CH149430A - Verfahren zur Herstellung eines Calciumcyanamid und Calciumcarbonat enthaltenden Düngemittels. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Calciumcyanamid und Calciumcarbonat enthaltenden Düngemittels.

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CH149430A
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  Verfahren zur Herstellung eines     Caleiumeyanamid        und        Caleiumearbonat          enthaltenden    Düngemittels.    Es ist bekannt, durch- Einwirkung von  Ammoniak bei 500 bis<B>850'</B> mit gewöhn  lichem oder erhöhtem Druck auf     Calcium-          karbonat        Calciumcyanamid,    das heisst alka  lisch reagierende     Düngemittel    herzustellen.

    Es können alle möglichen Karbonate oder       Karbonatgemische    verwendet werden,     wie        ge-          fä        lltes    Karbonat, zum Beispiel     Karbonat-          schlamm    aus- der     Ammonsulfatdarstellung     aus Gips, oder natürliche Karbonate, wie sie  als Mineralien in der Natur vorkommen, zum  Beispiel Kreide, Kalkstein, Marmor, Ara  gonit,     Caleit,        Dolomit    usw.

   Man gewinnt so  ein rein weisses, basisches Produkt, das je  nach der Zeit und der Temperatur der Ein  wirkung     zwischen    10 und 30% Stickstoff  und auch darüber in leicht     herauslösbarer     und     assimilierbarer    Form enthält.  



  Erfindungsgemäss wird ein     CaIcium-          cyanamid    und     Calciumkarbonat    enthaltendes  Düngemittel durch Einwirkung von Am-         moniak    bei 500 bis 850   auf     Calciumhar-          bonat    dadurch hergestellt, dass bei der Reak  tion entstehendes     Calciumoxyd    durch Ein  wirkung von     Kohlenstoff-Sauerstoffverbin-          dungen    in     Calciumkarbonat        umgewandelt     wird.  



  Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten. Ent  weder mischt man während der Einwirkung  des Ammoniaks auf das Karbonat dem Ein  wirkungsgas Kohlenstoff - Sauerstoffverbin  dungen, zum Beispiel Kohlensäure oder  Kohlenoxyd zu, wodurch man eine wesent  liche Reaktionsbeschleunigung bei der Stick  stoffbindung erhält und ausserdem allen  freien oder frei werdenden Kalk     reka.r-          bonisiert,    oder man behandelt das fertige       Ammoniakeinwirkungsprodukt    bei 300 bis  <B>600'</B> mit Kohlensäure oder solche enthal  tenden Gasen.

   Hierfür eignen sich     besonders     die kohlensäurehaltigen Abgase des     Stiek-          stoffbindungsprozesses,    deren     Ammoniak    bei      diesen Temperaturen nicht gebunden, deren       Kohlensäure    aber ohne Stickstoffverlust  resorbiert wird.  



  Man erhält auf diese Weise Produkte,  die neben dem     Stickstoffbindungsprodukt     nur kohlensauren Kalk enthalten, also sehr  schwach alkalisch sind und demzufolge für  schwächer saure Böden, insbesondere aber  für leichte Sandböden, bei, denen zum Bei  spiel Kalkstickstoff aus Karbid     kontraindi-          ziert    ist, Verwendung finden soll. Dass das  letztere Produkt auch bezüglich der     An-          wendbarkeit    als Kopfdünger     bezw.    über  haupt bei der     Ausstreuung    grosse Vorteile  besitzt. (geringe Staub-. und     Ätzwirkung),     liegt auf der Hand.  



  Eine besondere Ausführungsform des  Verfahrens charakterisiert sich dadurch, dass  man das Endprodukt in beliebig gewünsch  ten Korngrössen, zum Beispiel     Hirsekorn-          oder        Erbsengrösse    oder auch gröber, erhalten  kann, wenn man das     Ausgangsmaterial,    zum  Beispiel natürlichen Kalkstein, Kreide, Mar  mor,     Dolomit    usw. auf die gewünschte Grösse       vorbricht    und zwischen entsprechenden Sie  ben trennt oder insgesamt zur     Chargierung     benutzt.

   Die Kornform des Ausgangsmate  rials bleibt während des     Ammoniakeinwir-          kungsvorganges    erhalten und man gewinnt  daher das Endprodukt zum Beispiel in Hirse  Izorn-     bezw.        Erbsengrösse.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Calcium- cyanamid und Calciumkarbonat enthaltenden Düngemittels durch Einwirkung von Am moniak bei 500 bis 850 auf Calciumkarbo- nat, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Reaktion entstehendes Calciumoxy d durch Einwirkung von Kohlenstoff-Sauerstoffver- bindungen in Calciumkarbonat umgewandelt. wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Calciumoxyd nach genügender Stickstoffbindung durch Erhitzen im Kohlensäurestrom in Cal- ciumcarbonat umgewandelt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Calciumoxy d nach genügender Stickstoffbindung durch Erhitzen im Strom kohlensäurehaltiger Gase in Calciumkarbonat umgewandelt wird. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Calciumoxy d während der Reaktion durch Erhitzen im Kohlenoxydstrom in Calciumharbonat umgewandelt wird.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Calciumoxy d während der Reaktion durch Erhitzen im Strom kohlenoxydhaltiger Gase in Cal ciumkarbonat umgewandelt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Calciumoxyd während der Reaktion durch Erhitzen im Kohlensäurestrom in Calciumkarbonat umgewandelt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Calciumoxy d während der Reaktion durch Erhitzen im Strom kohlensäurehaltiger Gase in Cal ciumkarbonat umgewandelt wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Calciumoxyd nach genügender Stickstoffbindung durch Erhitzen mit den Abgasen der Stickstoff bindung selbst in Calciumkarbonat um gewandelt wird. B. \Terfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Gase auf ein gekörntes Calciumkarbonat einwirken lässt, wodurch man das stickstoffhaltige Endprodukt in gleicher Form erhält. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Gase auf ein stückiges Calciumkarbonat einwirken lässt, wodurch man das stickstoffhaltige End produkt in gleicher Form erhält.
CH149430D 1926-10-23 1927-10-13 Verfahren zur Herstellung eines Calciumcyanamid und Calciumcarbonat enthaltenden Düngemittels. CH149430A (de)

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