CH149765A - Verfahren zur Herstellung gemaserter Körper aus Kunstharz. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung gemaserter Körper aus Kunstharz.

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CH149765A
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      Verfahren    zur     Iierstellung    gemaserter     Körper    aus Kunstharz.    Man hat bereits versucht, aus Kunstharz,  zum Beispiel einem     Phenol-Formaldehyd-          Kondensationsprodukt,    durch Pressung her  gestellten Gegenständen das Aussehen von  Marmor oder andern     Natursteinen    zu geben.  



  Zu diesem Zweck hat man die     Pressform     mit einer Anzahl verschieden gefärbter  Stücke oder Brocken aus     Kunstharzmasse    be  schickt. Der Erfolg war indessen nicht völlig  der gewünschte, da die Farben hierbei zum  Teil ineinander überfliessen. Setzt man der  Masse schwerere Farben, zum Beispiel Me  tallstaub, zu, so verteilen sich diese nicht in  der gewünschten Weise, sondern sinken zum  Teil zu Boden und lagern sich in der Nähe  des Grundes der     Pressform    erheblich dichter  als in den übrigen Teilen des     Presslinges    ab.  



  Die     Erfindung    besteht in einem Verfah  ren zur Herstellung gemaserter Körper aus  Kunstharz, bei dem die     Kunstharzstücke    mit  einer Farbschicht umhüllt und nach dem  Trocknen zu dem Körper zusammengepresst    werden. Die Farbschicht kann dadurch her  gestellt     werden,    dass die     Kunstharzstücke    mit  einem Klebstoff überzogen werden, dem ein  Farbstoff zugesetzt ist. Man kann aber auch  die     Kunstharzstücke    mit einem farblosen  Klebstoff überziehen und im klebrigen Zu  stand in einem pulverförmigen Farbstoff  oder je nach der beabsichtigten     \Virkun;     auch in Metallstaub wälzen.

   Die klebrige  Oberfläche, die das Anhaften des     Farbstoffes     an den     gunstharzstücken    bewirkt, kann auch  durch Eintauchen der     Kunstharzstücke    in  ein Lösungsmittel erzeugt werden. Nach dem  Aufbringen der Farbschicht werden die  Stücke getrocknet und können dann gepresst  werden.  



  Eine besondere Wirkung lässt sich da  durch erzielen, dass man mit verschieden  farbigen Schichten überzogene Stücke ver  wendet, wodurch diese Farben beim Pressen  ineinander übergehen. Im allgemeinen ist es  zweckmässig, den     Massebrocken    verschiedene      Grössen zu geben, um ein abwechslungs  reiches Bild zu erhalten.  



  Es ist bereits vorgeschlagen, gemaserte  Kautschukgegenstände in der Weise herzu  stellen, dass gefärbte Stücke aus     unvulkani-          siertem    Kautschuk in eine     metallpulver-          haltige    Gummilösung getaucht wurden, wo  bei sie einen     Metallpulverüberzug    erhalten.  Die so vorbehandelten Stücke werden alsdann  in einer Presse zusammengepresst oder auf  einem     Kalander    zusammengewalzt.

   Das     Press-          oder        '#xTalzstück        wird    sodann vulkanisiert  und in einem     Glättwerk    so behandelt, dass  von der Oberfläche der einzelnen Kautschuk  teilchen der Metallstaub entfernt wird. Auf  diese Weise werden     Aderungen    erzielt, die  sich von der Umgebung so scharf abheben.,  dass die Gegenstände ohne weiteres als künst  liche Produkte zu erkennen sind. Die Erfin  dung zielt nun darauf ab, gemaserte Gegen  stände aus Kunstharz so herzustellen, dass  wie bei natürlichen Steinen feine Adern ent  stehen, die andersfarbig sind als die Kunst  harzstücke, die weich ineinander übergehen.  



  Bei der Fabrikation gemaserter Gegen  stände aus Kautschuk ist lediglich die Auf  gabe zu lösen, feste, geformte Stücke mit  einander zu vereinigen. Hier treten also nicht  die technischen     Schwierigkeiten    zu Tage, die  auf dem     Kunstharzgebiet    die Herstellung  solcher gemaserter Gegenstände erschweren,  deren einzelne     Farbflächen    weich     ineinander     übergehen. Die     Schwierigkeiten    sind ins  besondere darauf zurückzuführen, dass die       Kunstharzstücke,    die     verpresst    werden sollen,  unter Druck und Hitze zum Schmelzen ge  bracht und gehärtet werden.

      Das neue Verfahren kann auf die ver  schiedenartigsten Kunstmassen, wie     Phenol-          Formaldehyd,        Harnstoff-Formaldehyd-Har-          zen    Anwendung finden, die in Formen unter  Druck und Hitze zum Schmelzen gebracht  und dann zum fertigen     Pressteil    verarbeitet  werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung gemaserter Körper aus Kunstharz, dadurch gekennzeich net, dass Kunstharzstücke mit einer Farb- schicht umhüllt, getrocknet und zum Kör per zusammengepresst werden. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Kunstharz stücke mit einem Klebstoff überzogen werden, dem ein Farbstoff zugesetzt ist. 2. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Kunstharz stücke mit einem Klebstoff überzogen und im klebrigen Zustand in einem pulverför migen Farbstoff gewälzt werden. <B>3</B>.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Kunstharz stücke mit einem Klebstoff überzogen und im klebrigen Zustand in Metallstaub ge wälzt werden. 4. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass durch Ein tauchen der Kunstharzstücke in ein Lö sungsmittel eine klebrige Oberfläche der Kunstharzstücke erzeugt wird.
CH149765D 1929-12-17 1930-12-15 Verfahren zur Herstellung gemaserter Körper aus Kunstharz. CH149765A (de)

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