CH150224A - Anlage zur Gewinnung und Fortleitung des von Berghängen herabfliessenden oder -sickernden Wassers. - Google Patents
Anlage zur Gewinnung und Fortleitung des von Berghängen herabfliessenden oder -sickernden Wassers.Info
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- Pit Excavations, Shoring, Fill Or Stabilisation Of Slopes (AREA)
Description
Anlage zur Gewinnung und Fortleitung des von Berghängen herabfliessenden oder -sickernden Wassers. Um die Wasserkräfte eines Gebirgs- gebietes der Nutzung in einem Kraftwerk zu erschliessen, ist es nötig, das von den Höhen herabfliessende Wasser zu sammeln und durch Kanäle, Rohrleitungen oder Stollen in einem Becken (Wasserschloss) zur Vereinigung zu bringen. Von dort aus wird das Wasser durch eine Druckrohrleitung den Maschinen des Kraftwerkes zur Verarbeitung mit einem bestimmten Gefälle zugeführt.
Diese Sammlung des Wassers erfolgt bis her in der Weise, dass die verschiedenen Bäche, in denen sieh das Niederschlagwasser des Gebirges vereinigt hat, auf gleichartiger Höhe durch Wehre gefasst werden, um ihr Wasser durch Kanäle irgendwelcher Art dem Sammelpunkt zuzuleiten: Bei einem der artigen Verfahren ergibt sich im Hoch gebirge der Nachteil, dass die Wasserfassung in einer Höhenlage erfolgen muss, in der be reits die Hauptmenge des Niederschlages aus dem zu nutzenden Einflussgebiet zu Bächen vereinigt ist.
Bis zu dieser Höhenlage hat das Wasser aber bereits eine erhebliche Fall höhe bei dem Zutalefliessen verloren, die von der Krafterzeugung nicht erfasst wird; es geht also bei diesem Verfahren ein erheb licher Teil der Naturkraft verloren.
Will man die Naturkraft vollkommen aus nutzen, so muss man das Wasser in einer höheren Lage erfassen, bevor es sich zu Bächen vereinigt hat, und zwar dort, wo das Produkt aus Wassermenge und Gefällshöhe ein Optimum wird. Da im Hochgebirge in der so bezeichneten Höhenlage nur ein klei ner Teil des Niederschlags- bezw. Schmelz wassers in Bächen vereinigt ist, während die Hauptmenge in zahllosen Runsen, Sicker- rinnen und Tropfen über die Hangfläche ver teilt herabrieselt, muss sich die Wassersamm lung auch auf dieses Hangwasser erstrecken,
wenn die in der vorgesehenen Höhenlage vor handene Wassermenge völlig der Nutzung zugeführt werden soll. Nach der Erfindung wird diesen Forde rungen dadurch nachgekommen, dass in einer Hanghöhe, in welcher der grösste Teil des Wassers noch nicht zu Bächen vereinigt ist, Kanäle angeordnet sind, die in nicht oder schwer durchlässigen Untergrund einge schnitten und durch einen bis an die Gelände oberfläche reichenden Sickerkörper mit der das Wasser führenden Schicht verbunden sind. Um das Wasser vor dem Einfrieren zu schützen, womit in der Hochgebirgslage zu rechnen ist, kann jeder Kanal gegen die Aussenluft abgeschlossen sein.
Zur Ein leitung von Bächen in bezw. zur Abführung von Wasser aus den Kanälen können beson dere Kammern vorgesehen sein, die einen siphonartigen Wasserverschluss aufweisen können, um ein Eindringen der Aussenluft in die Kanäle unmöglich zu machen. Im übrigen .kann zum Abschluss jedes Kanals eine mit Fugen oder sonstigen Öffnungen versehene Abdeckung, auf welcher der Sicker- körper ruht, vorgesehen sein.
Der Sickerkörper kann auf der vollen Breite der Abdeckung vorgesehen sein oder nur auf dem berg seitigen Teil derselben, wobei die Öffnungen gleichfalls nur in diesem Teil der Abdeckung vorgesehen sein können. Die Kanalwände, die in der Regel betoniert oder gemauert aus geführt werden, können insbesondere an der Bergseite durch eine besondere Abdichtung an das umschliessende Gestein oder Erdreich angeschlossen sein, so dass das den Sicker- körper herabfliessende Wasser nicht in der Umgebung des Kanals versickern kann, son dern ohne besondere Verluste durch die Öff nungen der Abdeckung in den Kanal hinein fliesst.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden näher beschrieben und in der Zeichnung in zwei Schnitten dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Anordnung eines Sammel- kanals an einem Gebirgshang in einem Quer schnitt. Der Kanal a von wesentlich trapez- förmiger Gestalt ist unterhalb der Ilumus- schicht b in den undurchlässigen Untergrund e, der beispielsweise von Felsgestein gebildet werden kann, eingeschnitten. Die Kanal- wandungen sind innen wasserdicht aus gekleidet,
wobei die an der Bergseite ge legene Wandung an ihrer obern Kante gegen das umschliessende Felsgestein durch eine Dichtung d abgeschlossen ist. Die Abdeckung des Kanals erfolgt durch eine mit Öffnungen e versehene Abdeckplatte <B>f</B> oder durch eine Anzahl mit Spielraum nebeneinander geleg ter, biegungsfester Bohlen. Auf der Ab deckung ruht ein von übereinander ge schichteten Steinen gebildeter Sickerkörper g. der durch die Humusschicht b hindurch bis zur Geländeoberfläche führt.
Auf diese Weise wird alles auf der Hangoberfläche bezw. in der den Felsen überlagernden Bodenschicht rinnende Wasser aufgesammelt und in den Sammelkanal eingeführt, wobei der Sicker- körper gleichzeitig den Kanal gegen eine direkte Verbindung mit der Aussenluft ab schliesst und so das in dem Kanal befind liche Wasser vor dem Gefrieren schützt.
Fig. '2 zeigt die Verbindung eines Wasser zuflusses<I>h</I> mit dem Sammelkanal a. Der am Gebirgshang herabfliessende Bach wird durch ein Wehr aufgefangen und in eine Wasser kammer i eingeführt, welche mit dem Sam- melkanal a durch eine siphonartige Kammer 7c in Verbindung steht. Diese Kammer lc bil det einen wirksamen Abschluss des Sammel- kanals gegen die Aussenluft, so dass dieser auch an dieser Stelle gegen Frostgefahr ge schützt ist.
Bei einer Wasserabführung wird vorteilhaft ein ähnlicher Abschluss vor gesehen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anlage zur Gewinnung und Fortleitung des von Berghängen herabfliessenden oder -sickernden Wassers, dadurch gekennzeich net, dass in einer Hanghöhe, in welcher der grösste Teil des Wassers noch nicht zu Bächen vereinigt ist, Sammelkanäle angeord net sind, die in nicht oder schwer durch lässigen Untergrund eingeschnitten und durch einen bis an die Geländeoberfläche reichen den Sickerkörper mit der das Wasser füh renden Schicht verbunden sind. ÜNTERANSPRü CHE 1.Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die bergseitige Wand jedes Sammelkanals an das Gestein wasser dicht angeschlossen ist. 2. Anlage nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Verbindung jedes Sammelkanals mit den nach aussen führen den Wasserzu- und -abführungen siphon- artige Kammern vorgesehen sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE150224X | 1930-06-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH150224A true CH150224A (de) | 1931-10-31 |
Family
ID=5673765
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH150224D CH150224A (de) | 1930-06-11 | 1930-08-08 | Anlage zur Gewinnung und Fortleitung des von Berghängen herabfliessenden oder -sickernden Wassers. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH150224A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4714376A (en) * | 1984-12-31 | 1987-12-22 | Jenab S Abdollah | Hillslope landslide stability drain |
-
1930
- 1930-08-08 CH CH150224D patent/CH150224A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4714376A (en) * | 1984-12-31 | 1987-12-22 | Jenab S Abdollah | Hillslope landslide stability drain |
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