CH149723A - Sterilisier-Verfahren. - Google Patents

Sterilisier-Verfahren.

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CH149723A
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Alexander Dr Krause Georg
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Alexander Dr Krause Georg
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  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)
  • Treatment Of Water By Oxidation Or Reduction (AREA)

Description


      Sterilisier-Verfahren.       Bekannt ist seit langem die Sterilisierung  von Flüssigkeiten mit Hilfe von sterilisierend  wirkenden Gasen, insbesondere mit Chlor  und mit Ozon. Bei Anwendung der rich  tigen Mengen und     Einhaltung    bestimmter       Vorbedingungen    sind 'die Erfolge befrie  digend, besonders hinsichtlich der Kürze der  erforderlichen     Sterilisierzeiten.    Jedoch haben  die Verfahren bestimmte Mängel an sich: Die  Gase müssen der Flüssigkeit in genau dosier  ten Mengen     zugeführt    werden, zu deren Er  mittlung häufige Analysen nötig sind.

   Man  muss, um einen befriedigenden Erfolg zu er  zielen, einen kleinen     Überschoss    über die von  der Analyse geforderte Menge anwenden.  Chlor wird bis zu 0,3     grlm3,    Ozon bis zu  5     gr/m'        angewendet.    Ein zu grosser Überschoss  an     Chlor    muss streng vermieden werden, da  das Wasser sonst einen deutlichen Chlor  geschmack annimmt und ungeniessbar wird.

    Ein Zuviel an Ozon ist in dieser Hinsicht  weniger bedenklich, verteuert aber die Steri  lisierung; da die Ozon-Sterilisierung ohne-    dies so teuer ist, dass sie kaum gegen das  Chlorverfahren ankommt, so muss ein un  nötiger Verbrauch an Ozon schon aus ökono  mischen Gründen vermieden     werden.    Ein  neues Verfahren der     Chlorierung    geht mit  dem Chlorzusatz bis zu 5     gr/m3,    holt aller  dings diesen gewaltigen     Chlorüberschuss     durch Aktivkohle wieder heraus. Hier hat  man erstens eine Chlorverschwendung, und  zweitens die Gefahr,     da.ss    beim Versagen der  Aktivkohle bedenklich grosse Chlormengen  ins     Reinwasser    gelangen.  



  Anderseits ist die     oligody        namische    Ste  rilisierung von Flüssigkeiten mit Hilfe von  schwer- bis unlöslichen Metallen und Metall  salzen bekannt. Dieses Verfahren hat den  grossen Vorzug, dass der Flüssigkeit gar keine  oder doch kaum messbare Mengen von frem  den Stoffen zugeführt werden und     da.ss    keine  maschinelle oder menschliche Bedienungs  arbeit nötig ist, da jede Dosierungsvorrich  tung fortfällt.

   Ein gewisser Nachteil dieses  Verfahrens ist aber die Notwendigkeit, die      zu sterilisierende Flüssigkeit längere Zeit  mit den wirksamen Flächen in     Berührung    zu  lassen oder ihr doch wenigstens, nachdem sie  an den Flächen vorbeigeflossen ist, eine ge  wisse     Nachsterilisierzeit    zu gönnen, bevor sie  zum Gebrauch abgegeben wird; denn die       oligodynamische        Sterilisierwirkung    ist keine       momentane.     



  Es wurde nun gefunden, dass sich beide       Verfahren    zu einem neuen, brauchbaren     Ste-          rilisierverfahren    kombinieren lassen, dass die  Mängel der Einzelverfahren nicht aufweist.  Das Verfahren gemäss der Erfindung zum  Sterilisieren von Flüssigkeiten ist dadurch  gekennzeichnet, dass man mindestens einen  Teil der zu sterilisierenden Flüssigkeit so  wohl mit einem sterilisierend wirkenden Gas,  als auch mit einer     oligodynamischen    Sub  stanz in Berührung bringt.

   Man kann zum  Beispiel einer Flüssigkeit, deren Chlorbedarf  man     analytisch    zu 0,2.     gr;'m'    ermittelt hat,  nur einen Bruchteil dieser Chlormenge ein  verleiben, zum Beispiel nur 0,04     gr,    wenn  man sie ausserdem über     oligodynamisch    wirk  same Flächen, zum Beispiel Silber- oder       hupferfüllkörper    leitet und für eine ge  nügende Kontakt-     bezw.        Nachsterilisierzeit     sorgt.

   Man vermeidet auf diese Weise mit  Sicherheit die Gefahr eines Chlorüber  schusses, da man ja viel weniger Chlor zu  gesetzt hat, als von der Gesamtheit der       oxydablen    Substanz verbraucht werden kann,  man hat aber das Minus an     Sterilisierkraft     ersetzt durch     oligodynamische    Behandlung.  Anderseits braucht man bei diesem Verfah  ren nicht so grosse Kontakt-     bezw.        Nach-          sterilisierzeiten    aufzuwenden, als wenn die  Flüssigkeit nur mit Hilfe der     Oligodynamie,     also ohne Zuhilfenahme von Chlor oder Ozon       sterilisiert    werden soll.  



  Als besonders vorteilhaft hat es sich er  wiesen, die Flüssigkeit oder einen Teil von  ihr zuerst mit dem sterilisierenden Gas zu  vermengen und dann über die     oligodyna-          mische    Substanz zu leiten. Hier bewirkt  nämlich das sterilisierende Gas zweierlei:  Erstens greift es sofort die leichter     oxydablen          Substanzen    und die weniger resistenten         Nikro-Organismen    in der Flüssigkeit an;  zweitens aber wirkt es als Anreger auf den       oligodynamischen    Prozess, so dass dieser in  viel kürzerer Zeit verläuft als gewöhnlich.

    Man kann sich dies zum Beispiel durch die  Annahme erklären, dass die     oligodynamische     Wirkung auf der Abspaltung von Metall  ionen aus den wirksamen Oberflächen beruht.  Diese Abspaltung von Metallionen würde  durch die Gegenwart oxydierender Gase, wie  Chlor oder Ozon, natürlich beschleunigt wer  den.  



  Es ist gleichgültig, mit welcher Appara  tur oder nach welchem System man das  sterilisierende Gas der Flüssigkeit einver  leibt. Bekanntlich wurde bisher meistens nur  ein Teilstrom der Flüssigkeit mit dem Gas  behandelt, zum Beispiel wurde eine Chlor  wasserlösung hergestellt, die dann mit dem  Hauptstrom vermischt     wurde.    Nach neueren  Vorschlägen verstäubt man aber das gas  förmige Chlor unmittelbar in den Haupt  strom. Ebenso ist es     gleichgültig,        wie    die       oligodynamische    Apparatur beschaffen ist.

    Auch hier kann entweder ein Teilstrom oder  der Hauptstrom der Flüssigkeit über die       oligodynamische    Substanz geführt werden,  und die die wirksame Substanz enthaltenden  Kammern können in beliebiger Weise aus  gestaltet. unterteilt oder gefüllt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Sterilisieren von Flüssig keiten, dadurch gekennzeichnet, dass man mindestens einen Teil der zu sterilisierenden Flüssigkeit sowohl mit einem sterilisierend wirkenden Gas, als auch mit einer oligodyna- mischen Substanz in Berührung bringt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, class man mindestens einen Teil der zu sterilisierenden Flüssigkeit zuerst mit dem sterilisierend wirkenden Gas behan delt und dann über die oligodynamische Sub stanz leitet.
CH149723D 1929-10-12 1930-10-10 Sterilisier-Verfahren. CH149723A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1038243B (de) * 1953-04-10 1958-09-04 Katadyn Ges M B H Deutsche Verfahren zur fortlaufenden Sterilisation von Fluessigkeiten
WO1997003926A3 (en) * 1995-07-19 1997-09-18 Edward Emyr Williams Biofouling reduction

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DE1038243B (de) * 1953-04-10 1958-09-04 Katadyn Ges M B H Deutsche Verfahren zur fortlaufenden Sterilisation von Fluessigkeiten
WO1997003926A3 (en) * 1995-07-19 1997-09-18 Edward Emyr Williams Biofouling reduction
US6183646B1 (en) 1995-07-19 2001-02-06 Baker Hughes Incorporated Biofouling reduction

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AT124033B (de) 1931-08-10

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