CH149694A - Verfahren zur Herstellung eines neuen schwefelhaltigen Derivates einer höheren Fettsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen schwefelhaltigen Derivates einer höheren Fettsäure.

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CH149694A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines<B>neuen</B> schwefelhaltigen Derivates  einer höheren Fettsäure.    Es wurde gefunden,     dass    man zu neuen       schwefellialtigen    Fettsäuren -und ihren Deri  vaten gelangt, wenn man     Polyhalogenfett-          n          säuren    und ihre Derivate, wie sie beispiels  weise nach den Verfahren des Patentes       Nr.    144851 und dessen Zusatzpatenten er  hältlich sind, mit Lösungen von Sulfiden  oder     Polysulfiden    behandelt.  



  Das Verfahren kann in der Weise     aus-          0.eführt    werden,     dass    man auf die     Polyhalo-          genfettsäuren    und ihre Derivate, wie zum  Beispiel Ester und     Amide    der Säuren, Lö  sungen von Sulfiden oder Polysulfiden mit  oder ohne Zusatz von Katalysatoren, gege  benenfalls durch Erhitzen. unter Druck zur  Einwirkung bringt.  



  Je nach den     ce-wählten    Bedingungen wer  den durch diese Behandlung die Halogen  atome ganz oder teilweise aus dem Molekül  der     Polyhalogenfettsäureverbindungen    her  <U>ausgenommen.</U> Die Einwirkung der     Sulfid-          C            lös:

  ungen    vollzieht sich anscheinend in der  Weise,     dass    die     Halogena-tome        züm    Teil     ge-          ,olen    SH-Gruppen und     Hydroxylgruppen        an.,-          D        L,     getauscht, zum Teil unter Bildung von Dop  pelbindungen abgespalten werden,  Die mittelst der freien     Polyhalogenf-eit-          säuren    hergestellten neuen schwefelhaltigen  -Produkte sind leicht löslich in     Alkalien;

       aus ihren Lösungen können sie durch Ausfällen  mit Säuren in Form von dünnflüssigen<B>bis</B>  halbfesten Substanzen gewonnen werden. Ihre  Salze, die beispielsweise durch     Aussalzen     der wässerigen Lösungen abgeschieden wer  den können, stellen Seifen dar, die sieh durch  die typischen, in ihrer Intensität<B>je</B> nach den  gewählten     Ilerstellungsbedingungen    belie  big bestimmbaren, Eigenschaften geschwefel  ter Fettsäuren und     Fettsäurederivate    aus  zeichnen.

   Bei Verwendung von Derivaten       d.e'r        Ilalogenfettsäureia,    wie zum Beispiel  Ester und     Amiden,    entstehen analoge Pro-           dukte    mit entsprechend abgeänderten     Eigen-          sellaiten.     



  Statt der     Polyhalogeniettsäuren    lassen       2ich,    auch     Umwandlungsprodukte    derselben,  die noch austauschfähige Halogenatome ent  halten, verwenden.  



  Vorliegendes Patent bezieht sieh nun auf  ein Verfahren zur Herstellung eines neuen  schwefelhaltigen Derivates einer 'höheren  Fettsäure, dadurch gekennzeichnet,     dass    man       lIexaehlorrizinusölsäure,    die man durch Be  handlung von     Rizinusölsäure    mit Chlor un  ter solchen Bedingungen erhält,     dass    eine  <B>6</B> Chloratomen entsprechende Menge Chlor  in das Molekül eingeführt wird, mit Schwe  felnatrium im     Autoklaven    erhitzt.  



  Das neu,- Produkt hat nach seinen     ehe-          mischen    Reaktionen den Charakter einer un  gesättigten     Fettsäure    und besitzt nach dem  Befund der Analyse einen Schwefelgehalt,  der etwa 2 Atomen Schwefel pro     Nolekül,     einen     Chlor--ehalt,    der etwa<B>1</B> Atom Chlor  im Molekül entspricht und ist in Alkalien  leicht löslich. Das Produkt kann. durch wei  tere Behandlung mit     Sellwefelalkali    in Pro  dukte mit noch erhöhtem Schwefelgehalt       übergefülirt    werden. Es soll als Zwischen  produkt zur Herstellung von     Fäxbereihilfs-          produkten    Verwendung finden.  



  <I>Beispiel:</I>  <B>25,5 kg</B>     lIexaehlorrizinusölsä-are    werden  mit<B>72</B>     ko,    kristallisiertem Schwefelnatrium       t'     und<B>25 kg</B> Wasser 2 bis<B>3</B> Stunden im       Autoklaven    auf<B>115</B> bis 120' unter anfäng  lichem Rühren erhitzt. Aus der erhaltenen    gelbbraunen Lösung kann die     Natronseife     des neuen     Feitsäureproduktes    durch     Aussal-          zen    mit Kochsalz in Form einer halbfesten.  in Wasser leicht löslichen Masse erhalten  werden.

   Zur     Darstellun-    der freien Säure  wird die Seifenmasse in Wasser gelöst. die  Lösung angesäuert, die ausgeschiedene 'halb  feste Säure abgetrennt und mehrmals mit  Wasser gewaschen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRTJCH* Verfahren zur TIerstellunc, eines neuen schwefellialtigen Derivates einer höheren Fettsäure, dt%duroli gekennzeichnet, dass man IE[exaehlorrizinusölsäure, die man durch Be handlung von Rizinusölsäure mit Chlor unter ,solchen Bedingungen erhält, dass eine<B>6</B> Chlor atomen entsprechende, Menge Chlor in das Melekül eingeführt wird, mit Schwefel natrium im Autohlaven erhitzt,.
    Das neue Produkt hat nach seinen ehe- mischen Reaktionen den Charakter einer un gesättigten Fettsäure und besitzt nach dem Befund der Analyse einen Seliwefelgehalt, der etwa 2 Atomen Schwefel pro Molekül. einen Chlorgehalt, der etwa<B>1</B> Atom Chlor im Molekül entspricht und ist in Alkalien leicht löslich. Das Produkt kann durch wei tere Behandlung mit Schwefelalkali in Pro dukte mit noch erhöhtem Seliwefelgehalt übergeführt werden. Es soll als Zwischen produkt zur Herstellung von Färbereihilfs- produkten Verwendung finden.
CH149694D 1929-06-03 1930-05-30 Verfahren zur Herstellung eines neuen schwefelhaltigen Derivates einer höheren Fettsäure. CH149694A (de)

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