CH149940A - Bahnkörper aus Steinschlag zur Bettung von Eisenbahnschwellen. - Google Patents
Bahnkörper aus Steinschlag zur Bettung von Eisenbahnschwellen.Info
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Description
Bahnkörper aus Steinschlag zur Bettung von Eisenbahnschjye1Den. Bahnkörper aus Steinschlag oder Schotter wurden bisher durchwegs derart hergestellt; dass die Fugen zwischen den einzelnen Steinen der Steinschichten nicht ausgefüllt, sondern die Schichten höchstens nur nieder gewalzt wurden, wobei man aber sorgfältig darauf achtete, dass der Schotter möglichst frei von Staub und Steingrus sei.
Diese Herstellungsweise bezweckte einer seits eine möglichst grosse Durchlässigkeit für die Entwässerung und Lüftung des Oberbaues zu erzielen, was aber eigentlich nur für Holzschwellen von grösserer Bedeu tung ist, anderseitqs sollte damit die Elastizi tät des Oberbaues erhalten werden.
-Demgegenüber wird gemäss der vorliegen den Erfinc'ting angestrebt, die Standfestig keit und Dauerfestigkeit des Bahnkörpers dadurch zu erhöhen, dass die Fugen zwischen den einzelnen Steinen möglichst gut ausge füllt werden, und zwar mit körnigen Ma terialien; welche bei Sicherung der Konsi stenz des Oberbaues und der gehörigen Festigung der Steinelemente keine nacli- teilige Wirkung ausüben;
dadurch bann näm lich das Ansammeln von Wasser im Oberbau ebenso verhindert bezw. die Ableitung er zielt werden, während anderseits die Elasti zität des Oberbaues noch gesteigert wird.
Das Kennzeichen des neuen Bahnkörper besteht demnach darin, dass die Fugen zwi schen den Elementen der Steinlagen durch eingestampfte körnige Materialien ausgefüllt sind, wodurch diese ElementF, regen Locker werden vollständig gesichert sind. Ferner ist auf der obersten Schicht eine Ausgleichs- schicht aus Steingrus aufgetragen, auf wel cher die Schwellen liegen.
Zum Ausfüllen der Fugen dient körniges Material, vorteilhaft feiner Steingrus.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs- gegenstandes ist in der Zeichnung darge stellt, und zwar zeigt: Fig. 1 den Bahnkörper im Querschnitt und in Fig. 2 im Längsschnitt. Auf das geebnete und abgeschrägte Planum des Unterbaues ist gemäss der Zeich nung vorerst eine Lage Sand oder Kohlen schlacke 1 von wenigstens 10 cm Stärke aus gebreitet, welche gleichzeitig auch dazu dient,
das Eindringen der Steine der untern Steinschlagschicht 2 in den Untergrund zu verhüten, die Lagerung der Steine zu festi gen und ein Aufweichen des Untergrundes voranzuhalten. Diese untere Steinschicht be steht vorteilhaft aus 7 bis 8 cm starken Steinstücken; welche in Reihern verlegt wer den. Darauf wird ein zum Ausfüllen der Fugen geeignetes Material, beispielsweise Steingrus, gestreut, welches fest in die Fugen eingestampft wird, worauf das über schüssige Material entfernt wird.
Auf diese erste Schicht kommt zweckmässig noch eine zweite, ebensolche Schicht B. Nach Ausfül len der Fugen und Feststampfen empfiehlt es sich, für die folgende Schicht 4 nunmehr einen: Steinschlag von kleinerer, beispiels weise 3 bis 4 cm Korngrösse anzuwenden. Dar auf kommt noch eine ebensolche zweite Schicht 5, welche in gleicher Weise festge stampft mit einer 2 bis 3 cm dicken Schicht Steingrus überdeckt und horizontal ausge glichen wird, um darauf die Schwellen 7 zu lagern. An Stelle von zwei gleichen Schichten 2 und 3 bezw. 4 und 5 könnte. auch nur jeeine Anwendung finden.
Beim Aufbau werden zweckmässig nach Ausbreitung der Schotterschicht 4 in der Mitte Balken verlegt, damit'naeh Fertigstel lung des Oberbaues und nach Entfernung dieser Balken an deren Stelle ein vertiefter Streifen 8 entsteht, wodurch ein Aufliegen der Schwellen in der Mitte und daraus ent stehende Brüche vermieden werden.
Der beschriebene Bahnkörper ist insbe sondere zur Bettung von Eisenbetonschwel- len berufen, welche demnach unmittelbar nur auf der Stei ngrusschicht 6- aufliegen, welch letztere viel leichter auszugleichen ist, als eine Steinschlagschicht, wobei - da der Oberbau in seiner ganzen Masse vollständig fest ist - sich das bisher übliche Unter schlagen der Schienenschwellen mit Steinen erübrig ; der Steingrus l#:ann dagegen je naeli Bedarf, zum Ausgleichen einfach unter schüttet werden.
Nachdem aber die untern Steinschichten keine Fugen aufweisen, wird die obere Grusschicht - welche bei der bis herigen Bauweise, wenn überhaupt angewen det, infolge der Erschütterungen des Bahn dammes allmählich in den Fugen ver schwand - unverändert an der Oberfläche liegen bleiben.
Demnach bildet die Grusschicht eine be ständige Stütze der Schienenschwellen und kommen diese niemals mit dem groben Stein schlag 5 in Berührung, was bei Holzschwel len ein Ausfressen und bei Betonschwellen ein Ausbrechen der Kanten zur Folge hatte. Durch das Ausschalten des ohnehin sehr un zuverlässigen Unterschlages von Steinen, was sich bei .der Herstellung des beschriebenen Bahnkörpers erübrigt, wird daher nicht nur eine Ersparnis an Oberbaumaterial und Ar beit .erzielt, sondern auch dessen viel bessere Auflage und sichere Unterstützung gewähr leistet.
Nachdem die Schwellen verlegt und in einer Ebene ausgeglichen sind und der Ober bau sich unter der allmählich gesteigerten Belastung entsprechend gesetzt hat, erfolgt zweckmässig nach nochmaligem Ausgleichen der Schwellen die Verfüllung der Schwellen zwischenräume und vor den. Schwellen köpfen mit möglichst viel Grus enthaltendem Steinschlag, welcher ebenfalls in 5 cm starken: Schichten, mit Ausnahme des mitt leren: Streifens 8, festgestampft wird.
Eine derart hergestellte Bettung wird bei Regengüssen überhaupt nicht durchnässt, da die kleinen Poren des Baues grössere Wasser mengen plötzlich nicht aufnehmen können, bei andauerndem Regen wird aber das durchsickernde Wasser auf den zwischen den einzelnen Schichten, befindlichen ebenen Flächen immer Ableitung finden, bevor es noch den Unterbau erreichen könnte.
Der beschriebene Bahnkörper weist eine bedeutend günstigere Verteilung des Schwel lendruckes auf das Planum auf. Diese Ver hältnisse sind in Fig. 2 dargestellt. Von den untern Schwellenkanten verteilt sich der Druck durch die Schotterbettung unter einem Übertragungswinkel a = 60 , und durch die Sandbettung unter einem Winkel ss = 45 entsprechend den Begrenzungslinien<I>d, d'.</I> Der Schwellendruck wird somit auf den gan zen Unterbau gleichmässig übertragen,
was bei der bekannten reinen Schotterbettung nur durch eine entsprechend höhere Bettung erzielt würde.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Bahnkörper aus Steinschlag zur Bettung von Eisenbahnschwellen, bestehend aus meh reren auf einem Bett aus hartkörnigem Ma terial aufgebauten Steinschichten von ver schiedener Korngrösse, dadurch gekennzeich net, dass die Fugen zwischen den Steinen der einzelnen Schichten mit eingestampftem kör nigem Material völlig ausgefüllt sind und auf der obersten Schicht eine Ausgleichs- schicht aus Steingrus aufgetragen ist, auf welcher die Schwellen liegen.UNTERANSPRUCH: Bahnkörper nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss die auf das Bett aus hartkörnigem Material verlegten untern Schichten je aus in Reihen verlegten, 7 bis 8 cm starken und die obern Schichten je aus in Reihen verlegten, 3 bis 4 cm starken Steinen bestehen, wobei jede Schicht beson ders mit körnigem Material festgestampft und schliesslich eine zirka 2 cm starke Aus gleichsschicht aus Grus aufgetragen ist, wäh rend die Verfüllung der auf dieser Aus gleichsschicht verlegten Schienenschwellen aus Grus enthaltendem und ebenfalls schich tenweise festgestampftem Steinschlag be steht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| HU149940X | 1929-09-25 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH149940A true CH149940A (de) | 1931-10-15 |
Family
ID=10977617
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH149940D CH149940A (de) | 1929-09-25 | 1930-09-23 | Bahnkörper aus Steinschlag zur Bettung von Eisenbahnschwellen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH149940A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102006003098B4 (de) * | 2005-01-21 | 2007-09-20 | Bonewitz, Wilfried, Dipl.-Ing. | Fahrwegskonstruktion für Schienenfahrzeuge |
-
1930
- 1930-09-23 CH CH149940D patent/CH149940A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102006003098B4 (de) * | 2005-01-21 | 2007-09-20 | Bonewitz, Wilfried, Dipl.-Ing. | Fahrwegskonstruktion für Schienenfahrzeuge |
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