Kühlvorrichtung an geschlossenen elektrischen Maschinen mit in das Naschinengehäuse eingebauten Luftkühlern. Kühlvorrichtungen an elektrischen Ma schinen, wie Motoren und Generatoren, sind bereits bekannt, bei denen ein innerer Luft strom einerseits um die zu kühlenden Teile der elektrischen Maschine, anderseits um Elemente, mittelst welchen die Luft gekühlt wird, strömt. Als Kühlmittel, ist'ein äusserer Luftstrom verwendet worden; doch ist auch vorgeschlagen, Wasser durch die Kühl elemente strömen zu lassen.
Bei gewissen Ausführungsformen hat diese Kühlvorrich tung als Speisewasservorwärmer für einen Dampfkessel gedient, in welchem Falle, der Luftkühler mit einer Zuflussleitung und einer Abflussleitung für Kondensat in Verbindung stand und wobei die Zu- und<B>A</B> bflussleitun- gen für das Kondensat mittelst einer Verbin dungsleitung miteinander verbunden waren. Doch ist nicht immer das zur Verfügu-ng ste hende Kondensatwasser ausreichend, um ge nügende Kühlwirkung zu erzielen.
Es ist daher vorgeschlagen worden, in solchen Fäl- len, zum Beispiel während der Sommer monate und bei geringer Belastung der Ma schinen, die mit dem Kondensator zusammen arbeiten, dem Kondensatwasser anderes Was ser zuzuführen oder ganz und gar anderes Wasser zu verwenden. Bei diesem System sind mehrere Nachteile aufgetreten, indem verunreinigendeTeilchen in dem hinzugegos- senen Wasser sowohl das Innere der Kühl elemente, als auch die Dampfkesselanlage verschmutzt haben.
Ausserdem nimmt eine derartige Kühlvorrichtung einen so grossen Raum in Anspruch, besonders weil Element gruppen eigens für das Reservewasser verwendet werden müssen, dass die Luftkühler nicht in das Maschinengehäuse untergebracht werden konnten.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine derartige Kühlvorrichtung und be zweckt, die erwähnten Übelstände zu be seitigen. Die Erfindung besteht. darin, dass in dem geschlossenen, den Luftkühler und die Ver bindungsleitung enthaltenden Rohrsystem ein Kondensat-Rückkühler angeordnet ist.
Ausführungsbeispiele des Erfindungs gegenstandes sind in der Zeichnung ver- anschaulielit.
Fig. <B>1</B> zeigt einen Schnitt durch einen elektrischen Generator längs einer zur Dreh achse senkrechten Ebene, sowie eine schema tische Darstellung der Kühlvorrielitung; Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch ein Ki-7Lhlelement in grösserem Massstabe; Fig. <B>3</B> zeigt eine zweite Ausführungs form.
In Fig. <B>1</B> bezeichnet<B>1</B> die Drehachse des Generators, 2 einen Ventilator, der den im Innern des Mantels<B>3</B> befindliellen Luftstrom teils um die zu kühlenden Teile und teils durch die im Maschinengehäuse, zum Beispiel in demselben Mantel<B>3</B> oder in einer Ver längerung desselben befindlichen Luftkühler 4,<B>5, 6</B> und<B>7</B> treibt. Die Kühler liegen mit dem einen Ende ausserhalb des Mantels<B>3</B> und sind dort mit den Zuflussleitungen für Kühlwasser 14 bis<B>17</B> und mit den Abfluss- leitungen 24 bis<B>27</B> verbunden.
In den Ab- flussleitungen 24 bis<B>27</B> sind Pumpen 34 bis <B>37</B> angebracht, die das Kühlwasser durch die Elemente in den Gruppen 4 bis<B>7</B> saugen.
Entsteht Undichtigkeit in einem oder mehreren der Kühlelemente, dann leckt das Kühlwasser nicht in die elektrische Ma- schke, sondern die Pumpen saugen die Luft auf, so dass Wasserschäden in der Maschine vermieden werden. Die Abflussleitungen 24 bis<B>27</B> sind durch eine Verbindungsleitung<B>8</B> mit einer sämtlichen Elementen gemeinsamen Zuflussleitung <B>9</B> und durch ein Ventil<B>10</B> mit einer Leitung<B>11</B> verbunden.
Die Zufluss- leitung <B>9</B> und die Leitung<B>11</B> können direkt oder indirekt mit einem Kondensator resp. mit einem Dampfkessel in Verbindung ste hen. Die Zuflussleitungen 14 bis<B>17</B> sind mit den Enden in einem Behälter 12 angebracht und münden unterhalb einer dort befind- liehen Wasseroberfläche<B>13.</B> Durch die Puin- pen 34 bis<B>37</B> wird das Wasser aus dem Be hälter<B>12</B> zu den Kühlern 4 bis<B>7</B> gesaugt. Wenn die Wasseroberfläche<B>13</B> im Behälter <B>12</B> sinkt, sinkt auch der Schwimmer<B>18,</B> wo durch eine Stange<B>19</B> gehoben und die Was serentnahme durch die Leitung<B>8</B> vermin dert wird.
Sinkt das Wasser im Behälter tiefer, was nur unter ungewöhnlichen Ver hältnissen eintritt, so wird die Stange<B>19</B> noch höher gehoben und wird ein Hahn 20 für den Zufluss von Reservewasser aus der Leitung 21 geöffnet. Die Wasseroberfläehe <B>13</B> im Behälter 12 sinkt, wenn wenig oder kein Kondensat in der Leitung<B>9</B> vorhan den ist. Das Wasser, das die Kühlelemente durchströmt hat, wird somit der Zufluss- leitung wieder zugeführt, so dass das Wasser in der Kühlvorrichtung einen Kreislauf aus führen wird.
In dem ausserhalb der elektri- sehen Maschine gelegenen Teil des Kreisbahn ist ein Kondensatkühler <B>28</B> angebracht, in welchem das strömende Wasser wieder ge kühlt wird. Das Kühlwaeser kann somit un abhängig von der Leitung<B>11</B> und der Kon- densatorleitung <B>9</B> strömen und die Luft küll- len. Wird die in der elektrischen Maschine erzeugte Wärme in den Kühlwasserstrom des Kühlers<B>2,8</B> übergeführt, dann kann die Wärme nicht für den Dampfkessel ausgenützt werden.
Deshalb soll der Kühler<B>28</B> nur dann in Tätigkeit treten, wenn das Kondensat zur genügenden Kühlung der Luftküliler 4 bis<B>7</B> nicht ausreicht.
In Fig. <B>2</B> ist der Kühler<B>6</B> von Fig. <B>1</B> im Längsschnitt dargestellt. Die Elemente<B>29</B> stechen mit den Enden in den Kammern<B>30</B> und<B>31.</B> Die Kammer<B>30</B> ist durch eine Scheidewand 43 in zwei Teile geteilt, von welchen der eine Teil mit der Zuflussleitung <B>16</B> inVerbindung steht, während der andere Teil mit der Abflussleitung <B>26</B> verbunden ist.
Das Kühlwasser strömt daher, wie die Pfeile angeben, durch eine Reihe von Elementen vonder Kaummer <B>30</B> zur Kammer<B>31,</B> von wo es seine Richtung ändert, um durch die an dere Reihe von Elementen auf die andere Seite der Scheidewand 43 in die Kammer<B>30</B> zurückgeführt und durch die Abflussleitung <B>26</B> abgelassen zu werden. Die Elemente be stehen aus abgeflachten Rohren, die durch Wellbleche voneinander getrennt sind, wel- ehe gegebenenfalls an den flachen Seiten der abgeflachten Rohre befestigt sein können. Diese Seiten können auch mit Rippen, ge gebenenfalls in sich kreuzenden Richtungen, versehen werden.
In Fig. <B>3</B> sind für die in Fig. <B>1</B> be schriebenen Teile dieselben Bezeichnungen verwendet -worden. Das vom Kondensator kommende Kühlwasser strömt zuerst durch einen Kühler<B>28,</B> der in einer Zweigleitung der Leitung<B>9</B> liegen kann und nur dann in Tätigkeit tritt, wenn das durch oder an dem selben vorbeiströmende Wasser nicht die für eine wirksame Kühlung erforderliche Tem peratur besitzt.
Das Kühlwasser strömt auch in diesem Falle durch einen Behälter<B>13,</B> wo eine Wasseroberfläche mittelst eines Sehwim- mers <B>18</B> in schon beschriebener Weise ein Ventil<B>10</B> in der Abflussleitung und ein Ven til 20 für Reservewasser öffnet oder schliesst. Von diesem Behälter strömt das Wasser durch eine für sämtliche Kühler 4 bis<B>7</B> ge meinsame Leitung<B>32,</B> von welcher die Zu- fuhrleitungen 14 bis<B>17</B> ausgehen.
Nachdem das Wasser die Elemente durchströmt hat, wird es durch die Abilussleitungen 24 bis<B>27</B> zu einer gemeinsamen Abflussleitung <B>33</B> ab- (releitet, die das erwärmte Kühlwasser in <I>c</I> einen Behälter<B>38</B> einströmen lässt. Dieser Behält-er ist geschlossen und steht unter Niederdruck, der durch eine einzige Pumpe <B>39</B> erzeugt wird, die das Wasser entweder di rekt oder indirekt durch die Leitung<B>11</B> zum Dampfkessel drückt, oder auch, wenn das Ventil<B>10</B> geschlossen ist, durch die Leitung<B>8</B> zur Leitung<B>9,</B> um dann von neuem durch die Kühlelemente zu strömen.
Das Wasser wird somit mit Hilfe, der Pumpe durch die Elemente gesaugt, wobei etwa, entstehende Undichtigkeiten ein Lecken in die innern Teile der Maschine nicht verursachen können. Statt dessen wird in die Elemente Luft ein- gesaugt, die in den Elementen im Behälter <B>38</B> freigemacht und über der im Behälter be- Endlichen Wasseroberfläche angesammelt wird. Eine Strahlvorrichtung 40 saugt die Luft auf und führt das Ejektorwasser zum Behälter<B>13</B> zurück.
Der Strahlsaugapparat erhält sein Druckwasser in der hier be schriebenen Ausführungsform von der Lei tung<B>9,</B> kann dasselbe jedoch auch von an derer Stelle beziehen, wenn höherer Druck nötig ist. Die Vorrichtung kann auch un abhängig von der Leitung<B>9</B> vom Konden sator und der Leitung<B>11</B> zum Dampfl-essel arbeiten, wobei das Wasser dauernd zwischen den Kühlelementen 4 bis<B>7</B> und dem Kühler <B>28</B> strömt. Die Grösse der Behälter ist von der Menge des erforderlichen Reservewassers abhängig. Der Behälter<B>38</B> ist zweckmässig ganz geschlossen, während der Behälter<B>13</B> in welchem nicht Unterdruck zu herrschen braucht, offen sein kann.