CH149980A - Verfahren zur Herstellung von mit kaltem Wasser quellender Stärke, bezw. stärkehaltigen Stoffen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von mit kaltem Wasser quellender Stärke, bezw. stärkehaltigen Stoffen.Info
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- C08B—POLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
- C08B30/00—Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin
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Description
Verfahren zur Herstellung von mit kaltem Wasser quellender Stärke, bezw. stärkehaltigen Stoffen. Die bisher bekannten Methoden zur Her stellung von pulverförmigen Stärkepräpara= ten, die mit kaltem Wasser Kleister oder Leime bilden, beruhen vorwiegend darauf, dass man Stärke mit Wasser und Chemi kalien zu einem Brei vermischt und dieses Gemisch auf heissen Walzen oder Platten in dünner Schicht verkleistert und trocknet. Hierbei müssen aus der Charge mindestens <B>50%</B> des darin enthaltenen Wassers heraus setrocknet werden, was ein erheblicher Nach teil dieses Verfahrens ist.
Dieser Übelstand wird nach demVerfahren der vorliegenden Erfindung vermieden. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet. dass Man Stärke oder stärkehaltige Stoffe einer Wärmebehandlung unter gleichzeitiger An wendung eines mechanischen Druckes unter wirft. Es zeigt sich dann, dass man beispiels weise der handelsüblichen Rohstärke über haupt kein Wasser zur Verkleisterung zuzu setzen braucht, sondern dass vielmehr die Kornsprengung ohne Zugabe von Wasser i estlos vor sich geht.
<I>Beispiel:</I> Handelsübliche, pulverförmige Kartoffel stärke oder brockenförmige Mais- oder Reis stärke wird in bis 10 mm starker Schicht zwischen zwei auf etwa 140 bis 160 C er hitzten Flächen beliebiger Form gebracht. Diese Flächen werden dann während etwa fünf Sekunden unter einen Druck von etwa 2,500 kg/cm' gesetzt. h1an erhält die ur sprünglich lose Stärke in zusammenhängen der Form, und zwar in Form von Bändern oder Fladen; je nachdem man das Material kontinuierlich oder diskontinuierlich behan delt. Nach dem Mahlen des anfallenden Pro duktes erhält man ein pulverförmiges Quell stärkepräparat, welches mit kaltem Wasser einen Kleister bildet.
Durch Änderungen der drei Faktoren: Druck, Hitze und Zeit, hat man es in der Hand, Quellstärke von verschiedenen Eigen schaften zu erzeugen. Man kann auch das Verfahren unter Beimengung solcher Chemi kalien, die die Verkleisterungstemperatur der Stärke herabsetzen, durchführen. Hierfür eignen sich organische Kristalloide, wie Harnstoff und dessen Derivate, Chloral- bydrat usw., die man zweckmässig in orga nischen, mit Wasser mischbaren Lösungs mitteln löst. Weitere geeignete Stoffe sind Rhodansalze, Halogenealciumverbindungen usw.
Die pulverförmige Quellstärke ist un gemein reaktionsfähig. Man kann durch ent sprechenden, an sich bekannten Zusatz von Chemikalien Pflanzenleime und -kleister in Pulverform von verschiedenen Eigenschaften erhalten. So erhält man durch Beimischung ion Salzen, wie Karbonaten, Boraten und dergleichen, oder von alkalischen oder sauren Stoffen Präparate,
die in ihrer Konsistenz und in ihren sonstigen Eigenschaften weit- ehendst variiert und den verschiedensten Verwendungszwecken angepasst werden kön- iien. Durch Zusatz von stärkeabbauenden Stoffen kann man eine mehr oder weniger dünnflüssige Konsistenz des mit Wasser an gerührten Produktes und durch Zugabe stärkekoagulierender Substanzen eine ausser ordentlich hochviskose Konsistenz erzielen.
Das Verfahren eignet sich gleichermassen gut für den kontinuierlichen wie für den diskontinuierlichen Betrieb.
An Stelle von Kartoffelstärke können auch andere Stärkearten, so zum Beispiel Kastanienstärke, Sago, Arrowroot, Reis stärke, Maisstärke und dergleichen verwen det werden; ferner auch Stärkepräparate, wie lösliche Stärke, mehr oder weniger ab gebaute Stärke und dergleichen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von mit kal tem Wasser quellender Stärke bezw. stärke- haltigen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man Stärke bezw. stärkehaltige Stoffe einer Wärmebehandlung unter gleichzeitiger Anwendung eines mechanischen Druckes un terwirft. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss man die Druck- und Wärmebehandlung der Stärke bezw. stärkehaltigen Stoffe in Gegenwart von solchen Stoffen, welche die Verkleiste- rungstemperatur der Stärke herabzusetzen vermögen, vornimmt. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass inan als Verkleisterungstemperatur herabsetzende Stoffe organische Kristal- loide benutzt. .Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1. und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man als Verkleisterungs- temperatur herabsetzende Stoffe orga nische Kristalloide, die in organischen, mit Wasser mischbaren organischen Lö sungsmitteln gelöst sind, benutzt. 4-. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Verkleisterungstemperatur herabsetzende Stoffe Rhodansalze be nutzt. 5.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Verkleisterungstemperatur herabsetzende Stoffe Halogencalciumver- bindungen benutzt. G. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man der Stärke bezw. den stärke haltigen Stoffen noch andere Chemikalien zusetzt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH149980T | 1930-06-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH149980A true CH149980A (de) | 1931-10-15 |
Family
ID=4405482
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH149980D CH149980A (de) | 1930-06-05 | 1930-06-05 | Verfahren zur Herstellung von mit kaltem Wasser quellender Stärke, bezw. stärkehaltigen Stoffen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH149980A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE857184C (de) * | 1942-12-13 | 1952-11-27 | Diamalt Ag | Verfahren zur Herstellung von Appretur- und Schlichtestaerken |
| DE1032208B (de) * | 1954-03-09 | 1958-06-19 | Hans Herth | Verfahren zur Herstellung verbesserter Schlichte- bzw. Appreturmittel aus Staerke |
-
1930
- 1930-06-05 CH CH149980D patent/CH149980A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE857184C (de) * | 1942-12-13 | 1952-11-27 | Diamalt Ag | Verfahren zur Herstellung von Appretur- und Schlichtestaerken |
| DE1032208B (de) * | 1954-03-09 | 1958-06-19 | Hans Herth | Verfahren zur Herstellung verbesserter Schlichte- bzw. Appreturmittel aus Staerke |
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