Vorrichtung zur Verhinderung des Rücklaufes von Motorfahrzeugen. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Vorrichtung zur Verhinderung - des Rücklaufes von Motorfahrzeugen, zum Bei spiel der im Patent Nr.<B>133969</B> beschriebenen Art. Zweck vorliegender Erfindung ist, eine mit Sperrad und Klinken versehene Sperr vorrichtung selbsttätig auszurücken, wenn das Fahrzeug eine zum voraus bestimmte Geschwindigkeit überschreitet.
Gemäss der Erfindung sind die mit der getriebenen Welle umlaufenden Klinken un ter die Wirkung von Gewichtsstücken ge setzt, derart, dass beim Erreichen der vor ausbestimmten Umdrehungszahl die Klinken infolge der Zentrifugalkraft ausser Eingriff mit dem feststehenden Sperrad gebracht werden. Gemäss der Erfindung sind auch Mittel vorgesehen, um die Klinken unab hängig von der Umdrehungszahl der Welle ausser Wirkung setzen zu können.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen standes dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt nach der Linie I-I der Fig. 2; Fig. 2 zeigt einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1, wobei aber Teile des Klinkentriebes in Ansicht gezeigt sind; Fig.3 zeigt einen Grundriss zur Fig. 1, einzelne Teile sind dabei weggelassen.
An einer Querstrebe 1 des Untergestelles des Fahrzeuges ist das Gehäuse der Vorrich tung mittelst zweier Klemmbügel 3, 4 be festigt. Im Gehäuse 2 ist ein Pollenlager 5, in welchem die Kardanwelle 6 läuft. Am Gehäuse 2 ist ein Sperrzahnrad 7 befestigt, und an diesem ist ein Gehäuse 8 angeschlos sen. Auf der Welle 6 sitzen zwei Scheiben 9, 10 fest. Zwischen diesen sind drehbar auf Zapfen 11 Sperrglieder angeordnet. Jedes Sperrglied weist eine Klinke 12 auf. Diese ist zweiarmig, der eine Arm ist als Gabel 12 ausgebildet, auf welcher das Ge- wichtsstück 13 liegt. Sowohl die Klinke 12, wie auch das Gewichtsstück 13 sind auf einem Zapfen 11 drehbar, also getrennt be weglich angeordnet.
Jede Gabel 12a bildet einen Ansatz, gegen welchen das Gewichts stück 13 anschlägt, wenn dieses infolge der Wirkung der Zentrifugalkraft nach aussen geschleudert wird. Ist die Wirkung der Zentrifugalkraft zu klein, um das Gewichts stück nach aussen zu bewegen, so wird die Klinke 12 unabhängig von dieser Kraft ver stellt werden können. Auf Zapfen 15 sind Schraubenfedern 14 angeordnet, die zwi schen den Scheiben 9, 10 liegen. Die Federn 14 halten die Klinken 12 in Eingriff mit dem Sperrad 7. Um die Enden 11a der Zapfen 11 sind Schraubenfedern 16 ge wickelt. Das eine Ende jeder Feder 16 drückt gegen einen Ansatz 13a des Gewichtsstückes 13.
Die Federn 16 haben das Bestreben, das Gleichgewicht 13 in seiner innern Endlage zu halten und können dieses dort festhalten, solange die Zentrifugalkraft nicht eine ge wisse Grösse erreicht hat. Die Ansätze 13a ragen durch Schlitze los der Scheibe 10. Zwischen den Rollenlagern 5 und 'der Scheibe 9 ist eine Distanzbüchse 17 an geordnet. Ein weiteres Distanzstück 18 liegt zwischen den Lagern 5 und einer Ein- stellmutter 19, welch letztere mittelst Stell schraube 20 gesichert werden kann.
Auf der Rückseite der Scheibe 10 ist eine Distanz büchse 21 angeordnet, die gegen einen, mit Flanschen versehenen, zylindrischen Teil einer Büchse 22 anläuft, welch letztere einen Teil einer Universalkupplung bildet. Sie wird auf dem konischen Ende der Welle 6 mittelst einer Mutter 23 festgehalten. Wird die Mutter 23 soweit wie möglich an gezogen, und wird auch die Mutter 19 an gezogen, so sind die verschiedenen Teile auf der Welle in starrer Verbindung mitein ander.
Die Distanzbüchse 21 besitzt gleichen Durchmesser wie der zylindrische Teil der Büchse 22, so dass eine den beiden Teilen gemeinsame Gleitfläche für einen Nutenring 24 gebildet wird. In die Nut greift eine Gabel 25, die auf Bolzen ?6 drehbar im (x < #- häuse gelagert ist. Am Ring 21 sind vier Zapfen 27 starr befestigt. Die Zapfen be sitzen abgesetzte Enden, die unter die Ge wichtsstücke 13 greifen können, derart, dass bei einem axialen Verschieben des Ringe 24 die abgesehrägten Enden der Zapfen 27 die Gewichtsstücke 13 nach aussen drücken, wobei die Klinken 12 aus der Zahnung des Sperrades 7 ausgehoben werden.
An der Gabel 25 ist ein Zapfen 28 vorgesehen, wel cher in einen Kurvenschlitz 29 einer Stell platte 30 eingreift. Letztere ist verschiebbar im Gehäuse 8 gelagert. Die Sperrplatte 30 besitzt einen Schlitz 303, mit welchem ein Zapfen 31 in Eingriff steht. Dieser Zapfen ist am Ende eines Armes 32 eines Winkel hebels angeordnet, dessen zweiter Arm 33 mittelst eines Lenkers 34 mit dem Hebel verbunden ist, welcher das Wechselgetriebe des Fahrzeuges beherrscht.
Der Schlitz 29 besitzt solche Form, dass, wenn der Getriebe hebel zum Beispiel auf "Rückwärts", auf den zweiten Gang oder in die Neutrallage eingestellt wird, dann der Ring 24 gegen die Gewichtsstücke 13 so bewegt wird, dass die Klinken 12 ausser Eingriff mit der Zah- nung des Ringes 7 gelangen. Durch An schläge 35, die an der Scheibe befestigt sind, wird die innere Endlage der Klinken 12 be grenzt.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung ist die folgende: Wenn das Fahrzeug eine zum Voraus feststellbare Geschwindigkeit noch nicht erreicht hat, wenn zum Beispiel die Kardanwelle 400 Umläufe pro Minute macht,<B>-</B>so bleiben die Klinken 7.2 in . Ein griff mit der Zahnung des Rades 7. Wird aber für alle Gänge im Vorwärtslauf die ge sagte, zum Voraus festgesetzte Geschwindig keit überschritten, so wird die Zentrifugal kraft die Gewichte 13 nach aussen stellen, entgegen der Wirkung der Federn 16, und da sie gegen die Ansätze 12a der Klinken 12 anschlagen, so werden letztere, das heisst die Sperrorgane zur Verhinderung des Wagenrücklaufes, aus der Zahnung des Ra des 7 ausgerückt.
(Vergleiche die Lager der Klinken, wie sie in Fig.l in punktierten Linien dargestellt ist.) Die Gewichtsstücke 13 sind in jedem Fall so bemessen, dass die Zentrifugalkraft bei der angesetzten Ge schwindigkeit die Widerstände und auch den Druck der Federn 14 und 16 über winden kann..
Läuft das Fahrzeug langsam, so dass die Klinken in Eingriff bleiben, so bleiben die Gewichtsstücke ruhig, da die Klinken über die Zähne des Rades 7 nach innen bewegt werden, wie dies an zwei einander gegen über liegenden Zähnen der Fig. 1 gezeigt ist. Dabei werden die Beanspruchungen und der Verschleiss von Klinken und Sperrad ver mindert.
Die Zeichnung zeigt die Lage der Teile, wenn der Getriebehebel in neutraler Lage ist. Die Zapfen 2.7 stehen ausser Eingriff mit den Gewichtsstücken 13, und die Klin ken 12 sind in Eingriff mit dem Sperrad 7. Aus Fig.3 ist ersichtlich, dass der Zapfen 28 in dieser Lage verbleibt, während für den zweiten Gang, für die Neutrallage und für Rücklauf der Zapfen 28 in die Ausrücklage verstellt wird. Im Rücklauf nimmt der Zap fen 2'8 eine Stellung am rechten Ende des in Fig. 3 obern Teils des Kurvenschlitzes ein.
In der zweiten Neutralstellung nimmt der Zapfen 2,8 die Lage am obern Teil des Schlitzes, nahe des schräglaufenden Teils desselben ein. Wird daher der Getriebehebel in die zweite Neutrallage bewegt, und zwar aus dem Rückwärtsgang heraus, und wenn das Fahrzeug immer noch nach rückwärts läuft, so wird die ganze Vorrichtung aus gerückt bleiben, so dass kein Schaden ent stehen kann. Nur dann, wenn ein Vor wärtsgang eingerückt wird, wird die Vor richtung wieder wirksam.