CH149849A - Verfahren zur Fernmeldung von Betriebsgrössen, insbesondere bei parallel arbeitenden Kraftwerken. - Google Patents

Verfahren zur Fernmeldung von Betriebsgrössen, insbesondere bei parallel arbeitenden Kraftwerken.

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CH149849A
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Inventor
Aktiengesellschaft Siem Halske
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Siemens Ag
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  Verfahren zur Fernmeldung von     Betriebsgrössen,    insbesondere bei parallel  arbeitenden Kraftwerken.         Gegenstand    der     Erfindung    ist ein Ver  fahren zur Fernmeldung von     Betriebsgrössen,     insbesondere bei parallel arbeitenden Kraft  werken, bei dem die gemessenen Betriebs  grössen einer     Überwachungsstelle    mitgeteilt  werden, welche     sie    summiert und die Summe       weitermeldet.     



  Gemäss der Erfindung wird der durch       Summierung    der gemessenen     Betriebsgrössen     erhaltene Wert durch Verstellung einer Vor  richtung verändert.  



  Bei der Anwendung des Verfahrens ge  mäss der Erfindung kann zum Beispiel jedes  Kraftwerk die Weisung erhalten, von der  ihm gemeldeten     Energiesumme    einen be  stimmten Bruchteil zu liefern oder seine  Energielieferung in irgend einer andern  Weise nach der Gesamtsumme zu bemessen.  Es kann bei derartigen Anordnungen vor  kommen, dass eine für die Fernmessung be  stimmte     Leitung    gestört wird, so dass der    von einem der Kraftwerke an das Netz ab  gegebene Energiebetrag an der Über  wachungsstelle nicht angezeigt, wird. In  folgedessen stimmt die Gesamtsumme nicht  mehr und alle übrigen Kraftwerke werden  durch die zu kleine Summe irregeführt.

    Durch die     Anwendung    des Verfahrens und  der Vorrichtung nach der Erfindung ist es  möglich, diesen beispielsweise genannten  Nachteil zu beseitigen, denn der über  wachende Beamte ist in der Lage, den von  dem Kraftwerk, bei dem die Fernmessung  versagt, gelieferten Betrag zu schätzen und  die Summe der von den übrigen Kraftwerken  gemeldeten Betriebsgrössen durch Verstellen  der auf den     fernzumeldenden    Wert einwir  kenden Vorrichtung um den geschätzten       Wert    zu erhöhen. Die Schätzung kann sich  nach der zuletzt gemeldeten Höhe der  Energielieferung richten. Sie kann überdies  laufend auf telefonischem Wege korrigiert      werden.

   Dass die den übrigen Kraftwerken  gemeldete Energiesumme nicht mehr genau  stimmt, wie bei fehlerlosen Meldeleitungen,  kann in Kauf genommen werden.  



  Die beschriebene Einrichtung kann aber  auch in     andern.    Fällen benutzt werden, um  auf die Energielieferung der Kraftwerke ein  zuwirken. Wenn beispielsweise an der Über  wachungsstelle ein herannahendes Gewitter  bemerkt wird, kann der zu erwartenden     Er-          böhung    des     Energiebedarfes    durch künstliche  Erhöhung des zu     übermittelnden    Summen  wertes vorgegriffen werden;

   durch den höhe  ren     Summenwert    werden die einzelnen Kraft  werke veranlasst, ihre Energielieferung zei  tig genug zu     vergrössern.    Auch wenn ein  Kraftwerk für die Energielieferung über  haupt ausfällt, können die übrigen Kraft  werke durch künstliche Erhöhung der Sum  menmeldung veranlasst werden einen     gr@-          sseren    Anteil an der Gesamtlieferung zu       übernehmen.     



  Die Erfindung ist nicht nur bei der  Fernmeldung von Leistungen oder des Sum  menwertes mehrerer Leistungen anwendbar,  sondern überall da, wo irgendwelche, Betriebs  grössen, zum Beispiel Wassermengen, Dampf  mengen, an     entfernt    liegende Stellen gemel  det werden sollen und wo es erforderlich. ist,  einen weiter zu meldenden Wert, zum Bei  spiel     selbsttätig    oder willkürlich zu ver  ändern.  



  Ein Ausführungsbeispiel ist in     Abb.    1  dargestellt. In den einzelnen     Kraftwerken     2,<B>3</B>, 4, 5 sind 'elektrische Generatoren 6 auf  gestellt; deren Leistung wird durch einen  Zähler 7 gemessen, der einen Unterbrecher 8  antreibt. Die entstehenden Stromstösse wer  den durch ein Relais 9 und die Fernleitun  gen 10 zur Überwachungsstelle 1 übertragen.  Sie     'erregen    hier ein Empfangsrelais 11, das  durch einen Umschalter 12 die abwechselnde  Ladung und Entladung eines Kondensators  13 veranlasst. Die hierzu erforderlichen  Ströme werden von einer Batterie 14 ge  liefert.

   Die Messgeräte 15 zeigen die Lade  ströme jedes einzelnen Kondensators und da  mit die von jedem einzelnen.     Unterwerk    ge-    lieferte Energiemenge an; das Messgerät 16,  durch das der gesamte Ladestrom hindurch  geht, gibt die Summenanzeige. Im Strom  kreise der Batterie 14 liegt ausserdem ein  Zähler 17, der den Unterbrecher 18 antreibt.  Die entstehenden Stromstösse werden durch  ein Senderelais 1.9, Fernleitungen 20 und  Empfangsrelais 2'1 zu den einzelnen Kraft  werken geleitet. Hier veranlassen sie die Ent  ladung und Ladung von Kondensatoren 22,  deren Ladeströme durch Messgeräte 23 an  gezeigt werden, die demnach die Gesamt  summe der Energielieferungen sämtlicher  Kraftwerke angeben.  



  An der Summenbildung nehmen nun in  der     Überwachungsstelle    nicht allein die vier  mit 13 bezeichneten Kondensatoren teil, son  dern auch ein Kondensator 24, dessen La  dung und Entladung durch einen Unterbre  cher 25 veranlasst wird, der durch einen Zäh  ler 26 angetrieben wird. Im     Antriebsstrom-          lueis    dieses Zählers liegt ein Widerstand 27,  der mittelst des Schleifkontaktes 28 von  Hand regelbar ist. Der- überwachende Be  amte hat es in der Hand, den Zähler 26  nach Belieben in Betrieb zu setzen und seine  Geschwindigkeit beliebig einzustellen. Die  Ladeströme des Kondensators 24, die eben  falls der     Batterie    14 entnommen werden,  werden durch ein Anzeigegerät 29 gemessen.

    Dieses ist, ebenso wie die übrigen Anzeige  geräte, auf Energiemengen geeicht und zeigt  dem überwachenden Beamten an, um wieviel  er die Summenbildung künstlich erhöht.  Ist beispielsweise die vom Kraftwerk 3 kom  mende Fernmeldeleitung 10 gestört, so lässt  der überwachende Beamte den Zähler 26 an  laufen und     bemisst    seine Geschwindigkeit so,  dass das Messgerät 29 dieselbe Energiemenge  anzeigt, die das betreffende Messgerät 15  vor der Störung zuletzt angezeigt hatte.  Durch telefonische Rückfrage beim Kraft  werk 3 unterrichtet er sich von Zeit zu Zeit  über grössere Änderungen in dessen Energie  lieferung. Auf diese Weise kann der Ge  samtbetrieb einwandfrei aufrecht erhalten  werden, und selbst das Kraftwerk 3 braucht.

    wenn die Fernleitung 20 zur Summenanzeige           ungestört    geblieben ist, von der Betriebsstö  rung nichts zu bemerken, als dass gelegent  lich telefonische Anfragen über die Höhe der  Energie gestellt werden.  



  In dem beschriebenen Ausführungsbei  spiel sind für die Anzeige der einzelnen  Energiemengen die Fernleitungen 10 und für  die Anzeige der Summe die Fernleitung 20  vorgesehen. Bei grossen Entfernungen wird  es sich empfehlen, beide Anzeigen über die  selbe Leitung zu senden, was mit den von der       Telephonie    und Telegraphie her bekannten  Schaltungen ohne weiteres möglich ist.  



  Bei dem beschriebenen Ausführungsbei  spiel dient ein besonderer Zähler 26 mit  Unterbrecher 25, Umschalter und Konden  sator 24 dazu, künstlich einen Summanden  in die Summe einzuführen. Das hat den  Vorteil, dass hierzu genau dieselbe Einrich  tung verwendbar ist, wie sie in den einzel  nen Kraftwerken zur Fernanzeige der ge  lieferten Energie aufgestellt ist. Die künst  liche Erhöhung der Summe lässt sich aber  auch auf einfachere Weise durchführen, wie  es beispielsweise in     Abb.    2 gezeigt ist. Hier  ist an Stelle des Kondensators 24 ein Regel  widerstand 30 getreten, der mittelst des  Schleifkontaktes 31 von Hand regelbar ist.  Der hierdurch zur Summenbildung hinzu  kommende Strom kann an dem Messgerät 32  abgelesen werden, das zweckmässig in Ener  giemengen wie die übrigen Geräte geeicht  wird.

      Ein anderes Ausführungsbeispiel zeigt       Abb.    3. Hier ist die Spannung der Batterie  14 mit Hilfe eines Zellenschalters     33    ein  stellbar gemacht. Je höher die Spannung ist,  mit der die Kondensatoren 13 geladen wer  den, um so grösser erscheint natürlich der  durch das     Summenmessgerät    16 und den Zäh  ler 17 gemessene Summenwert. Man könnte  den an die Kraftwerke gemeldeten Summen  wert auch dadurch erhöhen, dass man den  Zähler 17 durch Beeinflussung seiner Er  regung schneller laufen lässt. In diesem Falle  bleibt der vom Gerät 16 angezeigte Summen  wert unverändert.

      Es ist zum Beispiel bekannt, durch die  in     Fig.    3 dargestellten Zeiger 40 von Mess  geräten 41 Widerstände 42 zu verändern und  die je nach der Anzeige bemessenen Wider  stände hintereinander zu schalten und den       Gesamtwert    des Widerstandes an einem     Wi-          derstandsmessgerät    43 zu messen.

   Um dies     c,     Summe künstlich zu erhöhen, kann ein wei  terer Widerstand 45 in den Stromkreis ein  geschaltet werden, der durch den     Schle1f-          kontakt    44 von Hand eingeschaltet werden       kann.    Die Einrichtungen zur Fernanzeige  des vom Messgerät 43 angegebenen Gesamt  widerstandes sind hier nicht mit dargestellt,  da die Art ihrer Durchbildung für die Er  findung ohne Belang ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zur Fernmeldung von Be triebsgrössen, insbesondere bei parallel arbeitenden Kraftwerken, bei dem die gemessenen Betriebsgrössen einer Über wachungsstelle mitgeteilt werden, welche sie summiert und die Summe weiter meldet, dadurch gekennzeichnet, dass der weiter zu meldende, durch Summierung der gemessenen Betriebsgrössen erhaltene Wert durch Verstellung einer Vorrich tung geändert wird. II. Vorrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach dem Patentanspruch I, gekennzeichnet durch eine verstellbare Vorrichtung zur Beeinflussung des weiter zu meldenden Wertes. j1NTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, für parallel arbeitende Kraftwerke, dadurch gekennzeichnet, dass bei Störungen einer Messleitung der von der Summenbildung ausfallende Wert geschätzt und durch Beeinflussung der ferngemeldeten Summe hinzugezählt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, für parallel arbeitende Kraftwerke, bei wel chen die von räumlich verteilten Kraft werken gelieferten Energiemengen nach einer Überwachungsstelle gemeldet und dort summiert werden und der durch Summierung erhaltene Wert an die Kraftwerke zurückgemeldet wird, da durch gekennzeichnet, dass beim Ausfall eines Kraftwerkes der gemeldete Sum menwert entsprechend der Leistungs fähigkeit dieses Kraftwerkes erhöht wird. 3.
    Vorrichtung nach dem Patentanspruch II, gekennzeichnet durch eine verstellbare Vorrichtung, die zur Summenbildung in derselben Weise beiträgt wie die Mess geräte für die übrigen Summanden. 4. Vorrichtung nach Unteranspruch 3, zur Fernanzeige von Summenwerten mittelst Stromstössen, deren Häufigkeit dem Sum- menwert.entspricht, gekennzeichnet durch einen von Hand einstellbaren Wider stand, mit dessen Hilfe ein regelbarer Strom den zu summierenden Stromstössen überlagert werden kann.
CH149849D 1929-05-17 1930-05-15 Verfahren zur Fernmeldung von Betriebsgrössen, insbesondere bei parallel arbeitenden Kraftwerken. CH149849A (de)

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