Benzindichter Rahn, insbesondere für Brennstoffleitungen von Fahrzeugmotoren. Absperrbare Leitungshähne sind bereits bekannt. Diese halten jedoch nicht dicht. Des gleichen sind benzindichte Hähne, als deren vornehmlichster Repräsentant der Drehschie- berhahn mit Korkdichtung gilt, an sich be kannt, doch waren bisher solche benzindichte Hähne in der Geschlossenstellung nicht sperr bar, weshalb auch der Einbau solcher Hähne in die Benzinleitung eines Kraftfahrzeuges den Diebstahl desselben nicht verhindern konnte.
Die Schwierigkeiten, welche sich der Sper rung benzindichter Hähne bisher entgegen stellten, sind darin gelegen, dass einerseits die zum Dichthalten des Hahnes erforder lichen Korkdichtungssoheiben einem ge wissen Druck ausgesetzt werden müssen, wenn sie wirksam abdichten sollen, während anderseits die eine genaue Einstellung zu einander voraussetzenden Schlossteile zur Sperrung des Hahnes ein Spiel bezw. eine achsiale Verschiebung zum Zusammenpressen der Dichtungsteile nicht zulassen, ohne die Sicherheit der Sperrung zu gefährden.
Eine weitere Schwierigkeit ist darin gelegen, dass für den rechtmässigen Besitzer das Innere des Hahnes leicht zugänglich sein muss, um die einem raschen Verschleiss unterliegenden Dichtungskörper austauschen zu können, das Hahngehäuse also zweiteilig ausgeführt wer den muss, welche Teile aber in der Ge- schlossenstellung des Hahnes miteinander un lösbar verbunden sein müssen.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun ein benzindichter Hahn, insbesondere für Brennstoffleitungen von Fahrzeugmoto ren, der als gegen den Schieberspiegel ab- g eAichteter Drehschieber ausgebildet und in der Schlussstellung durch ein Schloss sperr bar ist, das bei in dieser Stellung vor genommener Sperrung auch ein Lösen des zweiteiligen Halmgehäuses unmöglich macht.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes ist in der Zeichnung ver anschaulicht, und zwar zeigt Fig.l einen Vertikalschnitt durch den Absperrhahn, wo- bei der Hahn in der Offenstellung dargestellt ist, Fig.2. eine Seitenansicht teilweise ge schnitten, Fig. 3 einen Horizontalschnitt nach der Linie C-D in Fig. 1, und Fig. d einen solchen nach der Linie A-B der Fig. 1.
Der Hahn besteht aus einem zweiteiligen Hahngehäuse, in dessen zylindrischer Aus drehung b der Drehschieber c drehbar ein gepasst ist. Die Leitungsbohrung 1 führt nicht zentral durch das Halmgehäuse, son dern dieses besitzt im Kern einen vollen Teil d, und die Leitungsbohrung biegt vor und hinter diesem Kernstück rechtwinklig ab und mündet in zwei Öffnungen<I>f,
g</I> in der Basis der zylindrischen Ausdrehung b des f-Iahn- gehäuses. Der Drehschieber c enthält eine beiderseits im Winkel abgebogene Durch bohrung h, welche in der Offenstellung des Hahnes beide Öffnungen<I>f, g</I> leitend über brückt. Zwischen dem Gehäuse und dem un tern Ende des Drehschiebers liegt eine ebene Dichtungsscheibe s aus Kork mit den Öff nungen<I>f, g</I> entsprechenden Durchbohrungen.
Die Dichtungsscheibe ist auf ihrer Unterseite mit einer Ausnehmung y versehen, welche in eine entsprechende Rippe ihrer Sitzfläche eingreift, wodurch die Dichtungsscheibe s in ihrer Lage gegen Verdrehung gesichert ist. Der untere Teil des Halmgehäuses ist mit a bezeichnet. Er besitzt einen nach aufwärts ragenden hohlzylindrischen Fortsatz v mit Innengewinde. Der Schlossmechanismus ist als Stechschloss (Yale-Schloss) ausgebildet und kann gänzlich unabhängig von dem eigentlichen Hahn hergestellt werden.
Er weist ein zylindrisches Schlossgehäuse h, den Zuhaltungszylinder auf, in welchem der Drehzylinder m zentral genau passend dreh bar gelagert ist. Dieser Zylinder hat am untern Ende einen konischen Ansatz durch den er mittelst ins Schlossgehäuse ein geschraubter Schräubchen z1 gegen achsiale Verschiebung nach unten gesichert, aber frei drehbar im Schlossgehäuse gehalten wird.
Im Schlossgehäuse sind die Bohrungen r (bezw. an einem Ende geschlossene Kam mern) zur- Aufnahme der Zuhaltungsstifte t mit Druckfedern u, im Drehzylinder die ent sprechenden Bohrungen r,. zur Aufnahme der Druckstifte t1 vorgesehen.
Die Bohrungen r, münden innen in einen zentralen Schlitz -iv zur Aufnahme des Schlüssels S. Zu einem später zu erläuternden Zwecke besitzt das Schlossgehäuse noch drei im Boden aus mündende Bohrungen B, in welchen kräftige Spiralfedern auf Druckzapfen Z einwirken, die nach unten herausgedrückt werden und auf der Oberfläche des Drehschiebers c gleiten.
Die Verbindung des Schlosses mit dem Hahn zu einem einheitlichen Ganzen erfolgt in der Weise, dass einerseits das Schloss- gehäuse i'i den Abschlussteil des Habn- gehäuses bildet, in dem es mit seinem ab gesetzten Ende mit dem Zylinderfortsatz v des Halmgehäuses a verschraubt wird, und dass anderseits der Drehzylinder in des Schlosses mit dem Schieberteil des Hahnes auf Drehung gekuppelt wird,
so dass er so zusagen den obern Ansatzzapfen des Dreh schiebers bildet und dieser durch ihn mit einem Schlüssel S verstellt _ und gesperrt werden kann. Hierbei bewirken die auf den Schieber drückenden Zapfen Z das erforder liche Zusammenpressen der Korkscheibe ohne dass eine achsiale Verschiebung des Drehzylinders stattfinden muss. Die Kupp lung erfolgt nämlich durch Kupplungsstifie st, welche am Boden des Drehzylinders in angeordnet sind und die in entsprechende Löcher o im Drehschieber c eingreifen.
Der Drehschieber c ist weiters periphe- risch in einer Bogenlänge von<B>90'</B> mit einer Ausnehmung i. versehen, in welcher ein am Gehäuse a befestigter Anschlagstift<I>x</I> gleitet.
Die Anordnung der Ausnehmung und des Sperrstiftes ist nun so getroffen, dass in der Schlussstellung des Hahnes der Stift in der Ausnehmung zum Anschlag gelangt und hierdurch ein Abschrauben des obern Schlossgehäuses K in der Geschlossenstellung des Hahnes wirksam verhindert. Durch den Anschlagstift und die Ausnehmung am Drehschieber wird aber gleichzeitig die Be- wegung des Drehschiebers bei seiner Über führung aus der Offen- in die Schluss- stellung begrenzt.
Die Funktion des Absperrhahnes ist fol gende: Ist der Hahn in der Geschlossenstellung, also der Teil c in der um 90 verdrehten Lage zu Fig. 1, dann decken sich die Boh rungen<I>r,</I> r,. Die Zuhaltungsstifte <I>t</I> reichen in die Bohrungen r, und sichern den Teil 2n gegen Verdrehung, sichern also auch den Schieber c in der Abschlussstellung. Der An schlagstift schlägt am Ende der Aus- nehmung i an und,
da der Drehschieber mit dem Drehzylinder gekuppelt ist und letzterer durch die Zuhaltungsstifte gesperrt ist, so ist ein Abschrauben des Schlossgehäuses K vom Halmgehäuse a unmöglich.
Wird in die ser Stellung der Stechschlüssel <B>S</B> eingeführt, so ordnet er mittelst der Druckstifte t, die Zuhaltungen derart, dass sie aus den Boh rungen r, gerade herausgedrückt werden und eine Drehung des Drehzylinders m und damit des Schiebers c in die aus Fig. 1 ersichtliche Offenstellung zu lassen.
Nach Vollzug dieser Vierteldrehung, welche durch den Stift x (Fig. Ö) begrenzt wird, ist der Schlüssel am Abziehen gehindert (ein Abziehen des Schlüssels ist nur bei gesicherter Abschluss- stellung des Hahnes möglich). In der Offen stellung kann, falls eine Auswechslung der Korkdichtungsscheibe erforderlich ist, das Schlossgehäuse vom Hahngehäuse a ab ;eschraubt werden.