CH149776A - Verfahren zur Herstellung von Brems- und Kupplungsbelägen oder dergleichen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Brems- und Kupplungsbelägen oder dergleichen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Brems- und Kupplungsbelägen oder dergleichen. Ein hochwertiger Bremsbelag hat zwei Hauptforderungen zu entsprechen: 1. Starke, gleichmässige Bremswirkung; die bis zur völligen Abnützung des Belages erhalten bleibt; Geringer Verschleiss auch bei hohen Beanspruchungen.
Eine gleichmässige, von der Abnützung des Bremsbelages unabhängige Bremswir kung ist nur dann erzielbar, wenn der Brems belag ein homogenes Gefüge besitzt.
Die Voraussetzung geringer Abnützung ist nur dann gegeben, wenn .der Bremsbelag eine grosse Zerreissfestigkeit aufweist. Eine grosse Zerreissfestigkeit wird wieder nur durch Gleichrichtung zum Beispiel der im Bremsbelag enthaltenen Asbestfasern ermög licht.
Die bekannten Verfahren: zur Herstellung von Brems= oder Kupplungsbelägen gliedern sich gemäss den eingangs erwähnten Forde- rungen in zwei Gruppen, je nachdem, ob das Hauptgewicht auf gleichmässige Brems wirkung oder auf geringe Abnützung des Bremsbelages gelegt wird.
Zwecks Erzielung eines homogenen Ge füges werden. Bremsbeläge nach bekannten Verfahren aus Masse in Formen gepresst. Diese Beläge weisen zwar eine von der fort schreitenden Abnützung unabhängige. gleich mässige Bremswirkung auf, sind jedoch in folge der in, der Masse wirr durcheinander gelagerten Asbestfasern einer starken Ab nützung unterworfen.
Zwecks Erzielung grosser Zerreissfestig keit -werden Bremsbeläge nach bekannten Verfahren aus Asbestfasern gesponnen und zwecks weiterer Erhöhung der Zerreissfestig keit meist mit Messingdrahteinlagen verse hen. Das Gleichrichten der Asbestfasern in den Bremsbelägen erfolgt nach den bekann ten Verfahren durch Spinnen.
Die gesponnenen Bremsbeläge weisen zum Unterschied von den aus Masse gepressten Belägen kein homogenes CTefüge auf und ist die Bremswirkung daher keine gleichblei bende. Die Bremswirkung wird überdies durch Einlagen von Messingdraht verschlech tert, da Messing eine geringe Reibwirkung besitzt und in den Bremstrommeln Riefen erzeugt.
Durch das Verfahren gemäss der Erfin dung ist die Herstellung zum Beispiel von Bremsbelägen ermöglicht, die einerseits ein homogenes Gefüge, also bis zur völligen Abnützung gleichbleibende und starke Bremswirkung, anderseits durch Gleichrich tung der Asbestfasern eine hohe Zerreiss festigkeit, also geringe- Abnützung aufweisen.
Das Verfahren gemäss der Erfindung be steht darin, dass die Belagplatten aus walz- baren Mischungen von Asbest, das heisst As bestfasern, mit Bindemitteln auf Kalandern ausgewalzt und dann aus den so erhaltenen Platten Stücke in der gewünschten Belagab- messung ausgeschnitten werden.
Beim Wal zen -auf den Kalandern werden die Asbest fasern in den Platten gleichmässig gerichtet, so dass sie in der ausgewalzten Masse sämt lich in gleicher Richtung verlaufen.
Hier durch wird ermöglicht, dass aus den Belag platten in der Walzfaserrichtung verlaufende Stücke von gewünschter Breite und Stärke ausgeschnitten werden können, bei denen also die Faserrichtung zum Beispiel mit der Bremsrichtung zusammenfallen und die dem nach eine hohe Zerreissfestigkeit, also ge ringe Abnützung, und anderseits infolge des homogenen Gefüges eine gleichmässige und starke Bremswirkung zeigen, die bis zum völligen Verbrauch, zum Beispiel der Brems belagstücke, unverändert bleibt.
Es hat sich hierbei als besonders vorteilhaft erwiiesen, die Belagplatten nach Art der bekannten jtplatten' auf geheizten Kalandern aus zuwalzen und aus diesen dann die Stücke von gewünschter Grösse aüszusohneiden. Den aus den ausgewalzten Platten ausgeschnit tenen Belagstücken-kann die gewünschte Fe stigkeit und Gestalt in einer Warmpressform, nötigenfalls noch in einer oder mehreren Kaltpressformen gegeben werden, oline dass sie ihre Biegsamkeit vollständig verlieren.
so dass sich die Beläge verschiedenen Krümmun gen der Bremsbacken. anlassen lassen.
Im einzelnen spielt sich das Verfahren nach der Erfindung beispielsweise wie folgt ab: Die Belagplatten werden aus Asbest, Binde- und Härtemitteln auf Malandern aus gewalzt: Das Auswalzen der Platten erfolgt mit Vorteil nach Art der .bekannten "Itplat- ten".oder Hochdruckdichtungsplatten, die aus aufgeschlossener Asbestfaser und Bindemit teln neben andern etwaigen Zusätzen in einem aus einer grossen heizbaren Walze, welche die Platte formt und aufnimmt, und aus einer kleinen verstellbaren Auftrags- und Glätt- walze bestehenden Walzwerk hergestellt wer den.
Auf diese Weise entsteht eine homo gene Plattenmasse mit gleichgerichteten Fa sern, aus welcher zum Beispiel die Brems beläge herausgeschnitten werden.
Das Ausschneiden der einzelnen Stücke erfolgt derart, dass die durch den Kalander- effekt in eine Richtung gelegten Fasern ent sprechend zum Beispiel der vorgesehenen Bremsrichtung laufen, wodurch eine hohe Zugfestigkeit in der Bremsrichtung erzielt wird. Bei stärkeren Belägen können mehrere Belagstücke übereinandergelegt und durch geeignete Bindemittel vereinigt werden.
Die gegebenenfalls leicht vorgepressten Belagstücke bezw. die zu stärkeren Belägen zusammengesetzten Stücke kommen hierauf in die Warmpressform, in welcher bei hohem Druck und der entsprechenden Zeit und Temperatur die Härtung und weitere Festig keit der Beläge gegen Abnützung erfolgt. Zum Schlusse werden die Beläge noch einer Fertig-Appretur unterzogen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Brems- und Kupplungsbelägen oder dergleichen, da durch gekennzeichnet, dass aus walzbaren Mischungen von Asbest, das heisst Asbest fasern, mit Bindemitteln homogene Platten. auf Kalandern ausgewalzr werden, wodurch ,die Asbestfasern gleichgerichtet werden, worauf aus den Platten Stücke in der ge- -wünschten Belagabmessung ausgeschnitten werden.UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass aus den ausgewalzten Platten in der Faserrichtung verlaufende Stücke ausgeschnitten werden. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Platten aus auf geschlossenen Asbestfasern und Bindemit- teln neben andern Zusätzen in einem aus einer grossen heizbaren Walze, welche die Platten formt und aufnimmt, und aus einer kleinen verstellbaren Auftrags- und Glättwalze bestehendem Walzwerk her gestellt werden.;3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch .gekenn- zeichnet, dass den aus den gewalzten Plat ten ausgeschnittenen Stücken in einer Warmpressform die endgültige Gestalt und Festigkeit gegeben wird. 4. Verfahren: nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1, 2 und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass die ausgeschnittenen Stücke ausser in einer Warmpressform noch in mindestens einer galtpressform behan delt werden. 5.Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Herstellung stärkerer Beläge mehrere Plattenstücke aufeinan dergelegt und durch Pressdruck unter Be nützung von Bindemitteln zu einer homo genen Platte vereinigt werden, die dann einer Warmpressung unterworfen wird.
Applications Claiming Priority (2)
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