Scheinwerfer für Fahrzeuge, insbesondere für Notorfabrzeuge. Gegenstand der Erfindung ist ein Schein werfer für Fahrzeuge, insbesondere für Mo torfahrzeuge.
Der Erfindungsgegenstand zeichnet sich erfindungsgemäss dadurch aus, dass an einem in den parabolischen Reflektor eingesetzten Lampenträger mindestens zwei Lampenfassungen um eine Achse ver- schwenkbar angeordnet sind, und dass eine durch einen hohlen Arm des Lampenträgers hindurchgeführteBetätigungsvorrichtung vor gesehen ist, das Ganze derart, dass die in den Fassungen befindlichen, verschieden beschaf fenen Glühlampen wahlweise in den Brenn punkt des Reflektors gebracht werden kön nen.
Es können zum Beispiel drei Glühlampen vorgesehen sein, von welchen die erste nor males weisses, die zweite diffuses weisses und die dritte farbiges Licht ausstrahlen kann. Dabei können auch die beiden letzterwähnten Lampen in den Brennpunkt gebracht werden, wodurch auch die diffusen bezw. farbigen Strahlen imstande sind, das Dunkel weit mehr und auf grössere Entfernung zu durch dringen.
Auf der Zeichnung ist eine beispiels weise Ausführungsform des Erfindungs gegenstandes dargestellt. Es zeigt Fig. 1 'einen Schnitt durch den Scheinwerfer, Fig. \? die Anordnung der Glühlampen am Lampen träger in Oberansicht, Fig. 3 einen Teil der Betätigungsvorrichtung von der Seite ge sehen, und Fig. 4 eine zugehörige Einzelheit in Oberansicht; Fig. 5 ist eine Endansicht. der Betätigungsvorrichtung, während Fig. 6 eine Einzelheit zeigt.
Es ist 1 das Scheinwerfergehäuse mit dem parabolischen Reflektor ?, in dessen Bodenring 3 ein hohles Einsatzstück 4 ein gesetzt und durch einen mit Gewinde ver- sehenen Ring 5 befestigt ist. An diesem Ein satzstück sind zwei hohle Arme 6 und 7 an gebracht, die mit dem Einsatzstück 4 den Lampenträger bilden und deren freie Enden zur Lagerung einer Achse 8 dienen, an der drei Lampenfassungen für Glühlampen 9., 10. 11 befestigt sind. Die einzelnen Lampen strahlen verschiedenartiges Licht aus, und zwar die eine unabgeblendetes weisses Licht. die zweite diffuses, weisses Licht und die dritte gelbliches Licht, das besonders geeig net ist, Nebel zu durchdringen. Die drei Lampen sind also verschieden beschaffen.
Zur Änderung des austretenden Lichtes wird die Achse 8 um 120 gedreht und dadurch immer eine andere Lampe in den Brenn punkt des Reflektors 2 gebracht. In Fig. 1 ist dies die Lampe 9.
Um die Lampen nacheinander in den Brennpunkt des Reflektors zu bringen und in dieser Stellung festzuhalten, ist am obern Ende der Achse 8 ein Schaltgetriebe ange bracht. Dieses Getriebe wird ebenso wie die Lampen von dem gemeinsamen Lampen träger 4, 6, 7 getragen. Zu diesem Zweck ist auf der Achse 8, welche in einem am Arm 6 befestigten zweiteiligen Bügel 12, 12' ge lagert ist, eine Klauenscheibe 13 befestigt, deren obere Stirnseite mit drei gleichmässig verteilten Klauen versehen ist; die auf der 'einen Seite flach ansteigende, auf der an dern Seite achsial gerichtete Begrenzungs flächen haben.
Am Umfange der Klauenscheibe 13 sind drei gleichmässig verteilte Bohrungen 14 an gebracht, in welche ein an dem Bügel 12, 12' verschiebbar gelagertes, unter der Wir kung einer Feder 15 stehendes, vierkantiges Sperrglied 16 einzutreten vermag und dadurch die Achse 8 und mit ihr die Lampen in einer bestimmten Lage festhält. Greift das Glied 16 in eine solche Bohrung ein, dann befindet sich immer eine der Lampen im Brennpunkt des Reflektors.
Die Auslösung des Sperrgliedes 16 und die Verstellung der Achse 8 um eine Tei lung erfolgt durch ein lose auf der Achse 8 sitzendes und beim Schalten eine Schwing bewegung ausführendes Schaltrad 17, das auf der untern Seite ebenfalls mit Klauen versehen ist, die mit den Klauen der Klauen scheibe 13 zusammenwirken. Eine Feder 18, die einerseits an dem Schaltrad 17, ander seits an dem Bügelteil 12' befestigt ist, drückt das Schaltrad 17 gegen die Klauen scheibe 13 und wirkt als Torsionsfeder .einer Verdrehung des Schaltrades 17 entgegen.
Das Schaltrad 17 ist mit einer Rille 19 versehen, die ein Zugorgan 20 der Betätigungsvorrich tung aufnimmt, das durch das hohle Einsatz stück 4 des Lampenträgers in das Innere des Reflektors eingeführt und mittelst eines Stif tes 21 am Umfange des Schaltrades 17 be festigt ist. Der Stift 21 steht so weit nach oben vor, dass er in der Ruhestellung an dem Bügelteil 12' anliegt und dadurch die eine Endlage des Schaltrades 17 begrenzt. Die andere Endlage .des Schaltrades 17 dagegen wird durch Eingriff des Sperrgliedes 16 in eine der Bohrungen 14 der Klauenscheibe 13 begrenzt.
An dem Schaltrad 17 sitzt seitlich eine Nase 22, die auf einem am Sperrglied 16 sitzenden Ansatz 2'3 zu wirken vermag. Bei der Drehung des Schaltrades 17 schiebt diese Nase den Stift 16 nach rechts. und löst da durch die Sperrung der mit der Achse 8 fest verbundenen Klauenscheibe 13 aus, so da.ss diese bei der weiteren Drehung mitgenom men und verdreht wird.
Um die Verdre hung der Klauenscheibn 18 erst dann zu be wirken, wenn das Sperrglied 16 verschoben ist, stehen die zusammen arbeitenden ach- sialen Planken der Klauen der Räder 13 und 17 in der Ruhelage um ein gewisses Stück x (Fig. 1) auseinander.
Sobald die Nase 22 den Ansatz 23 ver lassen hat, wird das Sperrglied 16 durch die Feder 15 gegen den Umfang des Klauen rades 13 gepresst, so dass es bei Erreichung der neuen Endstellung sicher in die ihm ge- genüberliegend-e Bohrung 14 eintritt und da durch das Klauenrad wieder festhält.
Da bei dieser Verstellung die Schrauben feder 18 gespannt worden ist, so sucht sie beim Nachlassen des Zuges am Zugorgan 20 das lose auf der Achse sitzende Schaltrad 17 wieder in seine Ausgangsstellung zurückzu drehen. Bei dieser Rückdrehung wird das Schaltrad 17 durch die Klauen in achsialer Richtung angehoben und die Nase 22 über den Anschlag 23 des Sperrgliedes 16 ge bracht. Die Nase stützt sich hierbei an die sem Anschlag ab (Fig. 3 und 4) und verhin dert das Anpressen des Schaltrades 17 an die Klauensoheibe 13 solange, bis sie hinter die sem Anschlag abgleitet.
Erst dann gelangt da.s Schaltrad 17 unter dem Druck der Schraubenfeder 18 in die Ausgangslage. Eine neue Verstellung der Lampen kann dann in gleicher Weise erfolgen.
Um die Wirkung der Schraubenfeder 18 zu sichern, ist sie an einem am Bügelteil 12' sitzenden Zylinder 24 geführt (in Fig. 1 im Schnitt dargestellt), wobei gleichzeitig die Nabe 25 des Schaltrades 17 in diesen Zylin der eingreift. Es kann also bei der achsialen Verschiebung des Schaltrades die Feder 18 sich nirgends einklemmen.
Die Betätigung des Zugorganes der Be tätigungsvorrichtung erfolgt durch eine elek tromagnetische Vorrichtung (Fig. 1 und 5) derselben, die an einem auf dem Ring 5 an gebrachten, vierkantigen Träger 26 zwischen Gehäuse 1 und dem Reflektor 2 angeordnet ist. Zu diesem Zweck ist an diesem Träger ein U-förmiger Bügel 27 angeschraubt, auf dessen Steg eine Spule 28 befestigt ist, die unter Strom gesetzt einen Eisenkern 29 an zuziehen vermag. Mit diesem Kern ist mit- telst eines verstellbaren Rohrstückes 30 das Zugorgan 20 verbunden, dessen Länge durch Verstellen des. Rohrstückes 30 regulierbar ist.
Der Kern 29 stützt sieh in der untern End- lage mittelst einer Scheibe an einem Querstift 31 ab. Das Zugorgan 20 ist dann noch über eine am Bügel 27 gelagerte Rolle 32 geführt. Durch Anziehen .des Kernes 29 wird daher die Schaltvorrichtung betätigt. Bei Unter brechung des Stromes stellt einerseits die Schraubenfeder 18, anderseits das Gewicht des Kernes. 29 die Anfangslage wieder her.
Die Anschlussklemmen für die Stroman schlüsse befinden sich an einem an dem Träger 26 angebrachten Isolierstück 33. Die Lichtleitung 34, ebenso wie das Zugorgan 20 werden durch das hohle Einsatzstück 4@hin- durch in das Innere des Reflektors einge führt, wo erstere durch den hohlen Arm 7 zu einem Schleifkontakt 35 geleitet wird, der auf einem auf den Arm 7 befestigten Isolier- ring befestigt ist.
Bei der Verdrehung der Achse 8 bezw. der Lampen 9 bis 11 kommt der Anschlusskontakt 37 derjenigen Lampe mit dem Schleifkontakt 35 in Berührung. die sich jeweils im Brennpunkt des Reflektor befindet, während die entsprechenden Kon takte der übrigen Lampen davon abstehen, also keinen Strom erhalten.
Bei Verdrehung der Lampen mittelst der Betätigungsvorrichtung wird daher immer nur eine Lampe an die Lichtleitung ange schlossen. Dadurch, dass es bei dem darge stellten Scheinwerfer möglich ist. auch die Lampen, welche diffuses und farbiges Licht liefern, in den Brennpunkt des Reflektors zu bringen, werden auch die diffusen bezw. far bigen Strahlen imstande sein, das Dunkel weit mehr und auf grössere Entfernung als bisher zu durchdringen. Es wird dadurch der Wirkungsberqich dieses Scheinwerfers auch für abgeblendetes Licht bedeutend er höht.
Die Betätigung der elektromagnetischen Vorrichtung kann durch einen Druckknopf vom Führersitz aus bewirkt werden, durch den die Spule 28 unter Strom gesetzt -wird.
14I an kann die Lampen so anordnen. dass bei der Verdrehung nach dem hellen Licht. das Nebellicht und nach diesem das diffuse Licht zur Wirkung kommt. Dies bietet den Vorteil, dass die Reichweite des Lichtkegels sich nach und nach verkürzt und das. Auge des Fahrers diese Verkürzung leichter auf nehmen kann.
Da die Lampen zusammen mit der Schalt vorrichtung an dem gemeinsamen Lampen träger 4, 6, 7 eine Einheit bilden und die elektromagnetische Vorrichtung zwischen Scheinwerfergehäuse und Reflektor ange ordnet ist, lässt sich auch ein normaler Scheinwerfer entsprechend umbauen, wenn nur ein Bodenring<B>8</B> an ihm vorgesehen ist.