Wachsmasse. Es wurde gefunden, dass Wachsmassen beliebiger Art, die neben dem Wachs einen Gehalt an organischen Substitutionsproduk- ten des Ammoniaks mit mindestens einer Oxyalkylgruppe, zum Beispiel aliphatische Oxygruppen enthaltende Amine, oder bezw. und Salze oder Substitutionsprodukte dieser Amine aufweisen, vorzügliche Eigenschaften besitzen.
Unter organischen Substitutions- produkten des Ammoniaks mit mindestens einer Oxyalkylgruppe werden. also nicht nur die aliphatische Oxygruppen enthaltenden Amine, wie Mono-, Di- und Triäthanolamin, verstanden, sondern auch solche, die ausser den Oxyalkylgruppen noch Alkyl und/oder Cykloalkylgruppen enthalten;
, sowie Verbin dungen oder Substitutionsprodukte dieser Amine, wie Ester, Äther, Salze und Carbon- säureamide.
Man kann diese Wachsmassen zum Bei spiel so herstellen, dass man Wachsen be liebiger Art (pflanzlicher, tierischer oder mi- neralischer Herkunft oder festen oder halb festen Wachskompositionen, zum Beispiel Bohnermassen, Cremes etc.) während oder nach ihrer Herstellung die genannten Sub- stitutionsprodukte des Ammoniaks zusetzt. Auch zur Herstellung leicht verteilbarer Creme und ähnlicher Präparate aus Wach sen, zum Beispiel für kosmetische Zwecke, lassen sich die oben genannten organischen Verbindungen . vorzüglich verwenden.
Die einen Zusatz derartiger Substitutionsprodukte des Ammoniaks enthaltenden Produkte be sitzen den Vorteil, dass sie nicht zu Gallert bildung neigen; sie bleiben dauernd halb fest und lassen sich zum Beispiel in Tuben leicht einfüllen.
<I>Beispiel 1:</I> 12 kg eines hochgebleichten Montan wachses, das zum Teil mit Glykol verestert.. zum Teil mit Calciumoxyd verseift wurde, und 3 kg eines Wachses, das aus mit Chrom- säure gebleichtem Montanwachs und an schliessender Verseifung mit Soda erhältlich ist, werden zusammen mit 33 kg Paraffin verschmolzen. In die Schmelze werden zum Bleispiel 2 kg der salzartigen Verbindung aus Triäthanolamin und mittelst Chromsäure hochgebleichtem Montanwachs eingetragen. Die klare Schmelze wird zum Beispiel mit 200 Liter Terpentinöl oder Benzin verdünnt.
Man erhält eine Paste, die- zum Beispiel als Bohnermasse und dergleichen verwendet werden kann.
An Stelle der salzartigen Verbindung aus Triäthanolamin kann. man mit dem glei chen Effekt auch die entsprechende sa_lz- artigeVerbindung aus Mono- oder Diäthanol- amin oder aus den Gemischen dieser Amine verwenden.
Beispiel <I>2</I> 6 kg eines hochgebleichten Montan- w ac -hses, das zum Teil mit Glykol verestert, zum Teil mit Calciumoxyd verseift worden ist, 15 kg eines Wachses, das aus mit Chromsäure gebleichtem Montanwachs und anschliessender Behandlung mit Ammoniak unter Druck erhalten wird, und 3 kg einer wachsartigen Masse,
wie sie zum Beispiel aus Montanwachs mit einem hohen Gehalt an hochmolekularen Fettsäuren durch Um setzung dieser Fettsäuren mit andern Fett säuren, aromatischen oder hydroaromatischer. Säuren erhalten werden kann, sowie 33 kg Paraffin werden mit 2 kg einer im Bei spiel 1 genannten salzartigen Verbindung aus hochoxydiertem Montanwachs und Mono- Di- oder Triäthanolamin und mit 200 Liter eines Lösungsmittels, zum Beispiel Terpentin öl oder Benzin, verdünnt. Man erhält eine Paste, die als Bohnermasse und dergleichen verwendet werden kann.
Beispiel <I>3:</I> 8 kg eines hochgebleichten Montan wachses, welches zum Teil mit Glykol ver- estert, zum Teil mit Calciumoxyd verseift worden ist, und 9 kg eines Wachses, das aus mittelst Chromsäure gebleichtem Mon tanwachs und anschliessender Veresterung mit Glyzerin erhältlich ist, werden zusam men mit 2 kg einer wachsartigen Masse, wie sie zum Beispiel aus Montanwachs mit einem, hohen Gehalt an hochmolekularen freien\ Fettsäuren, durch Umsetzung dieser Fettsäuren mit Äthylenglykol und andern Fettsäuren, erhalten werden kann, 83 kg Paraffin, 21 kg Mono-,
Di- oder Triäthanol- amin oder eine Mischung dieser Amine, und zum Beispiel 250 Liter Lösungsmittel, wer den miteinander vermischt. Es entsteht eise flüssiges, leicht bewegliches Präparat, das zum Beispiel als Bohnerwachs und derglei chen Verwendung finden kann.
Beispiel Man vermischt 5 kg eines hochgebleich ten Montanwachses, das mit Glykol teil weise verestert, teilweise mit Calciumoxyd verseift worden ist, 5 kg Rohmontanwachs, 3 kg einer in Stearin gelösten Nigrosinbase, 8 kg Paraffin, 1 kg Ozokerit, 2 kg der salz artigen Verbindung aus Mono-,
Di- oder Tri- äthanolamin und mittelst Chromsäure hoch- hochoxydiertem Montanwachs und zum Bei spiel' 50 Liter Terpentinöl oder Benzin und erhält ein Präparat, das zum Beispiel als Schuhcreme, die in Tuben abgefüllt wird, verwendet werden kann.
<I>Beispiel 5:</I> 6,5 kg eines hochgebleichten Montan wachses, das zum Teil mit Glykol verestert, zum Teil mit Calciumoxyd verseift worden ist, 4 kg Bohnerwachs, 3 kg einer in Stearin gelösten Nigrosinbase, 11 kg Paraffin, 1 kg Ozakerit, 2 kg Mono-, Di- oder Triäthanol- amin oder deren Gemische und zum Beispiel 50 Liter Lösungsmittel, wie Terpentin oder Benzin, werden vermischt. Es wird eine Masse erhalten, die zum Beispiel als Schuh creme verwendet werden kann.
<I>Beispiel 6:</I> Man verschmilzt 9,6 kg Rohmontanwachs und 0,4 kg Cyclohexyldiäthanolamin etwa eine halbe Stunde lang bei 120 bis 130 C und fügt 0,2 kg Nigrosin (G. Schultz, Farbstofftabellen, 1923, Nr. 698), 20 kg Ceresin und 75 kg Terpentinöl dazu. Auf diese Weise erhält man eine schwarze Creme, die in ihrer Konsistenz sehr geschmeidig ist.
<I>Beispiel 7:</I> 20 kg mit Chromsäure gebleichtes und dann mit Glykol verestertes Montanwachs, 5 kg Bienenwachs, 2 kg Marseiller Seife, 3 kg Kolophonium und<B>5 kg</B> eines Reaktions produktes, das man durch Verschmelzen gleicher Teile des Monoölsäureesters von Triäthanolamin und mit Chromsäure ge bleichten Montanwachses erhalten hat, wer den zusammen verschmolzen. Zu dieser Mi schung fügt man 2'00 cm' heisses Wasser, 60 cm' Terpentinöl, fügt hierauf 175 gr 30%ige Formaldehydlösung hinzu und rührt bis zum Erkalten.
Man erhält eine salben artige Schuhcreme.
<I>Beispiel 8:</I> 8 kg mit Chromsäure gebleichtes Mon tanwachs, das zum grossen Teil aus freien hochmolekularen Fettsäuren besteht, die zum Teil mit Glykol verestert, zum Teil in die Calciumseifen übergeführt worden sind, 2 kg Bienenwachs, 10 kg Paraffin und 2 kg eines Reaktionsproduktes, das man durch Verschmelzen gleicher Teile Butyldiäthanol- amin und durch Wasserdampfdestillation gereinigtes Montanwachs erhalten hat, wer den miteinander verschmolzen. In diese Mischung trägt man unter Rühren 80 kg gereinigtes Benzin vom Siedepunkt 120 bis 220 C ein.
Man erhält eine beim Schütteln flüssige Bohnermasse.