CH149400A - Verfahren zur Herstellung eines flüssigen Gemisches aus Formaldehyd, Wasser, Methanol und Acetaldehyd. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines flüssigen Gemisches aus Formaldehyd, Wasser, Methanol und Acetaldehyd.

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CH149400A
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Description


      Verfahren    zur Herstellung eines flüssigen Gemisches aus Formaldehyd,     Wasser,          Netlianol    und     Acetaldehyd.       Die Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Behandlung von     Kohlenwasserstoffen     in Gas- oder Dampfform zwecks Erzielung  eines flüssigen     Gemisches    aus Formaldehyd,  Wasser, Methanol und     Acetaldehyd.     



  Wenn     Kohlenwasserstoffe    der im Natur  gas natürlich vorkommenden Art, wie Me  than,     Äthan,    Propan und Butan, mit Luft  oder- Sauerstoff in solchen Mengenverhält  nissen gemischt werden, dass sie ein explo  sibles Gemisch ergeben, kann bekanntlich eine  vollständige oder wesentlich vollständige  Verbrennung der     Kohlenwasserstoffe    ver  anlasst werden. Die     Hauptprodukte    der Ver  brennung sind Kohlendioxyd und Wasser.

    Es ist weiterhin bekannt, dass, wenn gas  förmige     Kohlenwasserstoffe    der oben er  wähnten Art mit Luft oder Sauerstoff in  Mengen gemischt werden, welche zur Bil  dung eines explosiblen Gemisches oder zur  Durchführung einer vollständigen Verbren  nung nicht ausreichen, Teilverbrennungs-         reaktionen    bei geeigneten Reaktionsverhält  nissen und in Gegenwart, geeigneter Kata  lysatoren veranlasst werden können, wobei  Zwischenprodukte der Kohlenwasserstoff  oxydation entstehen, zum Beispiel Alkohole.  Aldehyde,     Ketone    und Säuren. Es ist ferner  beobachtet worden, dass man bei genügender  Änderung gewisser Reaktionsbedingungen.

         zum    Beispiel der Temperatur, der Mengen  verhältnisse der aufeinander wirkenden Be  standteile, der Katalysatoren und dergleichen,  welche die gewünschten     Zwischenoxydations-          produkte    der teilweisen Oxydation der im  Naturgas vorkommenden     gohlenwasserstoffe     ergeben, die Oxydation über das Zwischen  stadium hinaus zum Stadium der vollstän  digen     .Verbrennung    gebracht wird, welches  die gewöhnlichen Produkte der vollständigen  Verbrennung, nämlich Kohlendioxyd und  Wasser, ergibt.   Das Verfahren der vorliegenden Erfin  dung     beruht    nun auf der Reaktion eines           Kohlenwasserstoffes    mit einem.

   Sauerstoff  liefernden Material bei erhöhter Temperatur  und kennzeichnet sich dadurch, dass das  Sauerstoff liefernde Material in solchen  Mengenverhältnissen     verwendet    wird, dass in  der Reaktionsmasse das Volumenverhältnis  von freiem Sauerstoff zur Reaktionsmasse  weniger als 1 : 10 beträgt.  



  Zweckmässig wird das Sauerstoff lie  fernde Material in solchen Mengenverhältnis  sen verwendet, dass in der Reaktionsmasse  das Volumenverhältnis von freiem Sauer  stoff zum Kohlenwasserstoff weniger als  1 : 10 beträgt.  



  Dabei kann der Kohlenwasserstoff auf  eine Temperatur bis weniger als 110   C  mit Bezug auf die Reaktionstemperatur vor  gewärmt und die Menge des Sauerstoff lie  fernden Materials so abgemessen werden,     dass     das Reaktionsgemisch durch die Reaktions  wärme gerade auf die Reaktionstemperatur  gebracht wird.  



  Die Produkte der Behandlung können  rasch, etwa durch Wärmeaustausch mit dem  in die Reaktionszone tretenden Kohlenwas  serstoff gekühlt werden.  



  Die Reaktion kann unter einem Druck  von wenigstens 6 kg pro     cm2,    zweckmässig  über 14 kg pro cm\, und bei einer Tem  peratur unter<B>590'</B> C, gegebenenfalls in Ge  genwart eines     Katalyten,    durchgeführt wer  den.  



  Der Kohlenwasserstoff kann vorteilhaft  in Wärmeaustausch zur Reaktionszone ge  bracht werden, bevor er in die Reaktions  zone     tritt,    und es kann auch der Rückstand,  der nach     Abscheidung    der gebildeten     flüssigen          Kohlenwasserstoff-Sauerstoff-Verbindungen     verbleibt, erneut einer Teiloxydation mit  einem Sauerstoff liefernden Produkt unter  worfen werden.  



  Das neue Verfahren wird nachstehend  anhand der Zeichnung     beschrieben,    welche  eine     Diagrammskizze    des Verfahrens dar  stellt.  



  Das zu behandelnde Gas, beispielsweise  ein Naturgas von relativ hohem kalorischem  Wert, wird von einer Gashauptleitung ab-    gezogen und durch einen     Staubabscheider          hindurchgeschicht,    durch welchen etwaige  staubförmige Verunreinigungen entfernt wer  den. Das Gas gelangt dann durch eine     Mess-          vorrichtung,    um die     Strömungsgeschwindi-          keit    und das Volumen zu bestimmen.

   Das  von dem     3Tessapparat    kommende Gas kann  durch einen Kompressor geschickt werden,  durch welchen es unter geeigneten Über  atmosphärischen Druck gesetzt wird, und  gelangt von da zu einem Kondensator oder  Absorptionsapparat, in welchem leicht kon  densierte     Kohlenwasserstoffe    abgeschieden  werden, zum Beispiel die     Natur-Gasolin-          kohlenwasserstoffe.    Sofern das Gas diese  Stoffe nicht enthält oder ihre Entfernung  nicht gewünscht wird. und wenn das Gas  bereits unter dem zur Durchführung des  Verfahrens erforderlichen Druck steht, kann  es durch eine Umleitung 2 um den Konden  sator und den Kompressor     herumgeleitet     werden.

   Um die Reaktionszone auf die zur  Einleitung der Reaktion erforderliche Tem  peratur zu bringen, kann nunmehr aus dein  Kompressor austretendes Gas über Leitun  gen 4 und 6 durch einen Erhitzer 8 und  dann über eine Leitung 10 in eine Reak  tionskammer 12 geleitet werden, bis deren  Temperatur die gewünschte Höhe von vor  zugsweise 425 bis 480' C (800 bis<B>900'</B> F)  erreicht hat. Um die Reaktionskammer auf  die gewünschte Anfangstemperatur zu brin  gen, können auch andere Mittel als der Er  hitzer 8 verwendet werden.

   Nachdem die  Reaktion einmal begonnen hat, werden die  Menge der dem Reaktionsgemisch vermittel  ten Vorwärme und die Menge des Sauer  stoff tragenden Gases, welches dem Kohlen  wasserstoffgas bei Herstellung des Reak  tionsgemisches zugesetzt wird, vorzugsweise  so geregelt, dass die Reaktionswärme gerade  ausreicht, um in der Reaktionskammer die  gewünschte Temperatur aufrechtzuerhalten.  



  Wenn die Reaktionskammer 12 auf die  gewünschte Temperatur gebracht worden ist,  kann das Ventil 14 geöffnet und das Ventil  18 geschlossen werden. Das Gas wird hier-      durch über die Rohre 16 und 10 in eine  Mischkammer 20 gedrückt, wo es mit einer       bestimmten,    relativ kleinen Menge von Luft  oder einem andern Sauerstoffträger gemischt  wird, die     über    ein Ventil 22 und 'ein Rohr       2.1    von dem in. der     Zeichnung    veranschau  lichten Kompressor und     Messapparat    zuge  führt wird.

   Die Menge der so zugeführten  Luft kann durch die Geschwindigkeit des  Kompressors oder das Ventil 22 oder durch  beide reguliert werden.     Gewünschtenfalls     kann das Ventil 22 der Rohrleitung 24 ge  schlossen und Luft über das von einem Ventil  überwachte Rohr 26 in den     Heizapparat     geschickt werden. In diesem Falle dient der  Erhitzer 8 als eine     Vormischkammer,    in  welcher die Luft mit Gas gemischt wird,  welches über das Ventil 18 in das System       eintritt;    das Ventil 14 ist dann geschlossen.

    Von der Kammer 8 gelangt das Gas oder das  Luftgemisch entweder über die von einem  Ventil überwachte Rohrschlange 10 oder die  von einem Ventil überwachte Rohrschlange  28 durch einen     u"ärmeaustauschapparat    30  in die Mischkammer 20, und von da in  die Reaktionskammer 12, wo sich der Sauer  stoff des     Gasluftgemisches    katalytisch mit  einem Teil der verbrennbaren Bestandteile  des Gases verbindet. Die hocherhitzten gas  förmigen Reaktionsprodukte verlassen die  Reaktionskammer durch eine Leitung 32 und  gehen vorzugsweise durch den Wärmeaus  iauschapparat 30 hindurch, in welchem sie       den    grösseren Teil ihrer Wärme an das ein  strömende Gas oder     Gasluftgemisch    ab  geben.

   Sie gelangen dann durch einen was  sergekühlten Kondensator und     Flüssigkeits-          absorptionsapparat    oder     einen    Kondensator  hindurch, in welchem die entstandenen     Pro-          dukt!3    der Zwischenoxydation gewonnen wer  den.

   Der behandelte gasförmige Rückstand  gelangt schliesslich über eine Leitung 34 zu  einer     Gasverteilungshauptleitung    oder geht  durch einen andern Satz von     Apparatein-          heiten    hindurch, welche den     soeben    beschrie  benen entsprechen, und in welchen die Be  handlung in einem oder mehreren Zusatz  stadien fortgesetzt wird, wobei dem jedem    Stadium oder jeder Stufe zuströmenden Gas  eine relativ kleine Menge eines Sauerstoff       tragenden    Gases zugesetzt, das so gebildete       Reaktionsgemisch    vorgewärmt,

   dann bei  geeigneter Reaktionstemperatur mit einem  Katalysator in Berührung gebracht und  dann in einer     Kondensier-    und     Skrubber-          apparatur    behandelt wird, um die     konden-          sierbaren        Zwischenoxydationsprodukte    zu  entfernen.  



  Die Reaktionskammer 12, welche die bei  katalytischen Gasreaktionen gewöhnlich     bn--          nutzte    Konstruktion besitzen kann, ist vor  zugsweise innen mit Isoliermaterial aus  gekleidet. Die katalytische Beschickung der  Reaktionskammer besteht vorzugsweise ans  einem relativ dicken Bett oder einer Mehr  zahl flacher Mulden eines porösen Materials,  zum Beispiel Bimsstein, Asbestfaser oder der  gleichen, auf deren Oberfläche ein Kataly  sator niedergeschlagen ist.

   Sehr gute Er  gebnisse sind mit. einem Katalysator erreicht  worden, bestehend aus 10     gr    metallischen Pla  tins pro Kubikfuss'     Bimssteinmaterial.    Aus  gezeichnete Ergebnisse können auch mit vie  len     andern    Kontaktkörpern erreicht werden,  die dafür     bekannt    sind, dass sie die     \V#'asser-          entziehung        (Dehydration),    die Entfernung  des Wasserstoffes     (Dehy        drogenation)    oder  die Oxydation begünstigen, zum Beispiel  Palladium, Chrom, Mangan, Eisen, Kupfer  und Nickel, ferner Gold, Silber und Oxyde  von Kupfer, Mangan und andern Metallen,

    welche höhere und niedrigere Oxyde bilden,  wie Eisen, Nickel,     Vanadium,    Chrom, Mo  lybdän und     Cer.    Auch ein Gemisch oder  eine Legierung dieser Katalysatoren kann  verwendet werden. Die Erfindung ist nicht  auf die     Anwendung    bestimmter Katalysa  toren oder Kontaktsubstanzen beschränkt,  und während die meisten früheren Verfahren  zur Erzeugung von     Zwischenoxydations-          produkten    aus     Naturgaskohlenwasserstoffen     die Anwesenheit von Eisen im Reaktions  raum sorgfältig vermieden, weil sie eine  äusserst schädliche Wirkung auf die Reak  tion hat, hat sich gezeigt, dass das Verfahren  nach;

   der Erfindung erfolgreich und mit      guten     Ausbeuten    an Methanol, Formaldehyd  und     Acetaldehyd    durchgeführt     werden    kann,  unter Verwendung von Eisenoxyd als     Ka-          talyt    oder     Kontaktsubstanz.     



  Bei Ausführung des Verfahrens soll in  dem Reaktionsgemisch stets eine gewisse  Menge Luft oder eine gewisse Menge sonsti  gen Sauerstoff liefernden Materials vorhan  den sein, um die Reaktion einzuleiten und  in der Reaktionszone die erforderliche Tem  peratur aufrechtzuerhalten. Die so in dem  Gemisch erforderliche Menge Sauerstoff lie  fernden Materials hängt nicht nur von der  Art der     gewünschten    Erzeugnisse und den  für deren Erzeugung aufrechtzuerhaltenden  Reaktionstemperaturen ab, sondern auch von  der Wärmewirtschaftlichkeit des     Apparates,     dem Mass der dem     Reaktionsgemisch    vor dem       Eintritt    in die Reaktionskammer     erteilten     Vorwärme und von mehreren sonstigen ver  änderlichen Faktoren.

   Beispielsweise kann  es bei der Behandlung eines Kohlenwasser  stoffes unter einem bestimmten Druck. ohne       Vorerwärmung    notwendig sein, zur Aufrecht  erhaltung einer     gewünschten    Reaktionstem  peratur ein Mehrfaches der Luftmenge zu  zugeben, die zur Behandlung des gleichen  Kohlenwasserstoffes unter gleichem     Druck     erforderlich wäre, sofern der Kohlenwasser  stoff Vorwärme enthält, welche dem Grade  nach der     gewünschten    Reaktionstemperatur  ganz nahe kommt.

   Desgleichen kann die  Behandlung die Verwendung relativ grosser  Luftmengen erfordern, um die gewünschte  Reaktionstemperatur mit einem mässigen  Wärmegradienten zwischen den eintretenden  Reaktionsbestandteilen und dem     Katalytbett     des Apparates von     niedriger        Wärmewirt-          schaftlichkeit    aufrechtzuerhalten, während  die gleichen Bedingungen in einem     thermisch          leistungsfähigen    Apparat mit sehr viel klei  neren Luftmengen aufrechterhalten werden  können.

   Wenn also ein bestimmtes Gemisch  von Naturgas und Luft behandelt wird,  kann die Temperatur der Reaktionskammer  durch die Grösse der dem     Gasluftgemisch    er  teilten     Vorwärmung    reguliert werden. Ge  mäss der Zeichnung kann dies durch eine    geeignete Regulierung des Ventils 42 der  Rohrleitung 26, des Ventils 22 der Rohr  leitung 24, des Ventils 14 der Rohrleitung  16, des Ventils 18 der Rohrleitung 6 und  des Ventils 26 der Umleitung 28 geschehen.

    Durch Regulierung dieser Ventile kann ein  Teil des Gases und der Luft oder alles Gas  und Luft um den Heizapparat oder den       Wärmeaustauschapparat    oder um beide       herumgeleitet    werden, um dem in der Re  aktionskammer eintretenden Gemisch einen  bestimmten Grad von     Vorwärmung    zu er  teilen. Die Reaktionskammer ist vorzugs  weise so beschaffen, dass in ihr ein er  heblicher Wärmeaustausch zwischen dem ein  tretenden     Gasluftgemisch    und den Austritts  gasen und dem     Katalytkörper    stattfindet.

    Die Abkühlung des     Katalytbettes    durch  Wärmeaustausch mit dem in die     Katalyt-          zone    eintretenden     Gasluftgemisch    spielt eine  bedeutsame Rolle, indem sie einen mässigen  Temperaturabfall zwischen dem eintretenden  Gas und dem Punkt der gewünschten maxi  malen Reaktionstemperatur in dem     Katalyt-          bett    schafft.

   Ebenso liefert die rasche Ab  kühlung der Reaktionsprodukte durch  Wärmeaustausch mit dem in die Reaktions  zone tretenden     Gasluftgemisch    einen ver  grösserten Temperaturabfall zwischen dem  Punkt maximaler Reaktionstemperatur in  dem     Katalytbett    und dem dieses verlassen  den Gas, wodurch die thermische Zersetzung  der gebildeten Reaktionsprodukte verzögert  wird.

   Um unerwünschte Reaktionen zu ver  meiden, welche in dem Wärmeaustausch  apparat dann eintreten könnten,     wenn    die  Luft und das Gas vor der     Vorwärmung    zu  sammengemischt werden, kann die Luft vor  dem Gas getrennt erwärmt werden, indem  man sie durch die Schlangen 28 des Wärme  austauschapparates     hindurchschickt,    oder  aber man schickt die Luft über die Leitung  24 um den     Wärmeaustauschapparat        herum     und führt sie direkt dem Gas in der Kam  mer 20 zu, gerade bevor das Gas in die  Reaktionskammer eintritt.

   Es kann so, we  nigstens in gewissem Umfang, eine     Regelung     der Temperatur in der Reaktionskammer      auch dadurch bewirkt werden, dass     mau    den  Grund der dieser Luft erteilten     Vorwärmung     regelt. Wünscht man in jeder Stufe der Be  handlung eine sehr kleine Luftmenge zu ver  wenden, so kann ausserdem ein     \feil    des Ga  ses oder das ganze Gas nach Öffnung des  Ventils 18 durch den     Heizapparat    8 hin  durchgeschickt werden, während der Rest  des Gases entweder durch das Ventil 36 und  die     Wärmeaustauschschlangen    10 oder direkt  über das Rohr 16 in die Mischkammer be  fördert wird.

   Mit dieser Anordnung der  Ventile und Umleitungen kann jede ge  wünschte     Vorwärmung    des     Gasluftgemisches     zum Zwecke der Einstellung der Temperatur  der Reaktionszone erreicht werden.  



  Wenn man mit einem gewissen Verhält  nis von Gas und Luft     unter    ziemlich hoher       Vorwärmung    arbeitet, ist es gewöhnlich er  wünscht, die beiden erst zu mischen, wenn  sie in die     Reaktionskammer    eintreten. Zu  diesem Zweck wird Luft mittelst einer von  einem Ventil überwachten Nebenleitung 40  entnommen - die Ventile 22, 42 und ein       Veiltil    44 am Kopf der Spule 28 sind ge  schlossen - und in einem getrennten Kreis  lauf über die Schlangen des Wärmeaus  tauschapparates 30 in die Kammer 20 ge  schickt.

   Während so Luft in einer unab  hängigen Leitung     vorgewärmt    wird, kann  das Gas durch die Leitungen 4, 38 und die       Austauschschlangen    10 geschickt werden,  wodurch es gleichfalls     Vorwärmung    erhält,  und von da über die     liIischkammer    20 in  die Reaktionskammer 12 gelangt.  



  Der Apparat kann auch mit Vorteil eine  oder mehrere Mischvorrichtungen enthalten,  welche wie der Erhitzer 8 und die Kam  mer 20 arbeiten, um die vollständige Mi  schung des verbrennbaren Gases und der  Luft herbeizuführen, bevor das Gemisch in  die Kammer 12     eingeführt    wird. Ob solche       3#Zischvorrichtuiigen    verwendet werden oder  nicht, es hat sich als vorteilhaft erwiesen,  die Luft unter etwas höherem Druck als das  verbrennbare Gas zu halten, um zu verhin  dern, dass Gas in die Lufthauptleitungen zu-    "     rückströmt,    und um eine bequeme Mischung  beider sicherzustellen, indem die Luft in das  Gas bläst.  



  Die Reaktion zwischen dem Sauerstoff  und den     Kohlenwasserstoffen    des Reaktions  gemisches geht in der Kammer 12 mit grosser  Schnelligkeit vor sich, und wenn relativ  grosse Luftmengen zur Herstellung des Re  aktionsgemisches     verwendet    werden, hat die  Temperatur in der Reaktionszone eine Nei  gung, zu hoch anzusteigen. Es hat sich ge  zeigt, dass die besten Ausbeuten an Methanol,  Formaldehyd und     Acetaldehyd    aus der teil  weisen Oxydation von Naturgas gemäss vor  liegendem Verfahren erzielt werden, wenn  die Reaktionstemperatur unter den erörter  ten bevorzugten Verhältnissen von Druck,       Katalytstoffen    und dergleichen auf etwa  540 bis 590   C aufrechterhalten wird.

   Es  hat sich ferner gezeigt, dass, wenn die Re  aktionstemperatur wesentlich über das wün  schenswerte Maximum von<B>590'</B> C hinaus  geht, zum Beispiel auf 640' C oder darüber,  die Ausbeute an Alkoholen und Aldehyden  ausgesprochen ärmer wird, und bei höheren  Temperaturen unter Entstehung von Kohlen  monoxyd,     Kohlendioxyd    und Wasserstoff  völlig verschwindet. Insbesondere ist beob  achtet worden, dass die Ausbeute an Metha  nol ausgesprochen und merklich ärmer wird,  sowie man die Reaktionstemperatur um mehr  als 110 bis<B>160</B>   C von dem gewünschten  Maximum abweichen lässt.

   Um in der Re  aktionszone wesentlich gleichförmige Tem  peraturverhältnisse aufrechtzuerhalten, be  sitzt der in der Zeichnung dargestellte Ap  parat Mittel, um mit dem in die Reaktions  kammer eintretenden     Gasluftgemisch    Dampf  einzuführen. Das Vorhandensein dieses  Dampfes     in    dem eintretenden Gemisch ver  anlasst     endothermische    Reaktionen, die sich  in der Bildung von Wassergas auswirken,  und trägt so dazu bei, die Temperatur in  der Reaktionszone unten zu halten.

   Es hat  sich jedoch gezeigt, dass bei der Verwendung  von Dampf als Mittel zur Regelung der Tem  peraturen in der Reaktionszone die Ausbeute  an den gewünschten Zwischenreaktionspro-           dukten    und     insbesondere    die Ausbeute an  Methanol ungünstig beeinflusst wird.

   Man  kann eine Kühlung des     Katalyten    durch in  direkten     Wärmeaustausch    vornehmen, der  bevorzugte Weg zur Regelung der in der  Reaktionszone aufrechtzuerhaltenden Tempe  ratur besteht aber in Fällen, wo die ge  wünschte     Menge    an     Zwischenoxydations-          produkten    nur durch den Zusatz eines grö  sseren Volumens Sauerstoff tragenden Gases  zu dem Kohlenwasserstoffgas erreicht wer  den kann, als man in einer Stufe sicher ver  wenden kann, ohne die maximalen     Reaktions-          temperaturgrenzen,    bei denen die besten  Ausbeuten erzielt werden, in der mehrstufi  gen Oxydationsbehandlung des Gases,

   auf  die bereits verwiesen wurde und die weiter  unten näher     erörtert    wird.  



  Gemäss diesem vielstufigen Oxydations  verfahren wird das Naturgas nacheinander  durch eine Reihe von Reaktionskammern  12 geschickt, welche in Reihe verbunden  sind, wobei dem in die Reaktionskammer  einer jeden der verschiedenen Stufen  eintretenden Gas eine zur Erzeugung  der gewünschten Arten und Mengen von       Zwischenoxydationsprodukten    gerade ausrei  chende Teilmenge der erforderlichen Gesamt  luft zugesetzt wird, so dass die gewünschte  oder bevorzugte Reaktionstemperatur in jeder  Stufe ohne     1_Tberhitzung    aufrechterhalten  wird, und ohne dass wesentliche     Mengen    von  freiem Sauerstoff in den Reaktionsprodukten  einer Stufe verbleiben könnten.

   Bei Durch  führung einer dreistufigen Oxydationsbe  handlung beispielsweise kann das Gas nach  Durchgang durch die in der Zeichnung ver  anschaulichten Kompressor- und     Messappa-          rare    bei 26 abgezogen und in Reihe durch  oder um den Erhitzer 8 herum, von da durch  den     Wärmeaustauschapparat    30 und von da  unter     Zumischung    von zur Aufrechterhal  tung der gewünschten Reaktionstemperatur  gerade ausreichender Luft in die Reaktions  kammer 12 geschickt wird.

   Die hocherhitz  ten Produkte dieser ersten Stufe der Oxyda  tionsbehandlung werden dann durch die Lei  tung 32 durch den ersten Wärmeaustausch-         apparat    3,0     zurückgeführt,    in dem sie einen  Teil ihrer Wärme an das     Frischgas    abgeben.  Die gasförmigen Produkte werden hierdurch  gekühlt und die gebildeten     kondensierbaren          Zwischenoxydationsprodukte    in den     Konden-          satoe-    und Absorptionseinheiten abgeschie  den.

   Der gasförmige Rückstand wird nun  von dem Kondensator in Reihe durch einen  andern     Wärmeaustauschapparat    30 hindurch  geschickt und mit einer andern Luftteil  menge einer teilweisen Oxydation unter  worfen,     um.    die gewünschten Reaktions  temperaturen in der zweiten Reaktions  kammer 12 aufrechtzuerhalten, worauf die  Reaktionsprodukte dieser zweiten Behand  lungsstufe infolge Durchganges durch den  zweiten     Wärmeaustauschapparat    gekühlt  werden. Die in der zweiten Behandlungs  stufe gebildeten Produkte werden in den  zweiten Kondensator- und Absorptionsein  heiten abgeschieden.

   Der gasförmige Rück  stand der zweiten Stufe geht durch einen  genau gleichen Kreislauf hindurch; er durch  läuft der Reihe nach einen weiteren Wärme  austauschapparat und eine weitere Reaktions  kammer, geht durch den Wärmeaustausch  apparat zurück und nach Durchgang durch  einen weiteren Kondensator und Absorptions  apparat und einen     Separator,    in welchem die       le:

  zten    gewinnbaren Spuren der     kondensier-          baren        Zwischenoxydationsprodukte    abgeschie  den werden, kann der     schliessliche    gasförmige  Rückstand an die Atmosphäre abgegeben  oder, wenn er noch so viel verbrennbare gas  förmige Bestandteile enthält, dass er als  Brennstoff in Frage kommt, einer Ver  teilungshauptleitung zugeführt werden.

       Ge-          wünschtenfalls    kann der gasförmige Rück  stand jeder Behandlungsstufe durch eine ven  tilüberwachte Verbindung 46 der Heiz  schlange 10 des Austauschapparates zugeführt  und von da nach     Zumischung    einer geeigne  ten Menge Luft oder von Luft und frischen  unbehandelten Kohlenwasserstoffgasen der  Reaktionskammer dieser Stufe zugeführt  werden.

   Die Zahl der zur geeigneten Be  handlung des Gases erforderlichen Stufen       bestimmt    sich nach der in jeder Stufe ge-      wünschten     Maximaltemperatur    und nach der  Gesamtmenge der Luft, welche man zusetzen  muss, um die Erzeugung der gewünschten  Menge von flüssigen     Zwischenoxydations-          produkten    zu bewirken. Wie bereits     erwähnt,     werden die heissen gasförmigen Produkte  jeder Behandlungsstufe vorzugsweise ge  kühlt und wird das flüssige gebildete Kon  densat vorzugsweise abgeschieden, bevor  Luft dem Rückstand zwecks Behandlung in  der zweiten Stufe zugemischt wird.

   Der  gleiche     Katalyt    kann in allen Stufen     ver-          wendet-werden;    man kann auch in einer oder  allen Stufen verschiedene Arten von Kata  lysatoren verwenden. Desgleichen können die  Betriebsbedingungen in mehreren     Stufen    im  Hinblick auf die Erzeugung einer Art eines       Kohlenwasserstoffzwischenoxydationsproduk-          tes,    z. B. des Methanols, als Hauptprodukt  einer Stufe     geändert    werden, während man  später eine andere völlig verschiedene Art  des Hauptproduktes erzeugt, beispielsweise  Formaldehyd in einer     andern    Stufe.

   Gemäss  der Zeichnung ist der Apparat vorzugsweise  so angeordnet, dass die Behandlung     wunsch-          falls    in einer Stufe beendigt werden kann,  indem jede aus     Wärmeaustauschapparat,    Re  aktionskammer und Kondensator bestehende       Apparatureinheit    so angeordnet ist, dass sie  bei der     Behandlung    getrennter Teile Luft,  die     voa    der von dem Kompressor abgehen  den     Luftzufuhrhauptleitung    entnommen  wird, parallel mit den andern Einheiten be  trieben werden kann.

   Diese einstufige Be  handlungsweise kann da verwendet werden,  wo nur eine begrenzte Menge flüssiger     Zwi-          schenoxydationsprodukte    zusammen mit  einem verbrennbaren Gasrückstand erzeugt  werden soll, welcher im wesentlichen     keinen     Gehalt von freiem Sauerstoff und einen ge  ringeren kalorischen Wert als das ursprüng  liche Gas besitzt.  



  Es hat sich gezeigt, dass' der Druck bei  Bestimmung der Art der flüssigen Zwischen  oxydationsprodukte, welche während der       Oxydationsteilreaktionen    gebildet werden,  eine grosse Rolle spielen. So     hatte    sich bei  spielsweise gezeigt, dass bei einem Platin-         katalyten    und unter andern weiter unten  erörterten     Reaktionsverhäitnissen    ein Druck  von wenigstens 6 kg pro cm' erforderlich ist,       damit    man selbst kleine Ausbeuten an Al  kohol und     Aldehydoxydationsprodukten    er  hält (mit Ausnahme von Formaldehyd, wel  ches man mit gewissen Katalysatoren bei ge  ringeren     Drucken    erhalten kann).

   Von einem  Mindestdruck von etwa 6 kg pro cm' steigt  die Alkohol-Aldehyd-Ausbeute im allge  meinen mit einer Zunahme des Druckes. Re  lativ grosse Ausbeuten an Methanol und Al  dehydprodukten sind bei Durchführung des  vorliegenden Verfahrens mit Drucken über  14 kg pro cm' erreicht worden.  



  Es hat sich gezeigt, dass eine sorgfältige  und genaue Überwachung der Reaktionstem  peraturen ein äusserst wichtiger Faktor bei  der Herstellung     kaufmännisch    verwertbarer       Ausbeuten    von Alkohol aus     N        aturgas    ist.  Versuche haben aber weiterhin dargetan, dass  die Art und Weise, wie diese Temperatur  überwachung bewirkt wird, den Charakter  der erzielten flüssigen     Zwischenoxydations-          produkte    gleichfalls erheblich beeinflusst.

   So  möchte beispielsweise scheinen, dass, wenn  die optimalen Temperaturen in der     Katalyt-          reaktionskammer    in irgend einer Weise auf  rechterhalten werden, die Bildung einer       maximalen    Ausbeute eines gewünschten Al  koholproduktes die Folge ist; dies ist in  dessen offensichtlich nicht der Fall.

   Es ist  beobachtet worden, dass man beispielsweise  die     maximale    Ausbeute an Methanol erhält,  wenn das Gas zuerst innerhalb 50 bis<B>100</B>   C  der gewünschten Reaktionstemperatur vor  gewärmt wird, zum Beispiel durch Wärme  austausch oder sonstige von aussen her ein  wirkende Wärme, und wenn man nach die  ser     Vorwärmung    gerade so viel Luft zusetzt,  dass durch die Wärme der in der Reaktions  kammer veranlassten Reaktion die für die  besten Alkoholausbeuten     gewünschte    Tem  peratur gerade erreicht wird.

   Aus dem Ver  gleich einer Verfahrensdurchführung, bei  welcher eine angenähert maximale Ausbeute  an Methanol dadurch erzielt wurde, dass man  die vorstehend beschriebene, auf die Erzie-           lung    bester Ergebnisse abgestellte Regelung  der Verhältnisse der     Vorwärmung    und des  Luftzusatzes vornahm, mit einer ähnlichen  Verfahrensdurchführung, bei welcher ein  relativ grösserer Prozentsatz von Luft ver  wendet und Dampf zum Zwecke der Rege  lung der Reaktionstemperatur eingeführt  würde, ergab sich, dass zwar die     Pyrometer     in beiden Fällen ungefähr die gleiche Re  aktionstemperatur anzeigten, die Methanol  ausbeute beim zweiten Verfahren aber sehr  verringert war,

   dass auch die     Aldehydaus-          beute    ganz klein war, während erheblich ver  grösserte Mengen     Kohlenstoffmonoxyd    und  Wasserstoff in den Abgasen erschienen.  Dies zeigt an, dass, während bei der ersten  Verfahrensdurchführung die Mischung von  Luft und Gas sanft und gleichmässig und  ohne dass örtliche Überhitzung erfolgt, auf  die gewünschte Reaktionstemperatur gebracht  wird, die Methanol- und     Aldehyd-Zwischen-          oxydationsprodukte    im zweiten Falle wahr  scheinlich durch örtliche Überhitzung im gro  ssen Ausmass zersetzt wurden.

   Weiterhin  liegt, wenn ein     Gasluftgemisch    unter 18 kg  pro     em@    gerade so grosse Mengen enthält,,  dass sich die     Teiloxydationsreaktion    selbst  unterhält, ohne dass vorgewärmt wird, wie  bei der oben     erwähnten    zweiten Verfahrens  durchführung, die entstehende Reaktions  temperatur über 640' C, und wird demzu  folge die prozentuale Ausbeute an Alkohol  und     Aldehydprodukten    erheblich     verringert.     Aus obigen Gründen ist gefunden worden,  dass man die besten Ausbeuten an Alkohol  und     Aldehydprodukten    erzielt,

   indem man  das Gas bis auf 10 bis 50   C der gewünsch  ten Reaktionstemperatur vorwärmt und dann  Luft in Mengen von weniger .als 50 Volumen  prozenten, vorzugsweise zwischen 4 und 20  des Gasvolumens, zusetzt, wobei die Mengen  der innerhalb dieser Grenzen verwendeten  Luft durch die Grösse der dem Gas erteil  ten     Vorwärmung    und durch die Leistungs  fähigkeit des Wärmeaustausches und der  Isolierung des Systems beherrscht wird.

    Wenn deshalb die Durchführung des Ver  fahrens auf die Erzeugung von Alkohol- und         Aldehydoxydationsprodukten    als den Haupt  produkten abgestellt ist, zum     Unterschied     von ihrer Erzeugung als Nebenprodukte  einer Behandlung, welche in erster Linie  die Herstellung eines Brenngases von gleich  förmigem geringeren kalorischen Wert er  strebt, führt die kleine Menge Sauerstoff  liefernden Materials, die dem Gas zu irgend  einer Zeit zugesetzt werden kann, zu der An  wendung einer vielstufigen Gasbehandlung,  gemäss welcher das Gas durch eine Mehr  zahl von hintereinander liegenden     Katalyt-          kammern    geschickt wird, deren Anzahl  durch wirtschaftliche     Erwägungen    beherrscht  wird.

   Die Temperaturregelung des neuen  Verfahrens wird deshalb vorzugsweise unter  Verwendung einer mehrstufigen Oxydations  behandlung, unter     Vorwärmung    des Gases  für jede Stufe, unter Zugabe geregelter Luft  mengen und Austauschkühlung der Austritts  gase und unter Kondensation, Absorption  und Sammlung des     Kondensates    zwischen  den einzelnen Stufen vorgenommen.  



  Die Bildung der     Zwischenoxydations-          produkte    nach dem neuen Verfahren umfasst       exothermische    Reaktionen und eine Abnahme  des Volumens der Reaktionsprodukte gegen  über dem entsprechenden Volumen der an  der Reaktion teilnehmenden Bestandteile.  Desgleichen geht mit der Zersetzung der  bildeten Reaktionsprodukte eine Zunahme  des Volumens der Zersetzungsprodukte Hand  in Hand.

   Durch Aufrechterhaltung bleich  förmiger, überwachter Überdruckverhältnisse  in der Reaktionszone hinsichtlich der reagie  renden Bestandteile und der Reaktionspro  dukte werden die Reaktionen, deren Produkte  ein kleineres Volumen als die reagierenden  Bestandteile     besitzen,    gefördert und unter  optimalen Druckverhältnissen veranlasst, wel  che die besten Ausbeuten an Oxydations  produkten ergeben, während gleichzeitig die  Zersetzung dieser Produkte in andere Ver  bindungen von grösserem Volumen verhindert.  oder verzögert wird.

   Ebenso ist es durch  Überwachung der Temperatur der Reaktion  und der Art des Grades der den in die  Reaktionszone tretenden Gasen erteilten Vör-           wärmung,    wie auch des Grades der     Kühlung     der Reaktionsprodukte - zum Beispiel durch       Wärmeaustausch    zwischen den Reaktions  produkten, dem     Katalytbette    und dem in  die Reaktionszone tretenden Gas - möglich,  passende, gemässigte Temperaturgradienten  zwischen den in den Punkt optimaler Tem  peratur des     Katalytbettes        eintretenden    und  ihn verlassenden Gase aufrechtzuerhalten,  um gewünschte Ausbeuten an Oxydations  produkten zu erzeugen,

   während gleichzeitig  die Reaktionsprodukte gegen thermische Zer  setzung geschützt werden. Es. ist äusserst  wichtig, dass die Anwesenheit von freiem  Sauerstoff in den gasförmigen Produkten  der Oxydationsreaktion sorgfältig vermieden  wird, nicht nur, weil das Vorhandensein von  freiem Sauerstoff in den abgehenden Gasen  anzeigt, dass die     Reaktion    nicht richtig be  endigt ist und infolgedessen die Ausbeuten  kleiner sind, als sie sein sollten, sondern  auch, weil die abgehenden Gase korrosive       (metalla.ngreifende)    Eigenschaften besitzen.  



  Es ist klar, dass verschiedene Arten der  beschriebenen Apparatur verwendet werden  können, um das neue Verfahren durchzufüh  ren, um die erforderliche     Vorwärmung,    den  Reaktionskontakt und die Kühlung der  reagierenden Gase zu bewirken und um die  richtige Temperatur für die katalytische Re  aktion einzuleiten und aufrechtzuerhalten.  Es ist ferner klar, dass die verschiedenen Re  aktionsbedingungen, entsprechend der Eigen  art der gewünschten     Zwischenoxydations-          produkte    verändert werden können.

   Zu die  sen Bedingungen gehören hauptsächlich die  Temperatur und der Druck, unter welchen  die Reaktion durchgeführt wird, die relati  ven Mengen der reagierenden Bestandteile,  die     Art    der Temperaturregelung und die  Zeitdauer des Kontaktes des Reaktions  gemisches mit dem     Katalyten.    Die kataly  tische Oxydation kann durch Änderung der  Dauer des Kontaktes der reagierenden Gase  mit dem     Katalyten    abgewandelt werden, um  Produkte von veränderlichem Charakter her  zustellen.

   Es ist beobachtet worden, dass sich  die Ausbeuten und die Art der gewünsch-         ten        Alkohol-Aldehyd-Zwischenoxydations-          produkte    von Naturgas mit Änderungen der  Zeitdauer der Berührung der Reaktionsgase  mit dem     Katalyten    ändern, während sonstige       Verhältnisse    konstant bleiben. So sind be  friedigende     Ausbeuten    an Methanol und Al  dehyden erzielt worden, indem das vor  liegende Verfahren derart durchgeführt  wurde, dass die Zeitdauer des Kontaktes des  Reaktionsgemisches mit dem     Katalyten    we  niger als eine     Viertelssekunde    beträgt.

   Des  gleichen sind     befriedigende,    Ausbeuten er  zielt worden, wenn so gearbeitet wird, dass  das Reaktionsgemisch während einer Zeit  periode von mehreren Sekunden mit dem     Ka-          talyten    in Kontakt bleibt.

   So ist gefunden  worden, dass durch     Vorwärmung    eines Kör  pers von Naturgas von einem Druck von  18 kg pro cm' auf eine Temperatur von etwa  520' C und darauf folgende     Zumischung     von Luft in dem Ausmass von ungefähr 7,2  des Gasvolumens und     Hindurchschickung     des Gemisches in indirekter Wärmeaus  tauschbeziehung mit einem     Katalytbett    aus       platiniertem    Bimsstein, und     Hindurchschik-          kung    des Gemisches durch das auf einer  Temperatur von etwa<B>560'</B> C gehaltene Bett  mit solcher Geschwindigkeit, dass jede Vo  lumeneinheit des Gemisches mit einem glei  chen Volumen des     Katalyten    4,

  2 Sekunden  lang in Berührung ist, die beim Abkühlen  und bei der Kondensation von dem gasförmi  gen Produkt abgeschiedene Flüssigkeit  45 Volumenprozente Methanol,<B>31%</B> einer  40%igen     Formaldehydlösung,    4 %     Acetalde-          hyd,    sowie Wasser und andere Produkte der  Oxydationsbehandlung enthält. Ein     Metha-          nolvolumen    genau so gross wie das durch  Kondensation aus dem gasförmigen Produkt  erhaltene, kann durch Absorption durch Was  ser von dem den Kondensator verlassenden  Gasrückstand gewonnen werden. Der gas  förmige Rückstand enthält bei dieser Art  der Behandlung im wesentlichen keinen  freien Sauerstoff.

   Setzt man die Reaktions  produkte bei den höheren Reaktionstempe  raturen dem     Katalyten    längere Zeit aus, so  neigen die Alkohol-Aldehyd-Zwischenoxyda-           tionsprodukte    zur Zersetzung unter Bildung  von     Kohlenstoffoxyden    und Wasserstoff. Es  wird geglaubt, dass die     Teiloxydationsreak-          tionen,    welche die     Bildung    dieser Zwischen  oxydationsprodukte ergeben, ungefähr mit  der     Geschwindigkeit    der Verbrennung bei  den angewandten Temperaturen vor sieh  gehen.  



  Die Hauptfunktion des     Katalyten    bei  Durchführung des Verfahrens gemäss der Er  findung besteht anscheinend darin, dass er  veranlasst, dass die gewünschten Reaktionen  unter relativ viel niedrigeren Temperaturen  bis zur Vollständigkeit durchgeführt werden,       als    bei der Nichtverwendung eines     Katalyten     erforderlich wären. Diese niedrigen Tempe  raturen können natürlich praktisch mit ein  facheren und billigeren Konstruktionsmate  rialien und mit einem grösseren Grad von  Sicherheit aufrechterhalten werden.

   Sicher  heit ist     natürlieh    ein allererstes     )Erfordernis     bei der Behandlung von Gas unter hohen       Drucken.        Durch    die Verwendung von     Kata-          lyten    bei dem neuen Verfahren werden das  Eisen und die übrigen für die Apparate  benutzten     S'Loffe    niemals auf eine Tempera  tur erwärmt, welche derjenigen nahe kommt,  bei welcher ihre Festigkeit oder sonstigen  Eigenschaften wesentlich beeinflusst werden.

    Ein weiterer Vorteil der Verwendung von       Katalyten    und der sich daraus ergebenden  tieferen Reaktionstemperaturen besteht da  rin,     dass'    die     Reaktionstemperatur    durch den  Zusatz eines vergleichsweise kleinen Teils  von Luft zu dem der Behandlung unter  liegenden Gas aufrechterhalten und so eine  erfolgreiche     Durchführung    des Verfahrens  ohne Zuführung äusserer Wärme ermöglicht  werden kann, selbst wenn die Eigenart der  gewünschten Reaktionsprodukte die Ver  wendung nur relativ kleiner Luftmengen  gestattet.  



  Die vorstehende Beschreibung des Ver  fahrens und der Bedingungen seiner Durch  führung     ist    mehr oder weniger auf die Be  handlung von     Naturgaskohlenwasserstoffen     beschränkt worden. Die Erfindung ist in-    dessen keineswegs auf die Behandlung von  Naturgas beschränkt, ihre Grundzüge kön  nen im Gegenteil auch auf die Behandlung  anderer     Kohlenwasserstoffe    angewendet wer  den, zum Beispiel der     Kohlenwasserstof        fe,     die in der Kohle oder in den von ihr her  rührenden Gasen, oder in den Gasen und  Dämpfen enthalten sind, welche sich bei der  thermischen Behandlung von Petroleum und  Ölschiefer bilden.

   Während das Verfahren  gemäss der Erfindung hauptsächlich die Er  zeugung von Alkoholen und Aldehyden be  trifft, so versteht sich, dass durch geeignete  Änderung der Zeitdauer der Berührung des  Reaktionsgemisches mit dem     Katalyten,    der  Temperaturen und Drucke, der Art des     Ka-          talyten,    des Grades der Überhitzung und  der in dem Reaktionsgemisch enthaltenen  Mengen von Luft oder von sonstigem Sauer  stoff liefernden Material auch andere wert  volle     Zwischenoxydationsprodukte    erzielt  werden können.

   Beispielsweise stellen bei  der oben erörterten bevorzugten Arbeitsweise  die Aldehyde, im besonderen     Aceta        ldehy    d  und     Formaldehyd,    gewöhnlich mehr als 3!)  Gewichtsprozent des ganzen gewonnenen,  nicht wässerigen Kondensates dar; über 60 ö  des Restes desselben ist gewöhnlich Metha  nol. Durch Änderung einiger der genannten  Reaktionsbedingungen kann indessen die     AI-          dehydausbeute    auf Kosten einer Abnahme  der anteiligen Ausbeuten an Alkoholen be  trächtlich gesteigert werden.

   Es ist beobach  tet worden, dass bei den dargelegten bevor  zugten     Bedingungen    für die Behandlung von  Naturgas zwecks Erzeugung von Methanol  der gasförmige Rückstand der ersten Stufe  der Oxydationsbehandlung nach     Abscheidung     der flüssigen Kondensate gewöhnlich merk  bare Mengen von     Kohlenstoffmonoxyd,    Was  serstoff und ungesättigten Kohlenwasser  stoffen enthält,     dipe    über die in dem ur  sprünglichen, der Behandlung unterliegenden  Naturgas vorhandenen Mengen dieser Be  standteile hinausgehen.

   Desgleichen scheint  die Menge der in dem aus der Behandlung  herrührenden Gasrückstand enthaltenen un  gesättigten     Kohlenwasserstoffe    eine direkte      Beziehung zu dem Druck zu besitzen,  unter welchem die Reaktion durchgeführt  wird.  



  Es hat sich gezeigt, dass das flüssige       Kondensat,    welches aus der erfindungs  gemässen Behandlung von Naturgas gewon  nen wird, zwar einen Wassergehalt von we  sentlich     40,'o    auf das Volumen besitzt, dass  es aber trotzdem ohne     Abs.cheidung    dieses  Wassergehaltes verbrennbar ist, vermutlich  infolge des hohen Gehaltes an verbrennbaren  Alkoholen in seinem nicht     wässerigenBestaud-          teil.     



  Reiner Sauerstoff, Ozon, Kohlenstoff  oxyde und andere Stoffe, welche unter den  in der Reaktionszone     aufrechterhaltenen     Druck-, Temperatur- usw. Verhältnissen  Sauerstoff zu liefern vermögen, können statt  Luft als     Oxydiermittel    verwendet werden.  Desgleichen können mitunter andere Stoffe  als Stickstoff mit Vorteil als     inerte    Ver  dünnungsmittel für das     Oxydiermittel    oder  für die der Behandlung unterliegenden     Koh-          lenwasserstoffe    verwendet werden.

   So zum  Beispiel können die zu behandelnden Kohlen  wasserstoffe mit andern. stabileren Kohlen  wasserstoffen verdünnt werden, welche bei  den in der Reaktionszone der Apparatur auf  recht erhaltenen Bedingungen des Druckes,  der Temperatur usw. einer     teilweisen    Oxy  dation nicht unterliegen.  



  Es kann sich als erforderlich heraus  stellen, viele oder alle die Reaktion beherr  schenden Faktoren zu ändern, einschliesslich  der Temperaturen, des Druckes, der Zeit,  des Kontaktes der reagierenden     Bestandteile     mit dem     Katalyten,    der Mengenverhältnisse  der reagierenden Bestandteile usw., entspre  chend Änderungen anderer Faktoren, ins  besondere entsprechend Änderungen der an  gewandten Drucke und     Katalyte.     



  Zur Erläuterung des Verfahrens. sei  nachstehend 'ein zahlenmässiges Beispiel an  gegeben:  Ein Naturgas von folgender Zusammen  setzung  
EMI0011.0016     
  
    Gesättigte <SEP> Kolilenwasserstoffe
<tb>  (CH4, <SEP> CZHs, <SEP> C.Hg, <SEP> C<B>I</B>IiIo) <SEP> 92,0
<tb>  Kohlensäure <SEP> 1,0
<tb>  Luft <SEP> 2,0
<tb>  Stickstoff <SEP> etc. <SEP> 5,0       wird mit atmosphärischer Luft im Verhält  nis von 200 Volumenteilen Gas zu 30;8 Vo  lumenteilen Luft vermischt. Dieses Gemisch  wird nach Massgabe von 230,8     Volumteilen     pro     Stunde    durch ein starkes, geschlossenes  Reaktionsrohr von 90 cm Länge und 4,2 cm  Durchmesser hindurchgeleitet, das in einem  Ofen durch heisse Verbrennungsgase erhitzt  wird.

   Die Temperatur wird unter diesen Be  dingungen am Eingang auf etwa 340' C  und am Ausgang auf etwa 590   C erhalten,  während ein Überdruck von etwa 14 kg  pro cm' im Reaktionsrohr aufrechterhalten       wird.     



  Aus dem Reaktionsrohr werden die Re  aktionsprodukte nach einem wassergekühlten  Kondensator geführt und hier auf etwa  <B>10'</B> C abgekühlt. Das Gas und die Kon  densationsflüssigkeit werden dann unter Bei  behaltung des erwähnten Überdruckes in  einen     Flüssigkeitsabscheider    geleitet, aus  welchem die flüssigen Produkte durch ein  Ventil abgelassen werden.  



  Auf diese Weise werden 0,25 Liter  flüssiges Produkt aus der erwähnten Ge  mischmenge erhalten. Dieses Produkt be  steht aus einer Mischung von Teil  ogydationsverbindungen, die unter anderem  etwa 16 %     Acetaldehyd    und Formaldehyd.  etwa ss % Methanol, sowie in geringen Men  gen Methylalkohol,     Dimethylacetalkohol.Ace-          ton,    höhere Alkohole, Aldehyde,     Ketone.     Ester, Ameisen- und andere Säuren und  schliesslich Wasser enthalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCI3 Verfahren zur Herstellung eines flü,3- sigen Gemisches aus Formaldehyd, Wasser, Methanol und Acetaldehyd durch Behand lung eines Kohlenwasserstoffes in Gas- oder Dampfform mit einem Sauerstoff liefern den Produkt bei erhöhter Temperatur, da durch gekennzeichnet, dass das Sauerstoff liefernde Produkt in solchen Mengenverhält nissen verwendet wird, dass in der Reaktions masse das Volumenverhältnis von freiem Sauerstoff zur- Reaktionsmasse weniger als 1 : 10 beträgt. UNTERANSPRüC.HE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Sauerstoff lie fernde Produkt in solchen Mengenver hältnissen verwendet wird, dass in der Reaktionsmasse das Volumenverhältnis von freiem Sauerstoff zum Kohlenwas serstoff weniger als 1 : 10 beträgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet dass der Kohlenwasser stoff auf eine Temperatur bis weniger als 110 C mit Bezug auf die Reaktions temperatur vorgewärmt und die Menge des Sauerstoff liefernden Produktes so abgemessen wird, dass das Reaktions gemisch durch die Reaktionswärme ge rade auf die Reaktionstemperatur ge bracht wird. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktionspro dukt rasch gekühlt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlung der Produkte durch Wärmeaustausch mit dem in die Reak tionszone tretenden Kohlenwasserstoff bewerkstelligt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion unter einem Drucke von wenigstens 6 kg pro cm' durchgeführt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion unter einem Druck von über 14 kg pro cm' durchgeführt wird. 7. -Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion bei einer Temperatur unter<B>590'</B> C durch geführt wird. B.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Ge genwart eines Katalyten durchgeführt wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktionsmasse während einer Zeitdauer von weniger als sechs Sekunden in der Reaktionszone ge halten wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kohlenwasser stoff, bevor er in die Reaktionszone tritt, zum Wärmeaustausch mit derselben ge bracht wird. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückstand, der nach Abscheidung der gebildeten flüs sigen Kohlenwasserstoff-Sauerstoff-Ver- bindungen verbleibt, erneut einer Teil oxydation mit einem Sauerstoff liefern - den Produkt unterworfen wird. 12. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Reaktionszone ein inertes Verdünnungsmittel zugeführt wird.
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