CH149684A - Verfahren zur Herstellung von Schwefel von hoher Reinheit aus einem Eisen- und andere Metallsulfide enthaltenden Ausgangsmaterial. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schwefel von hoher Reinheit aus einem Eisen- und andere Metallsulfide enthaltenden Ausgangsmaterial.

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Description


  Verfahren zur Herstellung von Schwefel von hoher Reinheit aus einem Eisen- und  andere Metallsulfide enthaltenden Ausgangsmaterial.    Es ist bekannt, eisenhaltige Schwefelerze,  wie     Pyrite    mit Chlor oder Schwefelchlorid  für verschiedene Zwecke zu verarbeiten; aber  gewöhnlich wird das Schwefelerz geröstet,  um es vor der Behandlung     mit    Chlor in ein  Oxyd zu verwandeln. Der Schwefel wird  also ausgetrieben bevor das Chlor verwendet  wird. Bekannt     ist    jedoch Chlor oder Schwe  felchlorid zu verwenden, um den Schwefel  aus dem Erz auszuscheiden durch Verwand  lung der vorhandenen Metalle in Chloride  und durch Freimachen des Schwefels entwe  der als solchen oder als Schwefelchlorid.

    Keines dieser Verfahren war aber zur Erzeu  gung von Schwefel von solcher Reinheit wie  er im Handel gefordert wird, geeignet. Die  Schwefelerzeugung mittelst Chlor     wurde    da  her bis heute nicht betrieben. Ein weiterer  Grund hierfür lag in den     wohlbekannten          Schwierigkeiten    der Kondensation des  Schwefels. Schwefel schmilzt bei ungefähr  114' C als dünne, leicht flüssige Masse. Bei  wenig über dem Schmelzpunkt liegenden    Temperaturen wird er dickflüssig und teer  artig. Zwischen 200 und<B>.950'</B> C wird er     zrc     dick, um leicht zu fliessen. Diese Eigenschaf  ten haben die Verwendung gewöhnlicher  Kondensatoren für eine dauernde Wiederge  winnung des Schwefels in flüssiger Form  ausgeschlossen.

   Schwefel wird praktisch  stets aus den Dämpfen als Schwefelblumen  gewonnen.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur Herstellung von Schwefel von  hoher Reinheit aus einem Eisen- und andere  Metallsulfide enthaltenden Ausgangsmaterial,  wobei ein Eisenchlorid anfällt, das sich zur  Erzeugung reinen Eisens eignet, dadurch ge  kennzeichnet, dass das Ausgangsmaterial mit  einem verdünnten     Chlorierungsmittel,    zwecks       Austreibens    des Schwefels unter gleich  zeitiger Bildung von     Ferrochlorid,    behandelt  wird und dabei der Verdünnungsgrad des       Chlorierungsmittels    derart gewählt wird, dass  sich die verdünnten Schwefeldämpfe vom       Ferrochlorid    und andern Chloriden bei einer           Temperatur    trennen lassen,

   bei welcher diese  Chloride keine merkliche Dampfspannung  besitzen und welche doch dazu ausreicht,  den gesamten Schwefel in     dampförmigem     Zustand zu erhalten.  



  Der nach dem Verfahren erhältliche  Schwefel ist rein genug, wie Versuche 'er  gaben, um für die     Schwefelsäurefabrikation     verwendet zu werden.  



  Bei der Herstellung von Schwefel in  der -hier gewünschten Reinheit aus einem  Eisen- und andere Metallsulfide enthaltenden  Ausgangsmaterial ist es nötig, dass der  Schwefel das Reaktionsgemisch in     dampf-          förmigem    Zustand verlasse. Die Gegenwart  von irgendwelchen Eisen- oder     Schwefel-          chloriden    in dem an den Kondensator ab  gegebenen Schwefel vermindert dessen Wert  und Verwendbarkeit.  



  Schwefel siedet bei     etwa    445   C, aber  verdampft bei bedeutend niedrigerer Tem  peratur in einem Strom anderer Gase und  Dämpfe. Es wurde gefunden, dass bei der  Verwendung eines verdünnten     Chlorierungs-          mittels    die Temperatur zur Verdampfung des  Schwefels so niedrig wie 300 bis<B>320'</B> C  sein kann.  



  Im folgenden soll ein Ausführungsbei  spiel des Verfahrens gemäss der Erfindung  beschrieben werden, bei welchem Chlor und  gepulvertes Eisen- und andere Metallsulfide  enthaltendes Schwefelerz im Gegenstrom  durch eine Kammer gehen, bei einer Tempe  ratur, an der Stelle, wo das behandelte Erz  die Einrichtung verlässt, welche niedrig ge  nug ist, um festes Eisenchlorid zu erzeugen.  An der Stelle, wo das Erz eintritt und die  Schwefeldämpfe abgehen, wird die Tempe  ratur auf dem niedrigsten Punkt, bei wel  chen Schwefel noch vollständig verdampft,  gehalten. Die genaue einzuhaltende Tempe  iatur hängt von der Verdünnung der Schwe  feldämpfe ab; aber man sucht sie gewöhn  lich zwischen     3'00    und 350   C zu halten.  Temperaturen über 400' C liefern unreinen  Schwefel.

   Die Temperaturen auf dem übri  gen Wege des Erzes dürfen höher sein und    sind es gewöhnlich. Nahe am Austritt ist  die Temperatur des     vorrückenden    Erzstrome  in der     Chlorgashülle    hoch genug, um etwas  Eisenchlorid zu verdampfen, welches mit  dem Chlor sich vermischt, auf das Erz ein  wirkt und unter     Bildung    von     Eisenehlorür     mit dem Erz weitergeht. Die Atmosphäre  an diesem Ende des Stromes ist gewöhnlich  reich an     Eisenchloriddämpfen    und kann  ebenso auch     Schwefelchloriddämpfe    ent  halten.

   Das     Eisenchlorid    aber verlässt schliess  lich die     Chlorierungskammer    in fester Form  zusammen mit der Gangart vermischt und  den Chloriden der     andern    vorhandenen Me  talle. Die Mischung von Gangart und Eisen  chlorid wird nachträglich auf     eine    Tempe  ratur von 310 bis<B>350'</B> C erhitzt, um das  Eisenchlorid zu verdampfen, worauf die  Dämpfe mit Luft verbrannt werden, um  festes Eisenoxyd und Chlor in Verdünnung  zu bilden, welch letzteres wieder im Kreis  prozess verwendet wird. Eisenoxyd in grob  körniger Form als Nebenprodukt kann er  halten werden durch Verwendung von 4 bis  5 % Kohlenmonoxyd oder     Dowsongas    mit der  Luft der Verbrennungszone.

   Diese Gase kön  nen gleichzeitig für die Herstellung des be  trächtlich verdünnten Chlors dienen. Das  abgehende Chlor, welches die Oxydations  kammer verlässt, hat eine höhere Temperatur,  als in der     Chlorierungskammer        gewünscht     wird. Es ist daher eine Wirtschaftlichkeits  massnahme, die Wärme dieses Chlors an die  'eintretende Luft abzugeben, welche zur Ver  brennung des Eisenchlorids stark vorge  wärmt sein muss.

   Bei dieser Wärmeübertra  gung kann, wenn     Dowsongas    verwendet wird,  dieses Gas unter Druck gesetzt und in das       Luftzuführrohr    eingeführt werden, und zwar  mittelst eines     Injektors    nahe dessen Ende;  und wird dadurch der Druck     beideswegs    in  der     Wärmeausgleichsvorrichtung    ausgegli  chen. Das     Dowsongas    sollte heiss und frei  von Wasserstoff, Methan oder Feuchtigkeit  sein. Feuchtigkeit oder Wasserstoff würde  einen Verlust an Chlor in der Form von  Salzsäure verursachen.

        Im gezeigten Beispiel wird das Eisen  der Erzschicht nach und nach in     Eisenchlo-          rür    und Eisenchlorid verwandelt, wobei das  letztere aus der     Chlorierungsanlage    in fester  Form entfernt wird. Die beiden Vorgänge  zur Bildung von     Eisenchlorür    und Eisenchlo  rid können jedoch auch in verschiedenen  Kammern vor sich gehen, damit beide unter  den günstigsten Bedingungen stattfinden.

   Es  liegt hierin ein gewisser Vorzug, besonders  wenn, statt mit kontinuierlicher Beschickung,  schichtweise gearbeitet     wird.    Werden die  beiden Chloride in     getrennten        Kammern    er  zeugt, so ist es besser, in der ersten Periode;  wenn     Eisenchlorür    gemacht wird, das Chlor  in Form von Schwefelchlorid und nicht von  Chlor mit dem Erz in     Berührung    zu bringen.  Wird     S2        Cl=        verwendet,    so findet die Bil  dung von Eisenchlorid nicht statt. Auch in  diesem Falle wird der Erzschwefel ausgetrie  ben und als Dampf an den Kondensator ab  gegeben.

   Mit diesem Schwefel geht auch der  Schwefel des Schwefelchlorids ab, welcher  als Hilfsmittel     verwendet    wird. Bei dieser  Arbeitsweise wird das zur Darstellung von  Eisenchlorid     bestimmte    Chlor über     heissen     Schwefel geleitet, der vorzugsweise aus dem  Verfahren selbst herstammt. Vorteilhaft wird  genügend Schwefeldampf mit dem Chlor ge  mischt, um Schwefelchlorid zu bilden und  kein: freies Chlor übrig zu lassen.  



  Die Temperatur der Schwefeldämpfe und  unwirksamen Gase beim Verlassen der ersten       Chlorierungskammer    wird     beispielsweise    auf  einen Punkt erniedrigt, wo Schwefel sich in  einer dünnflüssigen Form abscheidet, das  heisst bei einer Temperatur von     etwa    115 bis  165   C. Diese Temperatur kann leicht er  zeugt und aufrechterhalten     werden    bei gleich  zeitiger     Wiederbentitzung    der Dampfwärme,  indem man zum Beispiel einen wie ein Röh  renkessel geformten Kondensator benützt,  vorzugsweise mit senkrechten Röhren.

   Die  Dämpfe werden hierbei zweckmässig einen  gewundenen Weg geführt, um genügend ab  gekühlt zu werden und ein Entweichen von  suspendiertem Schwefel zu     vermeiden.    In-    dem man die Dampfspannung im Kessel       zwischen    1 und 6 Atmosphären Manometer  druck hält, erhält man selbsttätig ausserhalb  der Röhren die beste Temperatur zur     Kon-          densierung    von Schwefel. Nach der     Konden-          sierung    des Schwefels bestehen die verblei  benden Gase meist aus Stickstoff und kön  nen     entweichen,    oder kann der     Stickstoff    ver  wendet werden.  



  Bezüglich der Chlorbehandlung ist es ein  leuchtend, dass, wenn     Eisenchlorür    Fe     C13     und Eisenchlorid Fe     C1;,    getrennt in besonde  ren Kammern dargestellt werden, der erste  Vorgang zweimal so viel Chlor erheischt als  der zweite. Bei dieser Arbeitsweise wird da  her der von der Oxydationskammer herkom  mende Chlorstrom in einen grösseren und  einen kleineren Strom geteilt.

   Bei einem Erz,  welches nur Eisen als Sulfid enthält, ist das  Verhältnis der beiden Ströme genau wie     \3:1.     Ist aber zum Beispiel noch     'Nickel    oder ein  anderes Metall, welches Chlor bindet,     ge@-;-en-          wärtig,    so müsste der grössere Strom noch ent  sprechend vergrössert werden.  



  Wird mit zwei geteilten Chlorströmen ge  arbeitet, so kommt noch ein anderer Vorteil  zur Geltung, insofern, dass das Eisenchlorid  als Dampf     mit    dem kleineren Chlorstrom dar  gestellt und mit Stickstoff verdünnt ver  brannt werden kann, wobei dieser Stickstoff  eben aus dem kleineren Chlorstrom her  stammt. Eine besondere     Verdampfung    von  Eisenchlorid., welches eine sehr unvorteil  hafte Operation ist, wird dadurch     vermieden.,     Das auf diese Weise dargestellte Chlor ist  verdünnter, als es der Fall wäre, wenn Eisen  chlorid verdampft würde, um als unverdünn  ter Dampf verbrannt zu werden. Bei der  Bildung des     Eisenchlorürs    gehen die beglei  tenden Gase, namentlich Stickstoff, mit dem  Schwefel ab.

   Auf diese .Weise verlassen  Zweidrittel des ursprünglich in dem kleine  ren     Chlorierungsstrom    vorhandenen Stick  stoffes das System. Ein Drittel des     Stiek-          atoffes    geht mit den     Eisenchloriddämpfen     und kehrt so wieder zur Verbrennungskam-           mer    zurück. Bei dieser Arbeitsweise zeigt es  sich, dass, wenn der Prozess einen regelmässi  gen Verlauf annimmt, das Chlor etwa eine  Konzentration von 18,5 bis 25 % besitzt. Die  grössere Verdünnung, entsprechend einem       18,5%igen    Gehalt, ist für die Schwefeldar  stellung     aus    oben erwähnten     Gründen    vorteil  haft.  



  Das Verfahren gemäss vorliegender Er  findung ist auf künstliche Produkte anwend  bar, wie zum Beispiel Lech- und Aufberei  tungsprodukte und auch     natürliche    Schwefel  erze. Was auch das Material sei, so wird es       immer    am besten in     körniger    Form verwen  det. Beim schichtenweisen Arbeiten mit einer  festen Beschickung durchdringen die Gase  die aus verschieden grossen Körnern beste  hende Masse nicht leicht, und empfiehlt es  sich dann, eine Sortierung nach Korngrösse  vorzunehmen. Die verschiedenen Korngrössen       können    in der     Chlorierungskammer    überein  ander angeordnet werden.  



  Auf beiliegender Zeichnung zum Bei  spiel     gibt        Fig.    1 eine schematische Darstel  lung einer Anlage mit einer einzigen     Chlo-          rierungskammer,          Fig.    2 in ähnlicher Darstellung eine An  lage mit zwei     Chlorierungskammern,    aber  ohne Verdampfer für Eisenchlorid.  



  Nach     Fig.    1 wird das Erz durch einen  Füllrumpf 6 in eine     Chlorierungskammer    5       gespiesen    und passiert diese Kammer im Ge  genstrom zu einem durch ein Rohr 7 aus  einer Oxydationskammer 8 herkommenden  Chlorstrom. In der Kammer 5 setzt das       Chlorierungsmittel    den Schwefel in Freiheit  und dieser geht bei der niedrigsten Tempe  ratur, bei welcher er in Dampfform bleiben  kann, und durch andere Gase verdünnt, durch  ein Rohr 9 in einen Kondensator 10, von       welchem    bei 11 der flüssige Schwefel abge  lassen werden kann, während die Abgase bei  12 entweichen.

   Festes Eisenchlorid und  Gangart (welch letztere noch Chloride an  derer Metalle enthalten kann, wie zum Bei  spiel Nickelchlorid) gelangen durch die Lei-         tung    1:3 in den Verdampfer 14, wo das  Eisenchlorid verdampft und     durch    ein Rohr  15 in die Verbrennungskammer 8     gelangt,     welche durch ein Rohr 16 mit hoch vorge  wärmter Luft versorgt wird.  



  Das Eisenoxyd wird bei 17 abgeführt  und die     Gangart    vom Verdampfer bei 18  ausgestossen. Diese Gangart kann, wenn nö  tig, zur Gewinnung nicht eisenhaltiger Me  talle weiter verarbeitet werden. Das durch  Verbrennung in der Kammer 8 erzeugte  Chlor geht durch Rohr 7 zurück für die Be  handlung des frisch eintretenden Ausgangs  materials.  



  Beim Verfahren nach     Fig.    2 wird das  Ausgangsmaterial in der     Chlorierungskam-          mer    5 mit nur 'etwa Zweidrittel des in der  Verbrennungskammer 8 wieder dargestellten  Chlors, in Form von im Schwefelchlorid  erzeuger 24 hergestelltem Schwefelchlorid,  behandelt und ergibt Schwefel in Dampf  form, welcher mit den     inerten    Gasen in den       Kondenser    10 übertritt. Festes     Eisenchlorür          tritt    aus der Kammer 5 heraus und gelangt  durch ein Rohr 19 in eine zweite     Chlorie-          rungakammer    20.

   Das     Chlorförderrohr    21,  welches von der Verbrennungskammer 8 aus  geht, besitzt bei 22 eine Abzweigung, von  wo etwa     Zweidrittel    des     Chlrors    von der  Oxydationskammer durch     ein    Rohr 23 nach  einem     Schwefelchloriderzeuger    24 abgehen,  von wo Schwefelchlorid an die     Kammer    5  abgegeben wird, um die oben beschriebene  Reaktion zu bewirken. Das verbleibende  Drittel des von der Verbrennungskammer 8  herkommenden Chlors gelangt durch ein       R hr    25 in die Kammer 20, aus welcher die  Gangart bei 18 abgelassen werden kann,  während das in der Kammer 20 verdampfte  Eisenchlorid, durch ein Rohr 26- der Ver  brennungskammer 8 zugeführt wird.  



  Der Schwefel für den Schwefelchlorid  erzeuger 24 kann je nach Bedarf ergänzt  werden durch den reinen aus dem     Konden-          sa-tär    10.  



  Als Beispiel eines mit einer Anlage nach       Fig.    1 durchgeführten Verfahrens diene fol  gendes: "      Ein Erz mit einem Gehalt von 43,2  Eisen, 46,8% Schwefel und<B>10%</B> kieselhal  tige Gangart kann verwendet werden. Zehn  Tonnen dieses Rohmaterials werden pro  Stunde durch den     Füllrumpf    6 in die Kam  mer 5 eingeführt.

   Annähernd 7790 kg Chlor  in Gestalt einer verdünnten Mischung von  Chlor und Stickstoff (zum Beispiel mit 33  Chlor)     -werden    aus der Oxydationskammer 8  durch das Rohr 7 in die     Kammer    5 einge  führt, Die Temperatur der Kammer 5 wird  so geregelt, dass Schwefel durch das Chlor  ausgetrieben und verdampft wird und durch  das Rohr 9 als Beimischung zu dem Stick  stoff in den Kondensator 10 gelangt bei einer  Temperatur von etwa 325   C.

   Die Tempera  turen in dieser Kammer sind so     gehalten,     dass an dem Ende, wo der Schwefeldampf die  Kammer verlässt, die Temperatur etwa  3,25   C beträgt, während an dem     andern     Ende eine unterhalb des     Verdampfungs-          punktes    des Eisenchlorids liegende Tempera  tur herrscht, so dass keine Eisenchlorid  dämpfe mit dem Schwefel entweichen kön  nen. Das in der Kammer 5 gebildete feste  Eisenchlorid geht mit dem kieselhaltigen Ma  terial durch die     Leitung    13 nach dem Ver  dampfer 14 ab.

   Der Verdampfer wird auf  etwa 315   C erhitzt, wodurch das Eisen  chlorid verdampft wird und als Dampf durch  die Leitung 15 in die Oxydationskammer 8       kommt,        wo,die    Dämpfe mit auf<B>1000'</B> C vor  geheizter Luft verbrannt werden. Der Er  trag an Eisenoxyd     (Fe--0,)    ist etwa 6175 kg  und etwa 6185 m' Trockenluft (bei 0   C  gerechnet und 760 mm) werden. pro Stunde  verbraucht.     Etwa    eine Tonne     Gangart        wird     vom Verdampfer 14 durch den     Auslass    18  pro Arbeitsstunde abgegeben.  



  In einer Anlage     nach        Fig.    2, welche mit  demselben Material     und    nach dem gleichen  Verfahren arbeitet, ist die     Ausbeute    an  Fee 03 Eisenoxyd und Gangart dieselbe. In  der Kammer 10 kondensierter oder aus einer  andern     Quelle        stammender    Schwefel wird in  den     Schwefelchloriderzeuger    24 aufgegeben.  Zu diesem Zweck sind 4960 kg Schwefel pro  Stunde nötig, welche in Form von     SZ    C12 in    der Kammer 5 zersetzt und in der Kammer  10 wieder kondensiert werden.

   Die stünd  liche Ausbeute an Schwefel wird dadurch auf  9640 kg vermehrt, wovon die nötige Menge  (4960 kg pro Stunde) fortwährend wieder  in den Kreislauf eingeführt wird. Der aus  der Kammer 8 durch die Leitung 21 austre  tende Strom verdünnten Chlors teilt sich bei  22 und zwei     Drittel    gehen durch den     Schwe-          felchloriderzeuger    24 und .ein Drittel durch  die Leitung 2.5 in die Kammer 20, wo er  reagiert mit dem durch die Leitung 19 aus  der Kammer 5 kommenden mit Gangart ver  mischten     Eisenchlorür.        Eisenchloriddämpfe,     entstehen und werden durch die Leitung 26  in die Oxydationskammer 8 geleitet, wie in  der Anlage nach     Fig.    1.

   Ein Zusatz von  Chlor wird noch gemacht als Ausgleich für  die in der Gangart aus dem ganzen Vorgang  entwichene Menge unter der Form von an  dern Metallchloriden, als Eisenchlorid.  



  Bei beiden in der Zeichnung dargestellten       Vorrichtungen    kann es wünschbar sein in die  Rohre 9     und    26 Staubsammler einzubauen.  Bei der Anlage nach     Fig.    2 kann das Rohr  25 einen     Anschluss    erhalten, um zusätzliches  Chlor, wenn nötig,     .einzuführen,    und können  die Verbrennungskammern 8 mit Einfüh  rungsröhren versahen sein um     Dowsongas     einzuführen, zwecks Herstellung eines be  trächtlich verdünnten Chlors. Das     Dowson-          gas    bewirkt hierbei gleichzeitig die Bil  dung eines grobkörnigen Eisenoxyds.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Schwefel von hoher Reinheit aus einem Eisen- und andere Metallsulfide enthaltenden Ausgangs material, wobei ein Eisenchlorid anfällt, das sich zur Erzeugung eines reinen Eisens eignet, dadurch gekennzeichnet, dass das Aus gangsmaterial mit einem verdünnten Chlo- rierungsmittel, zwecks Austreiben des Schwe fels, unter gleichzeitiger Bildung von Ferro- chlorid, behandelt wird, und dabei der Ver dünnungsgrad des Chlorierungsmittels der art gewählt wird,
    dass sich die verdünnten Schwefeldämpfe vom Ferrochlorid und an dern Chloriden bei einer Temperatur trennen lassen, bei welcher diese Chloride keine merkliche Dampfspannung besitzen und wel che doch dazu ausreicht, den gesamten Schwefel in dampfförmigem Zustand zu er halten. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, bei wel- ehem die Chlorierung zyklisch unter Wiederverwendung desselben Chlors durch geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass' das beim Austreiben des Schwefels entstehende Ferrochlorid einer weiteren Chlorierung zu Ferrichlorid unterworfen wird, und dass der Ferriehloliddampf mit Luft verbrannt wird; wodurch Ferrioxyd und verdünntes Chlor erhalten wird, wel ches hierauf zur Chlorierung einer wei teren Menge von dem Ausgangsmaterial verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwefeldämpfe durch Berührung mit wassergekühlten Flächen kondensiert werden, wobei die Temperatur des Was sers auf einer einem Wasserdampfdruck von etwa 1 bis 6 Atm. entsprechenden Höhe gehalten wird, so dass leicht flüs siger, geschmolzener Schwefel erhalten und aufgefangen werden kann. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Verbrennung des Ferri- chlorids zwecks Herstellung eines be trächtlich verdünnten Chlors in Gegen wart von Dowsongas durchgeführt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass bei der Chlorierung festes Ferrichlorid hergestellt wird, welches. vor seiner Verbrennung verdampft wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 4, dadurch gekenn- zeichnet, dass die beiden Chlorierungen in getrennten Kammern durchgeführt werden und die Gase der Kammer, in welcher Ferrochlorid gebildet wird, dem Konden sator für Schwefel und die Gase der Kammer, welche das Ferrochlorid aus der ersten Kammer erhält,
    der Verbrennungs kammer zugeführt werden. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil des durch die Verbrennung des Ferrichlorids gewonnenen Chlors in Schwefelchlorür umgewandelt wird, und das so gewonnene Schwefelchlorür zur Chlorierung des Ausgangsmaterials dient.
    wodurch Schwefel frei wird und sich Ferrochlorid bildet, welches durch die übrigbleibende Chlormenge zwecks Bil dung von zum Verbrennen bestimmten gasförmigem Ferrichlorid chloriert wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die zur Verbrennung der Ferrichloriddämpfe dienende Luft vorge wärmt wird, und dieses Vorwärmen mit- telst des, die Verbrennungskammer ver lassenden heissen. Chlors durchgeführt wird. B.
    Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Dowsongas dem Luftförderrohr durch einen: Förderappa- rat derart zugeführt wird, dass der Druck .des heraustretenden heissen Chlors und der in den Wärmeaustauschapparat zugeführ ten Luft im wesentlichen ausgeglichen wird, so dass die Gefahr eines Entweichens von Chlor auf das Minimum herabgesetzt wird.
CH149684D 1928-06-18 1928-06-18 Verfahren zur Herstellung von Schwefel von hoher Reinheit aus einem Eisen- und andere Metallsulfide enthaltenden Ausgangsmaterial. CH149684A (de)

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