CH149846A - Fernsprechanlage mit Wählerbetrieb und Übertragung von Stromstössen über Leitungen in Doppelsprechschaltung. - Google Patents

Fernsprechanlage mit Wählerbetrieb und Übertragung von Stromstössen über Leitungen in Doppelsprechschaltung.

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CH149846A
CH149846A CH149846DA CH149846A CH 149846 A CH149846 A CH 149846A CH 149846D A CH149846D A CH 149846DA CH 149846 A CH149846 A CH 149846A
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Telefonaktiebolaget L Ericsson
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Ericsson Telefon Ab L M
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  Fernsprechanlage mit Wählerbetrieb und     Übertragun-    von     Stromstössen     über     Leitungen    in     Doppelsprechschaltung.       Die     Übertragung    von Wählerimpulsen  über Fernsprechleitungen, die unter Anwen  dung von     Doppelsprechübertragern    mehrfach  ausgenutzt werden ist mit     gewissen    Schwie  rigkeiten verbunden, und zwar unter anderem  aus dem Grunde, weil es im allgemeinen  nicht möglich war,

   die Stammleitungen und  in gewissen Fällen auch die aus denselben  gebildete Viererleitung in metallischer Ver  bindung mit den zugehörigen     Stromstosssen-          dern    und     Stromstossempfängern    anzuordnen;  wodurch also, die Übertragung von Gleich  stromimpuls über die Leitungen verhindert  ist.  



  Nach vorliegender Erfindung kann jedoch  eine effektive und zuverlässige Stromstoss  sendung über solche Leitungen dadurch er  zielt werden, dass die Wählerimpulse induk  tiv über die     Doppelsprechringübertrager          übertragen    werden, und zwar durch Vermitt  lung eines zwischen     Teilnehmerleitung    und  Übertrager eingeschalteten Zwischenkreises.  der einen     durch    die über die Teilneh-         merleitung    ausgesandten Stromstösse be  tätigten Polwechsler enthält, wobei zum  Empfang der Induktionsstromstösse in be  kannter Weise     ein    polarisiertes Relais be  nutzt werden kann.

   Es ist schon früher vor  geschlagen worden, Wählerimpulse durch  einen Transformator in Induktionsstromstösse  umzusetzen, und zwar zum Zweck, Störun  gen in der Impulsleitung für den Empfänger  stromkreis     unwirksam    zu machen. Wenn man  bei Leitungen der vorliegenden Art die       Doppelsprechringübertrager    für induktive       Wählerimpulsübertragung    benutzen will, so  stösst man manchmal, und zwar besonders bei  langen Leitungen, auf die Schwierigkeit,  dass die Grösse des Ringübertragers nicht ge  nügt, um induktive Stromstösse genügender  Stärke     übertragen    zu können.

   Nach der Er  findung wird diese Schwierigkeit durch die  Anordnung des Zwischenkreises mit dem  Polwechsler beseitigt, denn infolge der Um  kehrung des Stromes bei jedem Impuls wird  die über den     Ringübertrager    ausgesandte      Impulsenergie bei gegebener Grösse des Über  tragers so viel vergrössert, dass sie auch für  eine verhältnismässig lange Leitung genügt.  



  Die Erfindung ist im folgenden an  hand der beigefügten     Zeichnungen    beispiels  weise beschrieben.     Fig.    1 veranschaulicht  schematisch das Erfindungsprinzip;     Fig.    2  ist ein Stromdiagramm und     Fig.    3 und 4  zeigen schematisch zwei Ausführungsformen  des Erfindungsgegenstandes.  



  In     Fig.    1 bezeichnet 1 den Impulskontakt  eines     Stromstosssenders,    zum Beispiel einer  Fingerscheibe. Der     Impulskontakt    1 ist in  Reihe mit der Wicklung 2 eines Kontakt  relais geschaltet, dessen     Federkontaktsatz    als  Polwechsler eines     Ortszwischenkreises    ange  ordnet ist, welcher die Primärwicklung I  eines Transformators T enthält, während die       Sekundärwicklung        II    des Transformators an  eine Fernsprechleitung L angeschlossen ist.  Der     genannte        Ortszwischenkreis    ist ebenso  wie der eigentliche Impulsstromkreis unter  brochen, solange kein Gespräch stattfindet.

    Wenn der     Ortszwischenkreis    geschlossen ist,.  ist der Pluspol der zugehörigen Stromstoss  batterie über eine Drosselspule 3 und einen  Ruhekontakt 4 im Kontaktsatz des Relais 2  an die eine Klemme des Transformators T  angeschlossen, und der Minuspol ist an die  andere     Klemme    über eine Drosselspule 3'  und einen Ruhekontakt 4' im Relais 2 an  geschlossen. Die Primärwicklung des Trans  formators werde dann durch Strom in der  Richtung des Pfeils 7 durchflossen.

   Sobald  das Relais 2 seinen Anker anzieht, werden  die Kontakte 4, 4' unterbrochen, und es  werden nun die     Batteriepole    über Arbeits  kontakte 5, 5' an den     Transformator    ange  schlossen, wobei die Stromrichtung in der  Primärwicklung I des     Transformators    um  gekehrt wird.  



  An das andere Ende der Leitung L ist  ein     polarisiertes    Relais 6 zum Empfangen  der über die Leitung übertragenen Induk  tionsstromstösse angeschlossen.  



  Ehe die Impulssendung anfängt, zum  Beispiel, wenn der Teilnehmer sein Mikro-         telephon    abhebt, wird der     Ortszwischenkreis,     der die     Primärwicklung    des Transformators  T enthält, geschlossen.

   In diesem Moment,  welcher in     Fig.    2b mit to bezeichnet ist,  fängt also der Strom im     Ortszwischenkreis     an, in positiver Richtung zu wachsen, und  erreicht nach einer gewissen kurzen Zeit sei  nen vollen Wert     Il.    Das Schliessen des eigent  lichen Impulsstromkreises, der die Relais  wicklung 2 enthält, kann unter Um  ständen ebenfalls durch das Abheben des       Mikrotelephons    des Teilnehmers     veran-          lasst    werden;

   aber es wird in diesem be  schriebenen Beispiel durch eine passende  mechanische oder elektromagnetische Ver  zögerungsvorrichtung etwas verzögert und  findet darum .erst bei einem Zeitpunkt. t,       (Fig.    2a) statt, nachdem der Strom im  Primärkreis des Transformators schon seinen  vollen Wert angenommen hat. Beim Strom  schluss im     Ortszwischenkreis    ist jedoch ein       Stromtsoss    il'     (Fig.        2e)    auf die Leitung aus  gesandt worden, der zum Einstellen des po  larisierten Relais 6 in die Ausgangsstellung  dient, falls das Relais nicht schon diese Stel  lung einnimmt.  



  Sobald das Relais 2 zur Zeit     t,.    seinen  Anker anzieht, wird der Strom im     Ortszwi-          schenkreis    durch den Kontaktsatz in vor  her beschriebener Weise umgekehrt und er  fährt also eine Schwankung, die gleich     21.,     ist. Wegen der Umkehrung des Stromes in  der Primärwicklung des Transformators wird  auf die Leitung ein     zweiter    Stromstoss' i  mit doppelt so grosser Amplitude wie der  erste Stromstoss ausgesandt. Dieser     zweite     Stromstoss kann zur Einleitung des Wähler  vorganges ausgenutzt werden, und zwar bei  spielsweise dadurch, dass das polarisierte Re  lais bei seiner Umstellung einen     Vorwähler     oder Sucher betätigt.

   Wenn der Teilnehmer  dann seinen     Stromstosssender    betätigt; und  dadurch wiederholte Stromunterbrechungen  und kurzdauernde Stromschliessungen     i.o    am  Kontakt 1 bewirkt, so wird dadurch eine  Reihe von entsprechenden Stromumkehrun  gen im     Ortszwischenkreis        hervorgerufen,    die in           Fig.    2b mit     i,    bezeichnet ist,     und    auf die  Leitungen wird eine entsprechende Reihe von  abwechselnden positiven und negativen  Stromstössen i     (Fig.    2e) ausgesandt,

   welche  Stromstösse den     Anker    des Relais 6 zwischen  den     beiden    Lagen des     polarisierten    Relais 6  umstellen. Das polarisierte Relais gibt da  bei seinerseits entsprechende Wählerstrom  stösse ab.  



  Wenn der Teilnehmer nach     Beendigung     des Gespräches sein     Mikrotelephon    wieder  aufhängt, werden gleichzeitig zur Zeit     t2    so  wohl der eigentliche Impulsstromkreis, als  der     Ortszwischenkreis    unterbrochen, wobei  auf die Leitung ein     Schlussimpuls    i" aus  gesandt wird, durch welchen das polarisierte  Relais erforderlichenfalls in die Ausgangs  lage zurückgestellt wird.  



  Bei der Ausführungsform nach dem  Schema     Fig.    3 sind die beiden Fernsprech  leitungen     L"        L2    in gewöhnlicher Weise     mit-          telst        Doppelsprechringübertrager        Ti,        T2,        Ti          T2'    in     "Doppelsprechschaltung"    angeordnet,  so dass eine dritte Leitung gebildet wird.

    Jede der drei     Leitungen    ist auf der Sende  seite mit einem     Stromstosssender        A1        bezw.        A2          bezw.        A3    der vorher beschriebenen Art ver  sehen.

   Jede     Stromstosssendeeinrichtung    ent  hält also ein     Polwechslerrelais.    Bei den bei  den Stammleitungen     L,,        L2    werden die bei  den     Doppelsprechringübertrager        Ti,        T2    auch  zum Anschliessen der     Ortszwischenkreise    an  die Leitungen     angewendet    und erfüllen also  über ihren gewöhnlichen Zweck hinaus auch  die Aufgabe, die dem Transformator T in       Fig.    1 zukommt.

   Der     Stromstosssender        A3     für die Viererleitung ist über einen Trans  formator     T3    an diese Leitung angeschlossen.  



  Auf der Empfangsseite ist an jede der  Leitungen ein     Impulseräpfänger        B1        bezw.        BZ          bezw.        B3    angeschlossen, von welchen jeder  ein polarisiertes Relais enthält.

   Die Ver  bindung zwischen jeder der beiden Stamm  leitungen     L,,        L2    und den zugehörigen Strom  stossempfängern     B,        bezw.        B;    wird durch den  entsprechenden Übertrager     Tt'        bezw.        TZ    ver  mittelt, während der     Stromstossempfänger        B3     für die dritte Leitung über einen besonderen    Transformator     T3'    angeschlossen ist.

   Die drei       Stromstossempfänger        B1,        B_,        B3    sind ander  seits an eine gemeinsame     Wählervorrichtung     C auf dem Amte angeschlossen.  



  Die     Ausführungsform    nach     Fig.    4 unter  scheidet sich von     derjenigen    nach     Fig.    3 nur  dadurch, dass der     Stromstosssender        A3    und  der     Stromstossempfänger        B3    der Vierer  leitung direkt an die Leitung angeschlossen  sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Fernsprechanlage mit Wählerbetrieb, bei welcher die Übertragung der Nummernstrom stösse über eine in Phantomschaltung ange ordnete Leitung erfolgt, an welche eine mit Stromstosssender ausgerüstete Leitung mittelst. Doppelsprechübertrager angeschlossen ist.
    dadurch gekennzeichnet, dass die -#Ä'ä.hlcr- stromstösse induktiv über den Doppelsprech- übertrager übertragen werden durch Ver- mittlung eines zwischen der mit Stromstoss- sender ausgerüsteten Leitung und dem Über trager eingeschalteten Zwischenkreises, der einen über die letztgenannte Leitung betätig ten Polwechsler enthält. UNTERANSPRü CHE 1.
    Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Polwechsler ein Relais (2) mit Kontaktsatz ist, welches in die mit Stromstosssender ausgerüstete Leitung eingeschaltet ist. 2. Anlage nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Doppelsprechringübertrager auf der Sendeseite die induktive Übertragung der durch den Polwechsler umgekehrten Stromstösse auf die Stammleitungen be wirken. 3. Anlage nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass die Doppelsprechringübertrager auf der Empfangsseite die Übertragung der Impulse auf die polarisierten Emp fangsrelais bewirken.
CH149846D 1929-08-20 1930-08-19 Fernsprechanlage mit Wählerbetrieb und Übertragung von Stromstössen über Leitungen in Doppelsprechschaltung. CH149846A (de)

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