CH149605A - Bei Ohnmacht des Fahrzeugführers ansprechende Sicherheitsvorrichtung in Einmannwagen elektrischer Bahnen. - Google Patents

Bei Ohnmacht des Fahrzeugführers ansprechende Sicherheitsvorrichtung in Einmannwagen elektrischer Bahnen.

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CH149605A
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  Bei Ohnmacht des     Fahrzeugfährers    ansprechende     Sicherheitsvorriehtung     in     Einmannwagen    elektrischer Bahnen.    Die Einführung des     Einmann-Systems     <B>C</B>       ouf    elektrischen Schienenfahrzeugen     be,-          #.Iiii-,t    besondere     Sicherheitsvorrielitungen,

       C  welche bei Ohnmacht des Führers die     Trieb-          1        haft        des        Fahrzeuces        abschalten        und        die          23          Dremsen    in Tätigkeit setzen.  



  Die bisher gebräuchlichen Vorrichtungen  <B>C</B>  treten in Wirkung, sobald der Führer auf  der Fahrt ein Pedal oder einen Druckknopf       loslässt,    die er mit dem Fuss niederdrückt.  Damit der Führer abwechslungsweise Hände  oder Füsse frei hat, ist ein zweiter Druck  knopf, der von Hand bedient wird, dem er  wähnten parallel geschaltet.  



  Bei Ohnmacht des     Fülirers    wird angenom  men,     dass    er Pedal     bezw.    Druckknopf     loslässt.     In diesem Falle wird der Stromkreis einer  Betätigungsspule unterbrochen, ihr Anker  wird durch Federkraft zurückgezogen, und       k#        zn     bewirkt die Betätigung der Bremsen und  2n  gleichzeitig ein Ausschalten des     Fahrzeug-          C          hauptschalters.       Der Sicherheitsapparat ist dabei mit dem  Triebwerk des Fahrzeuges so     --el,--uppelt,

          dass     die Zeit vom Versagen des Führers bis zur  Bremswirkung in Abhängigkeit vom     zurück-          n     gelegten Wege steht. Die Weglänge beträgt       23        zz    C  gewöhnlich zirka<B>100</B>     in,    also beträgt die Zeit  bei einer     Geschwindio,11-eit    von zum Beispiel  <B>90</B>     km/Std.    4 Sek., während der Führer bei  einer Geschwindigkeit von zum Beispiel<B>20</B>       km/Std.    (Verschiebedienst) die Druckknöpfe  während zirka<B>18</B> Sekunden loslassen kann.

    bis die     Stromabschaltuno,    und     Bremswirkunu          erfolo,t.    Diese Abhängigkeit vom zurückge  legten     W-eo,    ist nötig, weil ein     kurzz-eitioes     e     el    n  Loslassen des Druckknopfes durch den Füh  rer im Betrieb unvermeidlich ist und beim  plötzlichen Wirken der Sicherheitseinrich  tung deshalb öfters ungewollte Notbremsun  gen vorkommen würden.  



  Es wird vom Führer lästig und ermüdend  empfunden, mit Hand oder Fuss an den  Druckknopf gebunden zu sein. Aus diesem           Grundo    kommt es nicht selten vor,     dass    auf  irgendwelche Art der eine der vorhandenen  Druckknöpfe in der Stellung "Ein" festge  bunden und damit die     Sielierlieitseinrichtung     aufgehoben wird.

   Bei beschränktem Platz  auf dem Führerstand, zum Beispiel bei       Schmalspurbalinen,    ist ausserdem die     Wahr-          s        c        'heinlichkeit        sehr        C        gross,        dass        bei        Ohnmacht-          des    Führers das Pedal dennoch beschwert  bleibt, womit -wiederum die     Sich-erheitsein-          richtung    die Bedeutung einer solchen verliert  und nutzlos -wird.  



  Nicht selten treten auf der Fahrt Kon  taktfehler auf, die     Notbremsuno-en    verur  sachen, worauf die Einrichtung unwirksam  gemacht werden     muss,    bis das Fahrzeug in  die Reparaturwerkstätte gelangt.  



  <B>kn</B>  Die<B>100</B> in Wegstrecke, die bei Ohnmacht  des Führers nutzlos zurückgelegt werden, bis  die     Notbreinsung    eintritt, vermindern den  Wert der     Skherlieitseinrichtung.    Ein     Schlag-          ZD        ZD          anfall,    zum Beispiel bei einem dazu dispo  nierten Führer, wird in erster Linie dann zu  befürchten sein, wenn plötzlich in der Fahr  bahn ein gefährliches Hindernis auftaucht;  statt rasch handeln zu können, tritt, zufolge  Schreck, der Schlaganfall ein und der Zug  fährt mit unverminderter Geschwindigkeit  <B>100</B> in weiter, worauf erst die     Bremswirkuno,-          beginnt.     



  In     Bahnbetriebskreisen    ist man vielerorts  der Ansicht,     dass    eine     Sicherheitseinrialitung     mit derartigen Mängeln nicht zweckentspre  chend und darum in weitem Masse verbesse  rungsbedürftig ist.  



       ZD     Es ist ferner eine     SicUerheitsvorrielitung     bekannt, bei der an der Kleidung des     Fahr-          zeuo-führers    ein     Zugglied    zu befestigen ist,       t'    C<B>en</B>  dessen Betätigung das Ausschalten und  <B>In</B>  Bremsen     d-es        Fahrzeu-es        bezw.        Zuces    zur  Folge hat.  



  Die bekannten Vorrichtungen dieser Art  belieben schon einen Teil der erwähnten  Nachteile des     Druckknopfsystems.    Sie haben  jedoch den Nachteil,     dass    sich der Führer im  Führerstand nicht frei hin- und     h-erbewe#,en     <B>in</B>  kann.

      Um diesen Nachteil zu beheben, ist gemäss  vorliegender Erfindung in dem Führerstand  eine Führungseinrichtung angeordnet, längs  <B>t)</B> n  welcher das Zugglied in der     QuerrieUtung,          el     zum Fahrzeug verschiebbar ist, wodurch es  den in seitlicher     Richtuno,        -erfol-enden        Be-          C    2n       wecuncen    des Führers im Führerstand     folo-er-          tD     kann.

    Bei einer beispielsweisen Ausführungs  form des Erfindungsgegenstandes mit Aus  lösung auf     elektromagnetischemWege    ist an  einer Querführungseinrichtung im Führer  stande eine     Schaltereinrichtung,    zum Beispiel  ein Schalter frei verschiebbar     anoeordnet.     



  C  Mit diesem Schalter ist das Zugglied, zum  Beispiel eine kurze Leine, in Verbindung, die       anderends    an einem vom Führer     umzuleoen-          den    Gürtel angreift. Der Führer kann sich  dadurch von einer Seite des Führerstandes  zur andern bewegen. Sinkt der Führer aus  irgend einem Grunde in die Knie, so schlie  ssen sieh die     Schalterhontakte.    Der Schalter  liegt im Batteriestromkreise einer Magnet  spule, welche die Ausschaltung der Trieb  kraft und Einleitung der Notbremsung ver  anlassen kann. Alle beweglichen Teile der  bisher bekannten     Sicherheitseinrielitungen     kommen in Wegfall und damit auch ihre Un  terhaltungskosten.  



  Die Magnetspule, die bei bisher bekann  ten Vorrichtungen während der Fahrt immer  eingeschaltet ist, solange der Führer auf den  Knopf drückt, ist bei einer besonders vor  teilhaften Ausführungsform des     vorlieg(In-          den        Erfindungsgeggenstandes    normalerweise  unterbrochen und wird nur     einoeschaltet,     wenn der Führer ohnmächtig wird, oder bei  der Probe, welche vor Beginn jeder Fahrt  stattfinden soll.

   Bisher wurden     Sielierheits-          vorrichtungen    durch Unterbrechen, bei dieser       Ausführuno,sform        dao-euen    durch Schliessen  des Stromkreises     betätict.    Es wird dadurch  eine dauernde Belastung der Batterie ver  mieden. Die Arbeitsweise mit     Ruliestrom-          unterbrechung    bietet keine Vorteile; aller  dings machen sieh etwaige Kontaktfehler so  fort bemerkbar, -worauf dann der Lokomotiv-           fülirer    den Sicherheitsapparat ausser Funk  tion setzt und bei Rückkehr des Fahrzeuges  ins Depot die Reparatur veranlassen kann.

    Bei einer     Ausführungsforin    mit kräftigen  Schaltern treten Kontaktfehler indessen viel  seltener auf und machen sieh bei der Probe  vor Zugabfahrt bereits bemerkbar, ohne     dass     eine unliebsame Störung im Betriebe damit,  verbunden ist, wie dies bei den bekannten  Vorrichtungen der Fall ist. Eine     Sabotie-          runo-    der     Vorrichtun-    ist daher nicht zu be  fürchten.  



  Der Führer empfindet das Tragen des  (     'ürtels    nicht beschwerlich; er hat selbst  T  alles Interesse, denselben zu tragen, denn er  geizt sich damit in ständige Verbindung mit  Hauptschalter und Bremse und     kan    im       Gefahrsfalle    dieselben von jedem Standorte  des Führerstandes aus plötzlich in Tätigkeit  setzen.  



  Dieser Umstand macht diese Vorrichtung  besonders wertvoll; sie dient nicht bloss als       Sicherum,    bei Ohnmachtsanfällen, sondern  es kann mit ihr der Führer in allen     Geiah-          renfällen    erheblich an Zeit gewinnen und an  Bremsweg sparen. Die Herstellung der neuen  Vorrichtung stellt sich, wie die Erfahrung  gezeigt hat, erheblich billiger, als die der bis  herigen.  



  Die     Querführungseinrichtung,    an welcher  nach der vorstehenden Erläuterung die  Schaltereinrichtung läuft, erhält     zweckmäss*L-          gerweise    die Form einer Schiene oder Stange.  Die     Querführungseinrichtung    kann nach  einer andern Ausführungsart auch selbst als  Schalterteil einer Schalteinrichtung ausge  bildet sein, wobei sie senkrecht zu ihrer  Längsrichtung, also querverschiebbar ange  ordnet ist;

   in dem Falle wird     zum'Beispiel     der Schalter, dessen einer     Kontakiteil    an der       Querführung    sitzt, durch deren     Querabbewe-          gung    von dem im Führerstand fest angeord  neten Schalterteil ausgeschaltet und so der  Strom unterbrochen; die Ausführung kann  derart sein,     dass    eine Nabelverbindung, wie  sie für den verschiebbaren Schalter notwen-         dig    ist, entbehrlich wird. Die Querführungs  einrichtung kann aber auch so ausgebil  det werden,     dass    sie um einen Drehpunkt an  ihrem einen Ende schwingbar ist und beim  Ausschwingen auf gleiche Weise den Schal  ter ausschaltet.  



  Als Verbindungsmittel zwischen Führer  und Führungseinrichtung kann jedes geeig  nete     Zugglied,    zum Beispiel eine Leine, in       Betrach    t kommen, sofern dieses zum Beispiel  an dem Körper oder der Kleidung des Fah  rers so befestigt ist,     dass    mit ihm die erläu  terte     Wirkuno-    erzielbar ist.  



  Eine weitere Ausführungsform des Er  findungsgegenstandes besteht darin,     dass    die  Querführungseinrichtung und damit das  Zugglied mit der     Auslösevorrichtung    des  Hauptschalters, sowie mit dem Bremsventil  mechanisch verbunden ist. Dadurch wird  die Unsicherheit einer elektrischen Auslö  sung, die zum Beispiel beim     Versa.gen    der       Steuerstromquelle    auftreten kann, beseitigt.

    Beim Umfallen des Führers wird durch das       Zuolglied    die Querführungseinrichtung     be-          weOlt    und schaltet unter     Vermeiduno,    des  Umweges über einen elektrischen Kontakt  den     Hauptschalter    unmittelbar aus und setzt  die Bremse unmittelbar in     Tätiokeit.     



  n

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Bei Ohnmacht des Fahrz,-iicführ-_rs anspre chende Sicherheitsvorrichtung in Einmann- wagen elektrischer Bahnen, mit einem am Fahrzeugführer zu befestigenden Zugglied, dessen Betätigung das Ausschalten und Bremsen des Fahrzeuges bezw. Zuges zur Folge hat, gekennzeichnet durch eine im Führerstand angeordnete Führungseinrich tung,<B>längs</B> welcher das Zugglied in der tD nn Querrichtung zum Fahrzeug verschiebbar ist, wodurch es den in seitlicher Richtung r' erfolgenden Bewegungen des Führers im Führerstand folgen kann.
    <B>UNTERANSPRüCHE-</B> <B>1.</B> Sicherheitsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugglied mit einer an der Querfüh rungseinrichtung im Fülirerstand frei verschiebbaren, den Stromkreis einer Si cherheitsvorrichtung normalerweise un terbrechenden Notschalteinrichtung in Verbindung ist. 2. Siclierheitsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Querführungseinrielitung, längs welcher das Zugglied verschiebbar ist, gleichzei tig als Schalterteil einer Schalteinrich- t3 tun- ausgebildet ist.
    ZD <B>3.</B> Sicherheitsvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugglied an einem durch den Führer zu tragenden Gürtel befestigt ist.
CH149605D 1929-07-03 1930-05-30 Bei Ohnmacht des Fahrzeugführers ansprechende Sicherheitsvorrichtung in Einmannwagen elektrischer Bahnen. CH149605A (de)

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