CH150287A - Verfahren und Einrichtung zum Abscheiden und Wiedergewinnen fester Stoffe aus Abwässern. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Abscheiden und Wiedergewinnen fester Stoffe aus Abwässern.

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CH150287A
CH150287A CH150287DA CH150287A CH 150287 A CH150287 A CH 150287A CH 150287D A CH150287D A CH 150287DA CH 150287 A CH150287 A CH 150287A
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CH
Switzerland
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sieve
chamber
chambers
dependent
water
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Application number
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English (en)
Inventor
Busch Thorne Carl
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Busch Thorne Carl
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E03WATER SUPPLY; SEWERAGE
    • E03FSEWERS; CESSPOOLS
    • E03F5/00Sewerage structures
    • E03F5/14Devices for separating liquid or solid substances from sewage, e.g. sand or sludge traps, rakes or grates

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Hydrology & Water Resources (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Filtration Of Liquid (AREA)

Description


  
 



  Verfahren   und      Einrichtung    zum Abscheiden und   Wieilergewinnen    fester Stoffe aus Abwässern.



   Die vorliegende Erfindung betrifft ein
Verfahren und eine Einrichtung zum Ab scheiden und Wiedergewinnen fester Stoffe aus Abwässern. Zu diesem Zwecke werden nach dem Verfahren die Abwässer durch ein
Siebabteil geleitet, welches Siebkammern ent hält, die, damit das Abwasser durch diese
Siebkammern fliesse, gesenkt werden, wobei die auf den   Siebflächen    niedergeschlagene
Stoffschicht von Zeit zu Zeit aus   dem    Was serstrome entfernt wird.



   Die Zeichnung zeigt zwei beispielsweise
Ausführungsformen einer Einrichtung zur
Durchführung des Verfahrens, und zwar ist:
Fig. 1 ein   Längsschnitt    durch die Einrichtung gemäss der ersten Ausführung,
Fig. la eine Skizze zum   Erklären    des Verfahrens,
Fig. 2 ein   Eorizontalschnitt    durch die Einrichtung,
Fig. 3 eine   teilweise    Seitenansicht der Einrichtung,
Fig. 4 eine teilweise Seitenansicht und ein teilweiser Schnitt,
Fig. 5 und 6 eine Stirnansicht bezw. eine
Vorderansicht einer Einzelheit,
Fig. 7 und 8 eine Seitenansicht bezw. eine    Vorderansicht    einer ersten Variante der Ein zelheit nach Fig. 5 und 6,
Fig. 9 und 10 eine zweite Variante die ser Einzelheit,
Fig. 11 eine Variante für die   Wiederge-    winnung der festen Stoffe;

  
Fig. 12 zeigt einen Längsschnitt durch die zweite Ausführungsform einer Einrich tung zur Durchführung des Verfahrens;
Fig. 13 ist eine Stirnansicht eines Teils der Einrichtung ;
Fig. 14 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie 14-14 von Fig. 12;
Fig. 15 veranschaulicht einen Querschnitt nach der Linie 15-15 von Fig. 12;
Fig. 16 und 17 zeigen Einzelheiten der Einrichtung.  



   In Fig. la stellen die Pfeile A die Strömungsrichtung des zu reinigenden Abwassers dar, während der Pfeil R   aie    Strömungsrichtung des gereinigten Wassers angibt. S ist das Siebabteil und   V    bezeichnet die Siebe, welche die Innenräume der Siebkammern 2, 4, 6 begrenzen, während 1, 3, 5, 7 die Abteilungen sind, durch welche das verunreinigte Wasser nach den   Siebkammern    fliesst.



   Wenn nun beispielsweise durch die Siebkammer 2 das verunreinigte Wasser solange geflossen ist, bis die niedergeschlagene Stoffschicht auf den zwei Siebflächen ein weiteres Durchtreten des Wassers verhindert und nur wenig gereinigtes Wasser in Richtung R fliessen kann, so wird diese Siebkammer her  auslgeho. ben    und die Stoffschicht von den Sieben entfernt. Hierauf wird diese Siebkammer wieder in das Wasser gesenkt.



   Die in den Fig. 1 bis 11 dargestellte erste Ausführungsform der Einrichtung besitzt einen Behälter 15 mit zwei Auslassen 16 und 17. Es können auch mehr Auslassöffnungen vorgesehen sein.



   Ein Rahmen 18 ragt nach oben über den Behälter 15 hinaus und ist mit diesem starr verbunden, In dem Behälter 15 ist eine Wand 19 vorgesehen, welche den Behälter 15 in ein Einlassabteil 20 und ein Siebabteil 21 teilt. Beide Abteile kommunizieren miteinander. In dem Siebabteil sind die Siebkammern 26 untergebracht, und zwar besitzt jede Siebkammer zwei Siebe, welche die Länge und Höhe des Siebabteils haben; die Siebe sind in horizontaler Richtung so weit voneinander gelegt, dass im vorliegenden Falle nach Fig. 2 in horizontaler Richtung zwei nebeneinander gelegte Siebkammern Platz haben. Der Innenraum der Siebkammern weist die Auslässe 16 bezw. 17 auf.



  Für die zwei Siebkammern 26 sind nach Fig. 2 die Siebe 22, 23 bezw. 24, 25 verwendet. Die in Fig. 2 vertikal stehenden Siebkammern sind nach Fig. 1 in horizontaler Richtung durch die Wände 28 unterteilt.



   Die Siebkammern sind in Führungen 30 der Querwand 19 und in Führungen 31 auf der Innenseite der gegenüberliegenden Behälterwand verschiebbar. Für die Auslässe 16 und 17, welche aus Fig. 2 ersichtlich sind, sind Verschlüsse in Form von zwei Riemen 94 vorgesehen. Sowohl für den Auslass 16 als   auch    17 ist ein Riemen 94 angeordnet. Die Anordnung des Riemens selbst ist aus Fig. 1 ersichtlich. Indem die   Kanäle    16 und 17 von oben nach unten verlaufen, bei einer Breite, wie sie die Siebkammern aufweist, so ist ein Riemen, der ebenfalls von oben nach unten verläuft und eine etwas grössere Breite wie die Siebkammer besitzt. imstande, die   Kanäle    16 und 17 zu überdecken also abzuschlieBen.

   Soll der Riemen also die Kanäle schliessen oder freigeben, so muss er eine Bewegung nach oben ausführen, um den Kanal zu überdecken und eine Bewegung nach unten ausführen, um den Kanal frei zu geben. Zu diesem Zwecke läuft der Riemen 94 über die Rollen 95, 97, 98. Während das eine Ende des Riemens an einem Kabel 96 angebracht ist, ist das andere Ende am Boden der entsprechenden Siebkammer unten angebracht, und zwar so, dass, wenn die Siebkammer vertikal aus dem Siebabteil herausgezogen ist, das mithochgezogene rechte Ende des Riemens den entsprechenden Auslass 16 oder 17 überdeckt.



   Jede Siebkammer ist nun mit zwei Zahnstangen 33 ausgerüstet, welche durch je ein Zahnrad 34 in der Weise, wie Fig. 4 zeigt. angetrieben wird. Durch den Antrieb der Zahnräder 34 und Zahnstangen 33 kann die entsprechende Siebkammer gehoben oder gesenkt werden. Eine Rolle 42 sorgt auf der Gegenseite jedes Zahnrades 34 für eine Führung der Siebkammer.



   Die Auslässe 16 und 17 münden in zwei   Auslasslrammern    35, die in eine untere Auslasskammer 37 einmünden, von wo das gereinigte Wasser durch die Öffnung 39 hindurch in den Auslasskanal 38 gelangt.   Werni    in das Einlass abteil 20 Abwasser eingeführt wird, so tritt das Abwasser durch die Siebe der   Siebkammern    hindurch und fliesst den Auslässen 16 und 17 zu, wobei es während  des Durchtrittes durch die Siebe in diesen einen grossen Teil seiner Verunreinigungen zum Beispiel Fasern oder dergleichen absetzt.



   Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass der Auslasskanal 38 mit dem Zuführungskanal   40    verbunden ist. Die verstellbare   Wand    31 erlaubt jedoch in der in Fig. 2 gezeichneten punktierten Stellung nicht, dass das Abwasser aus dem Zuführungskanal 40 direkt in den Auslasskanal 38 gelangen kann. Das Abwasser muss in diesem Falle nach dem Einlass abteil   2Ü    fliessen und geht von hier aus durch die Siebkammern.



   Wird eine Siebkammer langsam von oben her in das Sieb abteil 21 mittelst der Zahnräder 34 und Zahnstangen 33 eingeführt, so werden die eingetauchten Siebteile mit Verunreinigungen des Abwassers überzogen. Je tiefer die Siebkammer gesenkt wird, ein desto grösserer Teil der Siebe wird von Un  reinigkeiten    überzogen und desto weniger Wasser gelangt in die Siebkammern. Entsprechend dieser geringen Wassermenge, welche die Siebkammern durchfliesst, ist auch die Wassermenge in der   Auslasskam-    mer 37. Wenn nur mehr ganz wenig Wasser durchfliesst, muss die betreffende Siebkammer herausgehoben werden.

   Zu diesem Zwecke ist nach Fig. 1 in die   AuslaBkam-    mer 37 ein Schwimmer 43 eingesetzt, welcher mittelst der Stange 44 einen elektrischen   Quecksilberkippschalter    45 steuert, der den Stromkreis in den Leitungen 47, 48 öffnet und schliesst, wobei die   Magnetspule    49 betätigt wird, indem die Leitungen 47, 48 nach der Wicklung der Magnetspule 49 gehen. Im Innern der Spule 49 ist ein beweglicher   Kern    50 vorgesehen, der durch eine nicht gezeichnete Feder in einer bestimmten Ruhestellung gehalten wird. Wird nun die Spule 49 erregt, so wird der   Kern    50 ins Spuleninnere gezogen, was geschieht, wenn    der Schwimmer 43 beim : Entleeren der Über-      laufkammer    37 genügend gesunken ist.



   Auf einer Antriebswelle 51, welche über die Riemenscheibe 52 angetrieben wird, sitzen frei drehbar, aber axial unverschiebbar Kegelräder 53, 54. An den einander zugekehrten Seiten tragen die Kegelräder 53 und    54 l <  : upplungszähne, welche mit Zähnen je    einer Büchse 55 in Eingriff gebracht werden können. Die Büchsen   55    sind auf Keilen der Welle 51 achsial verschiebbar, so dass sie sich mit dieser drehen, längs derselben aber frei verschiebbar sind. Je eine Schaltstange 58, die an ihrem untern Ende 59 schwenkbar gelagert ist, greift an dem Flansche 56 oder 57 der Büchsen 55 an. Greift die Schaltstange 58 am Flansch 57 an, so wird die Büchse 55 nach rechts verschoben, greift sie jedoch an Flansch 56 an, so wird sie nach links verschoben. Dementsprechend wird das Kegelrad 53 oder 54 mit der Welle 51 gekuppelt.



   Die Zahnräder 53 und 54 kämmen mit einem   Kegelrad    60, welches auf der Getriebewelle 61 sitzt. Diese trägt an ihrem andern Ende ein Kettenrad 62, welches durch die Kette 63 mit einem Kettenrad 64 auf einer Welle 65 verbunden ist. Die Welle 65 ist am Rahmen 18 gelagert und trägt die Zahnräder 34. Die Schaltstange 58 trägt an ihrem obern abgekröpften Ende das Gewicht 66. Die Schaltstange wird nun in folgender Weise betätigt: Der Magnetkern 50 steht   in nicht ; gezeichneter Weise mit der Schalt-    stange in Verbindung. Die Schaltstange wird entsprechend der Stellung des   Magnetkernes    hin- und hergeschoben.

   Ist die Siebkammer   vollst-ändig    verstopft, so kann kein Wasser mehr durchtreten und der Wasserspiegel in Kammer 37 sinkt derartig, dass der Schwimmer 43 die Leitungen 47, 48 schliesst, wobei die Spule 49 erregt und der Kern in das    Innere der Spule gezogen wird. es Hierbei    wird die Schaltstange 58 verschoben.



   Die Welle 65 trägt ferner ein Kettenrad 68, welches über die Kette 69 mit dem Kettenrad 70 verbunden ist, das auf derselben Welle 71 sitzt, wie eine Schnecke 72, welche mit dem Schneckenrad 73 der senkrechten Welle 74 zusammenarbeitet.



   Die senkrechte Welle 74 trägt einen Arm 75 bezw. 76, welcher bei seiner Drehung von der einen oder andern Seite her gegen  die Schaltstange   58    anzuliegen kommt, um diese nach der einen oder andern Richtung umzulegen, so dass die Welle 61 in der einen oder andern Richtung gedreht und die Siebkammer, wie weiter unten beschrieben, angehoben oder gesenkt wird.



   Zum Abstreifen der an den Sieben niedergeschlagenen Schicht ist nach Fig. 5 und 6 ein Filz 81a ohne Ende vorgesehen, der über Walzen 77 und 81 läuft und durch den   Spanuwirtel    80 gestreckt gehalten wird.



  Die Walzen 77 sind in Lagern 79 gelagert, welche so angeordnet sind, dass ein schwacher Druck der Walzen 77 gegen die Drahtfläche des Siebes zustande kommt.



   Die Filze 81a sind nach Fig. 5- so gelegt, dass sie sich mit den Rollen 77 gegen die hochgezogene Siebkammer legen. Bei Drehung der Rollen 77 wird die an der Siebkammer niedergeschlagene Schicht vom Filz mitgenommen und die aus Fasern bestehende Schicht wird wieder von Holzwalzen 78 abgenommen. Diese Walzen 78 sind ebenfalls in den Lagern 79 gelagert und drehen sich frei auf den Walzen 77.



  Der durch die Walzen 82 abgenommene Stoff fällt in die Tröge 83.



   In den Fig. 7 und 8 ist eine zweite Ausführungsform einer Abstreifvorrichtung für die niedergeschlagenen Stoffteilchen   dargestellt.    Bei dieser sind Walzen 84 vorgesehen, welche Rippen 85 aus Gummi tragen, die in Berührung mit dem Sieb gebracht werden und die Fasern in den Trog 86 fördern.



   Gemäss den Fig. 9 und 10 wird das Abstreifen des Stoffes mit Hilfe einer Rippe 87 aus Gummi, welche eine Antriebswelle 88 schraubenlinienförmig umgibt, bewirkt.



  Die Rippe 87 steht bei ihrer Drehung in Berührung mit den Sieben der Siebkammern 22 und streift den niedergeschlagenen Stoff ab. Dieser fällt in den Trog 89.



   Bei der Ausführungsform nach Fig. 11 sind die Tröge 93 aus Gründen der Raumersparnis oben an den Sieben angeordnet, und es ist Vorsorge-getroffen, dass jeweils nur ein Sieb angehoben werden kann. Über die Walze 90 und die Spannwalze 91 ist ein endloses   Filzband    gezogen. Die Walze 90 berührt auf der einen Seite das Sieb und auf der andern Seite die Abstreifkante 92 eines Troges, so dass, wenn beim Hochheben des Sieb es infolge der Reibung die Walze 90 sich dreht, der Stoff auf dem Filze gesammelt wird, von welchem er mit Hilfe des Abstreifers von der hochgehenden Siebkammer abgenommen und dem Troge der anliegenden unten liegenden ruhenden Siebkammer zugeführt wird.



   Wenn die Siebkammer in ihrer tiefsten Stellung eine gewisse Zeit belassen wurde. hört der Durchfluss des Wassers in die Siebabteile infolge Verstopfung der Siebmaschen durch die Fasern praktisch auf, so dass sich    die Überlaufkammern entleeren. : E Hierbei    werden die Schwimmer 43 gesenkt, der Stromkreis der Magnetspule 49 geschlossen    und der : Kern 50 wird in das Innere der    Spule gezogen. Bei dieser Bewegung des   Kernes    wird die Schaltstange 58 so bewegt, dass der Antriebsmechanismus eingeschaltet und die Siebkammer gehoben wird. Das   Kegelrad    53 greift in das zugehörige Kegelrad 60 ein, welches den Kettenradantrieb 62.



  63, 64 betätigt, der seinerseits die Zahnstangen 33 hebt und damit die Siebkammer allmählich in ihre oberste Lage gehoben wird.



   In der Zwischenzeit hat die   Sehneclre    72 das Schneckenrad 73 soweit gedreht, dass der Schaltarm 75 bezw. 76 gegen die Schaltstange anzuliegen kommt und diese umkippt.



   Wenn der Schaltarm 76 die Schaltstange   58    erfasst, verschiebt diese die Büchse 55 gegen das   Kegelrad    54 und die Siebkammer   beginnt    wieder sich zu senken. Dabei bringen Schnecke 72. Schneckenrad 73 und Schaltarm 76 die Schaltstange in jene Lage zurück, in welcher die Kupplung für die Hubbewegung betätigt wurde. In der Zwi   schenzeit ist nun aber Wasser in die i, Über-    laufkammer eingeströmt und hat den Schwimmer 43 angehoben. Hierbei werden die Leitungen 47, 48 unterbrochen und die Erregung der Spule hört auf, wobei der Kern  50 in seine Anfangslage samt Schaltstange 58 zurückgeht.



   Das Sieb befindet sich nun in seiner tiefsten Stellung und verbleibt in dieser, da die beiden Kegelräder 53, 54 sich lose auf der Welle 51 drehen und der gesamte Antriebsmechanismus stillsteht. Eine erneute   Betäíi-    gung findet erst statt, wenn die Zwischenräume der Siebmaschen verstopft sind. Das erwähnte Spiel beginnt nun von neuem.



   Die Einrichtung nach den Fig. 12 bis 17 besitzt eine   Zulaufkammer    116, welche den einzelnen Siebkammern gemeinsam ist und mit den Kammern 117 durch die Öffnungen 118 in Verbindung steht.



   Jede Kammer 117 besitzt ein U-förmiges, ungleichschenkliges Einlassrohr 119, 120,   121,    das eine Öffnung im Boden der Kammer durchsetzt. Der senkrechte Teil 121    jedes Rohres bildet eine Führung, längs s wel-    cher die entsprechende Siebkammer verschiebbar ist.



   Ein am andern Ende jeder Siebkammer angeordnetes Auslassrohr 123 bildet eine Führung längs welcher die Siebkammer auf- und abgleiten kann. Dieses Auslassrohr 123 steht an seinem untern Ende mit einem Ablassrohr 123' in steter Verbindung.



   Die Siebkammern 122 bestehen aus Holzoder Metallrahmen, über welche Drahtsiebe 124, 125 gespannt sind und aus senkrechten   Trenuwänden    126, die kurz vor der geneigten Bodenfläche 127 der unten offenen Siebkammer enden. Letztere besitzt ein Abteil 128, in welches das Zuflussrohr 121 hineinragt und ein Abteil 123", in welchem das Auslassrohr 123 angeordnet ist. Das Abteil   123" ist    unten gut dichtend am Rohr 123 geführt, so dass das Wasser nur durch seitlich angeordnete Siebe in dieses Abteil gelangen und durch das Rohr 123 abfliessen kann.



   Das verunreinigte Abwasser strömt aus der   Zulaufkammer      116    durch das Rohr 119, 120, 121 in das Abteil 128 und fliesst von dort und dem untern Bodenteil 129 aus in die Siebkammer bezw. in deren durch Trennwände 126 gebildete Abteile.



   In der Höhe der Mündung der Rohre 121 sind zu beiden Seiten der Siebkammern Tröge 130 (Fig. 14) so angeordnet, dass während des Senkens der Siebkammern das erste durch die Siebkammern nach aussen fliessende Wasser, welches durch die noch nicht verstopften Maschen der Siebe hindurchströmt und welches noch verhältnismässig viel   Faser-    teilchen mitführt, von den Trögen 130 zum Einlauf zurückgeführt werden kann.



   In dem Masse, wie sich die Maschen der Siebe immer mehr verstopfen, werden die Siebkammern gesenkt. Die Teile der Siebe, welche die Tröge 130 passiert haben, befinden sich in geeignetem Zustand, um das noch durehfliessende Wasser richtig zu reinigen. indem die im Abwasser enthaltenen Fasern sich auf die bereits vorhandenen Stoffschichten niederschlagen und verhältnismässig reines Wasser durch die Abteile   123" und    das Rohr 123 in den Abwasserkanal   1s23'    strömt.



   Die Einrichtung zum Heben   tind    Senken der Siebkammern weist einen Rahmen 131 auf, der an seinem obern Ende eine Welle 132 mit einer Schnecke 134 und einer An  triebsscheibe    135 trägt. Diese Schnecke arbreitet mit dem Schneckenrad 136 auf der Welle 137 zusammen und dient zum Antrieb von beiderends der Welle befestigten   : Kettenrädern    138, welche mit   Kettenrädern    139 an den Enden einer Welle 140 durch eine   Kette    141 verbunden sind. An jeder dieser   Ketten    141 ist je eine dreieckige Platte 142 angelenkt, von denen je zwei, eine von zwei Schienen tragen, die mit den Siebkammern lösbar verbunden sind.

   Die Platten 142 tragen drei Rollen 144, von welchen zwei die entsprechende Schiene 143 an ihrer Unterseite stützen, während die dritte Rolle an der Oberseite der Schiene anliegt, derart, dass sich die Platten längs der Schiene frei verschieben können. Diese Verschiebung ist notwendig, damit die Platten der Bewegung    der : Kette 141 über Kettenräder 138 und 139    folgen können.



   Auf einer Welle 143a (Fig. 16 und 17), welche mit ihren beiden Enden in den zwei   Schienen 143 einer Siebkammer drehbar gelagert ist, sind an jedem Ende drei Arme 145, 147 und 149 angeordnet. Der eine Arm 145 (Fig. 17) trägt ein Gewicht 146 und ist mit der Welle 143a fest verbunden. Der Arm 147, der hinter der Schiene 143 angeordnet ist, ist auf der Welle 143a schwenkbar gelagert und besitzt eine Nase 148. Der dritte Arm 149 sitzt fest auf der Welle 143a und dient als Antriebsarm, zu welchem Zwecke er an seinem Ende die Rolle 150 trägt. Dieser Arm 149 wirkt mit dem Arm 149a zusammen, der ebenfalls fest auf der Welle 143a hinter der Schiene 143 und dem Arm 149 gelagert ist und an seinem intern Ende ein Sperrad 151 trägt.

   Das Sperrad 151 weist zwei Nasen 151a auf, an welchen der   Klinkenarm    147 angreifen kann, sowie die diametral, gegenüberliegenden Sperrschlitze 152 und 153. Für jede Schiene 143 ist je eine, das heisst für jede Siebkammer zwei solcher Einrichtungen vorgesehen. Beim Antrieb der Welle 137 von der Antriebsscheibe 135 aus werden die Schienen 143 vermittelst der Kettenräder 138,   139,    der Kette 141 und der Platten 142 gleichmässig und parallel zu sich   selbst längs    des Rahmens 131 auf- und abbewegt.

   So lange nun die Siebe der Siebkammern nicht. verstopft sind, das heisst während dem Niederschlagen der Fasern ergreifen die Sperräder jedesmal in der untersten Stellung der Schiene 143 die Haken 154, geben sie aber wieder frei, da sich die Sperräder frei drehen können, bis sie    durch die : Klinken 148 verriegelt werden.   



  Dieses Verriegeln erfolgt beim Arbeiten eines Schwimmers 171 wie nachstehend beschrieben, wobei die Siebkammern mit den Schienen 143 gekuppelt und mit denselben angehoben werden.



   Zu beiden Seiten der Siebkammern sind Träger 172 befestigt, welche Zapfen 160 tragen. Um diese Zapfen 160 ist je ein Arm 156, der ein Gewicht 157 trägt, sowie ein Arm 158 drehbar. Ein   zweiarmiger    Hebel 161, der um einen am Träger befestigten Zapfen 162 drehbar ist, trägt einerends ein Gewicht 163, während sein anderes, mit einer Kerbe versehenes Ende 164 in den Bereich des Armes 156 ragt. Ein in den Arm 158 eingesetzter Stift 166 liegt im Ruhezustand    in der : Kerbe 165, so dass das Gewicht 163    den Schwingarm 161 nicht verdrehen kann.



  Hinter dem senkrechten Ende des Armes 158 ist ein Anschlag 167 vorgesehen, welcher durch eine Abbiegung einer Stange 168 gebildet wird, welche bei 169 (Fig. 12) an einem Ende eines zweiarmigen Hebels 170    angelenkt ist. Das andere : Ende des Hebels    170 trägt einen Schwimmer 171, welcher in    eine : Kammer 117 hineinragt. Jede Siebkam-    mer besitzt eine solche Kammer 117 mit einem Schwimmer 171. Diese zuletzt beschriebenen Teile verriegeln den Schwingarm in der in Fig. 16 und 17 dargestellten Lage.



   Die beschriebene Einrichtung zum Heben und Senken der Siebkammern arbeitet nun folgendermassen: Steigt bei verstopften Sieben der Wasserspiegel in der Kammer 117 und damit der Schwimmer 171, so bewegt dieser den Anschlag 167 nach unten aus der Bahn des senkrechten Teils des Hebels 158.



  Dieser Hebel behält die gezeichnete Lage noch bei, bis die Rolle 150 bei ihrer Ab  wärtsbewegung    an der Schiene 143 die hervorstehenden Enden des Schwingarmes 161 nach unten drückt, so dass der Stift 166 aus der   Kerbe    165 austritt. Der Hebel 158 wird nun durch den Arm 149 zurückgedrückt, wobei die Nase 148 in den Schlitz 153 des Sperrades 151 eingreift. Die Haken 154 befinden sich nun im Schlitz 152 des nunmehr blockierten Sperrades 151, so dass die sich ständig   auf und    abbewegenden Schienen 143 mit den Trägern 172 der betreffenden Siebkammern gekuppelt sind und diese anheben.



   Spritzrohre 176, die mit einer Wasser  leitung 177,    in welche das Ventil 178 eingebaut ist verbunden sind dienen zum Entfernen der Stoffschichten von den Sieben.



  Das Ventil 178 wird durch einen   gsewichts-      belasteten    Hebel 179, an dem die Zugstange 180, welche mit Anschlägen an der Siebkammer zusammenarbeitet, angelenkt ist, beim   Anheben der Siebkammer betätigt. Beim Öffnen des Ventils 178 tritt Wasser aus den Spritzrohren 176 aus, strömt gegen die Siebe und entfernt die Stoffschicht von denselben.



  Das Spritzwasser mit dem entfernten Stoff fällt in den Kanal 129 bezw. auf den Boden 127. Bei angehobener Siebkammer ist die obere Mündung des Rohres 123 bündig mit dem Boden 127, so dass Spritzwasser und der entfernte Faserstoff durch das Rohr 123 in den Auslass   123' strömen.      

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zum Abscheiden und Wieder gewinnen fester Stoffe aus Abwässern, dadurch gekennzeichnet, dass die Abwäs ser durch ein Siebabteil geleitet werden, welches Siebkammern enthält, die, damit das Abwasser durch diese Siebkammern fliesse, gesenkt werden, wobei die auf den Siebflächen niedergeschlagene Stoff schicht von Zeit zu Zeit aus dem Was serstrom entfernt wird.
    II. Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass Siebkammern vor gesehen sind, welche zwei parallele Sieb flächen aufweisen und welche mittelst zugehöriger Vorrichtungen gehoben und gesenkt werden, um beim Senken das Abwasser durch die Siebkammern nach Auslassöffnlmgen fliessen zu lassen und um beim so Heben die auf den Siebflächen abgesetzte Stoffschicht zu entfernen.
    UNTERBNSPRVCHE : 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Siebkam mern in senkrechten Führungen auf den Seiten eines Behälters laufen und auf der einen Seite in offener Verbindung mit einem Abwasserkanal sind, während der Zwischenraum zwischen den Sieb kammern den : Einlass für das stoffhaltige Wasser bildet.
    2. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass jede Auslassöffnung für das Ab wasser in der Selienwand des Behälters während des Hebens der Siebkammer durch einen Riemen abgedeckt wird der unten an der offenen Seitenwand der Siebkammer befestigt und von hier über Walzen am Boden des Behälters und auf wärts an der andern Seite zu einer \Valz( über dem Behälter und wiederum nach abwärts zum obern Rand der Siebkam mer geführt ist und auf diese Weise ver hindert, dass ungereinigtes Abwasser in den Abwasserkanal für das Reinwasser eintritt.
    3. Einrichtung nach Patentansprueh II und Unteranspruch 1 dadurch gekennzeich- net, dass eine mit einem rotierenden Sehe- her versehene Abuahmewalze vorgesehen ist, um die auf den Siebflächen befind liche Stoffschicht zu entfernen, weali letztere gehoben werden und um den ab gehobenen Stoff in eine quer oberhalb des Behälters angeordnete Rinne zu lzeför- dern.
    4. Einrichtung nach Patentaiisprueh II, da durch gekennzeichnet, dass die Siebkam mern auf allen Seiten geschlossen sind. während ein Einlassrohr (121) für das Abwasser und ein Auslassrohr (123) für das Reinwasser Öffnungen in den Sieb kammern abgedichtet durchsetzen, so dass jene Rohrleitungen zugleich als Führun gen für die Sieblrammern während des Hebens und Senkens dienen, wobei zum Entfernen der auf der Innenseite e der Siebe gebildeten Stoffschicht während des Hebens Spritzrohre (176) vorgesehen sind.
    5. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, dadurch gekenuzeieb- net, dass Rinnen nahe der oben Kante der Siebkammern angeordnet sind. um das stoffhaltige Wasser aufzunehmen. welches durch die Siebe während des Senkens derselben hindurchtritt. bevor sich auf der Sieb oberfläche eine hinrei chend dichte Filterschicht aus diesem Stoff gebildet hat.
    6. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Heben und Senken der Siebkammern selbsttätig unter Steuerung durch einen Schwimmer erfolgt, der am einen Ende des vom Was ser in den Siebkammern durchlaufenen Troges angeordnet ist.
    7. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich- net, dass ein Schwimmer (43) vorgesehen ist, welcher beim Sinken des Wasser spiegels den Stromkreis einer Magnet spule (49) schliesst und dadurch die Be wegung des Magnetkernes (50) veran lasst, so dass eine Kupplung eingerückt wird, durch welche der Antrieb von Zahnrädern erfolgt, welch letztere in Zahnstangen an der Siebkammer eingrei fen, so dass diese gehoben wird, während das Senken durch die nämlichen je Hilfs- mittel unter Vermittlung eines selbst tätig wirkenden Umkehrgetriebes erfolgt.
    8. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 6, gekennzeichnet durch einen Schwimmer (171) in der Einlass kammer und eine von demselben ge steuerte Kupplungsvorrichtung (151, 145, 149, 147, 156. 154, 167) zwischen einem Antriebsmeehanismus zum Heben der Siebkammer und der Siebkammer.
    9. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 6 und 7, dadurch ge kenuzeichnat, dass der Schwimmer in der Auslasskammer angeordnet ist.
    10. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 6, dadurch gekenuzeieh- net, dass der Schwimmer in der Einlal3- kammer angeordnet ist.
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