CH150138A - Fernsprechanlage mit Einrichtung zum Steuern des Schaltvorganges mittelst Wechselstrom. - Google Patents

Fernsprechanlage mit Einrichtung zum Steuern des Schaltvorganges mittelst Wechselstrom.

Info

Publication number
CH150138A
CH150138A CH150138DA CH150138A CH 150138 A CH150138 A CH 150138A CH 150138D A CH150138D A CH 150138DA CH 150138 A CH150138 A CH 150138A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
relay
alternating current
circuit
pulse
pulses
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Telefonaktiebolaget L Ericsson
Original Assignee
Ericsson Telefon Ab L M
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ericsson Telefon Ab L M filed Critical Ericsson Telefon Ab L M
Publication of CH150138A publication Critical patent/CH150138A/de

Links

Landscapes

  • Interface Circuits In Exchanges (AREA)

Description


      Fernsprechanlage    mit Einrichtung zum Steuern des Schaltvorganges       mittelst        Wechselstrom.       Die Erfindung betrifft eine Fernsprech  anlage mit Einrichtung zum Steuern des  Schaltvorganges     mittelst    Wechselstrom. Prak  tisch kommen vorteilhaft vollautomatische  und halbautomatische Anlagen in Betracht,  wo die Leitungen, über welche die Strom  Stösse gesandt werden, solcher Art sind, dass  Gleichstrom nicht mit Vorteil für die Im  pulsgebung verwendet werden kann. Die Er  findung ist also in erster Linie zum Über  tragen von Impulsen über lange Leitungen       bezw.    über Leitungen mit grosser Selbst  induktion, zum Beispiel über pupinisierte  Leitungen, vorgesehen.

   Es ist schon vorge  schlagen worden, Wechselstrom anstatt  Gleichstrom für die     Impulsübertragung    über  solche Leitungen zu verwenden. Es sind Sy  steme dieser Art bekannt, bei welchen die  über die Leitung gesandten Wechselstrom  impulse am Empfangsorte wiederholt werden  vermittelst eines Relaissatzes, der zugleich  zum Überwachen der     Gesprächverbindung       von der     Impulssendestelle    aus dient.

   Die vor  liegende Erfindung bezieht sich auf solche  Systeme und ist im wesentlichen dadurch ge  kennzeichnet, dass der genannte Relaissatz  zum Wiederholen von     Wechselstromimpulsen     verhältnismässig kurzer Dauer angeordnet  ist und beim Betätigen mittelst eines durch  Schliessung ,des Impulsstromkreises erzeugten  langdauernden     Wechselstromimpulses    die  Auflösung der     Gesprächverbindung    bewirken  kann.

   Die Relais, die die     Gesprächverbin-          dung    überwachen, sind     zweckmässigerweise     derart angeordnet, dass sie mittelst eines vor  bereitenden     Wechselstromimpulses    in einen  für das Aufrechterhalten der Verbindung  wirksamen Zustand gebracht werden können,  wobei dieselben sich mit Vorteil in Halte  stromkreise einschalten, derart., dass sie wäh  rend     -des        Aussendens    der relativ kurzen nume  rischen     Wechselstromimpulse,    sowie auch  während des Gespräches in wirksamer Lage  verriegelt bleiben,

   aber 'anderseits zwecks      Auflösung der Verbindung     aberregt    werden  können     mittelst        eines    über den Impulsstrom  kreis ausgesandten relativ langdauernden       Wechselstromimpulses.     



  Unter relativ kurzen     Wechselstromimpul-          sen    sind dabei solche zu verstehen, die     un.          gefähr    derselben Dauer sind wie die nume  rischen     Wählereinstellstromstösse,    während       mit    relativ langdauernden Wechselstrom  impulsen solche gemeint sind, die genügend  lang dauern, um ein Verzögerungsrelais, wel  ches unter Einwirkung der numerischen  Stromstösse erregt erhalten     wird,    zum Ab  fallen zu bringen. Wenn die     numerischen     Stromstösse zum Beispiel von 0,1 Sek. Dauer  sind, so können die längeren Stromimpulse  zum Beispiel von 0,2 Sek.

   Dauer oder länger       sein.     



  Die Erfindung soll anhand eines Ausfüh  rungsbeispiels nach der beigefügten Zeich  nung, bei welcher Anlage     Gesprächverbin-          dungen    über einen automatischen Fernsprech  umschalter hergestellt werden, näher be  schrieben werden. In dem dargestellten Bei  spiel ist angenommen, dass die Verbindung  von einem Arbeitsplatz     EP    aus hergestellt  werden soll, der einem Amte angehört, wel  ches mit dem     Selbstanschlussamt    durch eine  Leitung<I>IL,</I> beispielsweise eine pupinisierte  Fernleitung, verbunden ist.  



  Die     Telephonistin    am Arbeitsplatz     EP    ist  mit einem     Abfrageapparat   <I>TG</I> und einem  Impulssender     FS    der     Fingerscheibentype    ver  sehen. Die Fernleitung ist in gewöhnlicher  Weise an eine Schaltklinke     LK    angeschlos  sen und mit einer durch ein Relais     KR    be  tätigten Signalvorrichtung, zum Beispiel  einer Signalklappe, versehen.  



  An. das zum     Selbstanschlussamt    ankom  mende Ende der Fernleitung<I>IL</I> ist ein Re  laissatz     RS    angeschlossen, der zum Wieder  holen der     Wechselstromimpulse,    zum Um  setzen derselben in Gleichstromimpulse und  zum Überwachen der     Gesprächverbindung     derart, dass diese von der Arbeitsstelle aus  aufgelöst werden kann, dient.

   Zwischen den       beiden    Adern der Leitung und dem Impuls  relais     Bi    sind zwei Spulen     Ro    und Gleich-         richter        Ki,        K2,        K3,        K4    eingeschaltet, welche  letzteren zum Gleichrichten des Wechselstro  mes angeordnet sind, so dass die     Wicklung     des Relais     Bi    immer durch Gleichstrom in  derselben Richtung durchgeflossen wird.

   Die  Spulen     Ro    dienen als     Induktanzen    und  sollen verhindern, dass die Sprechströme  durch das Relais     Ri    hindurchgehen, was  sonst eintreffen könnte     wegen    der     Kon-          densatorwirkung    der Gleichrichter, welche  vorzugsweise von der metallischen Type  sind.

   Das Relais     Bi    überwacht den Strom  kreis eines andern Impulsrelais     R2,    welches  hauptsächlich die Aufgabe hat, das Verhält  nis zwischen den Längen der     Unterbre-          chungs-    und Schliessungsperioden der     Gleicb-          stromimpulse    richtig einzustellen, so dass die  wiederholten und zum     automatischen    Fern  sprechumschalter ankommenden Impulse  richtiger Art sind, und zwar auch dann,

    wenn das Verhältnis zwischen den     Unter-          brechungs-    und Schliessungsperioden der an  kommenden     Wechselstromimpulse    durch den  Einfluss der elektrischen Eigenschaften der  Fernleitung entstellt worden ist. Zum Über  wachen der Verbindung sind zwei Halterelais       R4    und     B5    vorgesehen, deren Stromkreise  durch ein vom Relais     R2    abhängiges     drittes     Impulsrelais     R3    gesteuert sind.  



  Die     Verbindung        innerhalb    des Selbst  anschlussamtes ist in dem dargestellten Bei  spiel über einen Gruppenwähler     GV    und  einen     Leitungswähler   <I>LV</I> hergestellt, welche  Wähler unter der     Kontrolle    eines     Registers     RE eingestellt werden.

   Der Anschluss der  ankommenden Fernleitung an einen Grup  penwähler     GV    erfolgt durch einen Anrufs  sucher     SS.    Sowohl dieser als die Wähler     GV     und<I>LV</I>     sind    derjenigen Art, die von dauernd  rotierenden Wellen aus angetrieben werden,  an welche Wellen dieselben mittelst elektro  magnetischer Kupplungen in     bekannter     Weise angeschaltet werden. Die Zeichnung  zeigt keine Einzelheiten bezüglich des Ein  stellens der Wähler, da solche Einzelheiten  bei Systemen mit     A7aschinenantrieb    allge  mein bekannt sind.

   Die Zeichnung zeigt die  Verwendung der Erfindung bei einem Sy-           stein    derjenigen Art, die in der Zeitschrift       "The    L.     M.        Eri.esson    Review", Jahrgang  1924, Hefte i, 2 und 7, 8 beschrieben ist.  Auf der     Zeichnung    sind nur solche Strom  kreise dargestellt, die für das Erläutern der  Erfindung erforderlich sind. Dem Leitungs  wähler     LY    ist ein Folgeschalter     SOY    zuge  ordnet, der von einer rotierenden Welle aus  unter der Kontrolle eines Kupplungsmagne  tes VR angetrieben wird. Die Beschaffenheit  der Anordnungen dürfte im übrigen aus der  folgenden Beschreibung über den Schaltungs  verlauf hervorgehen.  



  Nachdem die     Telephonistin    sich an eine  nach dem betreffenden     Selbstanschlussamt     abgehende Fernleitung<I>IL,</I> dadurch,     dass    die       Telephonistin    für einen Augenblick einen  Umschalter     AK    herabdrückt, über einen Um  schalter     APi    angeschlossen hat, wird diese  Leitung als anrufende markiert. Dadurch  wird ein     Wechselstromkreis    1 geschlossen,  der eine     Wechselstromquelle        IS    enthält, wel  che beispielsweise einen Wechselstrom von  50 Perioden liefert.

   Der in dieser Weise aus  gesandte     Wechselstro:mimpuls    betätigt das  Relais     Ri,    welches nun einen Stromkreis 2  durch das Relais R2 schliesst. Das letzt  genannte Relais zieht seinen Anker an und,  schliesst seinerseits einen Stromkreis 3 für  das Relais Ra, welches den Stromkreis für  das Relais R2 unterbricht, und dieses lässt  nach einem kurzen Moment seinen Anker los.  Das Relais     R3,    welches über seinen Kontakt  4 Haltestrom erhalten hat, bleibt dagegen  wirksam, bis der Stromimpuls aufhört.

   Das  Relais     B3    schliesst einen     :Stromkreis    5 durch  das mit Verzögerung wirkende Relais     R4,     welches seinen Anker anzieht, jedoch zuerst  ohne das Relais     B5    zu betätigen. Beim Auf  hören des     Wechselstromimpulses    lassen die  Relais     Bi    und     R3    ihre Anker los, wobei ein  Stromkreis 6 durch das Relais     R5    geschlos  sen wird, welches nun seinen Anker anzieht  und das Relais     R4    in einen Haltestromkreis  über die Kontakte 7 und 8 einschaltet.

   Wenn  das Relais     Bs    seinen Anker anzieht, wird  auch ein Stromkreis 9 geschlossen, der die  Arbeitswicklung eines Relais     B6    und die    ganze Wicklung eines Relais     RIi    enthält.  Die. letztgenannte Wicklung besitzt einen so  grossen Widerstand, dass das Relais     R6    nicht  imstande ist, seinen Anker anzuziehen. Da  gegen zieht das Relais     RL    jetzt seinen Anker  an und schliesst einen Stromkreis 10 durch  ein     Relais        DR,    welches in an sich bekannter  Weise das Anlassen einer Anzahl von An  rufssuchern     SS    bewirkt.

   Derjenige Anrufs  sucher, der zuerst die anrufende Leitung fin  det, schliesst diese Leitung an den Gruppen  wähler     GV    an. Sobald eine Verbindung in  dieser Weise durch den Gruppenwähler     GV     hergestellt worden ist, wird ein Stromkreis  11 durch ein Relais     Rls        geschlossen.    Dieser  Stromkreis enthält einen Kontakt 12, der in  der Normallage des     Gruppenwählers    ge  schlossen ist, aber dagegen unterbrochen  wird, wenn der Wähler diese Lage verlässt.  Ferner enthält der genannte Stromkreis einen  Kontakt 13, der geschlossen ist, wenn das       Register    RE sich in normaler Lage befindet,  und der unterbrochen wird, sobald das Re  gister in Anspruch genommen wird.

   Der  Stromkreis 11 ist an den negativen Pol der  Batterie über die Wicklung eines Relais     RGi     angeschlossen, welches jedoch nicht genügend  Strom erhält, um seinen Anker anziehen zu  können. Wenn das Relais     RIs    seinen Anker  anzieht, erhält ein Relais<I>R12</I> Strom über  einen Kontakt 14 am Relais     RIs,    Das Re  lais R12 schliesst einen Stromkreis 15 durch  ein Relais     RT2,    wodurch das Register<I>RE</I>  an diejenige Verbindungsleitung<I>FL</I> ange  schlossen     wird,    die den     Anrufssucher        SS    mit  dem Gruppenwähler     GV    verbindet.

   Das Re  lais     RIa    schliesst ausserdem an seinem Kon  takt 16 einen Teil der Wicklung des Relais       Rli    kurz, wodurch der Strom im Stromkreis  9 verstärkt wird, so dass das Relais     B6    jetzt  seinen Anker anzieht. Das letztgenannte Re  lais schaltet sich dabei in einen Haltestrom  kreis 17 ein. Das Relais     B6    schliesst ausser  dem einen     Summerstromkreis,    der eine     Sum-          merstromquelle        SU    und eine Wicklung 18  einer der Drosselspulen     Ro    enthält.

   Die     Tele-          phonistin    erhält hierdurch ein Signal, wel  ches anzeigt, dass das Register zum Empfan-      gen der Impulse bereit ist. Sobald der Kon  takt 13 am Register unterbrochen     wird,    wird  der     Kurzscbluss    des Relais     RGi    aufgehoben,  und dieses Relais wird also stromführend und  zieht seinen Anker an.

       Gleichzeitig    wird  aber der Strom     im    Stromkreis 11 geschwächt,  so dass das Relais     RIs        seinen    Anker     loslässt.     Das     Relais-        RI2    bleibt jedoch erregt .durch  Strom über den Kontakt 19.  



  Aus dem     vorstehenden    geht hervor, dass  der erste vorbereitende Impuls, der zur     Be-          wirkung    der     Anrufsmarkierung    dienen soll,  beliebiger Dauer sein     kann,    weil das Relais       R5.    welches die     Anrufsmarkierung    bewirkt  und die Verbindung aufrechterhält, erst  nach dem Aufhören des vorbereitenden Im  pulses     betätigt    wird.  



  Die     Telephonistin    kann jetzt die nume  rischen Schaltimpulse     mittelst    des Impuls  senders     FS    aussenden. Dieser ist mit einem  Kontakt 20 versehen, der-während des Aus  sendens jeder Reihe von Impulsen geschlos  sen gehalten     wird.    Beim Betätigen des Im  pulssenders wird zuerst ein     Stromkreis    für  ein Impulsrelais     IR    über den genannten Kon  takt 20 und den Impulskontakt 21 geschlos  sen. Gleichzeitig     wird    auch ein Stromkreis  für     ein    Relais     FR    über den Kontakt 20 ge  schlossen.

   Das letztgenannte Relais schaltet  den     Fernsprechapparat    der     Telephonistin    aus  und schaltet     statt    dessen die     Fernleitung    in  den Wechselstromkreis. Dieser kann mit       Hilfe    eines Impulsrelais     ER    geschlossen und  unterbrochen werden, welches Relais in Ab  hängigkeit vom Relais     IR    arbeitet, und des  sen Stromkreis über den     Kontakt    20 am Im  pulssender, den Kontakt 22 am Relais     11?     und den Kontakt 23 am Relais     FR    geschlos  sen wird.

   Jedesmal, wenn ,der Impulssender       FS    betätigt wird, wird eine Anzahl von kur  zen     Wechselstromimpülsen    von der Wechsel  stromquelle     IS   <I>aus</I> über die Fernleitung<I>IL</I>  ausgesandt, wobei die Relais     Bi,        R2,        R3    in  vorher beschriebener Weise betätigt werden,  während die Halterelais     R4    und     R5    ihre An  ker     angezogen    halten, weil das Relais     R4    mit  Verzögerung     wirkt,

      und das Relais     R5    ab  wechselnd über seinen Kontakt 24 und den    Kontakt 25 am Relais     Rs    Strom erhält. Die  Wicklung des Relais     R2    ist durch einen       Ghmschen    Widerstand r überbrückt, der die  Aufgabe hat, die Zeit festzulegen, innerhalb  welcher das Relais     aberregt    wird, nachdem  der     Stromkreis    desselben am Kontakt 26 des  Relais     B3    unterbrochen worden ist, und zwar  damit die wiederholten Impulse unabhängig  von der Zeitdauer der     Wechselstromimpulse     eine bestimmte Zeitdauer erhalten.

   Dieses  Verhalten wird ausserdem noch dadurch ge  sichert, dass das Relais     R2,    sobald es seinen  Anker anzieht, Strom über den Kontakt 27  erhält, wodurch das Relais     R2    unter allen  Umständen vollständig erregt wird, und zwar  auch in dem Fall, dass der     Wechselstrom-          impuls    nicht genügend lang     sein    sollte. Der       erste    Impuls unterbricht     am    Kontakt 28 des  Relais     R2    den Stromkreis 17 des Relais     R6.     welches jetzt seinen Anker     loslässt    und das       Summersignal    ausschaltet.

   Gleichzeitig wird  eine neue Verbindung mit dem     positiven    Pol  der Batterie über eine Strombahn 29 her  gestellt. Die darauffolgenden     Stromimpulse     werden folglich Unterbrechungen in der  Strombahn 17, 29 bewirken. Durch diese Im  pulse wird nun das Register RR eingestellt,  worauf der Gruppenwähler     GV    unter Kon  trolle des Registers in bekannter Weise ein  gestellt     wird.    Nach beendeter     Einstellung    des  Gruppenwählers wird ein vom Register aus  gehender     Stromkreis    30     durch    die Arbeits  wicklung eines Relais     RT4    geschlossen,     unrl     dieses Relais zieht ,

  jetzt seinen Anker an und  schaltet sich über seinen Kontakt 31 in einen       Haltestromkreis    ein. Das letztgenannte Re  lais unterbricht den Stromkreis des Relais       RT2,    welches seinen Anker     loslässt    und das  Register     RR    ausschaltet. Das Relais     RT4     schliesst     ferner    einen Stromkreis 32 durch  ein Relais     Rs,    welches seinen Anker anzieht  und den Sprechstromkreis am Relaissatz     RS     vollendet.  



  Wenn der Gruppenwähler eine nach  einem freien     Leitungswähler        LV        führende          Verbindungsleitung    findet, wird ein Prüf  stromkreis     33    durch ein Relais     RGs    geschlos  sen, welches zuerst seinen Anker anzieht,      aber dann     unmittelbar    wieder denselben los  lässt, nachdem der Leitungswähler in     Bewe-          gung    gesetzt worden ist     und    seinen normal  geschlossenen Kontakt 34 unterbrochen hat.

    Beim Unterbrechen des letztgenannten Kon  taktes wird der Kurzschluss eines Relais     RVi     aufgehoben, welches Relais jetzt seinen An  ker anzieht. Dieses Relais besitzt einen so  grossen Widerstand, dass das Relais     RG3    nicht  imstande ist, seinen Anker angezogen zu hal  ten. Das     Einstellen    des     Leitungswählers    er  folgt dann in bekannter Weise. Nach vollen  deter Einstellung erfolgt das Prüfen über  einen Stromkreis 35, der ein     Prüfrelais        RV3     enthält.  



  Wenn die gewünschte Leitung frei ist,  geht der Folgeschalter     SOV    direkt in die  Sprechlage 11: In dieser Lage wird ein Teil  der Wicklung des Relais     RVi    über die  Strombahn 36 kurzgeschlossen, wobei das  Relais     RG3        seinen    Anker anzieht und an sei  nem Kontakt 37 einen Teil der Wicklung des  Relais     RGi    kurzschliesst, wodurch wiederuni  das Relais     RI3    veranlasst wird,     seinen    Anker       anzuziehen.    Das letztgenannte Relais schliesst  einen Teil der Wicklung des Relais     RIi    kurz,

    wobei das Relais     B6    seinen Anker     anzieht     und dauerndes     Summersignal    von der     Sum-          merstromquelle        SU    zur     Telephonistin    ein  schaltet, welche dadurch erfährt, dass     die        Ge-          sprächverbindung    fertiggestellt ist, und dass  der Teilnehmer jetzt angerufen werden kann.

    Die     Telephonistin    ruft nun den Teilnehmer  an, und zwar durch Aussenden einer Anzahl  von Impulsen mit Hilfe des Impulssenders       FS.    Der erste Impuls bewirkt Einschaltung  eines Relais     R7    über     einen    Stromkreis 38.  Das Relais     R7    schliesst einen über die Sprech  leitung verlaufenden Stromkreis 39 durch ein  Relais     RVs.    Das Relais     R7        wirkt    mit Ver  zögerung, so dass dasselbe während des Aus  sendens der ganzen     Reihe    von Impulsen sei  nen Anker angezogen behält.

   Das Relais     RVo     zieht     seinen    Anker an und schliesst an     seinem     Kontakt 40 den Stromkreis eines Relais     RV7,     welches an seinen Kontakten 41, 42 einen       Weckerstromkreis    schliesst, der eine Wecker  stromquelle     CS    enthält.

   Wenn der Teilneh-         mer    antwortet, wird der     Mikrophonspei@e-          stromkreis    43 des Teilnehmers durch ein Re  lais     RVs    geschlossen, welches seinen Anker  anzieht und die Strombahn 36 unterbricht,  wobei das Relais     Rfi    in eben beschriebener  Weise seinen Anker     loslässt    und das     Sum-          mersignal        SU    ausschaltet.

   Das Relais     R6     schliesst gleichzeitig einen Stromkreis 44  durch ein     Zeitrelais   <I>TL,</I> welches nach Ab  lauf eines gewissen Zeitzwischenraumes an  seinem Kontakt 45 den Stromkreis eines Re  lais     Ro    schliesst, welches sich über seinen  Kontakt 46 verriegelt und den Stromkreis  eines     Schlusszeichenrelais    Rio     vorbereitet.     



  Wenn der angerufene Teilnehmer nach  Beendigung des Gespräches sein     Mikrotele-          phon    wieder aufhängt, wird das Relais     RVs          aberregt,    wobei die Strombahn 36 wieder ge  schlossen wird, was zur Folge hat, dass das  Relais     Bs    erregt wird und einen Stromkreis  47 schliesst, der das Relais     Rio    enthält, wel  ches seinen Anker anzieht und ein     Schluss-          signal    von der Stromquelle     BS    über die Kon  takte 48, 49 zur     Schlusszeichenklappe        KR     aussendet,

   wodurch die     Telephonistin    erfährt,  dass das Gespräch zu Ende ist. Das Relais       R3    schaltet ferner an seinem Kontakt 50 den  Schaltmagneten<B>OB</B> eines rotierenden, mit  Maschinenantrieb versehenen Schaltapparates       SOJ    ein, welcher dabei in Bewegung gesetzt  wird und nach Ausführung einer vollen Um  drehung in die Ausgangslage zurückgeht.  Beim Vorbeigehen an den Lagen 11 und     1\?     schliesst der genannte Schaltapparat einen  Stromkreis 51 eines Relais     R13,    welches sei  nen Anker anzieht und sich über seinen Kon  takt 52 in einen Haltestromkreis einschaltet.  Dabei wird der Stromkreis des Relais R     io     unterbrochen, und der Signalstrom wird so  mit unterbrochen.

   Der Schaltapparat     S0.7     dient zum Erzeugen eines Signalstromes er  forderlicher Dauer.  



  Wenn der angerufene Teilnehmer     durch     ein Ferngespräch besetzt ist, bleibt der  Folgeschalter     SOV    des     Leitungswählers    in  der Lage 8 stehen, wobei ein Teil der Wick  lung des Relais     RVi    nun über eine Strom  bahn 53 kurzeschlossen wird, welche     Strom-          in         bahn     :durch    ein Relais     PP    überwacht wird,  das im Stromkreis eines periodischen Schal  ters PS eingeschaltet ist.

   Der genannte Teil  der Wicklung des Relais     RVi    wird darum  nun periodisch kurzgeschlossen, wobei das  Relais     B6    abwechselnd erregt und     aberregt     wird.     Infolgedessen    wird nun ein     intermit-          tierendes        Summersignal    zur     Telephonistin     ausgesandt, die also darauf aufmerksam ge  macht wird; dass der angerufene Teilnehmer  durch ein Ferngespräch besetzt ist.  



  Wenn schliesslich der Teilnehmer     durch     ein Ortsgespräch besetzt ist, bleibt der Folge  schalter     SOV    in der Lage 9 stehen, wobei die       Telephonistin    unmittelbar an die Leitung des  angerufenen Teilnehmers angeschlossen     wird,     ohne     einen        Sum.merton    zu erhalten.

   Nach  dem der Teilnehmer davon in Kenntnis ge  setzt worden ist, dass das Ortsgespräch wegen  des     Fernanrufes    unterbrochen werden soll,  kann die     Telephonistin    die Ortssprechverbin  dung unterbrechen durch Aussendung einer  Reihe von Impulsen     mittelst    ihres Impuls  senders     F'S.    Dadurch wird, wie vorher, das  Relais     RVs    beeinflusst, und dieses Relais  schliesst nun     einen    Stromkreis 54 für den  Schaltmagneten VR des Folgeschalters     SOV,     wodurch der Folgeschalter in die elfte Lage  weitergeschaltet     wird,    die die Sprechlage ist.

    In dieser Lage wird der dritte Leiter der       Verbindungsleitung    direkt an den positiven  Pol der Batterie über einen Kontakt 55 des  Folgeschalters angeschlossen, was zur Folge  hat, dass die Ortsverbindung unterbrochen  wird.  



  Die     Telephanistin    kann nach Beendigung  des Gespräches,     sowie    auch zu beliebiger Zeit  während des Gespräches oder während des  Schaltvorganges die     Verbindung    durch Aus  sendung eines langdauernden     Wechselstrom-          impulses        mittelst    des Druckknopfes     AK    auf  lösen. Dabei werden in derselben Weise wie  vorher die Relais     Bi,        Bz    und     Ra    betätigt.

    Wenn das     Relais        Ra    seinen Anker anzieht,  wird der Haltestromkreis des Relais     R4    un  terbrochen, und dieses Relais lässt nach einem  Moment seinen Anker abfallen, während das  Relais     B5    über den     Kontakt    24 erregt bleibt,    solange die     Telephonistin    den Knopf     Ah:     niedergedrückt hält.

   Wenn die     Telephonistin     den Knopf     AK        loslässt,    wird auch das Re  lais     R5        aberregt,    wobei der über den     dritten     Leiter der     Gesprächverbindung    verlaufende  Stromkreis 9 unterbrochen wird. Infolgedes  sen lässt auch das Relais     BIi    seinen Anker  los, wobei das Relais     RGi    und folglich auch  das Relais     .BVi    ihre Anker loslassen. Da  durch werden die Wähler in ihre Ausgangs  lagen zurückgestellt und sämtliche Relais  werden stromlos.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Fernsprechanlage mit Einrichtung zum Steuern des Schaltvorganges mittelst Wech- selstromimpulsen, insbesondere über Leitun gen. mit grosser Selbstinduktion, welche Ein richtung einen von der Impulssendestelle aus über einen Impulsstromkreis betätigten Re laissatz zum Wiederholen der Stromimpulse und zum Überwachen der Gesprächverbin- dung enthält, dadurch gekennzeichnet,
    dass der genannte Relaissatz zum Wiederholen relativ kurzdauernder Wechselstromimpulse angeordnet ist und mittelst eines durch Schliessung des Impulsstromkreises erzeugten relativ langdauernden Wechselstromimpulses zum Auflösen der Gesprächverbindung be tätigt werden kann. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Anlage nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine Anzahl zum Über wachen der Gesprächverbindung dienender Halterelais (R4, R5), welche durch einen oder mehrere vor den numerischen Schalt impulsen ausgesandte Impulse in einen zum Aufrechterhalten der Verbindung wirksamen Zustand gebracht werden kön nen. 2.
    Anlage nach Patentanspruch und Unter- auspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterelais sich bei ihrer Betätigung in Haltestromkreise einschalten, derart, dass dieselben während der Aussendun.- der relativ kurzen numerischen Wechsel stromimpulse, sowie auch während des Ge- spräches in erregtem Zustande bleiben, aber anderseits durch einen über den Im pulsstromkreis ausgesandten, relativ lang dauernden Wechselstromimpuls zwecks Auflösung der Verbindung aberregt wer den können. 3.
    Anlage nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass der Relaissatz von dem automa tischen Fernsprechumschalter aus betätigt werden kann, und zwar zum Umsetzen nacheinander folgender Reihen von Wech- selstromimpulsen in ein Signal, welches zum Bewirken einer Schaltmassnahme im automatischen Fernsprechumschalter aus gesandt werden kann. 4. Anlage nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeich net, dass der Relaissatz ein Impulsrelais umfasst, welches über metallische Gleich richter und Induktanzspulen mit den Lei tungsadern verbunden ist.
CH150138D 1929-07-27 1930-07-25 Fernsprechanlage mit Einrichtung zum Steuern des Schaltvorganges mittelst Wechselstrom. CH150138A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
SE150138X 1929-07-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH150138A true CH150138A (de) 1931-10-15

Family

ID=20300007

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH150138D CH150138A (de) 1929-07-27 1930-07-25 Fernsprechanlage mit Einrichtung zum Steuern des Schaltvorganges mittelst Wechselstrom.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH150138A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE856624C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen mit Waehlerbetrieb, insbesondere fuer Fernsprechanlagen
CH150138A (de) Fernsprechanlage mit Einrichtung zum Steuern des Schaltvorganges mittelst Wechselstrom.
AT130905B (de) Anordnung zum Steuern des Schaltverlaufes in Fernsprechanlagen mittels Wechselstrom.
DE626865C (de) Fernschreibanlage mit Verbindungskontrolle durch Rueckmeldeeinrichtungen
DE612232C (de) Fernschreibvermittlungsanlage mit Waehlerbetrieb
DE918094C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und mehreren Vermittlungsstellen, die durch induktiv abgeriegelte Leitungen miteinander verbunden sind
DE322204C (de) Schaltungsanordnung fuer Gesellschaftsleitungen von Fernsprechaemtern mit selbsttaetigem oder halbselbsttaetigem Betrieb
DE700647C (de) Einrichtung zur Fernsteuerung und Fernueberwachung von verstellbaren Organen
DE554768C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb
DE652688C (de) Schaltungsanordnung fuer Verbindungsuebertragungen in Telegraphenanlagen
DE718136C (de) Schaltungsanordnung zur Begrenzung der Verbindungsdauer in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen
DE687683C (de) Schaltungsanordnung in Fernsprechanlagen mit Haupt- und Untervermittlungsstellen
DE650668C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb
DE532419C (de) Schaltungsanordnung fuer Selbstanschluss-Telegraphenanlagen mit den Verbindungs-leitungen zugeordneten Waehlern, an deren Bankkontakten fuer jede Teilnehmerstelle besondere Schaltmittel (Relais) angeschlossen sind
DE575002C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit mehreren Vermittlungsstellen
AT147093B (de) Schaltungsanordnung für Fernschreibvermittlungsanlagen.
DE643391C (de) Schaltungsanordnung zur Zaehlung von Verbindungen in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
DE647260C (de) Schaltungsanordnung in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit mehreren an einer gemeinsamen Leitung liegenden, wahlweise anrufbaren Abzweigstellen
DE503599C (de) Schaltungsanordnung fuer Telegraphenanlagen, bei welchen ein Mitschreibebetrieb auf dem Amt vorgesehen ist und die Herstellung der einzelnen Verbindungen durch eine Beamtin ausgefuehrt wird
DE857411C (de) Schaltungsanordnung in Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und Muenzfernsprechern
AT143013B (de) Schaltungsanordnung zur Übertragung von Meldungen, die je aus einer Reihe von Einzelwerten bestehen.
DE575754C (de) Anordnung fuer Telegraphenstellen
DE503598C (de) Schaltungsanordnung fuer Telegraphenanlagen, bei welchen die Verbindungen von einer Beamtin mittels eines Schnurpaares hergestellt werden und die Verbindungen sich ueber mehrere Vermittlungsstellen erstrecken
DE500826C (de) Schaltungsanordnung fuer Telegraphenanlagen
AT126472B (de) Schaltungsanordnung zur induktiven Übertragung von Gleichstromstößen über Fernmeldeleitungen.