bringt.

   Ist das Röhrchen  e mit dem     Stromzuführungsdraht        a    verbunden,  so ist die Entladungsspannung ungefähr gleich  der Spannung, die den Faden b zum Glühen  bringt, und auf diese Weise ergibt sich über  dies auch eine einfache Konstruktion der  Lampe. Hier ist der Glühdraht und der als  Anode wirkende Träger c hintereinander ge  schaltet. Auch dies vereinfacht, wie ja ohne  weiteres klar ist, die Konstruktion der Lampe.  



  Bei der in     Fig.    2 dargestellten, für Wechsel  strombetrieb bestimmten Lampe sind zwei  Glühdrähte     l'"        q    zwischen den stromzuführen  den Drähten<I>h, i</I> und einem Träger k ausge  spannt und jeder dieser Drähte f, g ist an  einer Stelle von einem kurzen Röhrchen<I>1,</I>     m     umgeben. Diese beiden Röhrchen sind mit  den     Stromzuführungsdrähten    verbunden und  mit einer     thermionisch    wirksamen Oberflächen  schicht versehen.

   Durch den Träger k sind  die beiden Glühfäden f,     g    wieder hinterein  ander geschaltet und werden durch Anlegen  einer Wechselspannung an die     Stromzufüh-          rung9drähte        la,   <I>i</I> zum Glühen gebracht. Durch  ihr Glühen beheizen sie die     thermionischen       Schichten der     Rbhrchen   <I>1, ;in,</I> so dass zwischen  diesen beiden Röhrchen eine Entladung durch  die in dem Glaskolben enthaltene Gasatmo  sphäre hindurch stattfindet, während die Teile  der Glühfäden f, g, die durch die Röhrchen  nicht     verdeckt    sind, ihr     Glühlicht    frei aus  senden können.  



  In beiden Fällen können anstatt der  Röhrchen auch andere von den Glühfäden zu  beheizende Körper, etwa zum Beispiel Plat  ten, mit     thermionisch    wirksamen Schichten  angeordnet sein.  



  Bei Verwendung entsprechender Gase und  eines entsprechenden Druckes kann die Ent  fernung zwischen den beiden Elektroden,  zwischen denen die Entladung     stattfinden     soll, verhältnismässig gross gewählt werden  und es kann erreicht werden, dass die Leucht  kraft der Glühkörper und die der Gasatmo  sphäre miteinander gut übereinstimmen.  



  Bei Verwendung von Wechselstrom emp  fiehlt es sich, die Elektroden mit Ansätzen  zu versehen, deren mittlere     Entfernung    von  einander vorzugsweise kleiner sein soll als  die der Glühelektroden, so dass die Elektro  nenströme von diesen Ansätzen aufgenommen  und von den Glühelektroden abgelenkt werden.  



  Die     Fig.    3 zeigt eine Ausführungsform der  Lampe für     Wechselstrombetrieb,    die gewisser  massen aus zwei elektrischen Glühlampen n, o  und einer diese verbindenden Leuchtröhre  besteht. Jede der Glühlampen n, o enthält  einen Glühdraht     q,    der über einen Teil seiner  Länge vor) einem Röhrchen     r    mit einer emit  tierenden Schicht umgeben ist. An dem Röhr  chen     r    ist ein Ansatz s ans Draht oder einem  Metallstreifen befestigt und dieser Ansatz  nimmt den von der gegenüberliegenden Elek  trode kommenden Elektronenstrom auf, um  ihn von der mit ihm verbundenen Elektrode  abzuhalten und diese zu schützen.

   Die Ent  ladungsspannung wird an die beiden Elek  troden gelegt, die die     Glühröhreben    tragen.  Ansätze s könnten selbstverständlich auch  bei Lampen gemäss     Fig.    2 vorhanden sein.  



  Die     Fig.    4 zeigt eine Ausführungsform der  Lampe, die nach Art der bekannten     Sofitten-          lampen    ausgebildet ist. Der Glühdraht ist      dabei ähnlich gelagert wie " bei solchen     Sof-          -fittenlampen    und die Endstücke des     Glüh-          drahtes    sind von Glühröhrchen     2t    umgeben,  zwischen denen die Entladung durch die  Gasfüllung der Röhre stattfindet.  



  Von der     Beschaffenheit    des Gases hängt  auch die Farbe des Entladungslichtes ab, so  dass auch     hiedurch    in Kombination mit dem  Glühlicht verschiedene Effekte hervorgebracht  werden können. Auch die Anordnung der  Elektroden     in    der Lampe kann verschieden  gewählt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gasgefüllte elektrische Glühlampe mit im Betrieb wenigstens teilweise leuchtendem Glühfaden und das Gas zum Leuchten brin gender Gasentladung, dadurch gekennzeich net, dass das Innensystem der Lampe eine oder mehrere Glühelektroden aufweist, die bei niedrigeren Temperaturen als der blanke Glühfaden Elektronen zu emittieren vermögen. UNTERAN SPRü CHE 1.
    Glühlampe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des (xlüh.- fadens, um als (xlühelektrode der Gasent ladung zu dienen, mit einer Schicht über zogen ist, die bei niedrigeren Temperaturen als der blanke Glühfaden Elektronen zu emittieren vermag. 2. Glühlampe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühelektrode vom Glühfaden indirekt geheizt wird. 3. Glühlampe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die (älühelektrode als hohle, vom Glühfaden innen beheizte Elektrode ausgebildet ist.
CH149234D 1929-06-25 1930-06-19 Elektrische Glühlampe. CH149234A (de)

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